Kostenlose Biowissenschaften, Lebenswissenschaften, Biomedizin, Biochemie und die Molekularbiologie in der Naturheilpraxis Düren erleben.

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Lebenswissenschaften und Biowissenschaften (griechisch βιός bios, deutsch ‚Leben') oder Life Sciences sind Ausbildungsgänge und Forschungsrichtungen, die sich mit den Strukturen und Prozessen von Lebewesen beschäftigen oder an denen Lebewesen beteiligt sind.

Das Methodenspektrum kann fast das gesamte naturwissenschaftliche Geräte- und Analyseninventar umfassen und auch in Bereiche der Human- und Sozialwissenschaften hineinreichen.

Die Bezeichnung Life Science, also "Lebenswissenschaft", kommt nicht von ungefähr. Das interdisziplinäre Forschungsgebiet beschäftigt sich mit den großen Herausforderungen der Zukunft - von Medizin bis Umweltschutz.

Neben der Biologie umfassen die Lebenswissenschaften auch verwandte Bereiche wie Medizin, Medizintechnik, Biomedizin, Biochemie, Molekularbiologie, Biophysik, Bioinformatik oder Pharmakologie.

Der Forschungsbereich Lebenswissenschaften befasst sich mit Prozessen oder Strukturen von Lebewesen oder mit Prozessen, an denen Lebewesen beteiligt sind.

Ebenso komplex und vielfältig wie die Forschung innerhalb der verschiedenen Disziplinen (z.B. Biologie, Ökologie, Medizin, Biochemie, Molekularbiologie, Bioinformatik), die oft interdisziplinär auf verschiedensten Raum-Zeitskalen miteinander verknüpft werden, sind die Daten, die erhoben werden.

 

Hier einige Beispiele:


Mess,-Erhebungs- und Beobachtungsdaten Sensor- oder fernerkundliche Daten Feld-und Laborexperimente audiovisuelle Materialien, Interviewdaten (Ethik) Proteindaten und Sequenzierungsdaten; Datenbanken (Proteine, Genome) Befunddaten (Medizin / Labor) Modellierungsansätze oder Methodenbeschreibungen.

Neben der syntaktischen und semantischen Heterogenität der Forschungsdaten stellt das Anfallen großer Datenmengen die Forschungscommunity vor große Herausforderungen (z.B. Rechnerkapazität zur Verarbeitung, automatisierte Datenmanagement Workflows, Speicherkapazität, Archivierung, personenbezogene Daten, Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht in der Medizin).

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einige aktuelle Best-Practice-Beispiele aus Fachgebieten der Lebenswissenschaften vorstellen, die sich dem Thema Datenmanagement verschrieben haben und unterschiedliche Ansätze verfolgen, um die Integrierbarkeit und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten zu verbessern oder Forscherinnen und Forscher in ihrem Datenmanagement zu unterstützen.

Mit den gezeigten Beispielen erheben wir nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn Sie eigene Erfahrungen und Wissen im Umgang mit Forschungsdaten aus Ihrer Fachdisziplin haben, sind Sie herzlich eingeladen dieses mit uns zu teilen.

 

 

Lebenswissenschaften, Life Sciences und Biowissenschaften

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Herausforderungen und spannende Forschungsthemen für junge Lebenswissenschaftler, Materialwissenschaftler, Chemiker, Physiker und Bio Ingenieure bietet die Life Science Branche genug.

Aus dem angelsächsischen Sprachraum kommend haben sich auch die Begriffe „Life Sciences“ und, davon abgeleitet, „Lebenswissenschaften“ etabliert, wobei insbesondere die biomedizinisch ausgerichtete Industrie den Begriff „Life Sciences“ pflegt.

Diesen verbindet man daher heute vielfach mit anwendungs- und marktorientierter Forschungsweise; „Biowissenschaften“ und „Lebenswissenschaften“ werden dagegen eher auch mit Grundlagenforschung in Verbindung gebracht.

