Kostenlose Prädiktive Medizin, Systembiologie und integrative Biologie in der Naturheilpraxis Düren erleben

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Die Systembiologie, prädiktive Medizin oder integrative Biologie (Synonym: Systeomik, englisch systems biology, integrative biology oder predictive biology) ist ein Zweig der Biowissenschaften, der versucht, biologische Organismen in ihrer Gesamtheit zu verstehen.

Die Systembiologie ist eine Wissenschaft, die sich nach wie vor rasant entwickelt. Sie verfolgt den Ansatz, ein biologisches System holistisch, d. h. ganzheitlich zu betrachten und quantitativ zu beschreiben.

Dabei steht die Interaktion der einzelnen Module (Moleküle, Zellen, Regulationsmechanismen oder Populationen) im Vordergrund der Untersuchungen.

Die Systembiologie ist eine innovative, interdisziplinäre Forschungsrichtung, in die Impulse aus Systemtheorie, Biologie, Medizin, Mathematik, Physik, Ingenieurwissenschaften und Informatik eingehen.

Neue Erkenntnisse in medizinischer Forschung und Biotechnologie: Die Systembiologie schafft innovative Möglichkeiten, komplexe Prozesse in lebenden Zellen zu untersuchen. Deutschland soll weltweit eine führende Position in der Systembiologie einnehmen.

Schwerpunkte sind Modellierungen und Simulationen zum Modell Leber, das national im Fokus steht und die systematische Erforschung von Netzwerken, die das Geschehen bei schwerwiegenden Krankheiten wie Krebs steuern.

Ziel der Systembiologie ist es, die Stoffwechselvorgänge auf den verschiedenen Organisationsebenen eines Organismus (Zelle, Gewebe, Organ, Körper) qualitativ und quantitativ zu verstehen und möglichst exakt abzubilden.

Im ersten Schritt geht es der Systembiologie darum, die zellulären Interaktionen zwischen DNA, RNA und Proteinen so vollständig zu erfassen, dass eine Simulation der Zellfunktionen im Computer ("in silico") möglich ist.

Das Ziel ist, ein integriertes Bild aller regulatorischen Prozesse über alle Ebenen, vom Genom über das Proteom, zu den Organellen bis hin zum Verhalten und zur Biomechanik des Gesamtorganismus zu bekommen.

Wesentliche Methoden zu diesem Zweck stammen aus der Systemtheorie und ihren Teilgebieten. Da aber die mathematisch-analytische Seite der Systembiologie nicht perfekt ist, kommen als Forschungsmethoden häufig Computersimulationen und Heuristiken zum Einsatz.

 

 

 

 

Ziel der Systembiologen ist, die dynamischen Vorgänge des Lebens und die biologischen Systeme mit Hilfe mathematischer Modelle zu beschreiben.

Die Systembiologie zielt darauf ab, zu einem umfassenden quantitativen Verständnis der dynamischen Interaktionen zwischen den Bausteinen und Komponenten eines biologischen Systems zu gelangen, um das Verhalten des Systems als Ganzes zu verstehen und Vorhersagen zu ermöglichen.

Zur Erreichung dieses Ziels werden mathematische Konzepte auf biologische Systeme angewandt. Von zentraler Bedeutung ist hierbei ein iterativer Prozess zwischen Laborexperiment und Modellierung im Computer.

Systembiologie untersucht nicht einzelne Gene oder Proteine zu einem bestimmten Zeitpunkt, wie das die letzten 30 Jahre erfolgreich praktiziert wurde. Sie untersucht das Verhalten und das Verhältnis aller Elemente in einem bestimmten biologischen System während es funktioniert.

Um Biologie auf einer systemischen Ebene zu verstehen, müssen die Struktur und die Dynamik der zellulären Funktionen sowie der Funktionen des Organismus und nicht die Eigenschaften isolierter Teile einer Zelle oder eines Organismus untersucht werden.

Systembiologie versucht, das quantitative Verhalten eines biologischen Prozesses, welcher realistischen Störungen ausgesetzt wurde, vorherzusagen, so dass dieses quantitative Verfahren seine Stärke auf expliziter Einbeziehung der am Prozess beteiligten Komponenten, ihrer Interaktionen und realistischer Werte ihrer Konzentrationen, Aufenthaltsorte und Zustände begründet.

