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K

Kaddig ****
Käsepappel ***
Kaffee
Kaiblbuschen ****
Kaiserblume ****
Kaisersalat ****
Kakao *
Kaktus
Kaktus-Feige ****
Kalifornischer Mohn ****
Kalisaya ***

Kalmuswurzel aus Wildsammlung

Kalmuswurzel  (Acorus Calamus) Gattung Kalmus (Acorus) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards


Lateinisch / botanische Bezeichnung für Kalmus

Calami rhizoma (Acorus calamus L.)
Trivialnamen

Ackerwurz, Deutscher Ingwer, Deutscher Zitwer, Echter Kalmus, Kalmustee, Kalmuswurzeltee, Magenwurz, Zehrwurz
Familie

Kalmusgewächse (Acoraceae)

Kalmus gehörte früher aber zu den Aronstabgewächse (Araceae).
Kalmuswurzel und ihre Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Glykoside, Stärke
Zubereitung

1 Teelöffel Kalmuswurzel mit ca. 150 ml (1 Tasse) kochendem Wasser übergießen und bedeckt 5-10 Min. ziehen lassen. Abkochung oder Kaltansatz sind ebenfalls möglich. Anschließend durch ein Teesieb geben und je nach Geschmack z. B. mit Honig süßen.

3mal täglich zu den Mahlzeiten 1 Tasse frisch zubereiteten Kalmustee trinken.
Lagerhinweis

Kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahren.
Allgemeines über den Kalmus
Kalmus - Acorus calamus

Kalmus, mit biologischem Namen "Acorus calamus" aus der Familie der Kalmusgewächse (Acoraceae), ist eine häufig vorkommende Pflanze, die früher zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) gezählt wurde. Als Schilfartige Pflanze (Röhrichtpflanze) säumt er die Ufer von kleineren Bächen, Seen oder Feuchtgebieten. Nicht selten bildet der Kalmus eine Gemeinschaft mit anderen Schilfgräsern wie Sumpf-Schwertlilien und Rohrkolben. Relativ unauffällig, macht er mit seinem frischen kampferartigen Duft auf sich aufmerksam. Als Sumpfpflanze kann das Gras Teichgärten oder sehr feuchte Schattenbereiche komplettieren.
Kalmus und seine Erkennungsmerkmale

Der Kolbenblütler Acorus calamus, kann eine Höhe von 60 bis 120 cm erreichen und blüht im Frühsommer gelblich grün. Die Früchte sind rote Beeren und reifen in Europa nur sehr selten. Als wärmeliebende Wasser- und Uferpflanze besitzt sie einen starken Ausbreitungsdrang.

Die in mehreren Arten vorkommende Pflanze hat einen etwa daumendicken Wurzelstock, "Rhizom" genannt. Dies ist ein häufig unterirdisch oder dicht über dem Boden wachsendes Sprossachsensystem, das bei dem Kalmus einen dreikantigen Stängel ausbildet. Kleine gelbgrüne Blüten formen einen 5 bis 8 cm langen Kolben, der der Gestalt eines Kegels ähnelt. Acorus calamus ist eine mehrjährige Pflanze, bei der die oberirdischen Stängel jährlich absterben und im kommenden Jahr erneut aus dem Rhizom wachsen. Kalmus eignet sich sehr gut für die Gartenkultur. Er ist in unseren Breitengraden frosthart. Von Juni bis Juli blühend, besitzt die Pflanze schwertförmige Blätter. Der Blattrand ist ganzrandig. Geeignete Standorte für den Kalmus sind sonnige bis halbschattige Lagen, da er dort besonders gut in normaler bis leicht lehmiger Erde gedeiht.
Kalmus im Garten

Acorus calamus gedeiht optimal an nassen sumpfigen Orten, wie zum Beispiel an Ufern und Teichrändern. Kalmus kann jedoch auch in Räumen kultiviert werden. In einen wasserdichten Topf gepflanzt, empfiehlt sich dann jedoch eine starke ununterbrochene Wässerung. Um sich ausreichend ausbreiten zu können, benötigt die Kalmuswurzel eine Wassertiefe von ungefähr 25 Zentimetern.

Sollte Kalmus den eigenen Garten zieren, so ist an heißen Sommertagen auf genügend Wasserzufuhr zu achten, um die Pflanze vor dem Austrocknen zu bewahren. Ein entscheidender Wachstumsfaktor ist fruchtbarer humusreicher Boden. Es empfiehlt sich Kompost und organischen Dünger, wie beispielsweise Hornspäne, im Frühjahr einzuarbeiten. Durch Teilung im Herbst oder Frühjahr lässt sich Kalmus vermehren. Der Anbau findet durch die Resektion der Schösslinge oder Wurzel statt, welche an sehr feuchte sumpfige Standorte ausgepflanzt werden. Die Ernte kann im Spätsommer oder Früherbst erfolgen. Nach der Ernte wird die Kalmuswurzel gereinigt und in zehn bis zwanzig Zentimeter lange Stücke geschnitten, um sie dann an einem schattigen Platz zum Trocknen auszulegen. Probleme mit Krankheiten oder Schädlingen sind nicht bekannt.
Alternative Verwendung

Ätherische Öle wie Asaron und Eugenol, sowie Bitterstoffe und Gerbstoffe sind in der Kalmuswurzel enthalten. Einige Indianerstämme Kanadas setzten Kalmus für die Mundhygiene ein. Auch in Europa war das Kalmusöl ein natürlicher Bestandteil von Zahnpasta und Mundwasser. Heute wird die Kalmuswurzel in der Lebensmittelindustrie zur Aromatisierung von Nahrungsmitteln verwendet. Vielen Schnäpsen, Likören und Gewürzmitteln dient Kalmus zur Geschmacksintensivierung. Die Kalmuswurzel kann kandiert gegessen werden. In Honig eingelegt, schmeckt sie ähnlich wie Ingwer. Kalmus-Tinktur wird häufig auch als mögliche Zutat einer berühmten Limonade genannt.

In der Lebensmittelindustrie ist Kalmus allerdings auf Asaron-arme Sorten beschränkt, da das im Ätherischen Öl vorkommende Asaron bestimmte Höchstmengen nicht überschreiten darf.

In der Kosmetik wird Kalmusöl in Hautcremes, Bodylotions und Reinigungsmilch verwendet, die müde und unreine Haut schützen sowie eine klärende Wirkung haben. Das duftende Kalmusöl wird weiterhin zur Herstellung von Parfüms genutzt.

Pulver aus der Kalmuswurzel ist ein wirksames Insektizid, vertreibt Flöhe und lässt sich als Sperre gegen den Befall von Ameisen verwenden.
Historisches

Bereits in Ägypten war Kalmus als Zutat für das traditionelle "kyphi" bekannt. Kyphi wurde von den Ägyptern als rituelles Räucherwerk und in der in der Medizin verwendet.

In China und dem Asiatischen Raum wurde Kalmus ebenfalls in der traditionellen Medizin verwendet. Im 13. Jahrhundert wurde der Kalmus durch die Mongolen während ihrer Feldzüge an Wasserquellen und Pferdetränken angepflanzt. Trieb die Pflanze aus, galt die Wasserqualität als ausreichend. So kam der Kalmus bis nach Mitteleuropa und ist heute auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet. Kalmus ist auch unter der Bezeichnung "Deutscher Ingwer", "Magenwurz" und "Ackerwurz" bekannt.


Kamala


Echte Kamille - Matricaria recutita (lat.)

Echte Kamille (Matricaria recutita = Chamomilla recutita)

Eine Vielzahl von Wirkstoffen macht die Echte Kamille zum geschätzten Hausmittel. Weit bekannt ist Kamillentee, dessen beruhigende und entzündungshemmende Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Die Blütenköpfe der Kamille enthalten das ätherische Öl, sowie Flavonoide und Schleimstoffe. Wegen ihrer krampflösenden Heilwirkung ist Matricaria recutita ebenfalls beliebt.


Heilmittel seit dem Altertum

Die alten Ägypter verehrten die Echte Kamille aufgrund ihres gelben Blütenbodens als Blume des Sonnengottes. Paracelsus schätzte sowohl die innerliche Anwendung gegen Bauchschmerzen und Fieber als auch den äußerlichen Einsatz bei Geschwüren.

Im Mittelalter wurde Matricaria recutita als unterstützendes Mittel unter der Geburt gegeben. Kneipp empfahl Kamillensäckchen als "Wärmer bei verschiedenen Zuständen".

In der Volksmedizin wird Kamillentee zusätzlich als Schlaftrunk angewendet. In der ayurvedischen Lehre ist Kamille ebenfalls bekannt.


Genügsame Heilpflanze

Matricaria recutita kommt wild wachsend in fast ganz Europa vor. Sie gedeiht gerne auf Getreidefeldern und wird von den Bauern dort als übles Unkraut bezeichnet.

Jedoch gibt sie sich auch mit nährstoffarmen Böden zufrieden. Die "Echte Kamille", die man leicht an ihrem hohlen Blütenboden erkennen kann, wird zu arzneilichen Zwecken kultiviert. Geerntet werden die Blütenköpfchen' die schon beim Zerreiben einen intensiven Geruch verbreiten.

Einer Ware aus kontrolliertem Anbau ist der Vorzug zu geben, damit die Gefahr von Verunreinigungen durch die Hundskamille oder gar durch das giftige Jakobs- Greiskraut ausgeschlossen werden kann.

Reine Ware wird auch auf Schadstoffe wie Blei und Quecksilber kontrolliert, die Kamille, die an Straßenrändern wächst, enthalten könnte.

Ihre Inhaltstoffe überzeugen
Eine Vielzahl wirksamer, ätherischen Öle zeichnet die Kamille aus. Herausragend ist das Chamazulen, das nach Wasserdampfdestillation die typische, intensiv blaue Farbe bewirkt. Den enthaltenen Bisabololen schreibt man die krampflösende Wirkung zu.

Weitere wichtige Inhaltsstoffe von Matricaria recutita sind:
Flavonoide
Cumarine
aromatische Carbonsäuren
Polysaccharide


Zubereitung von Kamille

Für die Zubereitung eines Kamillentees nimmt man 1 Esslöffel getrocknete Kamillenblüten, überbrüht mit einer Tasse Wasser und lässt den Tee 5 bis 10 Minuten abgedeckt ziehen.

Davon trinkt man 3 mal täglich eine Tasse. Zum Gurgeln, Spülen oder Inhalieren nimmt man 2 bis 3 Esslöffel Kamillenblüten auf 100ml siedendes Wasser und lässt 10 Minuten ziehen.

Wer es einfacher haben möchte kann auch einen alkoholischen Kamillenauszug verwenden, den es in der Apotheke zu kaufen gibt. Extrakte und Pulver der Heilpflanze werden in Salben oder in Puder ebenfalls zur Wundbehandlung eingesetzt.


Anwendung und Gegenanzeigen

Matricaria recutita ist ein Allesheiler und gerade deshalb in der Erkältungszeit ein wichtiges Mittel zur Inhalation bei Entzündungen der Atemwege. Angewendet wird die Kamille sowohl innerlich als auch äußerlich: innerlich bei Magen- Darmbeschwerden, äußerlich in Form von Umschlägen, Spülungen und Bädern bei Entzündungen der Haut und der Schleimhäute.

Wie bei allen Heilpflanzen kann es bei der Anwendung zu Unverträglichkeiten und allergischen Reaktionen kommen. Auch Kreuzreaktionen mit andere Korbblütlern oder bei bestehender Beifuß-Unverträglichkeit sind möglich.

Selber geerntete Blütenköpfe und getrocknetes Kraut der Matricaria recutita sollte keinesfalls am Auge angewendet werden. Dies gilt auch für zu Hause zubereiteten Kamillentee, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass Verunreinigungen hier Infektionen hervorrufen.


Kamille, falsche ****
Kampfer
Kanadische Gelbwurz
Kanadisches Berufkraut ****
Kanarischer Riesenfenchel (Link Rutenkraut) ***
Kandelbaum ****
Kanel ***
Kapland-Pelargonie ***
Kapuzinerkresse ***


Kardamom

Grüne Kardamom (Elettaria cardamomum) Ingwergewächse (Zingiberaceae) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Kardamom als Gewürz und Nahrungsmittel
Kardamom (Elettaria cardamomum) kann man in Grün und Schwarz kaufen, es gibt aber auch weiße, durch die Sonne gebleichte Schoten. In Indien würzt man mit Kardamom den Reis, Kardamom ist auch im Chai/Tee enthalten. Der Kardamom verbessert die Verdauung, zudem erfrischt er den Atem.

Viele kennen den Kardamom wohl hauptsächlich aus der Weihnachtsbäckerei oder als Geheimtipp in einem Obstkuchen. Ausprobieren - lecker!

In den arabischen Ländern verwendet man den Kardamom heutzutage besonders zum Würzen des Kaffees. Der nach Kardamom duftende Kaffee gehört einfach dazu, wenn man in ein arabisches Restaurant geht.

Kardamom

Über die Pflanze

Der Kardamom ist eine Pflanze, die bis zu 2 m groß werden kann. Seine Blätter stehen abwechselnd am Stängel, sie sind gerade bis lanzenförmig, werden bis zu 60 cm lang und haben scharfe Spitzen. Der Kardamom ist ein Familienmitglied der Ingwergewächse.

Die Blütenfarbe kann zwischen Weiß und Lila variieren. Die daraus erwachsenden Kardamomfrüchte sind dreiseitige Schoten, die bis zu 2 cm groß werden können. Die Hülsen der Früchte sind grüngelb, der innere Samen ist schwarz. Diese Samen sind dann auch das allseits bekannte Kardamomgewürz.

Als Gewürz schmecken die Samen für uns Europäer außergewöhnlich, sie sind sehr aromatisch - tatsächlich soll der Kardamom erst im Jahre 1214 auf vielen Handelsrouten zu uns gekommen sein.

Da der Kardamom inzwischen weltweit so beliebt geworden ist, wird er auch weltweit angebaut, so in Zentralamerika, Mexiko, Guatemala, Thailand, Indien, Nepal, Sri Lanka.

 


Kardamom

Der Kardamom ist ein äußerst berühmtes Gewürzmittel, besonders in Indien. Er ist sogar eines der ältesten vom Menschen verwendeten Gewürze auf der Welt.