Daneben beobachtet man, dass der Begriff „Lebenswissenschaften“ manchmal auch in einem sehr weiten Sinne verwendet und auf nicht genuin biologische Disziplinen, wie Psychologie oder gar künstliche Intelligenz, ausgedehnt wird.

Wie bei fast allen neuen Begriffen wird sich auch hier im Laufe der Zeit möglicherweise eine weitere Verschiebung in Gebrauch und Bevorzugung ergeben.

Im Übrigen ist der Gebrauch der Begriffe zwischen Anwendern deutscher und englischer Muttersprache, speziell beim Begriff „Life Sciences“, nicht völlig deckungsgleich oder identisch konnotiert.

 

Leben ist so vielfältig wie seine Definitionen.

Es hängt davon ab, von welchem Standpunkt aus man den Begriff betrachtet. Naturwissenschaft, Philosophie oder Religion – alle haben unterschiedliche Auf-fassungen und Vorstellungen vom Leben.

Der folgende Beitrag erklärt den Begriff des Lebens aus naturwissenschaftlicher Sicht und geht gleichzeitig darauf ein, wie sich die Definition von Leben auf die noch relativ junge Forschungsrichtung der Synthetischen Biologie auswirkt.

 

Definition Leben„Was ist Leben?

Ist eine der wenigen Fragen, welche die Menschen unaufhörlich begleitet. Dabei verdeutlichen die beeindruckenden Erfolge der empirischen Forschung an Lebewesen zugleich die Schwierigkeit, eine allgemein gültige Antwort auf die Frage nach den entscheidenden Eigenschaften des Lebens zu geben.

Viele nicht Naturwissenschaftler wird verwundern, dass es Biologen äußerst schwerfällt, auf diese Frage eine allgemein akzeptierte Definition vorzulegen.

Durch die Erforschung der Grundstrukturen des Lebendigen erhalten wir immer wieder neue Einblicke in komplexe Systeme, die wir „Lebewesen“ nennen.

 

Was also haben diese Lebewesen gemeinsam?

Was verbindet Bakterien, Pflanzen oder Tiere? Und welche notwendigen Bedingungen müssen erfüllt sein, um ein Lebewesen zu klassifizieren? Drei wesentliche Eigenschaften haben sich für alle Lebewesen als Definitionskriterien herauskristallisiert:

 

Die erste Eigenschaft ist der Stoffwechsel oder Metabolismus, derzumindest während einer Lebensphase vorhanden sein muss. Dieser bedingt wiederum die Kompartimentierung durch Membranen.

 

Das zweite Merkmal ist die Fähigkeit zur Selbstreproduktion.

 

Die dritte Eigenschaft ist die mit der Selbstreproduktion verbundene genetische Variabilität als Voraussetzung für evolutionäre Entwicklung.

 

Während den ersten beiden Kriterien – autonomer Metabolismus und Reproduktionsfähigkeit – sicherlich alle Naturwissenschaftler zustimmen können, ist dies beim evolutionären Potential schon anders.

Nanowissenschaftler, die im Labor mit Hilfe der synthetischen Biologie tätig sind, würden das evolutionäre Potential vielleicht als ein Kriterium für Leben bezeichnen, das nicht so fundamental ist wie die beiden anderen Kennzeichen.

Aber selbst Vermehrungsfähigkeit und selbstständiger Stoffwechsel haben als fundamentale Kennzeichen von Lebewesen ihre Tücken.

Die genannten Einschränkungen würden viele hypothetische Frühstadien der Entwicklung des Lebens sowie Grenzformen des Lebens, wie Viren, kategorisch ausschließen.

Wolfhard Weidel beschrieb Viren als „geborgtes Leben“

1. Orientiert man sich an den obigen Kriterien, dann können Viren nicht als Lebewesen bezeichnet werden. Viren kommen einerseits als „nackte“ Nukleinsäuren in den Wirtszellen vor und andererseits außerhalb von Zellen als Entitäten, die aus Nukleinsäure und einer Proteinhülle bestehen.

