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A

 

Ackerschachtelhalm

Als Heilpflanze wird der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), auch als Zinnkraut bekannt, geschätzt. In den Augen des Gärtners ist er aber vor allem ein hartnäckiges Unkraut – nicht ohne Grund reicht sein Stammbaum bis in die Anfänge unserer Flora zurück.

Wer ihn im Garten hat, wird schnell feststellen, dass selbst der Einsatz von Herbiziden keinen dauerhaften Erfolg bringt. Das liegt am tief reichenden Wurzelstock, aus dem immer wieder neue Halme ans Tageslicht kommen.

Kieselsäure und Mineralien machen den Ackerschachtelhalm so wertvoll für viele verschiedene Indikationsgebiete. Äußerlich angewendet eignet sich der Ackerschachtelhalm hervorragend für die Behandlung von Ekzemen, bei Schleimbeutelentzündungen und schlecht heilenden Wunden.

In der Volksmedizin wird er sogar zur Behandlung von Frostbeulen eingesetzt. Innerlich angewendet scheint der Ackerschachtelhalm noch mehr zu können.

Weil er harntreibend wirkt und unsere Nierentätigkeit stimuliert, wird er zur Behandlung von Entzündungen der ableitenden Harnwege genutzt. Er kann sogar bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht helfen.

 

Aloe vera

Die Heilpflanze Aloe Vera ist für die Behandlung von Hauterkrankungen bekannt. Als Gel aufgetragen, wirkt Aloe vera entzündungshemmend und schmerzlindernd und wird bei entzündlichen Hauterkrankungen, Verbrennungen und Sonnenbrand eingesetzt. Eingedickter Aloe-Saft wirkt abführend und hilft so gegen Verstopfungen.

 

Angelika

Die mannshohe Angelika ist eine alte Heilpflanze aus dem Norden.

Früher stand sie in jedem Garten, inzwischen findet man sie jedoch häufiger verwildert als in Hausgärten.

Sie gehört zur großen Familie der Doldenblütler und ist eine von den großen Vertretern dieser Familie. Trotz der Größe besteht Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Wasserschierling.

Sie sieht auch dem Kümmel oder Anis sehr ähnlich. Man sollte die Pflanze also sehr gut kennen, bevor man sie sammelt.
Die Angelika hat einen angenehmen aromatischen Geruch und einen süßen Geschmack.

Es gibt noch weitere Angelika-Sorten, insbesondere in der Chinesischen Medizin z.B. chinesische Angelika (Angelica dahurica) und Taiwan Angelika (Angelica taiwaniana), diese sind aber keine Alternative zur heimischen Angelika.

Die Angelika wird in Deutschland, Frankreich und Belgien landwirtschaftlich angebaut.

 

Anis

Anis (Pimpinella anisum) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Die Gewürzpflanze Anis ist eine wertvolle Heilpflanze gegen Atemwegskatarrhe und Verdauungsbeschwerden.

Diese zweifache Wirkung ist einerseits den schleimfördernden und hustenstillenden, andererseits den blähungslindernden Eigenschaften der Inhaltsstoffe zuzuschreiben. Erfahren Sie mehr über die Anis-Wirkung und -Anwendung!

Ein Geschmack, den jeder kennt und der die verschiedensten Assoziationen hervorrufen kann. Sind es bei dem einen, die Erinnerungen an den letzten Urlaub in Griechenland, denken andere an die Weihnachtszeit und die Plätzchen ihrer Großmutter.
So unterschiedlich die Assoziationen sein können, so unterschiedlich sind auch die Anwendungsgebiete des Anis. Wir sind bereits auf Anis und dessen Verwendung im Absinthe und anderen Spirituosen eingegangen, denn dem Anis und dessen ätherischen Ölen ist es zu verdanken, dass der Louche-Effekt beim Verdünnen mit Wasser einsetzt.
Heute möchten wir ein wenig genauer auf die Heilpflanze Anis eingehen und dessen Besonderheiten sowie Anwendungsgebiete betrachten.

Allgemein:

Botanikern ist der Anis unter dem Namen Pimpinella anisum bekannt und gehört zu der Gattung der Doldenblütler. In dieser Gattung findet man weiter bekannte Heilpflanzen wie beispielsweise den Kümmel, Dill und Fenchel.

Wo das Heilkraut seinen Ursprung hat, kann heute nicht mehr mit Sicherheit beantwortet werden, jedoch wird vermutet, dass die Pflanze aus der östlichen Region des Mittelmeers kommt. In Ländern dieser Region, bis hin nach Westasien, lässt sich heute noch vereinzelt wilder Anis finden.
Kultiviert wird die Heilpflanze heutzutage meist in Russland, der Türkei, Italien, Indien, Syrien, Südostasien und Argentinien.
Regional können verschiedene Anissorten unterschieden werden. Diese Sorten unterscheiden sich durch den Gehalt an ätherischen Ölen. Syrischer Anis, beispielsweise kann bis zu 6% Anethol aufweisen, im Gegensatz hierzu enthält deutscher Anis meist nur 1,5 - 2 % des ätherischen Öles. Als Hauptbestandteile des ätherischen Öles lässt sich trans-Anethol nennen, hinzu kommt ein geringer Anteil cis-Anethol.

Schon seit Jahrhunderten wird Anis als Heilpflanze eingesetzt. Neben der krampflösenden Wirkung, ist Anis schleimlösend bei Erkältungen oder Entzündungen der Nebenhöhlen.
Das Einsatzgebiet von Anis reicht somit von Beschwerden des Magen-Darm-Traktes bis hin zum Abtransport des Schleimes aus den Bronchien.
Meist wird Anis als Tee oder als Auszug eingenommen. Ähnlich wie Fenchel und Kümmel, hilft Anis jungen Müttern bei der Milchbildung, weshalb die Kräuter als Teezubereitung sehr beliebt sind.

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Die Pflanze:

Anis ist ein einjähriges, krautiges Gewächs, das bis zu 70cm Wuchshöhe erreichen kann, meist jedoch eine Wuchshöhe von 25 - 60 cm erreicht.
Nicht nur der überirdische Pflanzenteil kann eine beachtliche Größe erreichen, auch die spindelförmigen Wurzeln reichen meist zwischen 50 und 60 cm tief in den Boden.
Erkennen lässt sich das Kraut durch den typischen, durch das Anethol hervorgerufenen Anisgeruch. Charakteristisch ist für die Anispflanze, neben dem runden, behaarten Stängel und den glatten Blättern, die Anordnung des Blattwerkes am Stängel. So sind bei diesem Heilkraut die untersten Blätter fein und erinnern eher an Nadeln als an ein typisches Blatt. In der Mitte hingegen ist das Blattwerk breiter und angeordnet wie ein Fächer. Zur Blüte hin werden die Blätter wieder feiner und in 2 bis 3 kleineren Fiedern angeordnet.
In der Blüte steht der Anis von Juni bis hin zum Ende des Septembers.
Die doldenförmigen Blüten des Anis sind reinweiß und in bis zu 15 Strahlen angeordnet. Der Anis ist ein Zwitterblütler. Die allseits bekannten braunen Anissamen bilden sich nach der Blüte. Botanisch betrachtet handelt es sich hierbei um Spaltfrüchte, bei der sich eine einzige Blüte in mehrere Samen spaltet und jeweils eine eigene Frucht ausbildet. Die eiförmigen Früchte der Anispflanze können zwischen 4 bis 5 mm groß werden.
Vorsicht ist geboten, da der Anis den giftigen Schierlingsfrüchten sehr ähnlich sieht und deshalb nicht selbst als Wildkräuter gesammelt werden sollten.