Eine Disziplin am Schnittpunkt zwischen Biologie, Mathematik und Physik welche experimentelle und rechnerbetonte Ansätze vereint, um biologische Prozesse in Zellen, Geweben und Organismen zu verstehen.

Die Systembiologie versucht, komplexe biologische Daten in Modelle zu integrieren, welche die relevanten Interaktionen zwischen den Bestandteilen eines lebenden Organismus – wie Gene, Rezeptoren, Transkriptionsfaktoren, Enzyme und Zytokine – abbilden.

Diese Modelle werden mit Hilfe von Rechnern analysiert, um das Verhalten des untersuchten lebenden Systems zu verstehen und zu prognostizieren.

Hierbei stehen unter anderem folgende Fragen im Zentrum: Reaktion auf Stimuli oder Stressoren im Zeitverlauf, weichenartige Determinierung von Zellschicksalen im Laufe von Entwicklungsprozessen und Zusammenspiel verschiedener Zelltypen und Organe bei komplexen Erkrankungen des Menschen.

In der Biologie ist das Ganze mehr als die Summe seiner Einzelteile.

Genomics, Proteomics, Transcriptomics, Interactomics – das „omics“-Zeitalter hat begonnen. All diesen Teildisziplinen ist gemeinsam, dass Wissenschaftler nicht nur die Rolle eines oder weniger Moleküle zu einem bestimmten Zeitpunkt untersuchen.

Stattdessen erforschen sie die Gesamtheit; bei Genomics also die Gesamtheit aller Gene eines Organismus, das Genom; bei Proteomics die Gesamtheit aller Proteine, das Proteom.

 

 

Systembiologie im Dienst von Bioproduktion und Bioökonomie - Die Daten machen das virtuelle Leben

Möglich wurde diese Herangehensweise durch die Entwicklung von Hochdurchsatzmethoden wie beispielsweise Genotypisierungen, Genexpressions-Microarrays und Massenspektometrie. Nur so sind die vielen notwendigen Messungen in überschaubarer Zeit möglich.

 

Wie sehr sich die zum Einsatz kommenden Methoden weiterentwickelt haben, zeigt das Beispiel der Genomsequenzierung:

Während die Sequenzierung des ersten menschlichen Genoms 13 Jahre dauerte, mehrere Milliarden Dollar kostete und Wissenschaftler rund um die Welt beschäftigte, kann heute ein Labor die gleiche Leistung innerhalb weniger Wochen für einige Tausend Dollar erbringen.

Damit ist die Systembiologie zu einem der wichtigsten Forschungsgebiete avanciert. Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan bezeichnete die Systembiologie schon 2010 als „Schlüsseltechnologie der Lebenswissenschaften“.

Die damit gewonnenen Daten sollen möglichst schnell allen interessierten Wissenschaftlern zur Verfügung stehen.

 

Wie systembiologische Daten webbasiert zugänglich gemacht und sinnvoll in einen Kontext gestellt werden können, zeigt beispielhaft die Plattform iCHIP (www.ichip.de), die vom DKFZ in Heidelberg eingerichtet wurde. Ebenfalls beeindruckend:

Am Heidelberger BioQuant-Zentrum wird eine Large Scale Data Facility (LSDF) for Life Sciences aufgebaut. Mit rund sechs Petabyte Speicherkapazität ist sie einer der größten europäischen Datenspeicher, der ausschließlich den Lebenswissenschaften dient.

Die systematische Erforschung und Modellierung von Stoffwechsel-Netzwerken dient der Grundlagenforschung ebenso wie der industriellen Anwendung biologischer Prinzipien.

In der Bioproduktion von medizinischen Wirkstoffen und Wertstoffen – von Insulin über Waschmittelenzyme und Feinchemikalien bis zum Biokunststoff – wird mithilfe der Systembiologie der Stoffwechsel von Produktionsstämmen simuliert.

Das sind meist Mikroorganismen; aber auch Einzeller und kleine mehrzellige Organismen wie Algen und Pilze kommen infrage.