Viren sind nicht zur selbstständigen Vermehrung fähig. Sie injizieren zur Vermehrung ihre Erbsubstanz in Wirtszellen von z. B. Pflanzen, Tieren oder Bakterien. Man könnte sie deshalb als Zellparasiten bezeichnen.

Viren sind also biologische Entitäten, die sich, wenn auch nicht selbstständig, vermehren können – das ist jedem bewusst, der schon einmal eine Grippe hatte – und die ein evolutionäres Potential besitzen – ansonsten müssten wir nicht kontinuierlich nach neuen Impfstoffen suchen.

Sind Viren also gleichsam zwischen Leben und Nicht-Leben hin und her pendelnde Objekte? Für den evolutionären Ursprung der Viren gibt es bis heute keine definitiven Beweise.

Entweder sind Viren gewissermaßen eine Schwundstufe von einst vollständigen Organismen. Oder sie entstanden bereits in jener chemischen „Ursuppe“, die auch die primitivsten Lebensformen hervorgebracht hat.

 

 

Synthetische Biologie im Dialog – Leben - Die Naturheilpraxis Düren von Arndt Leonards bietet kostenlose Beratung an.

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Im Jahre 2003 ist es Wissenschaftlern gelungen, erstmals ein Virus künstlich herzustellen, indem sie Nukleinsäure mit der Sequenz des Kinderlähmungsvirus durch DNA-Synthese künstlich erzeugt haben.

2 Schleust man dann in dieser Weise erzeugte DNA-Stränge in Zellen ein, entstehen in Folge komplette, natürliche Polioviren.

Die Synthetische Biologie eröffnet in diesem Zusammenhang neue Möglichkeiten der Bekämpfung von Infektionskrankheiten.

Zum Beispiel könnte ein neuer Impfstoff gegen Polio erzeugt werden, der Lebendviren verwendet. Deren Erbgut kann gezielt synthetisiert werden, was eine bessere Kontrolle des Impfstoffs ermöglicht.

Gezielt eingebaute „Fehler“ könnten Mutationen verhindern, die das Virus erneut gefährlich machen würden.

Bisher nur als Computermodell an der State University of New York entwickelt, könnte diese Strategie auch gegen das Grippevirus zur Anwendung kommen.

Die Grenzstellung der Viren zwischen Unbelebtem und Belebtem wirft für die heutige Forschung Probleme auf, bei denen konzeptionelle und experimentelle Fragen Hand in Hand gehen.

Dies ist insbesondere in der Forschungsrichtung der Synthetischen Biologie der Fall. Um diese zu charakterisieren, ist es notwendig, zunächst einige grundlegende Bemerkungen zu den Molekülen des Lebens zu machen.

Die Biomedizin ist ein interdisziplinär ausgerichtetes Masterstudium, welches sich aus den Fachbereichen Naturwissenschaften, überwiegend der Biologie, und Medizin zusammensetzt.

Hauptschwerpunkt der Biomedizin ist es, Krankheiten zu analysieren und deren Ursache zu finden. Dabei befasst du dich intensiv mit der Zellbiologie sowie mit der Molekularbiologie und verknüpfst diese mit medizinischen Fragen. Darüber hinaus können folgende Bereiche dein Masterstudium abrunden:

 

Biochemie

Stammzellenforschung

Humangenetik

Infektionsbiologie

Physiologie

Toxikologie / Pharmakologie

Spezielle Virologie / Immunologie

 

Falls du dich dazu entschließt, dich auf bestimmte Bereiche der Biomedizin zu spezialisieren, hast du verschiedene Möglichkeiten, beispielsweise die medizinische Biometrie, biomedizinische Chemie oder auch Liefe and Medical Science.

Jedoch solltest du dich vorab bei der Wunschhochschule genauer informieren, ob und welche Spezialisierungsmöglichkeiten angeboten werden.

Darüber hinaus ist das Masterstudium der Biomedizin sehr forschungsorientiert und praxisnah aufgebaut, sodass du bereits im Master die Möglichkeit bekommst, einen genauen Eindruck deines späteren Tätigkeitsfeldes zu erhalten.