 

Die Kultivierung und der Anbau:

Auch wenn Anis bis heute in der Natur zu finden ist, handelt es sich hier um eine Heilpflanze, die nicht unbedingt als pflegeleicht gilt. Am liebsten hat das Kraut einen Standort in der Sonne und einen nährstoffreichen, sowie im besten Fall kalkhaltigen Boden. Möchte man Anis im eigenen Garten anbauen, sollte man zuerst die Beschaffenheit des eigenen Bodens untersuchen und bei Bedarf das Beet mit etwas Sand oder Tonmehl bearbeiten. Die Samen sollten zwischen April und Mai direkt in das vorbereitete Beet eingebracht werden, wobei die Samen keinen Frost vertragen und erst nach den Eisheiligen eingesät werden sollten. Eine Anzucht vor April kann in einem Gewächshaus vorgenommen werden.
Weiter muss darauf geachtet werden, dass Anis zu den Dunkelkeimern gezählt wird, weshalb der Samen mindestens 1 cm tief in die Erde gebracht werden muss. Dementsprechend kann es auch bis zu 5 Wochen dauern, bis der Keimling aus der Erde dringt.
Während der Wachstumsphase benötigt die Anispflanze kaum bis kein Dünger, sollte jedoch immer feucht gehalten werden. Staunässe muss jedoch vermieden werden, da dies den empfindlichen Wurzeln schaden kann.

 

Die Ernte:

Nach der Blüte lässt sich durch die Änderung der Färbung erkennen, wann mit der Ernte begonnen werden kann. Da es bei der Ernte meist um die kleinen, brauen Samen des Anis geht, ist es ratsam, die gesamte Pflanze zu ernten und dann zu trocknen. In trockenem Zustand lassen sich die Samen aus den Blüten herausdreschen und einsammeln.

Anis und Sternanis:

Trotz des identischen Namens sind botanisch betrachtet Sternanis und Anis zwei unterschiedliche Gattungen. Der echte Sternanis und das hier vorgestellte Heilkraut haben neben dem Namen, lediglich das ätherische Öl Anethol als Bestandteil gemeinsam.

 

Arnika

Die Heilpflanze Arnika wird zur Behandlung von Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Blutergüssen angewendet.

Die Blütenextrakte wirken entzündungshemmend, schmerzstillend und antirheumatisch. Umschläge aus Arnika lindern daher Beschwerden bei Rheuma. Arnika wird auch bei Entzündungen in Mund und Rachen eingesetzt.

 

Abelmoschus

Eine Emulsion aus den Abelmoschus-Samenkörnern wurde früher als Krampflösungsmittel verwendet. Die Samenhülsen haben einen aromatischen Geschmack und kommen als Geschmacksverstärker in Frage.

In Ägypten werden sie als Magentonikum, gegen Mundgeruch und zur Stärkung des Nervensystems gekaut. Ihre aphrodisierende und medizinische Wirkung gegen Bauch- und Kopfschmerzen ist nicht belegt.

Die Pflanze wird als Insektizid eingesetzt und in der Parfümindustrie für Fette und Öle oder zur Fälschung von Moschus verwendet.

Wissenschaftlicher Name: Abelmoschus moschatus Medik.

 

Abraute

Die Eberraute ist ein Verwandter des Beifusses und des Wermuts. Wie seine Brüder ist er eine mehrjährige Pflanze mit bitterem Geschmack und einem gewissen Cola-Aroma.

Früher wurde die Eberraute als Gewürz für fette Speisen verwendet, doch inzwischen ist sie aus der Mode gekommen. Auch als Heilpflanze wurde die Eberraute früher höher geschätzt als heutzutage. Dabei hat sie vielfältige Heilwirkungen.

Sie stärkt die Verdauungs- und die Harnorgane, man kann sie gegen Husten und Bronchitis verwenden. Ausserdem lindert sie Frauenbeschwerden und aktiviert die Menstruation. Auch gegen Einschlafstörungen und Rückenschmerzen kann man die Eberraute verwenden.

 

Absinth

In der Antike galt Wermut als Gegengift gegen Schierling und Giftpilze.

Der Name "Wermut = Erhalter der Sinne" deutet auf die Anwendung als Mittel zur Stärkung der Geisteskraft hin, obgleich der übermäßige Genuss zu Schwindelerscheinungen führt.

1780 wurde in Turin der erste Wermutwein hergestellt. Die Pflanze diente auch zur Herstellung von Absinth, einem Trinkbranntwein, der in mehreren Staaten Europas heute verboten ist, da sein Missbrauch zu Krämpfen und körperlichem und seelischem Verfall führt.

Charakteristik
In Europa, Nordafrika, Teilen von Asien, Nord- bis Südamerika ist Wermut zu finden. Die Pflanze blüht von Juli bis September. Medizinisch bedeutsam sind die zur Blütezeit gesammelten oberen Sprossteile und Laubblätter oder die getrockneten unteren Laubblätter der Pflanze.

Anwendungsbereiche
Innere Anwendung: bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Blähungen, Verdauungsbeschwerden infolge krampfartiger Gallenwegsprobleme

Volksmedizin:
innere Anwendung bei Magen- und Darmträgheit, Blähungen, Appetitlosigkeit, Gastritis, Magenkrämpfen, Leberbeschwerden, Blutarmut, unregelmäßiger Menstruation, Wechselfieber und Wurmbefall.

Äußere Anwendung bei schlecht heilenden Wunden, Insektenstichen, Geschwüren und Hautflechten.
Homöopathie: Magenschleimhautentzündungen, Krampfleiden und Erregungszustände

 

Acai-Beere

Die Acai-Beere wächst auf einer Palmenart, die vor allem in Brasilien heimisch ist. Die Früchte werden zur Herstellung eines nahrhaften Saftes genutzt und von den Einheimischen als Nahrungsergänzung zur Steigerung der Energie und der allgemeinen Gesundheit verwendet.

Neben dem hohen Anteil an pflanzlichen Fettsäuren und Proteinen hat Acai auch einen hohen Energiegehalt, der vor allem in Stresssituationen und beim Sport positiv wirken kann.

Der Erfolg der Acai-Beere beruht auf der stark antioxidativen Wirkung, zur Bekämpfung von freien Radikalen, welche durch Unweltgifte, Medikamentenmissbrauch, Alkohol oder Nikotin in den Körper gelangen.

Diese greifen das Immunsystem an und beschleunigen den Alterungsprozess und blockieren einen gesunden Stoffwechsel. Acai-Beeren sind auch ideal geeignet zu Vorbeugung.

Die Nährstoffe und der hohe Farbstoffanteil (Athocyane) der fast schwarzen Beeren spielen eine wichtige Rolle. Der Anteil an ungesättigten Fettsäuren der Acai-Beeren sind dem Olivenöl ähnlich und sind wichtig bei der Aufnahme der fettlöslichen Vitamine (Vitamine A, E, D und K).

Acai-Beeren enthalten die Vitamine B1, B2, B3, C und E sowie die Mineralstoffe Phosphor, Kalzium und Kalium, ausserdem die essentiellen Fettsäuren Omega-6 und Omega-9, sowie Phytosterole, welche den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen können.