Da der Kardamom ein besonders aromatisches Gewürz ist, wird er für alle möglichen Speisen verwendet, so zum Beispiel in Backwaren, Broten, Plätzchen oder Reis. Kardamom kann außerdem auch zum Aromatisieren von Kaffee oder in Tees verwendet werden.

Das Schöne daran ist: Selbst als Gewürz spielt der Kardamom seine gesundheitliche Wirkung voll aus.

Die alten Ägypter verwendeten ihn zur Herstellung von kosmetischen Artikeln und in Parfüms.

Nach Skandinavien wurde der Kardamom von den Wikingern gebracht, nachdem sie bis nach Konstantinopel vorgedrungen waren - so weit kam Wicki also auf seinen Reisen...

Der Kardamom ist übrigens eines der teuersten Gewürze - nur Safran und Vanille sind noch teurerer. Das ist auch der Grund dafür, weshalb gefälschter Kardamom im Handel ist, ebenso wie gefälschter Safran.

Zudem gibt es auch minderwertigen Kardamom, der nur wenige der wichtigen Inhaltsstoffe hat, oft wird dieser auch Java-Kardamom genannt.

Die Verwendung des Kardamoms als Heilmittel in der mitteleuropäischen Naturheilkunde ist eher unbekannt. Nur in der alten indischen ayurvedischen Medizin und in der altchinesischen Medizin ist Kardamom eine Beigabe in zahlreichen Mitteln zur Heilung verschiedenster Beschwerden.

In der ayurvedischen Medizin wird der Samen seit Tausenden von Jahren zur Heilung von Beschwerden beschrieben und er taucht besonders als ein wunderbares Heilmittel zur Behandlung von unterschiedlichen Verdauungsstörungen auf, besonders auch gegen Blähungen.

Als Heilmittel

Als Heilmittel wird der Kardamom meist in pulverisierter Form eingesetzt. Das heißt aber nicht, dass man gleich ein fertiges Pulver kaufen sollte, kaufen Sie besser die ganzen Samen und pulverisieren Sie sie dann selbst. Der Grund dafür ist einfach: Nach dem Zerkleinern verliert der Kardamom sehr schnell an Heilkraft, da sich viele Stoffe an der Luft verflüchtigen. Gleiches gilt übrigens auch, wenn Sie den Kardamom in der Küche verwenden.

Die alten Ägypter sollen den Kardamom gekaut haben, um ihre Zähne zu reinigen.

In der Antike kannte man in den Mittelmeergebieten den Kardamom als Mittel gegen Verdauungsstörungen, Blähungen und Krämpfe im Bauch. Des Weiteren galt und gilt der Kardamom wegen seines äußerst angenehmen Aromas als Mittel gegen einen schlechten Mundgeschmack oder Mundgeruch.

In Indien gilt Kardamom seit Jahrtausenden als Mittel gegen Asthmaerkrankungen, gegen eine chronische Bronchitis, ebenso gegen Nierensteine.

In der alten chinesischen Medizin war der Kardamom als Mittel gegen Harninkontinenz und allgemein als stärkendes Kraut bekannt.

Kardamom regt die Speichelsekretion an, hilft gegen Übelkeit, gegen Erbrechen, gegen die Reisekrankheit und gegen Schwindelgefühle.

Ein Tee oder Kaffee mit Kardamom kann außerdem auch Spannungskopfschmerzen lindern.

Kardamom hat zudem eine harntreibende Wirkung, er hilft gegen Brennen beim Urinieren, auch gegen spärliches Harnlassen, bei Prostataproblemen, bei Blasenentzündungen.

Bei depressiven Stimmungen hilft der Kardamom, die Stimmung zu verbessern, laut ayurvedischer Heilkunst soll er auch bei sexuellen Störungen wie Impotenz und einer vorzeitigen Ejakulation helfen.

Eine warme Milch, in die man Kardamom und Safran gibt, kann vor dem Zubettgehen getrunken werden, damit man besser in den Schlaf findet.

Eine Mischung aus Kardamom und Zimt kann in lauwarmer Form als Gurgelmittel verwendet werden. Dies hilft gegen Halsschmerzen, Mandelentzündungen und Heiserkeit.

Kraut für Sänger

Der Kardamom gilt als ein wahrer Segen für Sänger, da er die Stimme verbessern kann. In Indien nehmen viele Sänger vor ihrem Auftritt eine Kardamommilch zu sich, damit die Stimme besser klingt. Nach dem Auftritt nehmen sie Kardamom in Kaffee, damit die Stimmbänder sich wieder entspannen.

Der Kardamom wirkt entgiftend auf unseren Körper, er hilft den Nieren, Abfallstoffe und Gifte aus dem Körper auszuleiten.

Er kann auch viel für die Mundgesundheit tun, hilft zum Beispiel bei Mundgeschwüren und Infektionen in Mund- und Rachenraum.

Kardamom beugt Erkältungen vor, ebenso einer Grippe. Die Symptome werden deutlich gemindert.

Kardamom hat in Tierstudien auch gezeigt, dass er das Wachstum von Krebszellen verlangsamen kann.

Kardamom verhindert gefährliche Blutgerinnsel.

Das ätherische Öl hemmt das Wachstum von Viren, Bakterien, Pilzen und Schimmel.

Kardamom steigert die Potenz

Schon im 14. Jahrhundert sah man im Kardamom nicht mehr nur ein Gewürz, man erkannte auch eine potenzsteigernde Wirkung. Ob's denn auch stimmt, kann ja jeder im Selbstversuch testen. Unsere Vorfahren waren jedoch davon überzeugt.

Zahnpflege unterwegs mit Kardamomsamen

Kardamomsamen helfen bei Mundgeruch jeder Art, auch bei Knoblauch- oder Alkoholfahne. Kauen Sie einfach einige der Samen und der Mundgeruch verschwindet. Regelmäßig angewendet soll das Kauen von Kardamomsamen sogar die Stimme verschönern.

Kardamom für das Gedächtnis

Trinken Sie dazu täglich ein Glas Milch mit einer Messerspitze gemahlenem Kardamom, gesüßt mit Honig.

Kardamomtee steigert die Verdauung

Wenn man mal wieder zu viel oder zu fett gegessen hat, kann Kardamom der Verdauung wieder auf die Sprünge helfen.

Kochen Sie dazu aus 500 ml Wasser, einem TL beliebigen Kräutertees und einem frisch gemahlenen Kardamomsamen einen Tee, den Sie 5 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und bei Bedarf mit Honig süßen.

Für die Haut und die Haare

Stärkere Tees und Abkochungen der Samen können äußerlich auch für Waschungen gegen verschiedenste Hauterkrankungen helfen.

Eine solche kräftige Abkochung gilt zusammen mit Bockshornkleeblättern, Nelken, Zimt und Minze in Indien als ein Mittel für dunkle Haare und starken Haarwuchs.

In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Kardamom mit Honig zu einer Paste gerührt, die dann bei Bronchitis oder Asthma gegeben wird. Diese Paste wirkt äußerlich auf Wunden aufgetragen als Desinfektionsmittel um Bakterien fernzuhalten. Die Paste kann man aber auch auf Verbrennungen, Verätzungen oder Schnitte auftragen. Oft geschieht das Auftragen auch in Art einer Bandage.

Kardamom nur in Kapseln kaufen oder frisch mahlen

Gemahlener Kardamom verliert sehr schnell sein Aroma, man sollte ihn deswegen möglichst in Kapseln kaufen oder immer frisch mahlen und dann möglichst zeitnah verwenden.

Geschichten um den Kardamom

Zerstoßener Kardamom, mit etwas Honig vermischt, wurde von Tabaernomontanus empfohlen, wenn man "blaue Mäuler ... vom Schlagen oder Stoßen hat".

Von Kleopatra wird berichtet, dass sie ihren ganzen Palast mit Kardamom beräucherte, besonders wenn ihr Liebster, Mark Anton, zu Besuch kam.

Kardamom in der Esoterik

Die esoterische Verwendung des Kardamoms begann schon in der Zeit der alten Ägypter, die getrockneten Kardamom so wie Weihrauch verräucherten. Heutzutage ist es noch üblich, Kardamom zusammen mit anderen Liebespflanzen bei sich zu tragen, damit man attraktiv für den angebeteten Menschen wird. Das soll auch die Lust und Begierde anfeuern. Die Samen, in Alkohol getrunken, sollen die Libido steigern helfen.

Studien zum Kardamom

Das enthaltene ätherische Öl des Kardamoms soll laut Studien eine krampflösende Eigenschaft besitzen. Dies wurde bereits in den 1960er-Jahren festgestellt. Weiter hilft es gegen zu viel Gas im Darm und zur Behandlung von Koliken und Krämpfen.

Übersicht


Wirkungsgebiete des Kardamoms

Verdauungsprobleme
Krämpfe
Wechseljahresbeschwerden
Blähungen
gegen Knoblauchgeruch
gegen Zwiebelgeruch
Mundgeruch
Ischias
Erkältung
Husten
Epilepsie
Asthma
Menstruationsbeschwerden


Inhaltsstoffe im Kardamom

ätherische Öle
Salicylate
Stigmasterol
Kampfer
Campesterol


Rezepte und Anwendungen rund um den Kardamom


Ein Kardamom-Kräutertee

Geben Sie in eine Tasse kochendes Wasser einen Teelöffel frisch zermörserten Kardamomsamen. Dann 10 Minuten abgedeckt stehen lassen, dann absieben. 3-mal pro Tag getrunken hilft dieser Tee gegen Blähungen, Appetitverlust, Bauchkrämpfe usw.

Trinken Sie den Tee dazu eine halbe Stunde vor den Hauptmahlzeiten.


Brechreiz, Völlegefühl, Verdauungsprobleme, Blähungen, Übelkeit, Magen-Darm-Krämpfe

Zermörsern Sie 3 Kardamomkapseln, geben Sie sie in 1/4 Liter kaltes Wasser, dann aufkochen und abgedeckt 3 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und trinken. Trinken Sie 2 Tassen pro Tag davon.


Gefühl der Kälte, Stärkung des Immunsystems, beginnende Erkältung

Zermörsern Sie 1 Kardamomkapsel, dann zusammen mit einigen Ingwerscheiben in 1/4 Liter kaltes Wasser geben, dann aufkochen und abgedeckt 3 Minuten ziehen lassen, danach absieben und dreimal täglich 1 Tasse trinken.


Zahnfleischentzündungen und Verdauungsprobleme, Blähungen, Appetitmangel, Kopfschmerzen, lockere Zähne, Mundgeruch

Zerkauen Sie 3 Kardamomsamen im Mund ganz klein, dann schlucken.


Eine Kardamomtinktur

Sie brauchen dazu zehn Kardamomsamen, die Sie zermörsern. Geben Sie diese Samen dann in 250 ml Wodka und lassen Sie dann diesen Ansatz ca. 20 Tage stehen. Danach absieben und in eine Flasche füllen.

Diese Tinktur eignet sich als Gewürz für Speisen oder auch als Verdauungsmittel, indem man täglich ca. 20 Tropfen davon nimmt.


Ein wohlschmeckender Tee mit Kardamom

Zerstoßen Sie 8 - 10 Kardamomkapseln und geben Sie sie dann in einen Topf.

Geben Sie dann eine Zitronenschale hinzu und übergießen Sie alles mit einem Liter Wasser. Dann aufkochen lassen, zehn Minuten ziehen lassen, dann absieben. Übergießen Sie dann damit 2 Esslöffel schwarzen oder grünen Tee und lassen Sie dies weitere 5 Minuten ziehen. Danach absieben und nach Belieben mit Honig süßen.


Danziger Goldwasser

Sie brauchen dafür:

2 Teelöffel zerstoßenen Kardamom,

jeweils 1 Teelöffel Koriander, Gewürznelken, Wacholderbeeren und Anis,

1 Stange Zimt,

2 Prisen gemahlene Muskatnuss,

die Schale einer Orange und einer Zitrone,

2 Handvoll Rosenblüten

und 1 Flasche Wodka.

Geben Sie den Wodka und alle anderen Zutaten in ein Schraubglas, lassen Sie dies dann 20 Tage stehen. Danach wird abgesiebt. Geben Sie dann ein halbes Pfund Zucker in etwas Wasser, so dass er sich auflöst. Das Wasser mit dem Zucker wird dann aufgekocht und dann in den Alkohol gegeben. Gut vermischen, dann wieder 20 Tage stehen lassen.

Danach nochmals durch einen Kaffeefilter abfiltern und in kleine Fläschchen füllen, in die man vorher etwas Blattgold gegeben hat.

Das Danziger Goldwasser ist bekannt für seine Wirkung gegen schlechte Laune und Depressionen. Dazu trinkt man einmal am Tag ein Schnapsglas davon. Vorsicht: nicht für den Dauergebrauch gedacht, der regelmäßige Genuss von Alkohol kann süchtig machen!

Kardamom in der Küche


Der Kardamom, genauer seine getrockneten Fruchtkapseln, ist eines der ältesten und besten Gewürze, das der Mensch kennt.

An der Pflanze wachsen kleine, grüne Kapseln, die auch heute noch von Hand gesammelt werden. Darin sind braunschwarze, klebrige Samen.

Kardamom besitzt ein besonders feines, süßliches und gleichzeitig scharfes Aroma, welches ein wenig an das Aroma des Eukalyptus erinnert.

Verwendung

Der Kardamom eignet sich für Suppen und Soßen, orientalische Gerichte mit Reis und Curry, als auch für geschmortes oder angebratenes Fleisch. Weiterhin gibt er Desserts, Obstsalaten, Apfel- und Birnenkompotten, Eiscremes, dem weihnachtlichen Glühwein, einer Bowle und schlussendlich dem besonderen arabischen Kaffee seine besondere Note.

Kardamom gehört natürlich auch in Weihnachtsgebäck, Lebkuchen oder Spekulatius.

Tipp

Kardamom muss mitgekocht werden, da ansonsten das Aroma nicht richtig zu Geltung kommt.

Das Aroma des Kardamoms wird stärker, wenn man die Samen erst kurz anröstet, bevor man ihn mitkocht.

Lagerung

Die ganzen Früchte sollte man luftdicht, kalt und möglichst dunkel lagern. Die Samen, ganz oder zermahlen, verlieren bald das Aroma.