 


Zulassungsbedingungen und Abschluss

Wenn du dich für den Master Biomedizin interessierst, solltest du zuvor einen Bachelor in Biomedizin, Medizin oder Biologie abgeschlossen haben. Über die genauen Zugangsvoraussetzungen solltest du dich jedoch direkt an der Hochschule deiner Wahl informieren, da diese variieren können.

In der Regel dauert das Studium circa 4 Semester. Wenn du das Studium mit Erfolg abschließt, erhältst du den Hochschulabschluss Master of Science. Der Abschluss kann jedoch je nach Hochschule oder Schwerpunkt abweichen.

 


Berufsperspektiven nach dem Master Biomedizin

Die meisten Absolventen des Master Biomedizin entscheiden sich für eine Karriere in der Forschung. Diese kannst du entweder an Universitäten, Fachhochschulen oder aber Instituten beginnen.

Du hast aber auch die Möglichkeit, in anderen Bereiche einen attraktiven Job zu finden, zum Beispiel in den folgenden:

 

Qualitätskontrolle, Entwicklung und Produktion

In Laboren zur Diagnostik oder Analytik

Im Bereich Marketing für die chemische-, biotechnologische- oder medizinische Industrie

Pharmaindustrie

Gesundheits- oder Kriminalämtern

 

 

Biologie ist die Wissenschaft des Lebendigen

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Sie befasst sich mit allgemeinen Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen, aber auch mit den einzelnen Lebensformen, ihrer Entwicklung, ihrem molekularen, mikroskopischen und makroskopischen Aufbau, ihren vielfältigen Prozessen und Wechselwirkungen.

Insbesondere im Zeitalter der Omics‐Technologien wie Genomik, Transkriptomik, Proteomik und Metabolomik, sowie der Sensormessstationen, steigen die täglich in der Biologie erzeugten Datenmengen kontinuierlich.

Die beiden neuen Dateninfrastrukturen in Deutschland, GFBio und de.NBI, dienen diesem Ziel und verleihen der Forschung in den Lebenswissenschaften enorme Impulse.

Die Betrachtungsobjekte der Biologie reichen also von Molekülstrukturen über Organellen, Zellen, Zellverbände, Gewebe und Organe bis hin zu komplexen Organismen.

Ebenso untersucht die Biologie das Verhalten von Organismen und deren Interaktion untereinander und mit ihrer Umwelt.

 

Die Biologie lässt sich nach verschiedenen Kriterien in Teilbereiche, auch Fachgebiete genannt, untergliedern:

Zum einen kann die Fachrichtung nach den jeweils betrachteten Organismengruppen (Pflanzen, Tiere, Bakterien, Pilze etc.) eingeteilt werden.

Andererseits kann sie auch anhand der bearbeiteten mikro- und makroskopischen Hierarchieebenen (Molekülstrukturen, Zellen) geordnet werden.

Im Sprachgebrauch findet man heute häufig die Unterscheidung zwischen den „klassischen“ Fächern, die sich in ihren übergeordneten Fragestellungen mit den Lebewesen als Ganzes befassen, und den „molekularen“ Fächern, die auf molekulare Teilaspekte fokussieren.

Aufgrund des interdisziplinären Charakters der Forschung in den einzelnen Fachgebieten werden sie oft als „Biowissenschaften“ oder „Lebenswissenschaften“ (engl. life sciences) zusammengefasst.

Zu den eher klassischen Fachgebieten gehören die allgemeine Botanik, die allgemeine Zoologie und die Ökologie.

Neben der Untersuchung der gesamten Organismen und ihres Zusammenspiels mit äußeren Faktoren und anderen Lebewesen befassen sich diese Fachgebiete in jüngerer Zeit jedoch auch immer mehr mit molekularen Aspekten ihrer Forschungsobjekte.

Die sogenannten molekularen Fächer, die Genetik oder Molekularbiologie und die Biochemie, untersuchen molekulare Aspekte an sogenannten Modellorganismen, die für die jeweilige Fragestellung geeignet sind, ohne eine spezifische zoologische, botanische oder ökologische Ausrichtung.