An den Stellschrauben ihres Stoffwechsels kann mit den entsprechenden Programmen gedreht werden, um zum Beispiel eine höhere Ausbeute des gewünschten Produkts oder weniger Nebenprodukte zu prognostizieren.

Damit steht die Systembiologie auch im Dienst der Bioökonomie, der wirtschaftlichen Nutzung biologischer Prozesse. Die Qualität solcher virtuellen Vorhersagen hängt entscheidend von der Daten-Visualisierung ab.

Sie ist ein wichtiger Zweig der Informatik, denn die besten Daten sind nutzlos, wenn sie sich nicht anschaulich darstellen lassen und keine Interaktionen erlauben.

 

 

Die Geschichte der Systembiologie, prädiktive Medizin und integrative Biologie - Naturheilpraxis Düren

 

Das Konzept integrativer Studien biologischer Systeme ist nicht neu.

Ein biologisches Teilgebiet, in welchem Systemanalyse bereits seit mehreren Jahrzehnten betrieben wird ist die Ökologie. Die berühmte Lotka-Volterra-Gleichung von 1931 kann bereits als systemischer Ansatz gewertet werden.

Als Vorläufer der Systembiologie kann die Allgemeine Systemtheorie von Ludwig von Bertalanffy angesehen werden. Die Bedeutung der Systembiologie wurde 1948 von Norbert Wiener erkannt.

Als Pioniere der Systembiologie gelten die britischen Neurophysiologen und Nobelpreisträger Alan Lloyd Hodgkin und Andrew Fielding Huxley, die 1952 mit dem mathematischen Modell einer Nervenzelle die Grundlagen für die mathematische Simulation von Lebensprozessen auf Basis von Differenzialgleichungen legten.

Bei diesem Vorgehen fallen enorme Datenmengen an. Hier kommt die Systembiologie ins Spiel: Sie kombiniert die „omics“-Technologien mit der Mathematik.

Ziel der Systembiologen ist, die dynamischen Vorgänge des Lebens und die biologischen Systeme mit Hilfe mathematischer Modelle zu beschreiben. Diese Modelle ermöglichen ihnen, Vorhersagen zu treffen, beispielsweise über Prozesse in einer lebenden Zelle.

So können Forscher im Labor gezielt Experimente durchführen und die Hypothesen überprüfen. Da Modellierungen und Laborexperimente aufeinander aufbauen, werden die mathematischen Modelle ständig besser. Systembiologie ist folglich eine interdisziplinäre Forschungsrichtung.

1960 erregte Denis Noble mit der Publikation seiner Doktorarbeit in der Zeitschrift Nature Aufsehen; er präsentierte darin das erste mathematische Modell eines schlagenden Herzens, mit dem neue Medikamente und Defibrillationsgeräte am Computer getestet werden können.

Datei:SBMC2010 Prof Denis Noble University of Oxford.jpg
Prof. Denis Noble, Universität Oxford; SBMC 2010

Der Begriff Systembiologie ist seit den 60er Jahren in Gebrauch, ursprünglich in Verbindung mit dynamischen Interaktionen, mathematischer Modellierung und Simulation biologischer Signalwege.

1970 beschrieb Jacques Monod, der an regulatorischen Proteinen forschte, insbesondere an allosterischen Enzymen, die Kybernetik bzw. feedback-regulierte Mechanismen auf molekularem Level.

Der Durchbruch für die Systembiologie kam um die Jahrtausendwende durch die Entwicklung von Hochdurchsatztechnologien zur Messung von Genexpression, Proteinexpression und Protein-Protein Interaktion auf molekularem Level und dem Abschluss des Humangenomprojekts und zahlreicher anderer Genomprojekte.

Die Flut der dabei erhaltenen Daten für etwa drei Milliarden Basenpaare und über eine Million Proteine pro Zelle macht es unmöglich, alle theoretisch denkbaren und interessierenden Experimente im Labor durchzuführen.

Deshalb ist die Modellierung am Computer zur Voraussetzung für die Auswahl der erfolgversprechendsten Ansätze geworden.

Die verbreitete Nutzung des Internets war eine Grundvoraussetzung für den Durchbruch der Systembiologie, da erst das Internet die gemeinsame Nutzung riesiger Datenmengen in internationaler Zusammenarbeit ermöglichte.