Anwendungsgebiete

Aktivierung der Energie und Vitalität, Steigerung des Wohlbefindens, Stärkung des Immunsystems, Verbesserung der Durchblutung, Aktivierung des Stoffwechsels, Unterstützung der Schlankheits-Diät, Senkung und Regulierung des Cholesterinspiegels

 

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Ackerbeere

Die Ackerbeere, eher als Kratzbeere bekannt, ist mit der uns heimischen Brombeere verwandt. Sie ist etwas kleiner als die Brombeere und trägt ebenso Dornen. Diese sind jedoch viel kleiner und weicher, stechen nicht, sondern kratzen nur. Vielleicht wird sie deshalb Kratzbeere genannt.

Die Inhaltsstoffe der Kratzbeere sind für deren Wirkung verantwortlich. So helfen die darin enthaltenen Gerbstoffe bei Magenentzündung und Darmentzündung und bei leichtem Durchfall.

Die Flavonoide, dies ist eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, wirken allgemein entzündungs- hemmend und adstringierend. Dies ist hilfreich bei Entzündungen im Mundbereich und auch bei schlecht heilenden Wunden.

Die Flavonoide sind beteiligt an der schleimlösenden Wirkung bei Erkältung und Husten. Äußerlich angewandt hilft die Kratzbeere durch ihre blutreinigende Wirkung nicht nur zur Wundheilung, sondern auch bei Hautekzemen und Akne. Sie verbessert im Allgemeinen das Hautbild.
Anwendung

Die Blätter der Kratzbeere werden in Form von Tee oder Tinktur angewandt. Der Tee wird getrunken, kann aber auch als Mundspülung zum Gurgeln oder für Kompressen verwendet werden.

Für eine Kompresse wird ein Tee gekocht und damit ein kleines Baumwolltuch oder eine sterile Kompresse getränkt, dann auf die zu behandelnde Stelle gelegt und dies mehrmals erneuert.
Teezubereitung

Zur Zubereitung eines Tees gießen Sie einen gehäuften Teelöffel der getrockneten Blätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser auf. Die Ziehzeit beträgt sieben bis zehn Minuten. Trinken Sie den Tee in kleinen Schlucken, am besten dreimal am Tag eine Tasse.

 

Ackergauchheil

Ackerhellerkraut

Acker-Klee

Ackerlauch

Ackerminze

Ackerrade

Acker-Ringelblume

Ackerschachtelhalm

Ackerschotendotter

Ackersenf

Acker-Skabiose

Acker-Stiefmütterchen

Ackerveilchen

Ackerwinde

Adelgras

Aderminze

Adonisröschen

Aegidibleamerl

Ähren-Weiderich

Aflkraut

Affalter

Affodill

Agar-Agar

Agave

Aglakraut

Akanthus, weicher (Wahrer Bärenklau)

Akelei

 

Alant

Echter Alant (Inula helenium) Korbblütler (Asteraceae) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Der ursprünglich aus Asien stammende Alant gehörte früher in jeden Bauerngarten.

Heute ist er jedoch nur noch in den Bauerngärten im Gebirge verbreitet und ansonsten weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei ist er eine vielseitige Heilpflanze.

In Thüringen wird er noch im grossen Stil angebaut.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten,
Asthma,
Heilwirkung:
auswurffördernd,
antibakteriell,
antimykotisch,
antiseptisch,
blutreinigend,
entzündungshemmend,
galletreibend,
harntreibend,
hustendämpfend,
karminativ,
krampflösend,
leberanrengend,
menstruationsregelnd,
schleimlösend,
schweißtreibend,
stoffwechselanregend,
verdauungsfördernd,
wurmtreibend,
Anwendungsbereiche:
Angina
Appetitlosigkeit
Atemnot
Blutarmut
Blähungen
Brechmittel (in größeren Dosen)
Bronchitis
Brustschmerzen
Chronische Bronchitis
Darmentzündung
Durchfall
Ekzeme
Flechten
Gallebeschwerden
Gelbsucht (alte Anwendung)
Geschwüre
Harnverhalten
Hauterkrankungen
Hautjucken
Hautunreinheiten
Juckreiz
Keuchhusten
Krämpfe
Krätze (früher)
Lungenentzündung (begleitend)
Lungenleiden
Magenschwäche
Mandelentzündung
Muskelrisse
Muskelzerrungen
Reizhusten
Rippenfellentzündung
Schlecht heilende Wunden
Tuberkulose (früher)
Verdauungsschwäche
Verschleimung
Wechseljahrsbeschwerden
Wunden
Würmer
Zuckerersatz (Herstellung von Diabetikernährmitteln)
Homöopathisch
Lungenschwäche
Menstruationsbeschwerden
Reizhusten
wissenschaftlicher Name: Inula helenium, Helenium grandiflorium, Aster helenium
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Elecampane
andere Namen: Alantkraut, Alantwurzel, Aletwürze, Altkraut, Altwurz, Brustalant, Dammkraut, Darmwurz, Donarvarwurzel, Donnerkraut, Echter Alant, Edelherzwurz, Edelwurz, Galantwurzel, Glockenwurz, Gottesauge, Grosser Heinrich, Heilwurz, Helenenkraut, Hexenschusskraut, Krätzenwurz, Odinskopf, Oltwurz, Schlangenkraut, Schlangenwurz, Ulenkwurz, Weidenalant,
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blätter
Inhaltsstoffe: Inulin, ätherisches Öl, Alantsäure, Kampfer (Alantkampfer), Helenin, Sesquiterpenlactone, Alantolacton, Harze, Azulen, Pektin, Wachs, Bitterstoff, Triterpene, Polyacetylene, Sterole, Beta-Sitosterol,
Sammelzeit: März bis Mitte April, September bis November

Anwendung
Alant

Alant kann man wahlweise als Tee, Tinktur, Kräuterwein oder Salbe anwenden.

In der heutigen Kräuterheilkunde spielt der Alant jedoch eine eher geringe Rolle.

Die häufigste Art, Alant anzuwenden ist der Tee.
Tee

Für einen Alant-Tee übergießt man einen Teelöffel Alantwurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Anschließend abseihen und den Alanttee in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Alant-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Alant-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Teemischung gegen Husten

Alant eignet sich auch gut als Bestandteil von Mischtees, beispielsweise als Hustentee.

Hier eine Beispiel-Teemischung gegen Husten oder Bronchitis:

40 gr Alantwurzeln
20 gr Spitzwegerich-Blätter
20 gr Süßholzwurzeln
20 gr Lungenkraut

Tinktur

Um eine Alant-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Alantwurzeln in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für ein bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Alantwein

Alantwein wurde im Mittelalter als Allheilmittel verwendet.

Um einen Alant-Wein herzustellen, übergießt man Alantwurzeln in einem großen Schraubdeckel-Glas mit Weißwein, bis alle Pflanzenteile mehr als bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für ein bis 6 Wochen ziehen.

Man braucht etwa 50 gr Wurzeln für einen Liter Wein.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von diesem Alantwein trinkt man täglich ein bis drei Schnapsgläschen voll.
Wurzel kauen

Schon Plinius der Ältere empfahl im Altertum das Kauen der Alantwurzel.

Diese Anwendung soll:

die Verdauung anregen
die Stimmung verbessern
den Geschmacksinn verfeinern

Die Volksheilkunde empfiehlt auch heute noch das Kauen der Alantwurzeln, besonders vor den Mahlzeiten, um den Appetit anzuregen.

Am besten kaut man die gereinigten frischen Wurzeln, denn in ihnen sind die Wirkstoffe noch besonders reichlich vorhanden.
Alant
Salbe

Traditionell wird eine Alantsalbe aus frischen Alantwurzeln und mit Schweineschmalz hergestellt.

Dazu werden die gereinigten, frischen Alantwurzeln fein geschnitten, gekocht und dabei zerstoßen bis ein Brei entsteht.