Die Mikrobiologie befasst sich mit den kleinsten Lebensformen. Dazu zählen Bakterien, Archaeen und Pilze.

Außerdem werden hier auch die Viren und Prionen eingeordnet, die nur als subzelluläre Strukturen in Assoziation mit anderen Lebensformen existieren können.

In der Ökologie und der Evolutionsforschung stehen die Organismen in ihren Lebensräumen im Mittelpunkt.

Dabei wird das Verhalten sowohl der Einzelindividuen als auch von ganzen Populationen betrachtet.

In den letzten Jahrzehnten hinzugekommen sind Fachgebiete wie die Gentechnik und die Bioinformatik.

Die Gentechnik ergänzt unter anderem die klassischen Methoden der Tier- und Pflanzenzucht.

Die Bioinformatik integriert computergestütze Methoden in die biowissenschaftliche Forschung.

Mit ihr können z.B. molekulare Prozesse simuliert oder die in den molekularen Fächern häufig anfallenden großen Datenmengen verwaltet und ausgewertet werden.

 

 

Moleküle des Lebens - Synthetische Biologie im Dialog

 

Im Jahr 1865 veröffentlichte Gregor Mendel in dem Aufsatz „Versuche über Pflanzenhybride“ seine Ergebnisse, die er anhand von Kreuzungsexperimenten mit Erbsen erlangte.

3 Die darin beschriebenen drei Grundregeln legen dar, nach welchen Regelmäßigkeiten in einfachen Erbgängen die Merkmalsausprägung erfolgt.

Die wichtigste Erkenntnis war, dass das Erbgut aus voneinander unabhängigen Einheiten aufgebaut ist, wodurch das Auftreten von Neukombinationen und Spaltungen erst erklärbar wurde.

Seine Resultate blieben jedoch jahrzehntelang unbeachtet bzw. unverstanden.

Erst im Jahre 1900, sechzehn Jahre nach Mendels Tod, entdeckten die drei Botaniker, Hugo de Vries, Carl Correns und Erich Tschermak seine Ergebnisse wieder, als sie ähnliche Forschungen zur Vererbung durchführten.

Seitdem gilt Mendel als „Vater der Genetik“ bzw. Entdecker der Grundlagen der Vererbungslehre.

Fast achtzig Jahre nach Mendels Entdeckung hielt der Physiker Erwin Schrödinger in Dublin Vorlesungen zum Thema „Was ist Leben“.

Daraus entstand eine kleine Schrift mit dem Titel „What is Life?“

 

Diese hat seither viele Naturwissenschaftler dazu gebracht, sich mit Grundlagenfragen der Biologie auseinanderzusetzen, vor allem mit einem Problem:

der physikalischen Struktur der genetischen Information.

Schrödinger stellte unter anderem die Hypothese auf, dass die Erbsubstanz ein aperiodisches Kristall sein müsse, dessen Struktur die Information enthalte, dank der sich aus einer befruchteten Eizelle ein voll ausgewachsenes Individuum einer bestimmten Art entwickle.

Schrödingers Überlegungen übten in einem Fall einen ganz direkten Einfluss aus.

James Watson las 1946, als achtzehnjähriger Student, eine Rezension über Schrödingers Werk im „New York Time Book Review“.

Er war von dem Buch so beeindruckt, dass er unbedingt wissen wollte, was ein Gen ist.

Sieben Jahre später, 1953, hatte er zusammen mit Francis Crick die Antwort gefunden.

Der Stoff, aus dem die Gene sind, besteht aus einer Doppelhelix aus Desoxyribonukleinsäure (DNA).

Bereits 1944 war entdeckt worden, dass vererbbare Eigenschaften an das Vorhandensein einer bestimmten Sorte von Molekülen gebunden sind, der DNA.