Den aktuellen Stand der Wissenschaft kann man in spezialisierten Fachzeitschriften, wie Molecular Systems Biology sowie auf zahlreichen internationalen Kongressen wie z.B. der ICSB verfolgen.

 

 

Methodische Ansätze - Die Naturheilpraxis Düren von Arndt Leonards bietet kostenlose Beratung an.

 

Die noch junge Systembiologie entwickelt sich ständig weiter. Ihr Potential für die Biomedizin ist aber heute schon zu erkennen:

Je besser Forscher die komplexen Grundlagen von biologischen Prozessen und damit auch von Krankheiten verstehen, desto leichter können sie Angriffspunkte für Therapien finden.

Auch die Entwicklung von Medikamenten könnte mit Hilfe der Systembiologie effizienter werden: Anstatt viele unterschiedliche therapeutische Angriffspunkte zu untersuchen und verschiedene Dosierungen von Wirkstoffen zu testen,

können Wissenschaftler diese am Computer simulieren und gezielt die vielversprechendsten Bedingungen im Labor überprüfen. Dieses strategische Vorgehen spart Zeit und Ressourcen.

 

 

Ein systembiologischer Ansatz umfasst sich wiederholende Zyklen von Experimenten und hypothesengetriebener Modellierung:

 

eine vollständige Charakterisierung der wesentlichen Bestandteile eines Organismus, wie seine Moleküle und deren Interaktion und wie diese Interaktionen die Funktion der Zelle regulieren.


Analyse der Reaktionen eines Organismus auf Störungen, wie Deletion oder Überexpression von Genen, Änderung der Wachstumsbedingungen oder Stimulation mit Hormonen.


eine zeitliche und räumliche Charakterisierung der Zellen, z. B. deren Kompartimentalisierung, Vesikeltransport und Dynamik der unterschiedlichen Komponenten.

Anschließend werden die gewonnenen Informationen in mathematische Modelle übersetzt, um das gewonnene Wissen zu testen und Hypothesen zu formulieren und gegebenenfalls das Modell anhand der experimentell gewonnenen Erkenntnisse zu verbessern.

 

 

Natur, Naturheilkunde, Naturwissenschaft: Vom Monte Verità zur Molekularmedizin

 

Die Geschichte der Naturheilkunde ist geprägt von Ärzten und Laientherapeuten, die oft aus eigener Heilungserfahrung und reformerischen idealistischen Impulsen die Nähe zur Natur suchten und natürliche therapeutische Reize, oftmals intuitiv, mit großem Erfolg als Therapieprinzipien entwickelten.

In Bad Wörishofen setzte Sebastian Kneipp Wasser, Heilpflanzen und Barfußlaufen ein, der «Sonnendoktor» Arnold Rikli verordnete Licht- und Luftbäder, Max Bircher-Benner propagierte die intensive Ernährungstherapie und Otto Buchinger das Fasten.

Eingebettet in die Sehnsucht sozialer Utopien kulminierte dieses naturromantische und reformerische Denken zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Künstlerkolonie und Naturheilanstalt am Tessiner Monte Verità.

Hier trafen sich Hermann Hesse, Erich Mühsam, Martin Buber, Rudolf von Laban und viele mehr und suchten neue Lebenswege mit veganer Ernährung, Lichthütten und Ausdruckstanz.

Es war die therapeutisch motivierte Abwendung vom Leben in den früh industrialisierten Großstädten mit ihren damals ausgeprägten ökologischen und sozialen Problemen vor dem Hintergrund eines politisch unruhigen Europas.

Die Vorstellung eines gesunden und inspirierenden naturnahen Lebens ließ sie die Reise nach Ascona antreten.

Die industrielle Produktion und die Lebensbedingungen in unserer Gesellschaft haben sich seither dramatisch gewandelt. Rauchende Fabrikschlote und dunkle Berliner Hinterhöfe mit prekären Arbeitsbedingungen sind «Smart Technologies», der Digitalisierung, der Dienstleistung und einer neuen, modernen Urbanisierung gewichen.

Trotz der Vorteile des modernen urbanen Lebens zeigt sich an vielen Stellen eine neue drängende Sehnsucht nach der Natur.