 

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Karde ****
Karde, behaarte ****
Kardobenedikte
Karlsdistel ****
Karotte
Karthäuser-Nelke ****
Kartoffel
Kastanie ****
Katechu
Kathreinenblume ****
Kathrinchen ***
Katzenblut ****
Katzen-Klee ****
Katzenkraut ****
Katzenminze
Katzenpfötchen
Katzenschweif ****
Katzenspeer ****
Kawa-Kawa
Keale ****
Kelb ***
Kelkenbusch *****
Kellerhals ****
Kenster ***
Kerbel *
Kermesbeere, amerikanisch ***
Kermesbeere, asiatisch ****
Kestenbaum ****
Keuschlamm ***
Khella
Kiefer *
Kiel-Lauch ****
Kirschbaum ***
Kirschlorbeer
Klatschmohn ***
Klee ***
Kleinblütiges Weidenröschen ****
Kleine Eberwurz ****
Kleiner Orant ****
Kleiner Wiesenknopf *
Kleines Immergrün ***
Klematis **
Klette ****
Klettenlabkraut ***
Knabenkraut *
Knirk ****
Knirrkohl ****
Knisterholz ***
Knobiflirt ****
Knoblauch ***
Knoblauch-Gamander
Knoblauchsrauke
Knotige Braunwurz ****
Kochlöffel ***
Köhlerkraut ***
Kölme, gemeine ****
Königs-Basilikum ****
Königskerze ****
Königskerze, schwarze ****
Königskraut ****
Köppernickel ****
Königs-Salbei ***
Kohl ***
Kohldistel
Kolanuss
Koloquinten
Kondurango
Konradskraut *****
Kopaivabaum
Kopfsalat *
Korallenbeere ***
Korallenkraut ***

Koriander

Koriander (Coriandrum Sativum) Doldenblütler (Apiaceae) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Nur an wenigen Kräutern scheiden sich die Geschmäcker so sehr wie an den frischen Blättern des Korianders: Die einen lieben das Aroma, andere hingegen empfinden es eher als aufdringlich bis beißend. Durchwegs positive Reaktionen gibt es aber bei Korianderfrüchten, die sich im blumigen Aroma deutlich von den Blättern unterscheiden. Korianderblätter haben ein sehr intensives Aroma, das neben „wanzenartig“ auch als erfrischend zitronen- bis mandarinenartig beschrieben wird . . .

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Pflanzenkunde
Inhaltsstoffe, Geruch und Geschmack
Verwendung und Zubereitung

Pflanzenkunde

Der Koriander (Coriandrum sativum) ist eine ursprünglich zweijährige Pflanze, die aus dem östlichen Mittelmeergebiet stammt und gemeinsam mit Petersilie, Liebstöckel, Dille u.a. zur Pflanzenfamilie der Doldenblütler (Apiaceae) gehört. Die Korianderpflanze wird blühend bis zu 70 Zentimeter hoch und hat Blätter, die der Petersilie ähneln. Die unteren Blätter sind dreilappig, die oberen fiederteilig. Die Doppeldolden blühen weiß, rosa oder rötlich und bilden bis zu fünf mm große ovale bis runde Spaltfrüchte, die fälschlicherweise häufig Samen genannt werden, im botanischen Sinne aber Nüsse sind.

In reifem Zustand werden die deutlich längs gerippten Früchte gelblich braun bis rötlich. Größenunterschiede der Früchte ergeben sich bei fein- bzw. großkörnigen Unterarten (ssp. micro- und ssp. macrocarpum). Im Gegensatz zu etlichen anderen Gewürzpflanzen der Doldenblütler zerfallen die Früchte des Korianders nicht in ihre einzelnen Teilfrüchte wie z.B. beim Kümmel.

Als Kräuter und Gewürz werden vom Koriander verwendet:

Blätter und -stiele
Früchte
Wurzel

Der Name „Koriander“ leitet sich vom griechischen „koris“ ab. Das bedeutet „Wanze“ und bezieht sich höchstwahrscheinlich auf den wanzenähnlichen, aufdringlichen Geruch frischer Pflanzenteile wie Blätter und unreife Früchte. Auch die wenig schmeichelhaften deutschen Bezeichnungen Wanzendill, Wanzenkraut oder Wanzenkümmel nehmen darauf Bezug. Die optische Ähnlichkeit von Koriander und Petersilie führte überdies zu Bezeichnungen wie indische bzw. chinesische Petersilie. Hierzulande begegnet man mitunter auch dem spanischen Namen „cilantro“.

Koriander kann auch unter hiesigen klimatischen Bedingungen kultiviert werden. Er gedeiht auf feuchten humosen Böden und mag es sonnig bis halbschattig sowie windgeschützt. Die Blätter werden nach Bedarf geerntet. Mitte Juli bis Ende August verfärben sich die Doldenblüten braun. Dann können diese geschnitten und über Kopf getrocknet werden. Dabei empfiehlt sich das Überstülpen eines Papierbeutels zum Sammeln der Früchte.

Tipp
Koriander eignet sich sehr gut für eine Mischkultur mit anderen Pflanzen, insbesondere mit Kohlgewächsen: Sein intensiver Geruch vertreibt Schädlinge wie Läuse oder Kohlweißlinge und lockt Nützlinge wie Bienen an.
Inhaltsstoffe, Geruch und Geschmack

Korianderblätter haben ein sehr intensives Aroma, das neben „wanzenartig“ auch als erfrischend zitronen- bis mandarinenartig beschrieben wird. Den Blättern wird auch eine Salbeinote nachgesagt. Viele Menschen empfinden sein Aroma jedoch als unangenehm und aufdringlich. Aromagebende Inhaltsstoffe sind vorrangig ungesättigte, langkettige Aldehyde wie etwa das Decenal oder das Tridecenal, die in erster Linie für den wanzenartigen Geruch verantwortlich sind.

Mit zunehmender Entwicklung der Pflanzenteile etwa bei der Reife der Früchte entsteht vermehrt das angenehm riechende Linalool. Reife, getrocknete Korianderfrüchte haben daher ein mildes warmes Aroma, das als nussig bis holzig, teils auch orangenartig beschrieben wird. Ihr ätherisches Öl besteht überwiegend aus Monoterpenen wie z.B. Linalool, Limonen, α- und β-Pinen. Die in vielen Speisen typische Aromatik entsteht durch den in der Küche häufig praktizierten Röstvorgang des Gewürzes, der zur Bildung von Pyrazinen führt. Diese verstärken die Intensität des Gewürzes. Das Wurzelaroma ähnelt jenem der Blätter, ist jedoch etwas schärfer.

Verwendung und Zubereitung

Koriander wird als Blatt- und Fruchtgewürz verwendet, wobei sich beide in Geschmack und Geruch deutlich voneinander unterscheiden. In der thailändischen Küche wird auch die Wurzel verwendet, z.B. für Currypasten.

Korianderblätter werden insbesondere in der asiatischen Küche, v.a. in Vietnam, Thailand, China und Indonesien, verwendet. Die kulinarische Rolle der Blätter in asiatischen Ländern ist mit dem Stellenwert der Petersilie in der europäischen Küche vergleichbar. In der Küche Lateinamerikas werden die Blätter in diversen Salsas und auch in der Guacamole, einer Zubereitung mit Avocado, Tomaten, Chili und Zwiebel, genutzt. Die Blätter sollten unbedingt frisch verwendet und nicht mitgegart werden. In getrocknetem Zustand haben die Blätter nur wenig bis kein Aroma. Im Kühlschrank lassen sie sich in einem Plastikbehälter bis zu vier Tage aufbewahren. Korianderblätter können gehackt auch tiefgefroren werden.

Die Korianderfrüchte werden im reifen und getrockneten Zustand als Ganzes oder gemahlen verwendet. Sie sind u.a. Bestandteil vieler Gewürzmischungen wie z.B. von Currypulver oder dem indischen Garam masala. Hierzulande werden die Früchte auch in Brot- und Lebkuchengewürzmischungen sowie zum Einlegen von Gemüse verwendet. Um die beste Aromaausbeute zu erhalten, werden die Früchte am besten nach Bedarf gemahlen oder in einem Mörser zerstoßen. Das Aroma der Früchte harmoniert nicht nur mit Pikantem, sondern auch mit Obst wie z.B. Apfel, Birne oder Zwetschke.


Kornblume ****
Kornrade ****
Kornrose ***

 

Kurkuma ist ein Verwandter des Ingwers.

Kurkuma - Kurkume (Curcuma Longa), Gelber Ingwer, Safranwurzel, Gelbwurzel, Gilbwurzel - Heilpflanzen-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Da die Wurzel stark gelb bzw. orange färbt, wird sie auch zur Gelbfärbung des Currys verwendet. Bei uns ist Kurkuma als Pulver und manchmal auch als Wurzel zu erhalten.

In der asiatischen Heilkunde wird Kurkuma gerne zur Stärkung und zur Förderung der Verdauungsorgane verwendet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche,
Heilwirkung:
antioxidativ,
entzündungshemmend,
krebshemmend,
tonisierend,
Anwendungsbereiche:
Abwehrschwäche
Akne
Arthrose
Ausschläge
Brustkrebs
Darmpolypen
Gallenschwäche
Krebs
Magenbeschwerden
Östrogenmangel
Osteoporose
Pickel
Psoriasis
Schuppenflechte
Übergewicht
Wunden
wissenschaftlicher Name: Curcuma longa
englischer Name: Curcuma
andere Namen: Turmeric, Gelbwurz
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Curcumin, Alpha-Curcumene, Kampfer, Salicylate
Sammelzeit: Dezember und Januar


Wirkung

Kurkuma
Traditionell wird Kurkuma gegen Verdauungsbeschwerden und zur Stärkung der Gallenproduktion eingesetzt.

In den letzten Jahren wurden jedoch weitere medizinische Wirkungen des Kurkumas entdeckt und wissenschaftlich erforscht. Kurkuma hat entzündungshemmende, antioxidative und sogar krebshemmende Wirkungen. Kurkuma kann das Immunsystem stärken, beim Abnehmen helfen und Osteoporose vorbeugen und lindern.
Anwendung

Kurkuma
Zur Stärkung der Verdauung kann man Kurkuma als Gewürz für asiatische Gerichte einsetzen.

Für die krebshemmende und andere neu erkannte Wirkungen nimmt man Kurkuma als Pulver in Kapseln ein. Wenn Kurkuma mit etwas Pfeffer vermischt wird, nimmt der Körper die Wirkstoffe besser auf.

Pflanzenbeschreibung
Kurkuma
Zeichnung:
Jonathan Stenger

Kurkuma ist in Asien verbreitet. Das Hauptanbaugebiet ist Indien, wo auch ein großer Teil der angebauten Pflanzen verbraucht wird.

Kurkuma kommt praktisch nur kultiviert vor, nicht als Wildpflanze.

Kurkuma ist eng mit dem Ingwer verwandt. Sie gehören zur gleichen Unterfamilie und Tribus (botanischer Begriff).

Kurkuma-Pflanzen werden bis zu 1 Meter hoch. Es sind mehrjährige Pflanzen.

Die Blätter sind länglich und werden oft über 40 cm lang.

Die Blütenfarbe ist weiß und teilweise rötlich. Die Blüten sehen so hübsch aus, dass sie auch als Schnittblumen angeboten werden.

Die Blütezeit ist im August, zumindest in China. In anderen Gegenden kann die Blütezeit etwas abweichen


Kosobaum
Kostenkraut ****
Kotobaum
Kraftwurz ****
Krähenauge ****
Krätzenkraut ****
Krametbaum ****
Krampfkraut (Gänsefingerkraut) ****
Krampfkräutel (Basilikum) ****
Kranichbeere ****
Kranzenkraut ****
Krapp
Kratzbeere ****
Kren ***
Kresse **
Krestling ***
Kretischer Oregano
Kreuzblume bittere
Kreuzdorn ***
Kreuzklee ****
Kreuzkraut ***
Kreuzkraut, grosses ****
Kreuzkümmel
Kriechender Günsel ***
Kroanfüss ****
Krotonbaum *
Kubeben
Küchenschelle ***
Kuchenkraut *****
Kuckucksbrot ***
Kuckucks-Lichtnelke ****
Kudelkraut ****
Kühmelle ****

Kümmel

Kümmel (Carum Carvi) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Gewürzpflanze seit Jahrtausenden
Kümmel pflanzen und ernten
Gesunde Inhaltstoffe
Wirkung
Rezept für Kümmeltee
Rund ums Baby
Kümmelöl für entspannende Bauchmassagen
Kopfwickel gegen Migräne und Kopfschmerzen
Kümmel - Verdauungsschnaps
Kümmel als Küchengewürz

Herkunft Kümmel

Kümmel ist vermutlich das älteste Gewürz der Welt. Dies belegen Funde in den Grabkammern der Pharaonen und bei Ausgrabungen europäischer Pfahlbauten aus der Stein- und Bronzezeit von vor etwa 5000 Jahren.
Um dem Stoffwechsel einzuheizen war es zum Beispiel im Mittelalter üblich, bei großen Festessen "Kümmel in Zucker" zum Schluss zu reichen - damit die Blähungen nicht zu heftig wurden!

Kümmel pflanzen und ernten

Kümmel wächst wild in ganz Europa, mit Vorliebe auf feuchten Wiesen, Weiden und an Wegrändern - und kann auch im Garten ausgesät werden. Er ist zweijährig, wird bis zu 1m hoch, blüht von Mai bis Juli und wird geerntet, sobald die Früchte braun werden. Dann werden die Dolden abgeschnitten und zum Nachreifen an einen luftigen, schattigen Platz gehängt. Wenn die Früchte trocken sind, werden sie von den Dolden abgerieben und in Säckchen oder Dosen aufbewahrt.
Das, was wir als Kümmel kennen, ist der in den Früchten enthaltene Samen, den es auch als Pulver gibt.

Gesunde Inhaltstoffe

Kümmel ist reich an ätherischen Ölen. Sie sind verantwortlich für sein unverwechselbares Aroma, das warm, würzig und ein wenig bitter ist.
Außerdem enthält Kümmel Harze, fette Öle, Gerbstoffe, Flavonoide und Eiweiß.

Wirkung

Kümmel ist mit Abstand das beste pflanzliche Mittel gegen Blähungen und Magen-Darmkrämpfe. Kümmel wirkt antibakteriell im Darm. Er beruhigt bei gereiztem oder nervösem Magen, so dass die Nahrung besser verdaut wird. Kümmel unterstützt zudem die Leber- und Gallenfunktion und beseitigt ein unangenehmes Völlegefühl nach dem Essen.