Durch die Aufklärung der Struktur der DNA wurde erkannt, dass die Gene den Bauplan für die Übersetzung in Proteine vorgeben und in diesem Sinne die Grundlage des Lebens darstellen.

Damit hatte das Zeitalter der Molekularbiologie begonnen und Watsons und Cricks Entdeckung der DNA-Struktur bildete nur den Anfang einer ganzen Reihe bahnbrechender Entdeckungen, aus denen sich die moderne Gentechnik in den letzten vier Jahrzehnten nahezu explosionsartig entwickelt hat.

Anfang der 1960er Jahre entdeckten die Arbeitsgruppen um die Biochemiker Marshall Nirenberg, Har Gobind Khorana und Robert Holley die Regeln für die Entschlüsselung des genetischen Codes und 1965 wurde entdeckt, wie die Aktivität von Genen an- oder abgeschaltet wird.

Etwa zeitgleich entdeckten Werner Arber, Hamilton Smith und Daniel Nathans die Restriktionsenzyme, sogenannte Genscheren, die DNA an spezifischen Stellen schneiden.

Damit stand genug Wissen über die Bausteine des Lebens zur Verfügung und die Wissenschaftler besaßen die wichtigsten Werkzeuge, um die Erbsubstanz neu zu gestalten.

Erstmals nutzten Biochemiker 1973 die Genscheren, um Erbanlagen von einem Organismus auf einen anderen zu übertragen.

Sie schleusten ein kreisförmiges DNA-Molekül, ein Plasmid, in das Bakterium Escherichia coli ein.

Damit war es zum ersten Mal gelungen, Gene im Labor von einem Organismus auf einen anderen zu übertragen.

Die Grundlage für die heutige „konventionelle“ Gentechnik war geschaffen, die aus der modernen Medizin und Biotechnologie nicht mehr wegzudenken ist.

 

Aber auch Kritik wurde laut:

War es richtig, artfremde Erbinformation in andere Organismen zu übertragen? War es ethisch vertretbar, Erbeigenschaften zu manipulieren? Daraufhin fand im Februar 1975 die Asilomar-Konferenz in Kalifornien statt.

Dort diskutierten 140 Molekularbiologen aus 16 Ländern über Sicherheitsauflagen, unter denen die Forschung weiter stattfinden solle. Die Ergebnisse dienten als Grundlage für staatliche Regelungen in den Vereinigten Staaten und später in vielen anderen Staaten.

1977 entwickelten Walter Gilbert, Allan Maxam und Frederick Sanger unabhängig voneinander Methoden zur effizienten DNA-Sequenzierung, für die sie 1980 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurden.

Ab dem Jahr 1995 konnten die ersten kompletten bakteriellen Genomsequenzen publiziert werden und 2003 wurde schließlich die erste menschliche Genomsequenz offengelegt.

Damit war und ist aber kein Schlusspunkt gesetzt. Die Sequenziertechnologie wurde seitdem dauerhaft verbessert und weiterentwickelt, sodass zurzeit mit den Methoden des next generation sequencing individuelle menschliche Genome in einem Zuge mit vertretbarem finanziellen Aufwand sequenziert werden können.

 

 

Die moderne Biologie und das menschliche Leben

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Leben oder sogar den Menschen künstlich erschaffen zu können, ist eine Vorstellung, welche die Menschheit schon lange beschäftigt.

So ist die Idee des „Homunculus“ – einer Art künstlich geschaffenem Menschen – häufig in der Literatur anzutreffen.

Johann Wolfgang von Goethe lässt zum Beispiel Wagner im zweiten Teil des Fausts einen Menschen im Glaskolben erschaffen.

Solchen Selbsterschaffungsphantasien stehen wir – wie auch schon Goethe – sehr kritisch gegenüber.

Wir wissen, dass bereits die Veränderung menschlichen Lebens differenziert betrachtet werden muss.

Ethisch geboten ist es, aus meiner Sicht, „mit Genen zu heilen“, wie dies in der Gentherapie möglich ist.