Bücher über den Wald, die Natur oder die Tierwelt haben politische Themen von den Bestsellerlisten verdrängt. Paläo-Diäten und Intervallfasten faszinieren die Menschen durch die Aussicht, so mehr im Einklang mit der gegebenen körperlichen Biologie zu leben.

Tautreten und die Kneipp-Sandale finden ihre moderne Entsprechung in teuren Barfußschuhen und «Earthing».

Doch während die frühe Naturheilkunde vor allem ein Gegenentwurf zur herrschenden Schulmedizin und eine ausschließliche Erfahrungs- und intuitive Medizin war, scheint nun eine Reunion von Naturheilkunde, Ökologie und Naturwissenschaft stattzufinden.

Vor allem die Molekularbiologie und Epigenetik zeigen inzwischen ein reges Interesse an natürlichen Interventionen.

Der Molekularmediziner und ehemalige Charité-Chef Detlef Ganten definierte die «Evolutionäre Medizin» als geeignete Antwort auf die Epidemie der Zivilisationskrankheiten.

So wurden in den letzten Jahren Wirksamkeits-«Pathways» des periodischen und intermittierenden Fastens umfänglich identifiziert, und in der Folge ist die translationale klinische Überprüfung des Fastens für viele neue Indikationen in vollem Gang.

Grundlagenwissenschaftliche Arbeiten zur Genexpression von Blutzellen dokumentierten die Temperatur- und Jahreszeitenabhängigkeit der Expression von Schlüsselgenen der Immunfunktion.

Forscher wie Satchidananda Panda vom Scripps Institute erforschen das Zusammenspiel von Essen und Fasten sowie Licht und Tages-Nacht-Rhythmik und haben erst kürzlich einen ersten Transkriptom-Atlas zu diesem Thema publiziert.

Die bedeutende Rolle der Ernährung wird durch den Megatrend der Mikrobiomforschung befeuert; unlängst zeigten die international sehr beachteten Arbeiten von Erin Segal, dass jede einzelne Mahlzeit, ihre Komponenten und auch die Lebensumgebung zu distinkten individuellen Änderungen des Mikrobioms und Metabolismus führen.

Schon wird sogar spekuliert, ob die probiotische Therapie in Zukunft die zunehmend schwierig gewordene antibiotische Therapie zu ersetzen vermag.

Und schon länger beeindruckt die Mind-Body-Medizin durch ihre Vielzahl an neurobiologischen Studien.

Selbst die Medizin-Nobel-Preise zeigen auf einmal eine große Nähe zu Themen der Naturheilkunde (Artemisinin 2015, Autophagie 2016, Chronobiologie 2017), und dies reflektiert, dass die systembiologische immer mehr die klassische monohypothetische Sichtweise ablöst.

Auch in der klinischen Forschung spiegelt sich dieses Interesse an der Naturheilkunde.

Als Beispiele seien neuere Studien zu den kardioprotektiven Wirkungen der Sauna, randomisierte kontrollierte Studien, die die Wirksamkeit von Lichttherapie und Hyperthermie bei Depression belegen, oder die wachsende Zahl japanischer Studien zum Thema «forest medicine» und «Shinrin Yoku» (Waldbaden) genannt.

Dieses Thema illustriert auch die Multimodalität von Naturmedizin.

Während einige Studien die Bewegungskomponente und die Wirkung der aromatischen Öle beim Waldspaziergang herausstellten, zeigte eine der jüngsten Untersuchungen, dass sich selbst bei reiner Betrachtung eines Waldbilds auf einem Plasmabildschirm für 90 s eine Zunahme von Entspannung und Wohlbefinden mit neurobiologischem Korrelat im präfrontalen Cortex einstellte.

Auch die Heliotherapie stößt inzwischen wieder auf Interesse. Epidemiologische Studien konnten zeigen, dass Sonnenexposition mit einer Reduktion des Risikos von kardiovaskulären und Krebserkrankungen einhergeht, und einige neuere klinische Studien legen den Schluss nahe, dass eine reine Vitamin-D-Supplementierung wahrscheinlich nicht die umfassenderen Effekte des Sonnenlichts ersetzen kann.