Dieser Brei wird mit Schweineschmalz vermischt und anschließend durch ein Tuch geseiht.

Dann füllt man die Salbe in einen Tiegel und lässt sie abkühlen.

Alternativ könnte man den frischen, gekochten Pflanzenbrei auch mit einer Bienenwachs-Öl-Salbe vermischen, wenn man kein Schweineschmalz verwenden will.

Wer nur getrocknete Alantwurzeln hat, kann eine Tinktur und einen Ölauszug damit herstellen und eine Lanolin-Creme damit herstellen.

Alantsalbe kann man verwenden, um Ekzeme oder andere Hauterkrankungen damit einzureiben.

Oder man macht einen Salbenumschlag, indem man die Salbe dick auf die erkrankte Haut streicht und ein Stück Stoff zum Schutz darüberlegt und fixiert.
Waschungen

Für Waschungen bei Hauterkrankungen, wie beispielsweise Ekzeme, Geschwüre oder Pickel, bereitet man eine Abkochung aus den Alantwurzeln.

Dann wäscht man die betroffenen Hautstellen damit mehrmals täglich.
Umschläge

Intensiver ist die Anwendung als Umschlag. Auch hierzu wird eine Alant-Abkochung zubereitet.

Ein Stück Baumwollstoff wird in den Alanttee eingetaucht und ausgedrückt, damit es nicht mehr tropft.

Dann wird es auf die zu behandelnde Hautstelle gelegt und mit einem Wolltuch oder Plastikfolie fixiert.

Der Umschlag sollte eine Stunde bis über Nacht einwirken, bevor er entfernt wird.
Blätter auflegen

In der Volksheilkunde werden im Frühsommer die frischen Blätter auf Wunden oder chronische Hautentzündungen gelegt und fixiert.

Die Entzündungen sollen dadurch eingedämmt und die Wundheilung gefördert werden.
Räuchermittel

Räuchern mit Alant soll die Zimmerluft verbessern. Aufgrund der Wirkung des Alants ist des denkbar, dass die Raumluft durch das Räuchern leicht desinfiziert wird und die Atemwege etwas freier werden.

Die Wurzelstücke wurden auf die Glut der offenen Kamine gelegt.

Heutzutage kann man zerkleinerte Alantwurzeln auf spezielle Räucher-Glühkohlen legen, um mit Alant zu räuchern.
Färbemittel

Mit Alantwurzel wurde früher blau gefärbt.

Dazu wird Alantwurzel in Urin gebeizt und zusammen mit Heidelbeeren und Pottasche als Färbemittel verwendet.
Alant in der Küche

Früher war Alant ein beliebtes Gewürz in der Küche. Im alten Rom wurde er sogar für unentbehrlich gehalten.

Vor allem Süßspeisen wurden gerne mit Alantwurzeln gewürzt.

Kandiert waren Alantwurzeln eine beliebte Leckerei.

Heutzutage findet man den Alant bestenfalls noch hin und wieder als Likör.

Solch einen Likör kann man auch selbst herstellen. Das geht ganz ähnlich wie die Herstellung einer Tinktur, jedoch gibt man auch braunen Zucker in den Tinktur-Ansatz, etwa genau so viel wie Kräuter.

Das in den Alantwurzeln reichlich enthaltene Inulin wird industriell extrahiert und in Diabetiker-Nahrungsmitteln verarbeitet. Da spezielle Diabetes-Nahrungsmittel im Rückgang begriffen sind, wird auch die Verwendung des Inulins für diesen Zweck seltener.

Wirkung
Alant

Die Wirkstoff-Kombination des Alants wirkt in mehrfacher Hinsicht gegen Husten und andere Erkrankungen der unteren Atemwege.

Vor allem durch die ätherischen Öle wirkt der Alant schleimlösend und befreit die Atemwege. Das Abhusten des Schleims wird erleichtert. Hustenreiz wird gedämpft und Verkrampfungen beim Husten werden gemildert.

Außerdem wirkt der Alant entzündungshemmend und antibakteriell, was bei der Ausheilung des Hustens bzw. der Bronchitis hilft.

Diese Wirkungen machen den Alant auch zu einem guten Wundheilmittel, denn auch hier braucht man entzündungshemmende und antiseptische Wirkung.

Ferner hat der Alant ausgeprägte Wirkungen auf die Verdauung und den Stoffwechsel, sodass er sich auch gut als Heilpflanze für die verschiedenen Arten von Verdauungserkrankungen eignet.

Nebenwirkungen
Alant

Bei der Einnahme von großen Mengen Alant kann es zu Nebenwirkungen kommen, wie:

Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Lähmungen.

Die Schleimhäute können bei äußerlicher Anwendung eventuell durch die im Alant enthaltenen Sesquiterpenlactone gereizt werden.

Auch Allergien treten relativ häufig auf, sowohl bei innerlicher als auch bei äußerlicher Anwendung.

Anwendungsgebiete
Alant

Alantwurzeln können innerlich und äußerlich angewendet werden. Frische Alantblätter werden vorwiegend äußerlich verwendet.
Innerlich

Alant kann man innerlich, als Tee oder Tinktur vor allem gegen Husten und andere Erkrankungen der Atemwege einsetzen.

Er hilft gegen das ganze Spektrum der Erkrankungen, die mit Husten einher gehen, also sowohl gegen den normalen Erkältungshusten, als auch gegen die Bronchitis, sowohl akut als auch chronisch.

Auch gegen Keuchhusten, Lungenentzündung und Tuberkulose wurde der Alant traditionell eingesetzt. Heutzutage sollte man den Alant bei diesen gefährlichen Erkrankungen höchstens begleitend zur schulmedizinischen Behandlung anwenden.

Außerdem hilft Alant gegen verschiedene Erkrankungen der Verdauungsorgane, beispielsweise bei Magenbeschwerden, Blähungen oder Gallenschwäche. Dieser Anwendungsbereich galt im Altertum als Hauptanwendung für den Alant, heutzutage treten Verdauungsbeschwerden gegenüber der Husten-Anwendung jedoch deutlich in den Hintergrund.
Äußerlich

Äußerlich kann man Alant-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.

Mit dieser Art der Anwendung kann man die verschiedensten Hautentzündungen lindern, beispielsweise Ekzeme, Geschwüre oder schlecht heilende Wunden.

Magische Anwendung
Alant

Der Alant wurde sowohl von Hexen als auch von der Normalbevölkerung als Mittel angewendet, um Dämonen abzuwehren.

Im christlichen Kontext war Alant ein Bestandteil des Weihebuschs, der am 15. August zu Maria Himmelfahrt gebunden und geweiht wurde. Dieser Weihebusch sollte, im Stall aufgehängt, das Vieh schützen, und im Haus die Familie vor Schaden bewahren.

Auch als Räuchermittel wurde der Alant gerne benutzt, um vor Dämonen zu schützen, beispielsweise in der Steiermark.

Als Amulett getragen, sollte die Alantwurzel davor schützen, verhext zu werden.

Geschichtliches
Alant

Der Alant wurde schon in der Antike als Heilpflanze und Gewürz verwendet.

Schon auf Papyrus-Aufzeichnungen im alten Ägypten findet der Alant Erwähnung.

Der Pflanzenname "helenium" erinnert an zwei antike Legenden. Die schöne Helena soll ihre Hände mit Alantblüten gefüllt haben, bevor sie von Paris nach Troja entführt wurde. Eine andere Legende erzählt davon, dass die Alantpflanze dort wuchs, wo Helenas Tränen auf den Boden fielen.