Bisher hat das Ersetzen und Einfügen eines intakten Gens in Form von DNA nur bei sogenannten monogenetischen Erkrankungen Aussicht auf Erfolg.

Seit kurzem ist erstmals in der westlichen Welt ein modifiziertes Adenoassoziiertes Virus für die klinische Gentherapie zugelassen.

Es dient zur Behandlung einer seltenen, erblich bedingten Stoffwechselerkrankung.

Eine Gentherapie darf jedoch nur in somatischen Zellen durchgeführt werden.

Die künstlich hergestellten Gene dürfen aus meiner Sicht keinesfalls in die Keimbahn des Menschen gelangen, denn so könnte die neue genetische Information an die Kinder des behandelten Individuums weitergegeben werden.

Sie wären somit nicht rückholbar, und ich selbst – wie auch die bei weitem überwiegende Mehrzahl meiner Kollegen – bin der festen Überzeugung, dass der genetischen Veränderung des Menschen an dieser Stelle eine ganz klare Grenze zu setzen ist.

Impliziert eine solche strikte Grenzziehung aber auch, dass menschliche embryonale Stammzellen überhaupt nicht für Forschungszwecke verwendet werden dürfen?

Hieran entzünden sich immer wieder – aus meiner Sicht notwendige – Diskussionen, in Deutschland vor allem anlässlich von Revisionen des Embryonenschutzgesetzes.

Die Leopoldina hat sich zu dieser Frage geäußert und angemerkt, dass menschliche embryonale Stammzelllinien für Forschungszwecke unabdingbar sind.

Letztlich hat die Politik einen Kompromiss gefunden, der darin besteht, dass in Deutschland derartige Zelllinien, wenn sie im Ausland hergestellt wurden, zwar verwendet, aber nicht im Inland produziert werden dürfen.

Ein solcher Kompromiss versucht, unterschiedlichen Auffassungen über den Beginn des individuellen menschlichen Lebens entgegenzukommen, die in unserer Gesellschaft vorhanden sind und den politischen Entscheidungsprozess beeinflussen.

Es gibt Vertreter der Theorie, dass menschliches Leben in voller Würde und voller Schutzbedürftigkeit schon mit dem Zusammentreffen von Ei und Samenzellen sowie der Verschmelzung des genetischen Materials anfange.

Andere sind der Ansicht, das menschliche Leben beginne mit der Einnistung in die Gebärmutter, also mit der Nidation.

Darüber hinaus gibt es die Auffassung, dass erst mit der Geburt vollwertiges menschliches Leben vorliege.

Meiner Ansicht nach können die Naturwissenschaftler, indem sie über ihren aktuellen Wissensstand bestmöglich informieren, der politisch gesellschaftlichen Debatte über bindende Handlungsnormen eine Verankerung in der empirischen Welt anbieten

– sie können aber nicht das Ergebnis der demokratischen Willensbildung vorwegnehmen.

Wo wir den Anfang des individuellen menschlichen Lebens juristisch verbindlich setzen, ist keine naturwissenschaftlich beantwortbare Frage.

Darüber soll in einer pluralistischen Demokratie die gesamte Gesellschaft debattieren und ihre politischen Repräsentanten müssen nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden.

 

 

 

Zur Bestimmung des menschlichen Lebens

 

Ohne Frage ist ein breiter gesellschaftlicher Diskurs über den Umgang mit der modernen Biomedizin und der Synthetischen Biologie nötig,

der die Chancen und Risiken dieser Forschungszweige mit all ihren Konsequenzen für das menschliche Leben und die Zukunftssicherung der Menschheit, aber auch für das Selbstbild und die Würde des Menschen einbezieht.

Der Begriff Lebenswissenschaften muss dabei weitaus mehr als Biologie und Medizin umfassen.

Diese Ansicht vertritt auch der Berliner Theologe Christoph Markschies in seinem Aufsatz „Ist Theologie eine Lebenswissenschaft?“, die ich nur unterstützen kann.

Das Wirken der Gene und Eiweiße bestimmt die fundamentalen Lebensprozesse, jedoch ist menschliches Leben allein damit nicht zu beschreiben.