Abgesehen davon belegt jedes Jahr im Frühling die Alltagsbeobachtung, wie sehr die Menschen die Sonne lieben, die offensichtlich einen stimmungshebenden Effekt hat.

Zu hoffen bleibt, dass die aufgezeigte Entwicklung auch auf die Phytotherapie übergreift. Aus der Perspektive einer evolutionären Medizin ist es naheliegend, dass ein koentwickeltes pflanzliches Vielstoffgemisch einen stärkeren Zugang zur systembiologischen Steuerung des Körpers hat als eine hochdosierte Single-Target-Substanz oder ein Rezeptor-Antikörper, die jeweils nur an einer Stelle in einen pathologischen Pathway eingreifen.

Ein letzter wichtiger Aspekt dieser Forschungsentwicklung ist die zunehmende Nutzung von Bioinformatik und Big Data und damit auch eine gewisse Abkehr von der klassischen klinischen Studie mit Mittelwertsvergleichen.

Forschung zu Themen wie «Mikrobiom» oder «Epigenetik» ist per se stärker personalisiert und öffnet so ein Fenster für eine neue Individualisierung in der Medizin.

Das Zauberwort ist «precision medicine». Hier ist dann die spannende die Frage, ob eine algorithmengestützte Medizin, die sich die «precision medicine» zunutze macht, auch dasselbe Ziel verfolgt wie das von der Erfahrungsmedizin der Naturheilkunde phänomenologisch entwickelte.

Es scheint, dass die menschliche Intuition und Erfahrung schon jetzt teilweise nicht mehr mit den Ergebnissen einer Hochdurchsatz- bzw. Systembiologie mithalten können.

Aber die Ergebnisse aus solchen Prozessen müssen erst validiert werden. Wird die personalisierte Ernährung von Segals «Personalized Nutrition Project» besser sein als die Erfahrung eines Fasten- oder Mayr-Arztes?

So bleibt zunächst fraglich, ob durch die Systembiologie eine auch praktikable Individualisierung der Therapie möglich wird oder ob hier nicht eher der Rückgriff auf die Erfahrung der Naturheilkunde eine reellere Option darstellt.

Oder kann es am Ende zu einer Integration von Grundlagenwissenschaft und der Erfahrung der Naturheilkunde kommen? Erste Arbeiten, z.B. von van der Greef et al., haben gezeigt, dass die Systembiologie und diagnostisch-phänomenologische Konzepte der traditionellen chinesischen Medizin tatsächlich zu ähnlichen Resultaten führen können.

Durch die rasanten Entwicklungen in der noch jungen Disziplin «Systembiologie» können systemische Prozesse zweifellos besser erfasst und beschrieben werden.

In der Arzneimittelforschung will man mittels der Systembiologie beispielsweise die Dynamik von Medikamentenwirkungen besser verstehen, um somit noch spezifischer zu werden.

Das größte Potenzial scheint aber in der Modellierung von holistischen Prozessen, wie sie in der Naturheilkunde vorkommen, zu liegen.

In der Konsequenz entstehen neue große Chancen der wissenschaftlichen Durchdringung für unser Fach.

Diese aktuelle Entwicklung wirkt, zumindest aktuell, vielversprechender als große klinische Studien und die damit verbundene perpetuiert mühsame Suche nach Finanzierungsquellen.

Letztlich können solche Studien dem Vergleich mit der industriegeförderten konventionellen Forschung kaum mehr Stand halten (Stichwort: «financial bias»).

Somit bietet die neue Öffnung der Grundlagenwissenschaft, der translationalen Forschung und der Systembiologie unerwartete neue Möglichkeiten im Hinblick auf Kooperationen mit Impact und Relevanz für die weitere Integration unseres Fachs in die moderne Medizin.

 

 

 

Wenn Sie weitere Fragen haben oder mich näher kennlernen möchten, rufen Sie gern an oder besuchen Sie mich in der Praxis, meine Beratungsgespräche sind kostenfrei.

 

Ich freue mich auf Sie.


Herzliche Grüße,

 

Ihr Alternativmediziner, Ganzheitsmediziner und Naturheilkundler Arndt Werner Leonards.

 

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