Kümmel hilft bei nervösen Herz- und Magenbeschwerden in Folge unzulänglicher Verdauung. Durch Blähungen und unvollständig verdaute Nahrung füllt Luft den gesamten Bauchraum und drückt das Zwerchfell nach oben. Damit hat das Herz nicht mehr genug Platz und macht sich durch Schmerzen bemerkbar, das Herz ist gesund und schmerzt nur, weil ihm zu "eng" wird. Wenn die Verdauung verbessert und die Blähungen beseitigt werden, verschwindet auch der Schmerz des Herzens. Schon bei Hildegard von Bingen findet sich Kümmel in einem Rezept gegen dieses "Herzweh".
Für Jung und Alt empfiehlt sich ein Kümmeltee.

Rezept für Kümmeltee

Tipp: Bevor ein Tee daraus bereitet wird, sollte Kümmel im Mörser zerquetscht werden, damit die Inhaltsstoffe besser vom heißen Wasser ausgezogen werden.
Pro Teelöffel Kümmel übergießt man mit 250 ml heißem Wasser; zugedeckt etwa 10 Minuten ziehen lassen. Der Tee darf nicht kochen, da sonst die ätherischen Öle entweichen.
Er unterstützt die Verdauung besonders gut, wenn er warm und schluckweise nach der Mahlzeit getrunken wird.
Wer eine wahre Allroundbehandlung gegen Blähungen und Verdauungsstörungen haben möchte, mischt Kümmel mit Anis und Fenchel zu gleichen Teilen.
Tipp: Auch hier Kümmel und Anis vorher im Mörser zerdrücken.
Dosierung wie oben bei reinem Kümmeltee.

Kümmel - Wohltat für stillende Mütter und Babies mit Bauchweh

Auch die typischen Koliken und Bauchschmerzen von Säuglingen und Kleinkindern werden durch Kümmel deutlich gelindert.
Der Kombi-Tee aus Kümmel, Fenchel und Anis ist ideal für stillende Mütter, denn er verhindert nicht nur Babies Bauchweh, sondern fördert gleichzeitig die Milchbildung bei der Mutter. Um in den Genuss der heilsamen Wirkstoffe zu gelangen, trinken stillende Mütter selbst Kümmeltee und die Inhaltsstoffe gelangen dann über die Muttermilch zum Kind oder aber man gibt einen halben bis ganzen Teelöffel Kümmelpulver mit in das Milchfläschchen.
Gegen Verdauungsprobleme und Bauchkrämpfe helfen auch sanfte Massagen des Bäuchleins mit Öl oder Zäpfchen (zum Beispiel von Weleda), die Kümmelöl enthalten.
Massagen mit Kümmelöl helfen nicht nur Babies, sondern Menschen jeden Alters bei allen Bauchkrämpfen, auch bei Menstruationsschmerzen.

Kümmelöl für entspannende Bauchmassagen

Tipp: Weil das ätherische Öl, das aus den Früchten der Kümmelpflanze gewonnen wird, zu konzentriert ist für den direkten Hautkontakt, wird es mit Olivenöl verdünnt.

Rezept:
Für eine Bauchmassage bei Babies mischen Sie 1 Tropfen ätherisches Kümmelöl (gibt es aus kontrolliert biologischem Anbau z.B. von Neumond in Apotheken, Reformhäusern und Naturkosthandel) mit 20 ml Olivenöl.
Für Erwachsene dürfen es 4 bis 5 tropfen Kümmelöl auf 20 ml Olivenöl sein.
Zur besseren Dosierung für die Massage geben Sie die Mischung in eine kleine Arzneiflasche mit Pipette (gibt’s in Apotheken) und schütteln sanft um, damit sich beide Öle gut vermischen.
Tipp: Wenn die Haut zu trocken ist, nehmen Sie ein bisschen mehr Olivenöl.
20 - 40 Tropfen der Kümmel-Olivenöl-Mischung sind ausreichen für eine Bauchmassage. Sparen sie den Bauchnabel aus (er könnte zu empfindlich sein) und massieren sanft im Verlauf des Dickdarms - im Uhrzeigersinn - um den Bauchnabel herum.
Diese Massage ist für Säuglinge und kleine Kinder mit Blähungen genauso wertvoll wie für ältere Menschen mit Verdauungsstörungen. Und Die Wirkung ist erstaunlich schnell zu spüren.

Kopfwickel gegen Migräne und Kopfschmerzen

Es mag ungewöhnlich erscheinen, aber Kümmel ist sehr wirkungsvoll gegen Spannungskopfschmerz und Migräne.
Ein kleines Leinensäckchen oder ein zu einem Säckchen zugebundenes größeres Taschentuch wird zu dreiviertel mit im Mörser zerstoßenen Kümmel gefüllt, zugebunden und in heißes Wasser gelegt bis es gut durchfeuchtet ist. Dann ausdrücken, eventuell zwischen 2 Frühstücksbrettchen, wenn Sie hitzeempfindliche Finger haben.
So heiß wie möglich auf die schmerzende Stelle legen, gegebenenfalls mit einem zweiten länglichen Tuch oder Schal befestigen und bei Bedarf mehrmals am Tag wiederholen.

Kümmel - Verdauungsschnaps

Besonders in Norddeutschland liebt man Kümmelschnaps. Bekannte Alkoholika, in denen Kümmel enthalten ist, sind "Aquavit", der aus Korn oder Kartoffeln destilliert und mit Kümmel gewürzt wird oder das berühmte "Danziger Goldwasser".
Wer den Klaren nicht so mag, für den haben wir das Rezept für einen schmackhaften Kümmellikör.

Rezept:
40 Gramm Kümmelsamen leicht im Mörser zerstoßen und zusammen mit 100 Gramm Kandiszucker in einem gut verschließbaren Glasgefäß mit 500 ml Obstler übergießen. Ein Zweiglein frische oder getrocknete Pfefferminze sorgt für den erfrischenden Geschmack und aktiviert gleichzeitig die Galle. Das Ganze bleibt 3 Wochen an einem warmen Ort stehen, wird täglich umgeschüttelt und wenn sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, durch einen (Kaffee)Filter in eine Schüssel gegossen. Abgefüllt in eine schöne Flasche kann er noch einige Zeit reifen - denn es ist wie bei allen guten Dingen - je älter, desto besser!

Kümmel als Küchengewürz

Alle Gerichte werden durch Kümmel leichter verdaulich und bekömmlicher.
Wer es mag, kann ganze Kümmelfrüchte in Brot oder Brötchen hineinbacken, zu Bratkartoffeln geben, Kohl, Sauerkraut, Käse oder Wurst damit würzen. Beim Zerbeißen gibt es dann den intensiven Kümmelgeschmack im Mund. Wer es lieber sanfter mag, kann gemahlenen Kümmel nehmen.
Wer Kümmel im Garten zieht, kann die jungen Blätter der Kümmelpflanze zum Salat oder in die Suppe geben. Die Kümmelwurzeln verleihen auch Suppen eine besondere Note.
Tipp: Wenn Sie beim Essen nicht durch Kümmelkörnchen gestört werden wollen, aber trotzdem die gesamte Heilkraft des Kümmels nutzen möchten, ist ein Kräutersäckchen beim Kochen zu empfehlen: Kümmel wird in ein Säckchen gegeben (zum Beispiel in einen zugebundenen Teefilter) und in das Gericht hineingelegt, mitgekocht und vorm Essen wieder herausgenommen.
Tipp: Besonders Asthmatiker sollten ihr Essen öfter mit Kümmel würzen, denn Kümmel ist auch ein Hustenmittel und löst Krämpfe in der glatten Muskulatur auch in den Lungen. Gleichzeitig stärkt er die Schleimhäute.

Wer Kümmel zu sich nimmt, steigert das Wohlbefinden seines Körpers und auch seine gesamte Vitalität. Und das stärkt die Bereitschaft, das Leben zu nutzen, wie es sich zeigt - und damit steigt auch die Lebensfreude!


Kürbis ***

 

Kugelblume - als Heilpflanze verwenden

Kugelblume (Globularia Bisnagarica) Wegerichgewächse (Plantaginaceae) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards
Gemeine Kugelblume
Kugelblume
Inhalt zeigen

Name: Globularia bisnagarica L
Pflanzennamen im Volksmund: Echte Kugelblume, Gewöhnliche Kugelblume
Pflanzenfamilie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Wuchshöhe: 5 bis 30 cm
Verwendung: Innerlich
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Verstopfung
Steckbrief / Beschreibung

Die Kugelblumen gehören einer eigenen kleinen Pflanzenfamilie an. Obwohl die blauen Blütenköpfchen der Kugelblumen denen der Korbblütler sehr ähnlich sehen, gehören sie nicht zu dieser Pflanzenfamilie. In Mitteleuropa wachsen drei verschiedene Arten von Kugelblumen. Die Gemeine Kugelblume ist dabei die am weitesten verbreitete Art. Die beiden anderen Kugelblumenarten, die Herzblättrige Kugelblume und die Nacktstängelige Kugelblume sind Alpenpflanzen, die man manchmal auch noch im Vorland der Alpen finden kann. Diese beiden Arten besitzen an ihrem Blütenstängel nur zwei, höchstens drei kleine, schuppenförmige Blättchen, während bei der Gemeinen Kugelblume der gesamte Stängel bis zum Blütenköpfchen hinauf beblättert ist.

Die Gemeinen Kugelblumen wachsen in Trockenwiesen und auf steinigen, sonnigen Hängen, besonders auf Kalkgestein. Für die Naturheilkunde interessant ist die Gemeine Kugelblume vor allem wegen ihres Gehalts an dem Glykosid Globularin. Diese in Gicht- und Diabetespräparaten verwendete Substanz kann jedoch in zu großen Dosen Koliken, starken Durchfall, Schwindel und Kollapserscheinungen hervorrufen. Die Gemeine Kugelblume ist also mit Vorsicht anzuwenden. Sie sollt vor allem nicht frisch und in konzentrierter Form verwendet werden. Nach entsprechender Behandlung soll aber aus dem Kraut der Pflanze ein wirksames und unschädliches Abführmittel gewonnen werden können.

Je nach Standort wir die ausdauernde Gemeine Kugelblume 5 bis 30 cm hoch. Die unverzweigten blütentragenden Stängel wachsen aufrecht. Die grünen, rosettenförmig angeordneten Blätter sind gestielt. Die kleinen, zahlreichen und sitzenden Stängelblätter sind eiförmig bis lanzettlich. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni. Die leuchtendblauen Blüten bilden sich in kleinen, einzelnstehenden, kugeligen, endständigen Köpfchen. Der Wurzelstock dieser Heilpflanzen ist senkrecht, kurz und verholzt. Der Geruch der Kugelblumen ist stark, der Geschmack ist scharf und sehr bitter.
Standort / Hier findet man Kugelblumen

Die Gemeine Kugelblume wächst in Süd und Mitteleuropa. Die Pflanze bevorzugt trockene, sonnige Standorte mit kalkhaltigen Untergründen. Man findet die Gemeinen Kugelblumen bis in Höhenlagen von etwa 1600 m.
Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Kugelblume

abführend, gallentreibend, magenwirksam (verdauungsfördernd), schweißtreibend
Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von der Gemeinen Kugelblume die Blätter.
Inhaltsstoffe der Kugelblume

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Gerbstoff, Glykoside, Harz, Vitamin C
Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Gemeine Kugelblume wird in der Pflanzenheilkunde innerlich angewendet. Anwendungen mit der Gemeinen Kugelblume in der Naturheilkunde finden Sie unter folgendem Stichwort: Verstopfung
Bitte beachten Sie auch diesen Hinweis

Obwohl die Anwendungen mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten.

Hinweis zu den Gesundheitsthemen !

giftpflanzenDie auch in Gicht- und Diabetespräparaten verwendete Substanz Globularin kann in zu großen Dosen Koliken, starken Durchfall, Schwindel und Kollapserscheinungen hervorrufen. Die Gemeine Kugelblume ist also mit Vorsicht anzuwenden. Sie sollte vor allem nicht frisch und in konzentrierter Form verwendet werden.


Kugelranunkel ****
Kuhheide ***
Kuhschelle ***
Kunerle ****
Kunigundenkraut ***
Kurare
Kurkuma *

 

 

Arzneipflanzen Lexikon & Heilpflanzenlexikon L

Labkraut ***
Ladderblätter ***
Lämmerzunge (Schafgarbe) ****
Lämmerzunge (Spitzwegerich) ***
Lärche ***
Lärchenschwamm
Lahmdorn ****
Laminaria
Langblättrige Minze ****
Lapacho ***
Lauch
Lauchzwiebel ****
Laugenblume ****
Lavendel ****
Lebensbaum ***
Leberblümchen ****
Leberkraut ****
Leichenblume ****
Leimkraut, Taubenkropf ****
Lein ****
Leinkraut ***
Leinkraut, kleines ****
Lichtmessglöckchen ***
Lichtnelke, rote ****
Lichtnelke, weisse ****
Liebfrauenmantel ****

Liebstöckel

Liebstockwurzel - Liebstöckel (Levisticum Officinale), Maggikraut, Lavas - Lus(t)stock - Nussstock - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards
„Meister des Unterleibes“
Der die Blase wärmt und das Liebesfeuer entfacht
bild: liebstöckel liebstoeckel meisterkraeutertherapie c wolfgang schroeder verlag der heilung
Überblick: Liebstöckel
Name:

Liebstöckel – Levisticum officinale
Andere Namen:

Maggikraut, Liebstockwurzel, Badekraut, Bergliebstöckel, Wasserkräutel, Liebstengelwurzel, Gebärmutterwurz, Gichtstock, Liebesstock, Luststecken, Nervenkräutlein, Leberstockkraut, Suppenlob
Familie:

Doldenblütler – Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile:

Wurzel – Levistici radix

Inhaltsstoffe:

ätherische Öle (Ligustilid), Bitterstoffe, Harze, Säuren, Cumarine
Geschmack:

scharf, süß, bitter, salzig, sauer
Temperatur:

warm
Dosierung:
Variante A:

ein Teelöffel pro Tasse, mehrmals täglich eine Tasse trinken; in Teemischungen niedrig dosieren, da diese Wurzel einen sehr intensiven Geruch und Geschmack hat.
Variante B:

Pragmatische Tagesdosis: Zwei Esslöffel Liebstöckel mit einem Liter kochendem Wasser übergießen, ca. 10 Minuten ziehen lassen, mit einem Sieb abseihen und in eine Thermoskanne füllen. Den Tee zu beliebigen Zeiten, tagsüber trinken.
Gegenanzeigen:

Als Einzelabgabe hochdosiert, nicht bei entzündlichen Erkrankungen des Nierengewebes verwenden, sowie bei eingeschränkter Herz- und Nierenfunktion und in der Schwangerschaft
Nebenwirkung:

bei längerer Anwendung auf intensive UV- Bestrahlung verzichten
Wirkung: Liebstöckel

harntreibend
entschlackend
krampflösend
blähungstreibend
entzündungshemmend

 

Alle Informationen kostenlos über mich Arndt Werner Leonards - Naturheilkundler, Ganzheitsmediziner und Alternativmediziner in Düren jetzt hier lesen!