Der Name "helenium" bezieht sich aber vielleicht auch auf die minoische Pflanzengöttin Helene.

Die antiken Heilkundigen Dioskurides und Theophrast empfehlen den Alant gegen Husten, Magenschwäche und bei Krämpfen, also ganz ähnlichen Einsatzgebieten wie auch heutzutage. Als Gewürz wurde der Alant damals bevorzugt in Süßspeisen verwendet.

Auch im Mittelalter war der Alant eine beliebte Heilpflanze und wurde nicht nur bei Husten, sondern auch gegen alle Arten von anderen Erkrankungen quasi als Allheilmittel verwendet, unter anderem gegen Seuchen wie die Pest. Dazu benutzte man den Alant als Wein.

Sowohl der englische Arzt Nicolas Culpeper (17. Jahrhundert) als auch Carl von Linné berichten von dieser ausgeprägten Anwendung des Alants.

Auch äußerlich wurde der Alant schon damals gegen verschiedene Hautkrankheiten eingesetzt, beispielsweise als Salbe.

In manchen Gegenden wurden Alantblätter auch geraucht, um gegen Husten zu helfen.

In China wurde der Alant unter dem Namen Hsün Fu Hua gegen Stauungen aller Art und gegen Verschleimung eingesetzt. Äußerlich wurde der Alant in China als Salbe gegen Knochenbrüche und Muskelrisse verwendet.

Pflanzenbeschreibung
Alant

Alant ist ursprünglich in Zentral- und Kleinasien heimisch. Daher war er auch schon in der Antike bekannt.

Auch in Spanien ist der Alant schon lange heimisch. Inzwischen wird er auch in Deutschland, Österreich, in den Niederlanden und auf dem Balkan angebaut.

Er wächst bevorzugt auf halbschattigen Standorten mit ausreichender Feuchtigkeit.

Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 50 cm und 2 Meter hoch.

Die lange Wurzel ist teilweise knollig verdickt und wächst vor allem im ersten Vegetationsjahr heran. Sie ist außen braun und innen weißlich. Der Geruch der Wurzel ist aromatisch, der Geschmack außerdem bitter. In getrocknetem Zustand erinnert der Geruch an Veilchen.

Zuerst wächst eine Blattrosette heran, mit teilweise gigantischen Blättern, die bis zu 50 cm lang werden. Die Blätter haben auf der Oberseite kurze Haare und auf der Unterseite einen gräulichen Filz.

Später, oft erst im zweiten Jahr, wächst der Stengel, an dem die langen Blätter wechselständig entspringen. Diese Blätter sind länglich und vorne spitz, am Stengel herzförmig eingekerbt. Ihr Rand ist leicht gezähnt.

Aus den Blattachseln wachsen die Blütenstengel, die ein bis mehrere gelbe Korbblüten tragen. Je mehr Platz die einzelne Pflanze hat, desto breiter ist sie verzweigt und desto mehr Blüten trägt sie.

Die Blütezeit ist Juni bis September.

Einzelne Blüten werden bis zu 7 cm groß. Sowohl die Körbchen im Innern als auch die äußeren Zungenblüten sind warm-gelb in Richtung orange.

Anbautipps
Alant

Alant eignet sich sehr gut, um im Garten angebaut zu werden. Er ist dort nicht nur eine wertvolle Heilpflanze, sondern auch eine prachtvolle Solitärpflanze, die in ihrem Blütejahr alle Blicke auf sich lenkt.

Am liebsten mag der Alant sandigen, tiefgründigen Boden, der nicht zu stark gedüngt sein sollte.

Sonnige Standorte werden vom Alant bevorzugt, aber auch Halbschatten wird akzeptiert.

Man kann den Alant aus Samen anziehen oder fertige Pflanzen im Spezialhandel beziehen.

Damit der Alant gut gedeiht, braucht er immer eine ausreichende Wasserversorgung. In trockenen Zeiten muss er also regelmäßig gegossen werden.

Sammeltipps
Alant

Für die Ernte eignen sich am besten die Wurzelstöcke der 2 bis 3 jährigen Pflanzen.

Sie werden bevorzugt im Spätherbst zwischen November und Mitte Dezember ausgegraben, weil dann der Wirkstoffgehalt am höchsten ist.

Wenn man einen Teil der Wurzel im Boden lässt, können wieder neue Pflanzen daraus wachsen.

Zum Trocknen werden die Wurzeln abgebürstet, zügig gewaschen und der Länge nach aufgeschnitten.

Dann fädelt man sie auf einen Faden und hängt sie an einem warmen aber schattigen Ort zum Trocknen auf.

 

Alberbaum

Albranken

Alfblut

Alfenkraut

Alhorn

Allerweltsheil (Ehrenpreis)

Allerweltsheil (Tausendgüldenkraut)

Allmannsharnisch

Aloe

Alpenampfer

Alpendost, grauer

Alpen-Flockenblume

Alpen-Heckenrose

Alpen-Milchlattich

Alpen-Mutterwurz

Alpenveilchen

Alpenwegerich

Alraune

Altee

Altweiberschmecken

Amarant

Amerikanische Kermesbeere

Amerikanischer Schneeball

Amerikanische Zaubernuss

Ammoniacum

Ampfer

Ampfer-Knöterich

Amritscherl

Amselbaum

Amselbeere

Ananas

Andorn

Angelika

Angerbleaml

Angosturabaum

Anis

Anserine

Antonkraut

Anzianwurzen

Apfelbaum

Apfelbeere (Aronia)

Apfelkraut

Apothekerklee

Arekpalme

Arnika

Aronia

Aronstab

Artischocke

Asant

Ashwagandha

Asiatische Kermesbeere

Aspars

Astragalus (Tragant)

Audorn

Aufgeblasenes Leimkraut

Aufrechtes Fingerkraut

Aufrechtes Fingerkraut (Blutwurz)

Aufrechtes Glaskraut

Augenblümchen

Augenbraue der Venus

Augenkraut (Einbeere)

Augenkraut (Schöllkraut)

Augenkraut (Maiglöckchen)

Augentrost

Austernpflanze (Haferwurz)

Auswärts

Aztekisches Süsskraut

 

 

Heilkräuter Lexikon mit Heilpflanzen B

 

Bachblümlein ***
Bachbunge ***
Bachminze ***
Backholder *****
Badkraut (Liebstöckel) ****
Badkraut (Majoran) ****
Bärenfenchel (Alpen-Mutterwurz) ***
Bärenfenchel (Bärwurz) ****
Bärenklau ***
Bärenklau, wahrer (Acanthus) ***
Bärenklee ****
Bärentraube *
Bärlauch ***
Bärlapp ***
Bärtiges Helmkraut ****
Bärwinkel ***
Bärwurz ****
Bärwurz (Alpen-Mutterwurz) ***
Baldrian *****
Balsam ***
Balsamine *
Ban Zhi Lian ****
Barbarakraut *
Bartflechte *

 


Basilikum

Basilikum (Ocimum Basilicum), Basilie, Basilienkraut, Königskraut - Heilpflanzen-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Der Basilikum ist uns vor allem als Gewürzpflanze bekannt. Besonders zusammen mit Tomaten entfaltet er sein unvergleichliches Aroma.

Doch Basilikum ist auch eine Heilpflanze.

Er stärkt nicht nur die Verdauungsorgane, sondern beruhigt auch die Nerven, lindert Migräne und leistet gute Dienste in der Frauenheilkunde.


Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell,
beruhigend,
harntreibend,
krampflösend,
schleimlösend,
schmerzstillend,
schweisstreibend,
tonisierend,
darmreinigend,
menstruationsfördernd,
Muttermilch fördernd,
Libido steigernd,
Anwendungsbereiche:
Blasenentzündung
Blähungen
Darminfektionen
Fieber
Gicht
Hautabschürfungen
Hautrisse
Insektenstiche
Magenkrämpfe
Magenschwäche
Migräne
Nervenschwäche
Schlecht heilende Wunden
Schwindelanfälle
Verstopfung
Wechseljahrsbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Ocimum basilicum
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Basil
volkstümlicher Name: Basilge, Basilienkraut, Braunsilge, Josefskräutlein, Hirnkraut, Königskraut, Königsbalsam, Krampfkräutel, Nelkenbasilie, Suppenbasil
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blütenspitzen, ätherisches Öl
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Basilischer Kampfer, Cineol, Menthol, Thymol, Methylcavicol, Anethol, Kampfer, Gerbstoff, Saponine, Flavonoide, Farnesol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol,
Sammelzeit: Juni bis August

Fotos vom Basilikum

Anwendung
Zitronen-Basilikum
Tee
Eine Tasse nach jeder Mahlzeit wirkt verdauungsfördernd.

Auch das Nervensystem wird durch Basilikum gestärkt und Migräne gelindert.

In der Frauenheilkunde kann Basilkum Periodenkrämpfe lindern und unregelmässige Menstruationsblutungen regeln. Auch gegen Wechseljahrsbeschwerden kann man Basilikum verwenden, denn sein Inhaltsstoff Beta-Sitosterol ist dem Hormon Östrogen ähnlich und wirkt daher dem Hormonmangel entgegen. Stigmasterol, ein weiterer Inhaltsstoff, fördert den Eisprung, was auch zur Regulierung der Zyklen beiträgt.

Achtung!
In der Schwangerschaft sollte man Basilikum nicht in grösseren Mengen zu sich nehmen.
Niespulver
Getrocknet und zerstossen kann man Basilikum als Unterstützung für den Geruchssin nach chronischem Schnupfen einsetzen.
Zerriebene frische Blätter
Frische Blätter helfen zerrieben gegen Insektenstiche.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl hilft gegen Insektenstiche, nervöse Schlaflosigkeit und Migräne.
Entweder äusserlich aufgetragen oder in der Duftlampe.

Siehe:

Ätherisches Öl: Basilikum

Äusserlich
Äusserlich als Waschung, Bad oder Umschlag angewandt kann Basilikum-Tee gegen schwer heilende Wunden und Hautabschürfungen helfen.
Gewürz
Zusammen mit Tomaten schmeckt frischer Basilikum extrem lecker. Man kann im Prinzip fast jeden Salat mit frischem Basilikum würzen.

Getrocknet kann man ihn wie Pfeffer verwenden, auch in gekochten Gerichten.

Da dem Basilkum Libido-steigernde Wirkung nachgesagt wird, könnte es sich lohnen, in in der Küche zu verwenden.
Evas Bücher
Ausführliche Bücherliste von Eva Marbach

Pflanzenbeschreibung
Basilikum Das Basilikum liebt die Wärme und das Sonnenlicht. Darum gedeiht es in Mittelmeerländern besonders gut.

Basilikum gehört zu den Lippenblütern, ist aber in Mitteleuropa nur einjährig. Kälte bekommt ihm gar nicht, es wird dann schnell braun und verfällt.

Die Blätter des Basilikums sind spitz-oval, glänzend und grün. Sie duften wunderbar würzig. Beim normalen Basilikum sind die Blätter in der Mitte rundlich nach oben gewölbt. Sie wachsen gegenständig am Stengel.

Wenn man die oberen Blattpaare kappt, verdoppeln sich die Triebe und die Pflanze wird üppiger.

Ab Juli fängt das Basilikum an zu blühen.

Es bildet dann einen verlängerten Stengel, an dem weisse Blüten aufblühen.

Mehr Fotos vom Basilikum ...

Anbautipps
Vermehrung durch Ansaat
Da der Basilikum in Mitteleuropa einjährig ist, wird er am besten durch Aussaat kultiviert.

Er eignet sich sehr gut für den Anbau in Töpfen.

Da Schnecken ganz wild auf Basilikum sind, ist der Anbau in Töpfen auch sicherer als der Freilandanbau, denn man kann Blumentöpfe besser schützen.

Als Erde eignet sich gute Blumenerde, am besten mit etwas Sand.

Der Basilikum ist ein Lichtkeimer, er wird bei der Aussaat also nicht mit Erde bedeckt.

Der Samen hält sich sieben Jahre, man muss also nicht jedes Jahr neuen Samen kaufen.

Während der Keimdauer sollte man die Samen feucht halten. Dazu bietet es sich an, den Topf mit einer Plastikfolie abzudecken oder ihn in ein Zimmergewächshaus zu stellen, denn dann muss man nicht so oft nachfeuchten.

Ausserdem essen Vögel gerne die Samen. Eine lichtdurchlässige Abdeckung schützt vor den gierigen Vögeln.

Zum Befeuchten wird die Oberfläche der Erde samt Samen am besten mit einem Sprüher besprüht.

Die Samen quellen sichtbar auf, wenn es ihnen gut geht.

Sie keimen dann relativ bald innerhalb von einer Woche.

Der Basilikum möchte warm stehen und braucht viel Sonne. Dann gedeiht er gut und ist bald gross genug, um davon zu ernten.
Gekaufte Pflanzen
Basilikum-Pflanzen kann man inzwischen schon sehr billig in Supermärkten kaufen, denn Basilikum ist immer beliebter geworden, kann aber nicht gut bundweise verkauft zu werden, denn die Blätter welken sehr schnell.

Die gekauften Basilikum-Töpfe eignen sich jedoch kaum, um sie längere Zeit zu kultivieren und wachsen zu lassen, denn die Töpfe sind zu klein.

Selbst wenn man die Pflanzen in einen grösseren Topf setzt, funktioniert das meistens nicht, denn die Pflanzen wachsen zu dicht.

Wenn man aus einer gekauften Pflanze jedoch vier üppige Pflanzen für den ganzen Sommer haben will, dann macht man am besten die wundersame Basilikum-Vermehrung.

 

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Sammeltipps
Frisch
Am besten isst man Basilikum frisch, weil er dann ein herrliches Aroma hat.

Dazu zupft man nicht einzelne Blätter ab, sondern man kappt die Triebspitzen.

In der darunterliegenden Blattebene können sich dann nämlich die Seitentriebe entwickeln und zu zwei neuen Triebspitzen heranwachsen.

Wenn man auf diese Weise konsequent erntet, werden die Pflanzen immer buschiger und entwickeln sich zu ungeahnter Üppigkeit.
Trocknen
Für den Wintervorrat kann man den Basilikum auch trocknen.

Dazu schneidet man die Pflanzen dicht über der Erde ab.

Die ganzen Pflanzen werden dann zu kleinen Bündeln zusammengebunden und an einem schattigen, aber warmen und trockenen Ort getrocknet.

Wenn die Pflanzen vollständig getrocknet sind, werden sie kleingeschnitten und luftdicht aufbewahrt, damit das Aroma erhalten bleibt.

Der getrocknete Basilikum kann mit den frischen Blättern leider nicht mithalten.

 


Bauchwehkraut ****
Bauerneibisch ***
Bauernlöffel ****
Baumwollpflanze *
Baybaum *


Beifuss

Gemeine Beifuß (Artemisia vulgaris) Gewürzbeifuß - Gattung Artemisia - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Der einjährige Beifuss ist eine asiatische Pflanze, die vor allem in China und Vietnam heimisch ist.