Hier spielen auch die Verantwortung und die Selbstreflexion des Geistes sowie die Fähigkeit zur Kommunikation eine wesentliche Rolle.

Dabei richtet sich diese Aussage durchaus nicht gegen die naturwissenschaftliche Sicht auf den Menschen, denn eine biologische Sichtweise, die
Synthetische Biologie im Dialog

– Leben, Geist, Gewissen und Sprache ausschließt, würde hinter ihren eigenen Möglichkeiten zurückbleiben.

An dieser Stelle möchte ich ein zweites Mal auf Goethe zurückgreifen.

Sein naturphilosophisches Denken kann aus meiner Sicht als eine Orientierung für das Verständnis des Lebendigen im Allgemeinen und des menschlichen Lebens im Besonderen dienen.

 

So schrieb er:

„In jedem lebendigen Wesen ist das, was wir Teile nennen, dergestalt unzertrennlich vom Ganzen, dass sie nur in und mit Demselben begriffen werden können und es können weder die Teile zum Maß des Ganzen noch das Ganze zum Maß der Teile angewendet werden.

Goethe lässt in diesem Zitat erkennen, dass nach seinem Verständnis ein Organismus erst dann wissenschaftlich erklärbar wird, wenn der notwendige Zusammenhang zweier Beschreibungsebenen erkannt worden ist.

Einerseits können die Teile eines Organismus, seine Organe, sobald wir ihre jeweilige Funktion und ihren durch diese Funktion bestimmten Aufbau begreifen wollen, nicht ohne ein Verständnis des ganzen Organismus betrachtet werden.

Andererseits folgt aus dem Verständnis des Organismus als einem Ganzen noch keinesfalls, dass wir damit schon jedes seiner Teile begriffen hätten.

Und zum menschlichen Ganzen als einem Organismus gehören wesentlich und gleichermaßen die Fähigkeiten zur Selbstreflexion, zur Gewissensentscheidung und zur sprachlichen Verständigung.

Wie kann die Frage nach dem Lebensbegriff beantwortet werden.

Was also ist Leben?

 

Aus der Sicht des Mikrobiologen antworte ich:

Wir sollten solche Objekte für lebendig halten, die sich fortpflanzen können, einen autonomen Stoffwechsel aufweisen und evolutionär veränderbar sind.

 

Aus der Sicht des Lebenswissenschaftlers füge ich hinzu:

Zu den evolutionären Möglichkeiten des Lebens gehören auch Fähigkeiten, die menschliches Leben wesentlich ausmachen, nämlich das Vermögen zur Selbstreflexion, zum Gewissensurteil und zur sprachlichen Verständigung.

Wer eine solche umfassende Bestimmung des Lebensbegriffs ernstnimmt, der weiß auch, dass sich die Frage „Was ist Leben?“ nicht nur diejenigen Wissenschaftler stellen müssen, die sich für theoretische Definitionsprobleme interessieren.

Dies ist eine Frage, mit der alle Lebenswissenschaftler konfrontiert sind, da sie die Konsequenzen ihrer Forschung vor allem für das menschliche Leben betrachten müssen.

Dabei geht es nicht nur um direkte praktische Folgen etwa für die Gesundheit. Sondern es geht auch um die oft langfristigen kulturellen Auswirkungen des wissenschaftlichen Experimentierens mit dem Lebendigen.

Erst eine Lebenswissenschaft, die sich selbst in einer solchen umfassenden Perspektive zu sehen versucht, ist eine Wissenschaft, die ihrer Verantwortung für das Leben gerecht wird.

 

 

 

Wenn Sie weitere Fragen haben oder mich näher kennlernen möchten, rufen Sie gern an oder besuchen Sie mich in der Praxis, meine Beratungsgespräche sind kostenfrei.

 

Ich freue mich auf Sie.


Herzliche Grüße,

 

Ihr Alternativmediziner, Ganzheitsmediziner und Naturheilkundler Arndt Werner Leonards.

 

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