 

Besonders gezielte Wirkungen bei folgenden Symptomen und Krankheitsbildern:
Innere Anwendung - Physis

entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege
krampflösend im Bereich der ableitenden Harnwege
chronischen Nierenerkrankung
vorbeugend vor Nierengrieß
Wasseransammlungen
Blutreinigung, Entgiftung und Entschlackung
Blähungen
Verdauungsbeschwerden
Verdauungsschwäche, Nahrung liegt lange und schwer im Magen
Milchbildung
entkrampft den Unterleib
Katarrhen der Atemwege
Migräne

Emotionale und geistige Aspekte

Angst vor Intimität
fördert wieder das Interesse für andere

Besonders gezielte Wirkung bei folgenden Disharmoniemustern der chinesischen Medizin:

Leber - Qi - Stagnation
Tonisiert das Nieren - Qi
Nieren - Yang - Mangel
Blasen - Yang - Mangel
nährt das Nieren - Qi
Magen - Kälte
wärmt den Unteren Erwärmer
vertreibt Kälte und Stagnation im Mittleren Erwärmer

bild: liebstöckel liebstoeckel ueberblick header meisterkraeutertherapie c wolfgang schroeder verlag der heilung
Fakten und Erfahrungen zum Liebstöckel

Er schmeckt würzig, süß, ein bisschen scharf und bitter. Die würzige Geschmacksrichtung ist mehr in deftigen Suppen, oder anderen Gerichten bekannt. Als Tee schmeckt er eventuell etwas ungewöhnlich. Obwohl in der Maggi Würze kein Liebstöckel enthalten ist, ähneln sie sich doch sehr im Geschmack.
Anregung des Verdauungsfeuers

Der Liebstöckel hinterlässt ein feines Brennen im Mundinnenraum. Die Magen- und Verdauungssäfte werden stark angeregt. Das ist schnell, durch einen vermehrten Speichelfluss, zu bemerken. Über die Anregung des Verdauungsfeuers breitet sich eine angenehme Wärme im Körper aus. Der ganze Unterkörper wird deutlich aktiviert und gewärmt. Der Bauch, das kleine Becken und der Urogenitalbereich werden wunderbar stimuliert und von einem sanften, durchdringenden Feuer angefacht. Der Liebstöckel macht wieder Appetit auf das Essen und somit auf das Leben.

Die Gärtner sagen, dass eine Liebstöckelpflanze besser allein steht. Er wächst sehr schnell. In gewissen Phasen ist der Fortschritt beim Wachsen täglich zu sehen. Der Liebstöckel beansprucht seinen Platz erfolgreich. Auch in einer Teemischung schlägt der würzig, pikante Geschmack sehr deutlich durch. Er besitzt eventuell die meist durchdringende Geschmackskraft aller kostbaren 24 Kräuter. Deswegen verwende ihn bitte äußerst gering dosiert in Teemischungen. Entweder du trinkst ihn als Tee ganz alleine, oder verwendest ihn in Suppen und im Essen.

Der Liebstöckel hat eine erwärmende Wirkung des Unterleibes, insbesondere der Blase und dann der Niere. Von dort werden anschließend Beine und Füße erwärmt. Die Feuer entfachende Wirkung schließt die Anregung des Verdauungsfeuers mit ein. Die Energie anregende Wirkung, also die Beschleunigung der Energie, wird nämlich in Wärme umgesetzt. Eine schnellere Bewegung der Energie ist Wärme. Diese Wärme kann sich bis zur Hitze und sogar bis zum Fieber steigern.
Aphrodisiakum

Der Liebstöckel ist durch seine „heiß machende Eigenschaft“ als Aphrodisiakum bekannt. Die Erfahrung zeigt, dass er sexuell stimulierend wirkt. Der Liebstöckel ist im übertragenen Sinne der Liebesstock. Es gibt auch die Bezeichnung „Lobesstock“.

Wenn die sexuelle Energie außen nicht verbraucht wird, ist viel Energie für andere Aufgaben, beispielsweise für die Versorgung der Blase, oder zum Aufsteigen in der Wirbelsäule vorhanden. Die Energiezentren in der Wirbelsäule werden besser mit Energie versorgt, so dass wir bewusster werden. Je bewusster wir sind, umso weniger Ängste können existieren.

Das mindert die Tendenz zu ängstlichen Gedanken, vor allem im Bereich der finanziellen Existenz. „Behalte ich den Job?“ „Verdiene ich genug mit meinem Geschäft?“ Die Knie werden stärker. Ich gehe nicht so schnell in die Knie. Knie und kalte Füße werden wärmer. Bei Kälte in Füßen und Knien brauchen wir, wenn die Kälte sehr tief eingedrungen ist, ein wenig Geduld. Es wird langsam immer besser. Die Kälte verschwindet und es breitet sich allmählich ein behagliches Gefühl aus. Das Leben wird wärmer und damit entspannter. Es ist leichter, es anzunehmen. Der Urin kann immer besser gehalten werden und man muss nicht mehr ständig auf das WC.
Nervöse Unruhe

Kälte in der Blase verursacht Unruhe. Eine nervöse Unruhe, die darauf basiert, dass sich die Kontrolle über die Nerven schwieriger gestaltet. Hier kann der Liebstöckel in der Tiefe, über Blase und Niere, Wärme hinbringen. Unruhezustände und das allgemeine „Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom“ haben häufig ihre Ursache in einer Kälte. Kälte bremst Bewegungen herunter und kann die Funktion der Nerven zu sehr behindern. Es steigt schneller Angst auf und Unruhe wird ausgelöst. Für spontane, schnelle Reaktionen brauchen wir genügend Wärme in den Nerven.
Fakten und Erfahrungen aus Sicht der chinesischen Medizin
Wirkungen der Geschmackskräfte und der Säfte aufbauenden Aspekte

Wasser-Niere-Yang
Die Wirkung der scharfen Geschmackskraft des Liebstöckels

Die scharfe Geschmackskraft erzeugt, vor allem in der Blase, eine starke Erwärmung.

So ist die Zuordnung zum Yang der Blase wohl gut nachvollziehbar. Es ist das Kraut, das sehr gezielt die Blase erwärmt. Deswegen wirkt der Liebstöckel so gut bei chronischen Blasenentzündungen, Harnverhalten, Nieren- und Blasensteinen und Wasseransammlungen am Knöchel.

Die scharfe Geschmackskraft löst auch Blut- und Qi - Stagnation im Unterleib. Außerdem hat die Schärfe, kombiniert mit der bitteren Geschmackskraft, die Fähigkeit, entzündungshemmend zu wirken. Das können wir bei entzündlichen Erkrankungen der Harnwege und chronischen Nierenerkrankungen nutzen und um Nierengrieß vorzubeugen.
Die Wirkung der bitteren Geschmackskraft des Liebstöckels

Die bitteren Geschmacksenergien regen die Verdauung an und haben eine reinigende Wirkung. Deswegen wird der Liebstöckel zur Blutreinigung, Entgiftung und Entschlackung des Körpers verwendet.

Er hat im Verdauungsbereich eine anregende und wärmende Wirkung. Er hilft zum Beispiel bei einer Magen - Kälte, bei Blähungen, Verdauungsbeschwerden und Verdauungsschwäche und wenn Nahrung zu lange und schwer im Magen liegt.
Die Wirkung der süßen Geschmackskraft des Liebstöckels

Die süße Geschmackskraft regt die Säftebildung an. Schon nach einigen Sekunden ist im Mundinnenraum ein verstärkter Speichelfluss zu bemerken. Die Verdauungssäfte werden äußerst schnell und spürbar aktiviert. Somit zeigt der Liebstöckel als anregendes Gewürz sein Talent, als Förderer der Verdauung und als Erwärmer der Blase und damit auch der Nerven. Deswegen nennen wir ihn „der Nerven liebende Blasenerwärmer“.
Lobesstock

Der Volksmund spricht auch gerne von der „Kraft eines Bullen“, der „Bullenstock“. Die Kraft und Dynamik eines Bullen will aber auch kontrolliert sein.
Heilmeditation: Liebstöckel
Liebstöckel - „Meister des Unterleibes“
Anpimomai® - Saham - Yoga Übung

Knie dich auf den Boden und gehe in den Vierfüßerstand. Das heißt du kniest und hast beide Hände auf dem Boden. Bewege ganz leicht dein Becken nach vorne, nach hinten, zur linken und zur rechten Seite. Kreise das Becken und nimm dabei ganz langsam immer mehr Bewegungsspielraum in Anspruch. Wenn das Becken frei beweglich ist, bewege die Wirbelsäule, Wirbel für Wirbel, weiter Richtung Kopf, bis sich dieser mitbewegt. Becken und Wirbelsäule bewegen sich in einer Schlangenbewegung. Mach freie Bewegungen und versuche eine Steigerung, der immer wilder werdenden Bewegung, zu erreichen. Dann finde einen angenehmen ausklingenden Rhythmus, lege dich zur Entspannung auf den Rücken und genieße.


Lila ***
Lilie, weisse
Limonikraut ****
Linde ***
Link Rutenkraut ***
Linsen
Lobelie ***
Löffeldieb ***
Löffelkraut
Löffelkraut (Sonnentau) ****
Löwenfusskraut ****
Löwenzahn *****


Lorbeer

Echte Lorbeer (Laurus nobilis) Lorbeerbaum - Gewürzlorbeer - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Lorbeerblätter sind als Küchengewürz wohlbekannt.

Den bis zu zehn Meter hohen Lorbeerbaum, der in Kleinasien und im Mittelmeerraum heimisch ist, kennen deutlich weniger Menschen. Dieser immergrüne Baum trägt die immergrünen wie gelackt aussehenden typischen Blätter.

Im alten Romn wurden Kaiser und sportliche Sieger mit Lorbeerkränzen geehrt.

Die Lorbeerblätter dienen als Gewürz und können ausserdem zur Stärkung der Verdauung und zur Linderung von Frauenbeschwerden eingesetzt werden.

Die butterartige Öl, das aus den Früchten gewonnen wird, kann man als Einreibemittel gegen Probleme des Bewegungsapparates verwenden.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringieren,
anregend,
antibakteriell,
harntreibend,
kräftigend,
menstruationsfördernd,
schleimlösend,
schweisstreibend,
Anwendungsbereiche:
Als Öl äusserlich: Geschwüre
Appetitlosigkeit
Blähungen
Frauenbeschwerden
Furunkel
Hautauschläge
Insektenstiche
Muskelschmerzen
Rheumatische Schmerzen
Verdauungsfördernd (Blätter)
Verstauchungen
Zerrungen
wissenschaftlicher Name: Laurus nobilis
englischer Name: Bay, Laurel
volkstümliche Namen: Echter Lorbeerstrauch, Edler Lorbeer, Lorbeerbaum, Gewürzlorbeer
Verwendete Pflanzenteile: Frucht, Öl, Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoff, Borneol, Kampfer, Carvacrol, Eugenol, Salicylate, Thymol, Valeriansäure, Beta-Sitosterol

Achtung!
Lorbeer sollte nicht in grösseren Mengen in der Schwangerschaft verwendet werden.


Lotus ****
Lügenblatt ***
Lungenkraut ***
Lupine ****
Lutuole **

 

 

Arzneipflanzen Lexikon & Heilpflanzenlexikon M

 

Madaun (Alpen-Mutterwurz) ***
Mädesüss ***
Mägdeblume ****
Männertreu ***
Mäntli ****
Märzblume ***
Märzwurzel ***
Mäusedarm ***
Mäusedorn ****
Mäuseholz ****
Mäuse-Klee (Hasenklee) ****
Magenklee ****
Maggikraut ****
Mahonie ***
Ma-Huang ****
Maiapfel
Maibaum ***
Maiblume (Gänseblümchen) ***
Maiblume (Waldmeister) ****
Maiglöckchen ****
Mais *
Majoran ****
Malabarkino
Malve ***
Mandel
Mandel, bittere
Mandragora ***
Manna
Mannskraft *****
Mannskraftwurzel ***
Mannstreu
Maralwurzel ***
Margarethenkraut (Schafgarbe) ****
Mariendistel ****
Marienglöckchen ****
Marienkerzen ***
Marienkraut ****
Marienstengel ***
Marienträne ****
Marone *
Massliebchen ***
Mastix-Pistazien
Mate **
Matico
Mauerpfeffer ***
Mauerraute ****
Mauer-Zimbelkraut ****
Maulbeerbaum
Mauseohr ***
Meisterwurz ****
Meereiche ***
Meerrettich ***
Meertau ****
Meerträubel ****
Meerzwiebel
Meier ***
Melde

 

Melisse - Melissa officinalis L. - Pflanzennamen im Volksmund: Zitronenmelisse - als Heilpflanze verwenden

Melisse (Melissa) Lippenblütler (Lamiaceae) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Name: Melissa officinalis L.
Pflanzennamen im Volksmund: Zitronenmelisse
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Wuchshöhe: 30 bis 90 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Alpdrücken, Anämie, Appetit, Asthma, Atemnot, Atemprobleme, Bäder, Gedächtnis, Insektenstich, Leber, Lunge, Magenverstimmung, Ohrensausen, Schlaflosigkeit, Schwangerschaft, Schwindel, Übelkeit
Steckbrief / Beschreibung

Die ursprünglich aus dem Orient stammende Melisse ist eine seit langen Zeiten benutze Gewürz- und Heilpflanze. Auch im ganzen Mittelmeerraum sind die Melissen bereits seit langem verbreitet. Die Melisse wird in Mitteleuropa vor allem in Bauerngärten kultiviert. Manchmal findet man die Melisse bei uns auch verwildert, in südlicheren Gegenden Mitteleuropas sind diese Heil- und Gewürzpflanzen stellenweise auch ganz eingebürgert. Die Melisse zählt zu den besten Bienenfutterpflanzen. Schon im Altertum wurde die Melisse als Bienenweide angebaut. Virgil und Plinius berichten, dass man Melissen zzum Ausreiben von neuen Bienenstöcken benutzte. Die Araber rühmten bereits im 10. Jahrhundert die Pflanze als herzstärkend und als Mittel gegen Melancholie.