Dort wird der einjährige Beifuss schon seit langer Zeit gegen fieberhafte Erkrankungen eingesetzt.

Erst vor relativ kurzer Zeit haben Wissenschaftler entdeckt, dass der einjährige Beifuss sehr gut gegen Malaria wirkt, selbst in Fällen, in denen die chemischen Medikamente wegen Resistenzen nicht mehr wirken. Diese Tatsache hat weltweit grosses Interesse auf den einjährigen Beifuss gelenkt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Malaria
Heilwirkung:
antibakteriell,
blutstillend,
fiebersenkend,
fungizid,
Anwendungsbereiche:
Blähungen
Durchfall
Erkältung
Fieber
Menstruationsbeschwerden
Nachtschweiss
Verdauungsschwäche
Wechseljahrsbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Artemisia annua, Artemisia chamomilla
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Chinese wormwood, Annual Mugwort
volkstümlicher Name: Qing-Guo
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen
Inhaltsstoffe: Artemisinin, ätherische Öle, Flavonoide, Cumarin, Menthol, Thymol, Beta-Sitosterol
Sammelzeit: Juni bis September

Anwendung
Einjährigen Beifuss kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden.

Die häufigste Art, den einjährigen Beifuss anzuwenden ist als Tee.
Tee
Für einen Einjähriger-Beifuss-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel einjährigen Beifuss mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschliessend kann man wieder sechs Wochen lang Einjähriger Beifuss-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Einjähriger Beifuss-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Tinktur aus einjährigem Beifuss selbst herzustellen, übergiesst man die Blätter des einjährigen Beifuss in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich gegen Malaria und Fieber
Einjähriger Beifuss kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Malaria einsetzen.

Ausserdem hilft Einjähriger Beifuss auch gegen normale Erkältungen und Fieber.

Man kann ihn auch gegen Bähungen und Menstruationsbeschwerden anwenden.
Samen für die Verdauung
Die Samen des einjährigen Beifusses stärken als Tee getrunken die Verdauung.

Sie lindern Blähungen, Magen- und Darmkrämpfe.

Auch gegen Nachtschweiss kann man die Samen anwenden.

Achtung!
Der Hautkontakt mit dem einjährigen Beifuss kann bei empfindlichen Menschen Allergien hervorrufen.

Auch die Pollen des einjährigen Beifusses wirken potentiell allergen.
Geschichtliches
Schon seit Menschengedenken wurde der einjährige Beifuss in China gegen fieberhafte Erkrankungen angewendet.

Er kam jedoch aus der Mode und wurde erst 1970 wieder beliebt, als ein uraltes chinesisches Handbuch über medizinische Pflanzen entdeckt wurde, das 340 vor Chr. geschrieben wurde.

Schon 1971 entdeckten Wisseschaftler, dass der einjährige Beifuss gegen Malaria wirkt.

1972 wurde die wirksame Substanz Artemisinin entdeckt, isoliert und beschrieben.

Heutzutage wird darüber debattiert, ob die Malaria-Behandlung besser durch die gesamte Pflanze des einjährigen Beifusses oder durch das isolierte Artemisinin erfolgen sollte.
Pflanzenbeschreibung

Einjähriger Beifuß - Artemisia annua Der einjährige Beifuss ist in China und Vietnam heimisch.

Aufgrund seiner ausgezeichneten Wirkung gegen Malaria wird er jedoch zunehmend weltweit angebaut. Nur in den Tropen macht sein Anbau keinen Sinn, weil er als Kurztagspflanze schon in sehr jungem Alter blüht, lange bevor er seine typische Höhe erreicht hat.

Der einjährige Beifuss gedeiht besonders gut auf kargen Böden. Er braucht auch nicht viel Wasser.

Die einjährige Pflanze wird bis zu zwei Meter hoch.

Die Blätter des einjährigen Beifusses erinnern an Farnblätter, denn sie sind gross und vielfach gefiedert.

Er duftet stark balsamisch nach Kampfer, Thymian oder Minze.

Ab September blüht der einjährige Beifuss mit kleinen, unscheinbaren Blüten, wie sie für die Artemisia-Gattung typisch sind.

Aus den Blüten entwickeln sich bis Oktober winzige Samen.
Anbautipps
Der Anbau des einjährigen Beifusses ist relativ einfach.

Im zeitigen Frühjahr werden die Samen im haus vorkultiviert und im späten Frühjahr ausgepflanzt.

Oder man sät im späten Frühjahr direkt ins Freiland.

Die bis zu 2 m hoch wachsende Pflanze ist anspruchslos.

Ihre Wirkstoffe sind am stärksten, wenn sie in nahrungsarmen, trockenem Boden steht.
Sammeltipps
Die Blätter des einjährigen Beifusses werden gesammelt oder geerntet, bevor die Pflanze blüht.

Dann werden sie zügig getrocknet.

Die Samen werden im Oktober geerntet, sobald sie reif sind.


Beifuss, einjährig ***
Beinwell *****
Behaarte Karde ****
Belladonna ***
Bellen ***
Benediktenkraut ***
Benzoe *
Berberitze ***
Bergamotte *
Berg-Flockenblume ****
Berg-Heckenrose ****
Berg-Holunder ****
Berglatschen ***
Berg-Pfeffer ****
Bergwohlverleih ****
Bermet ***
Besenheide ***
Bertram **
Berufkraut, Einjähriges ****
Berufkraut, Kanadisches ****
Besenginster *
Betonie ***
Betony ****
Bettseicherle ***
Bibernelle *
Bienenfang ****
Bienensaug ***
Biertram ****
Bierwurz ***
Bilsenkraut ***
Bingelkraut ****
Birke ***
Birnäpsel ***
Bitteres Schaumkraut ***
Bitterholz
Bitterklee ****
Bittermandel
Bittersüsser Nachtschatten ****
Bitterwurz ***
Blasentang ***
Blatternblat ****
Blaubeere ***
Blauchrut ****
Blauer Berglattich ****
Blauer Natternkopf ***
Blauhuder *****
Blaumblume ****
Blauroter Steinsame ***
Blutampfer ****
Blutauge (Sumpf-Blutauge) ****
Blutauge (Adonisröschen) *****
Blutblume ***
Blutkraut (Johanniskraut) *****
Blutkraut (Schöllkraut) ****
Blutkraut (Schafgarbe) ****
Blutnelke ****
Blutweiderich ****
Blutwürze ****
Blutwurz ***
Bockbeere ****
Bocksbart ***
Bocksdorn, gemeiner (Goji) ****
Bocksfutter ***
Bockskraut ***
Bockshornklee **
Bogenbaum ****
Bohnen *
Bohnenkraut *
Boldo
Bolle ****

 


Boretsch

Borretsch (Borago Officinalis) Boretsch - Gurkenkraut - Kukumerkraut - Raublattgewächse - Heilpflanzen-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Der Boretsch wird häufig in Gärten als Küchenkraut angebaut. Mit seinen fleischigen, haarigen Blättern sieht er zunächst gar rauh aus, aber die zierlichen, blauen Blüten erwecken schliesslich einen ganz anderen Eindruck.

Dass der Boretsch geschmacklich sehr gut zu Gurken passt, hat ihm den Namen "Gurkenkraut" eingebracht.

Auch als Heilpflanze ist der Boretsch seit altersher sehr beliebt. Traditionell wird er gegen Herzschwäche und Melancholie verwendet.

Doch auch für die Verdauungsorgane und den Stoffwechsel kann er gute Dienste leisten.