Alle Teile der Melisse, besonders die Blätter, riechen angenehm und stark nach Zitrone. Aus den Melissenblättern wird ein Tee gegen Kopf- und Zahnschmerzen, Krämpfe, Brechreiz und Schlaflosigkeit zubereitet, der zusätzlich auch noch magenstärkend und windtreibend wirkt. Äußerlich werden zerstoßene Blätter der Melissen zum Einreiben von Insektenstichen sowie als Badezusatz verwendet.

Stängel und Blätter: Je nach Standort wird die ausdauernde Melisse 30 bis 90 cm hoch. Die Stängel der Melissen sind reichlich verzweigt. Die kurz gestielten, eiförmigen Blätter sind grob gesägt.

Blüten: Die Blütezeit der Melissen erstreckt sich von Juni bis in den September. Die weißen Blüten bilden sich in kleinen Gruppen zu drei bis sechs Stück halbquirlig angeordnet in den Achseln der Blätter.

Geschmack und Geruch: Der Geruch aller Pflanzenteile einer Melisse ist zitronenartig. Der Geschmack der Melissen ist bitter.
Standort / Hier findet man Melisse

Die Melisse wächst in Südeuropa, gelegentlich findet man diese Heilpflanze auch verwildert in Mitteleuropa wachsend. Die Pflanze bevorzugt geschützte Waldränder, Wegränder und nicht flurbereinigte Weinberge. Man findet Melissen bis in Höhenlagen von 1000 m.
Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Melisse

gallensekretionsfördernd, krampflösend, tonisch, magenwirksam (verdauungsfördernd), windtreibend
Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von den Melissen die beblätterten Trieb und die ab dem Monat Juni gesammelten Blätter. Gesammelte Pflanzen sollten rasch und schonend im Schatten getrocknet werden.
Inhaltsstoffe der Melisse

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Ätherisches Öl, Bernsteinsäure, Cumarinverbindung, Gerbstoff, Harz
Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Melisse wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit den Melissen in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Alpdrücken, Anämie, Appetit, Asthma, Atemnot, Atemprobleme, Bäder, Gedächtnis, Insektenstich, Leber, Lunge, Magenverstimmung, Ohrensausen, Schlaflosigkeit, Schwangerschaft, Schwindel, Übelkeit


Melonenbaum ***
Menschendieb ****
Merkurblut ****
Meyer ****
Michelkraut ***
Milchblume ***
Milchdistel (Gänsedistel) ***
Milchdistel (Alpen-Milchlattich) ****
Milchkraut ****
Milchstern, doldiger **
Mispel ***

 

Kostenlose Infos über die Naturheilverfahren Kurse und Naturheilkunde Seminare in der Naturheilpraxis Düren hier jetzt erfahren!


Mistel

Mistel (Viscum Album) Sandelholzgewächse - Laubholz-, Tannen- & Föhren-Rasse - Heilpflanzen-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Die Mistel ist eine wundersame Pflanze, die erst in den Wintermonaten, wenn die Bäume kahl sind, richtig sichtbar wird.

Sie wächst in Kugelform auf verschiedenen Baumarten und saugt den Bäumen Wasser und Nährstoffe aus, was sie zu einem Halbschmarotzer macht.

In früheren Zeiten war die Mistel eine wichtige magische Pflanze, die von den Druiden mit goldenen Sicheln geerntet wurde und nicht zu Boden fallen durfte, denn sonst würde sie ihre besondere Wirkung einbüssen.

Aufgrund der magischen Wichtigkeit galt die Mistel früher auch als Allheilmittel.

Zur Zeit der Wintersonnenwende und als Weihnachtsschmuck wird sie auch gerne an die Haustüren gehängt, um das Haus vor Schaden zu bewahren. Wer sich unter Misteln küsst, soll ein glückliches Liebespaar werden.

In der modernen Pflanzenheilkunde wird die Mistel gegen Bluthochdruck und gegen Krebs eingesetzt. Doch sie kann noch viel mehr.

Steckbrief
Giftigkeit:

Achtung! Leicht giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Heilwirkung:
beruhigend,
blutstillend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
krampflösend,
tonisierend,
Anwendungsbereiche:
Arteriosklerose
Bauchspeicheldrüsenschwäche
Beschleunigter Puls
Bluthochdruck
Chronische Arthrosen
Chronisches Rheuma
Diabetes
Eitrige Wunden
Ekzeme
Epilepsie
Fieber
Gallenschwäche
Gebärmutterblutungen
Gebärmuttergeschwülste
Gebärmutterschmerzen
Gelenkentzündung
Geschwüre
Herzschwäche
Heuschnupfen
Kopfschmerzen
Krampfadern
Krebs (therapiebegleitend)
Magenschwäche
Menstruationsbeschwerden
Nervenschwäche
Ödeme
Schwindel
Verdauungsschwäche
Verstopfung
Wechseljahrsbeschwerden
Weissfluss
wissenschaftlicher Name: Viscum album
Pflanzenfamilie: Sandelholzgewächse = Santalaceae
englischer Name: Mistletoe
volkstümliche Namen: Affalter, Albranken, Birnäpsel, Bocksfutter, Donarbesen, Donnerbeseb, Drudenfuss, Geisskraut, Heil aller Schäden, Heiligkreuzholz, Hexenbesen, Hexenchrut, Hexennest, Immergrün, Kenster, Kinster, Klüster, Knisterholz, Marenstocken, Nistel, Offölterholz, Vogelchrut, Vogelleimholz, Vogelmistel, Wintergrün, Wintersamen
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Zweige
Inhaltsstoffe: Alkaloid, Asparagin, Bitterstoff, Harz, Histamin, Inositol, Oleanolsäure, Pyridin, Saponine, Schleim, Tyramin, Viscalbin, Viscin, Viscotoxin, Xanthophyll, Zink
Sammelzeit: Spätherbst, Winter und Frühling


Anwendung
Das Haupteinsatzgebiet der Mistel ist der Bluthochdruck. Auch als begleitende Therapie gegen Krebs ist die Mistel sehr beliebt.

Aber das Mistelkraut hat noch eine Menge anderer Heilwirkungen. Früher galt sie sogar als Allheilmittel.

Sie ist jedoch leicht giftig und sollte behutsam angewandt werden.
Innerlich als Tee
Misteltee wird immer als Kaltauszug angesetzt. Im kalten Wasser lösen sich die schwach giftigen Stoffe (z.B. das Glykosid Viscalbin und Viscotoxin) nicht auf und daher ist der Kaltauszug der Mistel ungiftig. Auch die Heilwirkung der Mistel soll durch Erwärmen gemindert werden.

Der Tee wird in erster Linie zur Senkung des hohen Blutdrucks angewandt; er hilft auch bei Herzschwäche und Arteriosklerose.

Bei niedrigem Blutdruck kann Misteltee den Blutdruck sogar steigern, was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch klingt. Aber da die Regulierung des Blutdrucks über eine Normalisierung des Kreislaufs und eine Stärkung des Herzens erfolgt, leuchtet es schliesslich ein, dass die Mistel sowohl gegen zu hohen als auch gegen zu niedrigen Blutdruck helfen kann.

Der Misteltee steigert auch Verdauung und Stoffwechsel, sodass sie bei Beschwerden der Verdauungsorgane und Stoffwechselstörungen eingesetzt werden kann.

Durch die Stoffwechsel-Wirkung hilft die Mistel gegen rheumatische Beschwerden.

Sie stärkt auch die Nerven und kann daher Kopfschmerzen und Schwindel lindern. Durch die Nervenstärkung kann sie auch bei Epilepsie helfen und die Anfälle seltener machen. Auch gegen die Neidung zu wiederholten Fieberkrämpfen bei Kindern soll die Mistel helfen.

In den Wechseljahren kann die Mistel die typischen Wechseljahrsbeschwerden lindern. Auch gegen Menstruationsbeschwerden hilft die Mistel und durch ihre blustillende Eigenschaft kann sie auch Gebärmutterblutungen stoppen. Das macht die Mistel zu einer wertvollen Heilpflanze nach Geburten, denn sie kann den Wochenfluss abkürzen und abschwächen.
Äusserlich als Tee
Den Mistel-Kaltauszug kann man als Umschlag oder für Bäder äusserlich anwenden.

Er hilft gegen Krampfadern und Unterschenkelgeschwüre.

Auch Ekzeme können durch Mistelbehandlungen behandelt werden.

Mistel-Umschläge kann man auch zur Linderung rheumatischer und neuralgischer Schmerzen auflegen. Auch gegen Arthrose helfen äusserliche Mistelbehandlungen.

Gegen Heuschnupfen kann man Misteltee schnupfen.
Mistel in der Krebsbehandlung
Zur Begleitung einer Krebstherapie und auch zu deren Nachbehandlung kann man Mistelpräparate in spezieller anthroposophisch-homöopathischer Aufbereitung anwenden.

Die Wirksamkeit dieser Mistelpräparate wurde auch durch Studien untermauert.

Der Erfolg der herkömmlichen Krebstherapie kann dadurch in vielen Fällen verbessert und Nebenwirkungen von Chemotherapie gelindert werden.

Als alleinige Behandlung gegen Krebs ist die Misteltherapie jedoch nicht zu empfehlen.

Achtung!

Vor allem die Beeren der Mistel sind leicht giftig. Kinder sollten vor deren Verzehr gewarnt werden.

Pflanzenbeschreibung
Die Mistel ist ein Halbschmarotzer, der auf Bäumen wächst. Sie bezieht die benötigte Flüssigkeit und Nährstoffe aus den Bäumen, auf denen sie wächst, kann aber durch ihre grünen Blätter selbst Photosynthese betreiben.

Bäume, die von vielen Misteln bewachsen sind, leiden darunter und sterben schliesslich ab. Aber die Misteln wachsen langsam und vereinzelte Misteln können einem grossen Baum nicht viel anhaben.

Bestimmte Baumarten werden bevorzugt von Misteln bewachsen, beispielsweise Pappeln, Apfelbäume, Tanne und Robinien. Andere Baumarten wie Birnbaum, Eberesche, Kiefer, Linde und Weiden werden nur ab und zu von Misteln bewachsen und sehr selten wächst die Mistel auch auf Eichen, wo sie als besonders heilkräftig gilt.

Die Misteln senken ihre Wurzeln durch die Rinde des Wirtsbaumes hindurch in die Cambiumschicht und bis hinein ins Holz. Dort verankern sie sich und ziehen aus den Säften des Baumes Flüssigkeit und Nährstoffe.

Die Zweige der Mistel sind hellgrün und verzweigen sich immer wieder. Dadurch entsteht nach und nach eine Kugelform.

An den äussersten Enden der Zweige wachsen jeweils zwei gebogene Blätter, die sich gegenüberstehen. Die Blätter sind länglich und verkehrt eiförmig, d.h. das dicke Ende ist aussen.

Ich finde immer, dass die Mistelblätter wie lustige Ohren aussehen.

Ab Ende Februar blühen die Misteln. Männliche und weibliche Blüten wachsen auf getrennten Pflanzen. Beide Blüten sind leicht gelblich und duften schwach nach Orange, was viele Insekten anlockt. Die weiblichen Blüten sind kaum einen Millimeter hoch und die männlichen Blüten haben mehrere Staubbeutel.

Ab September reifen die weissen Beeren. Die Beeren sind sehr klebrig und enthalten einen Samen.


Mönchshut ****
Mönchskappen ****
Mönchspfeffer ***
Monarde ****
Moor-Glockenheide ****
Moos, Irländisches *
Moos, Isländisches *
Moosbeere ***
Morellen ***
Mormonen-Tee ****
Moschus-Malve ****
Moschusschafgarbe
Mugwurz ****
Muira-Puama
Muskatblume ****
Muskatellerkraut ***
Muskatellersalbei ****


Muskatnuss - Myristica fragrans

Macis: Verwendung und Wirkung der Muskatblüte - Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Schon in Plinius’ „Naturgeschichte“ ca. 77 n. Chr. fanden die Muskatnuss („Nuces moschatae“) und ihre rote Samenhülle, die Macis oder Muskatblüte, Erwähnung. Einst kostbarstes und gefragtes Gewürz, hat die Muskatnuss heute im Gewürzregal genauso ihren Platz wie in der Heilkunde.

Autorin: Katja Chmelik

Muskatnuss: Verrunzelt seit Geburt
Die Würze des Lebens
Nebenwirkungen inbegriffen
Im Gewürzregal und in der Heilkunde

Von den bis zu 15 Metern hohen, grazilen, immergrünen Muskat-Bäumen, der „Myristica fragrans“, die 100-jährig werden können, strömt ein betörender, süsslicher Duft aus. Er sorgte schon immer dafür, dass die Nase der Orte, an denen er wächst, schon kundig wurde, bevor das Auge sie erblickte. Ihr Laub erinnert an Lorbeer.

Nach acht bis zehn Jahren tragen die Bäume erstmals Früchte, genauer einsamige Beeren, die einer Quitte ähneln. Muskatnüsse, die Samen, sind oval-rund, 25 bis 27 Millimeter lang, dazu von Beginn an kräftig verrunzelt, netzartig und von nussbrauner Farbe. Die Macis besticht mit milderem, zarterem Aroma.
Die Würze des Lebens

Das würzigste Aroma haben die runden, kugeligen Muskatnüsse. Aus minderwertigen Nüssen gewinnt man Öl und die so genannte Muskatbutter, ein halbfestes, rotbraun gefärbtes Fett mit intensivem Geruch und Geschmack nach Muskatnuss.

Apotheker in Europa erkannten schon früh den «ungeheuren Vorteil» des neuen Gewürzes während den Pestepidemien. Siechende zahlten, was immer verlangt wurde, für die lebensspendenden Duftkugeln. Auch als Parfüm vertraute man kleinen, um den Hals getragenen Kugeln, angefüllt unter anderem mit dem würzigen Muskat.

Die Muskatnuss enthält bis zu 16 Prozent ätherisches Öl. Ein bestimmtes, Myristicin, vermag eine halluzinogene Wirkung zu entfachen. Immerhin ist dafür die happige Menge einer halben bis ganzen Nuss (5 bis 20 Gramm) zu konsumieren.

Diese anregende Substanz ist Ausgangsstoff für die Liebesdroge MDA genauso wie für die „Partydroge“ Ecstasy. Weitere Inhaltsstoffe weisen meskalin- und amphetaminähnliche Strukturen auf.
Nebenwirkungen inbegriffen

Individuell verschieden zeigen sich Nebenwirkungen, die aufgrund anderer Bestandteile häufig weniger euphorisierend wirken: Müdigkeit, Verwirrung, andauernde Übelkeit bis Herzbeklemmungen können sich einstellen. Zusätzlich kann die Leber geschädigt werden, und ein erhöhtes Krebsrisiko liegt vor. Für Schwangere besteht darüber hinaus eine abortive Wirkung.

Gleichwohl ist Muskat verdauungsfördernd, entzündungshemmend, schleim- und krampflösend, soll bei Nierenleiden, als Magenmittel bei Blähungen und sogar der Ruhr helfen. Er hat antiseptische und desinfizierende Eigenschaften und steht der Galle in deren Flüssigkeitsproduktion bei.

Im asiatischen Raum wird die Muskatnuss als Heilmittel in vielerlei Form geschätzt. Die indische Heilkunde schätzte den Beitrag der Muskatnuss bei Malaria, Rheuma und im Frühstadium der Lepra. Bei uns wird Muskat industriell in der Pharmazie und Parfümerie sowie in der Seifen-, Pflaster- und Salbenherstellung eingesetzt.

Frisch gerieben in Gesichtscremes gerührt, fördert er die Durchblutung und schenkt samtweiche Haut.
Im Gewürzregal und in der Heilkunde

Heute wird der „echte Muskatnussbaum“ überall in den Tropen kultiviert.

Die beste Qualität wächst in Westindien, speziell im Gebiet um Grenada. Auf den Plantagen hält man die Bäume der Einfachheit halber nur sechs Meter hoch. Gut gepflegt, liefert ein Baum jährlich 2000 und mehr Nüsse.

Nach neunmonatiger Reife springen die Früchte erntebereit auf. Einmal abgepflückt, entfernt man Fruchtfleisch und Macis und lässt die Schalen austrocknen. Wenn diese ganz trocken und hart geworden sind, werden sie aufgeschlagen und die Nüsse können herausgesiebt werden.

Zwar sind Muskatnüsse heute keine staunenswerten Preziosen mehr, aber ihr vorzügliches Aroma und ihre interessanten Eigenschaften reservieren ihnen nach wie vor einen exklusiven Platz im Gewürzregal und in der Heilkunde.


Muttergottes Schühlein ****
Mutterkraut ****
Mutterkraut (Melisse) ****
Mutterkümmel
Mutterwurz (Alpen-Mutterwurz) ***
Mutterwurz (Bärwurz) ****
Myrrhe
Myrte

 

 

Heilpflanzen N

 

Madaun (Alpen-Mutterwurz) ***
Mädesüss ***
Mägdeblume ****
Männertreu ***
Mäntli ****
Märzblume ***
Märzwurzel ***
Mäusedarm ***
Mäusedorn ****
Mäuseholz ****
Mäuse-Klee (Hasenklee) ****
Magenklee ****
Maggikraut ****
Mahonie ***
Ma-Huang ****
Maiapfel
Maibaum ***
Maiblume (Gänseblümchen) ***
Maiblume (Waldmeister) ****
Maiglöckchen ****
Mais *
Majoran ****
Malabarkino
Malve ***
Mandel
Mandel, bittere
Mandragora ***
Manna
Mannskraft *****
Mannskraftwurzel ***
Mannstreu
Maralwurzel ***
Margarethenkraut (Schafgarbe) ****
Mariendistel ****
Marienglöckchen ****
Marienkerzen ***
Marienkraut ****
Marienstengel ***
Marienträne ****
Marone *
Massliebchen ***
Mastix-Pistazien
Mate **
Matico
Mauerpfeffer ***
Mauerraute ****
Mauer-Zimbelkraut ****
Maulbeerbaum
Mauseohr ***
Meisterwurz ****
Meereiche ***
Meerrettich ***
Meertau ****
Meerträubel ****
Meerzwiebel
Meier ***
Melde

 

Melisse - Melissa officinalis L. - Pflanzennamen im Volksmund: Zitronenmelisse - als Heilpflanze verwenden

Melisse (Melissa) Lippenblütler (Lamiaceae) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Name: Melissa officinalis L.
Pflanzennamen im Volksmund: Zitronenmelisse
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Wuchshöhe: 30 bis 90 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Alpdrücken, Anämie, Appetit, Asthma, Atemnot, Atemprobleme, Bäder, Gedächtnis, Insektenstich, Leber, Lunge, Magenverstimmung, Ohrensausen, Schlaflosigkeit, Schwangerschaft, Schwindel, Übelkeit
Steckbrief / Beschreibung

Die ursprünglich aus dem Orient stammende Melisse ist eine seit langen Zeiten benutze Gewürz- und Heilpflanze. Auch im ganzen Mittelmeerraum sind die Melissen bereits seit langem verbreitet. Die Melisse wird in Mitteleuropa vor allem in Bauerngärten kultiviert. Manchmal findet man die Melisse bei uns auch verwildert, in südlicheren Gegenden Mitteleuropas sind diese Heil- und Gewürzpflanzen stellenweise auch ganz eingebürgert. Die Melisse zählt zu den besten Bienenfutterpflanzen. Schon im Altertum wurde die Melisse als Bienenweide angebaut. Virgil und Plinius berichten, dass man Melissen zzum Ausreiben von neuen Bienenstöcken benutzte. Die Araber rühmten bereits im 10. Jahrhundert die Pflanze als herzstärkend und als Mittel gegen Melancholie.

Alle Teile der Melisse, besonders die Blätter, riechen angenehm und stark nach Zitrone. Aus den Melissenblättern wird ein Tee gegen Kopf- und Zahnschmerzen, Krämpfe, Brechreiz und Schlaflosigkeit zubereitet, der zusätzlich auch noch magenstärkend und windtreibend wirkt. Äußerlich werden zerstoßene Blätter der Melissen zum Einreiben von Insektenstichen sowie als Badezusatz verwendet.

Stängel und Blätter: Je nach Standort wird die ausdauernde Melisse 30 bis 90 cm hoch. Die Stängel der Melissen sind reichlich verzweigt. Die kurz gestielten, eiförmigen Blätter sind grob gesägt.

Blüten: Die Blütezeit der Melissen erstreckt sich von Juni bis in den September. Die weißen Blüten bilden sich in kleinen Gruppen zu drei bis sechs Stück halbquirlig angeordnet in den Achseln der Blätter.

Geschmack und Geruch: Der Geruch aller Pflanzenteile einer Melisse ist zitronenartig. Der Geschmack der Melissen ist bitter.
Standort / Hier findet man Melisse

Die Melisse wächst in Südeuropa, gelegentlich findet man diese Heilpflanze auch verwildert in Mitteleuropa wachsend. Die Pflanze bevorzugt geschützte Waldränder, Wegränder und nicht flurbereinigte Weinberge. Man findet Melissen bis in Höhenlagen von 1000 m.
Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Melisse

gallensekretionsfördernd, krampflösend, tonisch, magenwirksam (verdauungsfördernd), windtreibend
Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von den Melissen die beblätterten Trieb und die ab dem Monat Juni gesammelten Blätter. Gesammelte Pflanzen sollten rasch und schonend im Schatten getrocknet werden.
Inhaltsstoffe der Melisse

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Ätherisches Öl, Bernsteinsäure, Cumarinverbindung, Gerbstoff, Harz
Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Melisse wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit den Melissen in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Alpdrücken, Anämie, Appetit, Asthma, Atemnot, Atemprobleme, Bäder, Gedächtnis, Insektenstich, Leber, Lunge, Magenverstimmung, Ohrensausen, Schlaflosigkeit, Schwangerschaft, Schwindel, Übelkeit


Melonenbaum ***
Menschendieb ****
Merkurblut ****
Meyer ****
Michelkraut ***
Milchblume ***
Milchdistel (Gänsedistel) ***
Milchdistel (Alpen-Milchlattich) ****
Milchkraut ****
Milchstern, doldiger **
Mispel ***

 

Kostenlose Infos über die Naturheilverfahren Kurse und Naturheilkunde Seminare in der Naturheilpraxis Düren hier jetzt erfahren!


Mistel

Mistel (Viscum Album) Sandelholzgewächse - Laubholz-, Tannen- & Föhren-Rasse - Heilpflanzen-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Die Mistel ist eine wundersame Pflanze, die erst in den Wintermonaten, wenn die Bäume kahl sind, richtig sichtbar wird.

Sie wächst in Kugelform auf verschiedenen Baumarten und saugt den Bäumen Wasser und Nährstoffe aus, was sie zu einem Halbschmarotzer macht.

In früheren Zeiten war die Mistel eine wichtige magische Pflanze, die von den Druiden mit goldenen Sicheln geerntet wurde und nicht zu Boden fallen durfte, denn sonst würde sie ihre besondere Wirkung einbüssen.

Aufgrund der magischen Wichtigkeit galt die Mistel früher auch als Allheilmittel.

Zur Zeit der Wintersonnenwende und als Weihnachtsschmuck wird sie auch gerne an die Haustüren gehängt, um das Haus vor Schaden zu bewahren. Wer sich unter Misteln küsst, soll ein glückliches Liebespaar werden.

In der modernen Pflanzenheilkunde wird die Mistel gegen Bluthochdruck und gegen Krebs eingesetzt. Doch sie kann noch viel mehr.

Steckbrief
Giftigkeit:

Achtung! Leicht giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Heilwirkung:
beruhigend,
blutstillend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
krampflösend,
tonisierend,
Anwendungsbereiche:
Arteriosklerose
Bauchspeicheldrüsenschwäche
Beschleunigter Puls
Bluthochdruck
Chronische Arthrosen
Chronisches Rheuma
Diabetes
Eitrige Wunden
Ekzeme
Epilepsie
Fieber
Gallenschwäche
Gebärmutterblutungen
Gebärmuttergeschwülste
Gebärmutterschmerzen
Gelenkentzündung
Geschwüre
Herzschwäche
Heuschnupfen
Kopfschmerzen
Krampfadern
Krebs (therapiebegleitend)
Magenschwäche
Menstruationsbeschwerden
Nervenschwäche
Ödeme
Schwindel
Verdauungsschwäche
Verstopfung
Wechseljahrsbeschwerden
Weissfluss
wissenschaftlicher Name: Viscum album
Pflanzenfamilie: Sandelholzgewächse = Santalaceae
englischer Name: Mistletoe
volkstümliche Namen: Affalter, Albranken, Birnäpsel, Bocksfutter, Donarbesen, Donnerbeseb, Drudenfuss, Geisskraut, Heil aller Schäden, Heiligkreuzholz, Hexenbesen, Hexenchrut, Hexennest, Immergrün, Kenster, Kinster, Klüster, Knisterholz, Marenstocken, Nistel, Offölterholz, Vogelchrut, Vogelleimholz, Vogelmistel, Wintergrün, Wintersamen
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Zweige
Inhaltsstoffe: Alkaloid, Asparagin, Bitterstoff, Harz, Histamin, Inositol, Oleanolsäure, Pyridin, Saponine, Schleim, Tyramin, Viscalbin, Viscin, Viscotoxin, Xanthophyll, Zink
Sammelzeit: Spätherbst, Winter und Frühling


Anwendung
Das Haupteinsatzgebiet der Mistel ist der Bluthochdruck. Auch als begleitende Therapie gegen Krebs ist die Mistel sehr beliebt.

Aber das Mistelkraut hat noch eine Menge anderer Heilwirkungen. Früher galt sie sogar als Allheilmittel.

Sie ist jedoch leicht giftig und sollte behutsam angewandt werden.
Innerlich als Tee
Misteltee wird immer als Kaltauszug angesetzt. Im kalten Wasser lösen sich die schwach giftigen Stoffe (z.B. das Glykosid Viscalbin und Viscotoxin) nicht auf und daher ist der Kaltauszug der Mistel ungiftig. Auch die Heilwirkung der Mistel soll durch Erwärmen gemindert werden.

Der Tee wird in erster Linie zur Senkung des hohen Blutdrucks angewandt; er hilft auch bei Herzschwäche und Arteriosklerose.

Bei niedrigem Blutdruck kann Misteltee den Blutdruck sogar steigern, was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch klingt. Aber da die Regulierung des Blutdrucks über eine Normalisierung des Kreislaufs und eine Stärkung des Herzens erfolgt, leuchtet es schliesslich ein, dass die Mistel sowohl gegen zu hohen als auch gegen zu niedrigen Blutdruck helfen kann.

Der Misteltee steigert auch Verdauung und Stoffwechsel, sodass sie bei Beschwerden der Verdauungsorgane und Stoffwechselstörungen eingesetzt werden kann.

Durch die Stoffwechsel-Wirkung hilft die Mistel gegen rheumatische Beschwerden.

Sie stärkt auch die Nerven und kann daher Kopfschmerzen und Schwindel lindern. Durch die Nervenstärkung kann sie auch bei Epilepsie helfen und die Anfälle seltener machen. Auch gegen die Neidung zu wiederholten Fieberkrämpfen bei Kindern soll die Mistel helfen.

In den Wechseljahren kann die Mistel die typischen Wechseljahrsbeschwerden lindern. Auch gegen Menstruationsbeschwerden hilft die Mistel und durch ihre blustillende Eigenschaft kann sie auch Gebärmutterblutungen stoppen. Das macht die Mistel zu einer wertvollen Heilpflanze nach Geburten, denn sie kann den Wochenfluss abkürzen und abschwächen.
Äusserlich als Tee
Den Mistel-Kaltauszug kann man als Umschlag oder für Bäder äusserlich anwenden.

Er hilft gegen Krampfadern und Unterschenkelgeschwüre.

Auch Ekzeme können durch Mistelbehandlungen behandelt werden.

Mistel-Umschläge kann man auch zur Linderung rheumatischer und neuralgischer Schmerzen auflegen. Auch gegen Arthrose helfen äusserliche Mistelbehandlungen.

Gegen Heuschnupfen kann man Misteltee schnupfen.
Mistel in der Krebsbehandlung
Zur Begleitung einer Krebstherapie und auch zu deren Nachbehandlung kann man Mistelpräparate in spezieller anthroposophisch-homöopathischer Aufbereitung anwenden.

Die Wirksamkeit dieser Mistelpräparate wurde auch durch Studien untermauert.

Der Erfolg der herkömmlichen Krebstherapie kann dadurch in vielen Fällen verbessert und Nebenwirkungen von Chemotherapie gelindert werden.

Als alleinige Behandlung gegen Krebs ist die Misteltherapie jedoch nicht zu empfehlen.

Achtung!

Vor allem die Beeren der Mistel sind leicht giftig. Kinder sollten vor deren Verzehr gewarnt werden.

Pflanzenbeschreibung
Die Mistel ist ein Halbschmarotzer, der auf Bäumen wächst. Sie bezieht die benötigte Flüssigkeit und Nährstoffe aus den Bäumen, auf denen sie wächst, kann aber durch ihre grünen Blätter selbst Photosynthese betreiben.

Bäume, die von vielen Misteln bewachsen sind, leiden darunter und sterben schliesslich ab. Aber die Misteln wachsen langsam und vereinzelte Misteln können einem grossen Baum nicht viel anhaben.

Bestimmte Baumarten werden bevorzugt von Misteln bewachsen, beispielsweise Pappeln, Apfelbäume, Tanne und Robinien. Andere Baumarten wie Birnbaum, Eberesche, Kiefer, Linde und Weiden werden nur ab und zu von Misteln bewachsen und sehr selten wächst die Mistel auch auf Eichen, wo sie als besonders heilkräftig gilt.

Die Misteln senken ihre Wurzeln durch die Rinde des Wirtsbaumes hindurch in die Cambiumschicht und bis hinein ins Holz. Dort verankern sie sich und ziehen aus den Säften des Baumes Flüssigkeit und Nährstoffe.

Die Zweige der Mistel sind hellgrün und verzweigen sich immer wieder. Dadurch entsteht nach und nach eine Kugelform.

An den äussersten Enden der Zweige wachsen jeweils zwei gebogene Blätter, die sich gegenüberstehen. Die Blätter sind länglich und verkehrt eiförmig, d.h. das dicke Ende ist aussen.

Ich finde immer, dass die Mistelblätter wie lustige Ohren aussehen.

Ab Ende Februar blühen die Misteln. Männliche und weibliche Blüten wachsen auf getrennten Pflanzen. Beide Blüten sind leicht gelblich und duften schwach nach Orange, was viele Insekten anlockt. Die weiblichen Blüten sind kaum einen Millimeter hoch und die männlichen Blüten haben mehrere Staubbeutel.

Ab September reifen die weissen Beeren. Die Beeren sind sehr klebrig und enthalten einen Samen.


Mönchshut ****
Mönchskappen ****
Mönchspfeffer ***
Monarde ****
Moor-Glockenheide ****
Moos, Irländisches *
Moos, Isländisches *
Moosbeere ***
Morellen ***
Mormonen-Tee ****
Moschus-Malve ****
Moschusschafgarbe
Mugwurz ****
Muira-Puama
Muskatblume ****
Muskatellerkraut ***
Muskatellersalbei ****


Muskatnuss - Myristica fragrans

Macis: Verwendung und Wirkung der Muskatblüte - Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Schon in Plinius’ „Naturgeschichte“ ca. 77 n. Chr. fanden die Muskatnuss („Nuces moschatae“) und ihre rote Samenhülle, die Macis oder Muskatblüte, Erwähnung. Einst kostbarstes und gefragtes Gewürz, hat die Muskatnuss heute im Gewürzregal genauso ihren Platz wie in der Heilkunde.

Autorin: Katja Chmelik

Muskatnuss: Verrunzelt seit Geburt
Die Würze des Lebens
Nebenwirkungen inbegriffen
Im Gewürzregal und in der Heilkunde

Von den bis zu 15 Metern hohen, grazilen, immergrünen Muskat-Bäumen, der „Myristica fragrans“, die 100-jährig werden können, strömt ein betörender, süsslicher Duft aus. Er sorgte schon immer dafür, dass die Nase der Orte, an denen er wächst, schon kundig wurde, bevor das Auge sie erblickte. Ihr Laub erinnert an Lorbeer.

Nach acht bis zehn Jahren tragen die Bäume erstmals Früchte, genauer einsamige Beeren, die einer Quitte ähneln. Muskatnüsse, die Samen, sind oval-rund, 25 bis 27 Millimeter lang, dazu von Beginn an kräftig verrunzelt, netzartig und von nussbrauner Farbe. Die Macis besticht mit milderem, zarterem Aroma.
Die Würze des Lebens

Das würzigste Aroma haben die runden, kugeligen Muskatnüsse. Aus minderwertigen Nüssen gewinnt man Öl und die so genannte Muskatbutter, ein halbfestes, rotbraun gefärbtes Fett mit intensivem Geruch und Geschmack nach Muskatnuss.

Apotheker in Europa erkannten schon früh den «ungeheuren Vorteil» des neuen Gewürzes während den Pestepidemien. Siechende zahlten, was immer verlangt wurde, für die lebensspendenden Duftkugeln. Auch als Parfüm vertraute man kleinen, um den Hals getragenen Kugeln, angefüllt unter anderem mit dem würzigen Muskat.

Die Muskatnuss enthält bis zu 16 Prozent ätherisches Öl. Ein bestimmtes, Myristicin, vermag eine halluzinogene Wirkung zu entfachen. Immerhin ist dafür die happige Menge einer halben bis ganzen Nuss (5 bis 20 Gramm) zu konsumieren.

Diese anregende Substanz ist Ausgangsstoff für die Liebesdroge MDA genauso wie für die „Partydroge“ Ecstasy. Weitere Inhaltsstoffe weisen meskalin- und amphetaminähnliche Strukturen auf.
Nebenwirkungen inbegriffen

Individuell verschieden zeigen sich Nebenwirkungen, die aufgrund anderer Bestandteile häufig weniger euphorisierend wirken: Müdigkeit, Verwirrung, andauernde Übelkeit bis Herzbeklemmungen können sich einstellen. Zusätzlich kann die Leber geschädigt werden, und ein erhöhtes Krebsrisiko liegt vor. Für Schwangere besteht darüber hinaus eine abortive Wirkung.

Gleichwohl ist Muskat verdauungsfördernd, entzündungshemmend, schleim- und krampflösend, soll bei Nierenleiden, als Magenmittel bei Blähungen und sogar der Ruhr helfen. Er hat antiseptische und desinfizierende Eigenschaften und steht der Galle in deren Flüssigkeitsproduktion bei.

Im asiatischen Raum wird die Muskatnuss als Heilmittel in vielerlei Form geschätzt. Die indische Heilkunde schätzte den Beitrag der Muskatnuss bei Malaria, Rheuma und im Frühstadium der Lepra. Bei uns wird Muskat industriell in der Pharmazie und Parfümerie sowie in der Seifen-, Pflaster- und Salbenherstellung eingesetzt.

Frisch gerieben in Gesichtscremes gerührt, fördert er die Durchblutung und schenkt samtweiche Haut.
Im Gewürzregal und in der Heilkunde

Heute wird der „echte Muskatnussbaum“ überall in den Tropen kultiviert.

Die beste Qualität wächst in Westindien, speziell im Gebiet um Grenada. Auf den Plantagen hält man die Bäume der Einfachheit halber nur sechs Meter hoch. Gut gepflegt, liefert ein Baum jährlich 2000 und mehr Nüsse.

Nach neunmonatiger Reife springen die Früchte erntebereit auf. Einmal abgepflückt, entfernt man Fruchtfleisch und Macis und lässt die Schalen austrocknen. Wenn diese ganz trocken und hart geworden sind, werden sie aufgeschlagen und die Nüsse können herausgesiebt werden.

Zwar sind Muskatnüsse heute keine staunenswerten Preziosen mehr, aber ihr vorzügliches Aroma und ihre interessanten Eigenschaften reservieren ihnen nach wie vor einen exklusiven Platz im Gewürzregal und in der Heilkunde.


Muttergottes Schühlein ****
Mutterkraut ****
Mutterkraut (Melisse) ****
Mutterkümmel
Mutterwurz (Alpen-Mutterwurz) ***
Mutterwurz (Bärwurz) ****
Myrrhe
Myrte

 

 

Heilpflanzen O

 

Ochsenbrech ****
Ochsenzunge ***
Odermennig ***
Oeschen ***
Offölterholz ***
Ohmkraut ****
Oleander ***
Olive
Orant ****


Oregano

Oregano Echter Dost (Origanum Vulgare) Familie der Lippenblütler - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Dost ist den meisten von uns unter dem Namen Oregano getrocknet vor allem als Gewürz auf der Pizza bekannt und unentbehrlich.

Kaum jemand weiss, dass die Pflanze auch in unseren Breiten wild in der Natur vorkommt und dass sie ausser Gewürz auch eine Heilpflanze ist.


Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell,
antimikrobiell,
antiseptisch,
antiviral,
Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit
Blähungen
Cellulitis
Ekzeme
Husten
Keuchhusten
Krampfhusten
Krebs
Menstruationsbeschwerden
Mundentzündungen
Psoriasis
Rachenentzündungen
Verdauungsstörungen
wissenschaftlicher Name: Origanum vulgare
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Pflanzengattung: Dost (Origanum)
englischer Name: Oregano
volkstümliche Namen: Wilder Majoran, Gemeiner Dost, Dosten, Wilder Balsam, Bergminze, Blauer Dunst, Orant
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut, Blätter
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Thymol, Carvacrol
Gegenanzeige: keine innerliche Anwendung bei Schwangerschaft
Sammelzeit: Juni bis September

 

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Anwendung
Dost Der Dost, häufig auch Oregano genannt, wird in der Heilkunde hauptsächlich als Tee verwendet.

Man kann sich jedoch auch eine Tinktur daraus ansetzen und als Hustentropfen oder gegen Menstruationsbeschwerden einsetzen.

Äusserlich kann man ihn gegen Wunden einsetzen, hier sind vor allem seine bakterientötenden Eigenschaften hilfreich.

Für die äussere Anwednung eignet sich vor allem das ätherische Oregano Öl: Aromatherapie mit Oregano.

Es gibt auch Oregano Öl Kapseln zu kaufen, bei denen das durch Wasserdampfdestillation gewonnene Oregano Öl mit Olivenöl verdünnt wurde um es magenverträglicher zu machen. Die Oregano Öl Wirkung geht vor allem von den ätherischen Ölen, Thymol, Carvacrol aus.
Achtung! Während der Schwangerschaft sollte der Dost nicht innerlich eingenommen werden.
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Pflanzenbeschreibung
Dost Der Dost bevorzugt trockene, warme Standorte. Man findet ihn vor allem an sonnigen Kalkhängen, Bergwiesen und Kahlschläge. Er gedeiht in ganz Mittel- und Westeuropa, bis hin nach Osteuropa.

Der Dost ist eine mehrjährige Pflanze und wird bis zu 50 cm hoch. Wenn es ihm an einer Stelle gefällt, wird er von Jahr zu Jahr dichter, bis er im Frühling schon ein dichtes Polster bildet, das dann im Laufe des Sommers fast zu einem kleinen Busch heranwächst.

Sein rötlich überlaufener Stengel wächst aufrecht. Wenn die Pflanze genug Platz hat, bilden sich in den Blattachseln zahlreiche Seitentriebe.

Die Blütenstände der rosa- bis weinrot-farbenen Blüten sind doldig und rispenähnlich.

Schmetterlinge und andere Insekten sind ganz begeistert von den Blüten des Oreganos und laben sich zahlreich an ihnen. So leistet der Dost einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Insektenvielfalt. Eine zur Oregano verwandte Pflanze ist der Majoran, beide Pflanzen gehören zur Gattung Dost (Origanum).

Fotos von Dost

Anbau
Der Anbau von Dost/Oregano ist recht einfach, entweder setzt man ein Pflänzchen an einem sonnigen und trockenen Standort aus, oder zieht ihn aus Samen in einem Topf vor. Oregano braucht keine Pflege und breitet sich nach und nach im ganzen Garten aus und überwuchert sogar Unkraut und Grasflächen. Der Dost in unserem Garten ist winterhart und wächst seit 20 Jahren so stark, dass wir ihn schon ausgraben müssen.
Ernte und Konservieren
Oregano ernten
Am besten erntet man den Oregano während der Blüte, da er dann die meisten Aromen und Inhaltsstoffe hat. Vormittags schneidet man die Organozweige ab, dabei sollte die Pflanze schon von selbst trocken sein, Regentage eignen sich nicht für die Ernte. Am besten sind ein paar Sonnentage vor dem Tag der Ernte. Nachmittags oder Abends hat Oregano weniger Aroma, da durch die Sonnenhitze tagsüber ein Teil der ätherischen Öle verloren geht, wie man am intensiven Duft in einem Oreganofeld merkt.
Oregano trocknen
Die geernteten Zweige draußen durchschütteln um unerwünschte Tierchen, Laub oder Staub zu entfernen. Mit Erde oder Staub verschmutzen Oregano kann man zur Not kurz abwaschen und auf Küchenpapier trocknen.
Die trockenen Zweige werden zu kleinen lockeren Büschel mit Kordel zusammen gebunden und an einem warmen trockenen Ort (maximal 35°C) mit den Blüten nach unten aufgehängt. Zugluft oder starker Wind sind bei der Trockung zu vermeiden. Die Trockenzeit beträgt ein paar Tage.
Dörrautomaten eignen sich nicht zur Trockung, weil diese höhere Temperaturen benutzen und so die wertvollen ätherischen Öle verloren gehen, außerdem muss für die Dörrgeräte Oregano meistens noch zerkleinert werden was den Aromenverlust noch erhöht.
Von fertig getrockneten Zweige werden die Blätter und Blüten von den Zweigen getrennt (gerebelt). Blätter und Blüten hebt man in einer lichtdichten Dose auf, die Lagerung sollte auch nicht zu warm sein, damit die Aromen nicht verfliegen, deshalb ist der Platz direkt neben oder über dem Herd ein ungünstiger Platz.


Osterluzei ***

 

 

 

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