Äusserlich angewandt hilft er gegen schlecht heilende Wunden, Eiterbeulen und Ausschläge.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Herzschwäche,
Melancholie,
Heilwirkung:
beruhigend,
entgiftend,
entzündungshemmend,
erweichend,
Fieber senkend,
Herz stärkend,
schleimlösend,
schweisstreibend,
Anwendungsbereiche:
Bluthochdruck
Depressionen
Ekzeme
Furunkel
Gicht
Hautausschläge
Menstruationsbeschwerden
Nervenschwäche
Nervöse Herzbeschwerden
Rheuma
Schlaflosigkeit
Schlecht heilende Wunden
Trockener Husten
Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Borago officinalis
Pflanzenfamilie: Rauhblattgewächse = Boraginaceae
englischer Name: Borage
volkstümliche Namen: Biretsch, Blauhimmelstern, Boraken, Borgel, Borretsch, Borungen, Gegenfrassbleaml, Gurkenkraut, Herzblumen, Herzfreud, Liebäuglein, Wohlgemuth, Wohlmutsblumen
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe: Schleim, Alantoin, Alkaloid, Pyrrolizidinalkaloide, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine
Sammelzeit: Juni bis August

Anwendung
Boretsch kann man wahlweise als Tee oder frisch anwenden.

Die häufigste Art, Boretsch anzuwenden ist heutzutage seine Anwendung als Salatgewürz, die getrockneten Blätter und Blüten können jedoch auch als Tee zubereitet und getrunken werden.
Tee
Für einen Boretsch-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel getrockente Boretschblätter oder Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Wie bei allen wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschliessend kann man wieder sechs Wochen lang Boretsch-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Boretsch-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Innerlich
Boretsch kann man innerlich, als Tee, gegen nervöse Herzbeschwerden einsetzen.

Er soll auch gegen Melancholie helfen.

Ausserdem hilft Boretsch gegen Fieber und Schlaflosigkeit und diverse andere gesundheitliche Probleme.
Äusserlich
Äusserlich kann man Boretsch-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.

Mit dieser Art der Anwendung kann man Ekzeme und Ausschlag lindern.

Boretsch hilft, äusserlich eingesetzt, auch gegen langsam heilende Wunden und Abszesse.
Küche
Boretsch ist ein traditionell gern verwendetes Salatgewürz, was auch durch seinen Volksnamen "Gurkenkraut" deutlich wird.

In grosser Menge über einen langen Zeitraum gegessen, könnte Boretsch jedoch zu Leberproblemen führen, weshalb man keine Riesenmengen Boretsch essen sollte.

Hin und wieder als Salatgewürz kann man den Boretsch jedoch benutzen.

Siehe:

Kräuterküche: Grüne Sosse


Pflanzenbeschreibung
Boretsch Der Boretsch ist in Kleinasien heimisch. Schon im Altertum kam er über Griechenland nach Südeuropa und später auch nach Mitteleuropa, zuerst in die Klostergärten.

Heute findet man den Boretsch vor allem in Gärten, aber manchmal auch verwildert.

Die einjährige Pflanze wird bis zu 50 Zentimeter hoch.

Im Frühjahr wachsen zuerst dicke eiförmige Blätter, die stark behaart sind. Der Familienname "Rauhblattgewächse" ist deutlich zu erkennen. Auch die Stengel sind rauh behaart.

Die blauen Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Mit ihrer Zartheit stehen sie in deutlichem Kontrast zu den dicken, rauhen Blättern.

Der Name "Blauhimmelstern" beschreibt die anmutigen Blüten ziemlich passend.


Borsten-Bergminze ****
Borstenkarde ****
Bratenkräutel ****
Braunelle ***
Braunwurz ****
Brautkraut ****
Brechnuss
Brechwurzel
Breitblättriger Rohrkolben ****
Breitwegerich *
Brennessel ****
Brombeere ***
Brotsamen **
Bruchkraut
Brunnenkresse ***
Brustlattich ***
Bubenlaub ***
Buche **
Buchsbaum ***
Buchsbeere ****
Buchweizen ****
Buckbeere ****
Buckell ****
Bukkostrauch
Buldermann *****
Bunger ***
Burenschinken ***
Butterblume ****
Butterkugel ****
Butterwecken ****

 

 

Heilkräuter Lexikon mit Heilpflanzen C

 

Cactus
Cajeput
Calabar
Campecheholz
Cascara
Cervina Minze ****
Ceylon-Zimt ***
Chaldron ****
Chia-Samen ****
Chili ***

 

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China
Chindlichrut ****
Chineischer Salat ****
Chlorella **
Chölm ****
Christrose ****
Christuspalme ****
Chrysarobin
Cimicifuga ****
Citronellgras
Citronenmelisse ****
Clematis **
Cranberries ***
Cumaru
Currystrauch / Currykraut ****
Cyane ****
Cypresse ***

 

 

Arzneipflanzen D

 

Dächlichrut ****
Damiana ***
Darmgichtkraut ****
Demut ****
Deutsche Hirse ****
Deutscher Indigo ****
Dickköpfe ****
Dill ***
Dilledapp ***
Diptam *
Dittichrut ****
Djambubaum
Doldiger Milchstern **
Donnerbeseb ***

 

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Donnernelke ****
Donnerrebe *****
Dornige Hauhechel ****
Dost ****
Dotterblume (Ringelblume) ****
Dotterblume (Sumpfdotterblume) ***
Drachenblutbaum
Drachenpuppen ***
Dragon ****
Dreckkraut ****
Dreiblatt (Fieberklee) ****
Dreiblatt (Giersch) ****
Dreifaltigkeitsblume ***
Dreisdorn ***
Driantenwurzel ***
Drudenfuss ***
Druidenkraut ****
Drüsiges Springkraut ***
Drusenkesten ****
Dünendorn ***
Dürrwurz ****
Dunkle Königskerze ****

 

 

Kräuter und Wildpflanzen E

 

Eberesche

Die meisten Menschen denken, dass die Eberesche giftig ist. Das ist ein Vorteil für diejenigen, die es besser wissen, denn dadurch kann man reichlich Ebereschen-Früchte sammeln, um daraus Marmelade oder Gelee zu kochen.

Dass die Eberesche, auch Vogelbeere genannt, sogar Heilwirkungen hat, ist jedoch nicht mal allen Eingeweihten bekannt. Dabei ist sie vor allem für das Verdauungssystem sehr hilfreich und auch bei Lungenproblemen kann die Eberesche helfen.

 


Eberraute

Eberraute (Artemisia abrotanum) Korbblütler (Asteraceae) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Die Eberraute ist ein Verwandter des Beifusses und des Wermuts. Wie seine Brüder ist er eine mehrjährige Pflanze mit bitterem Geschmack und einem gewissen Cola-Aroma.

Früher wurde die Eberraute als Gewürz für fette Speisen verwendet, doch inzwischen ist sie aus der Mode gekommen.

Auch als Heilpflanze wurde die Eberraute früher höher geschätzt als heutzutage. Dabei hat sie vielfältige Heilwirkungen.

Sie stärkt die Verdauungs- und die Harnorgane, man kann sie gegen Husten und Bronchitis verwenden. Ausserdem lindert sie Frauenbeschwerden und aktiviert die Menstruation. Auch gegen Einschlafstörungen und Rückenschmerzen kann man die Eberraute verwenden.


Steckbrief
Heilwirkung:
abwehrsteigernd,
antibakteriell,
antibiotisch,
beruhigend,
harntreibend,
krampflösend,
schweisstreibend,
tonisierend,
Frauenheilkunde
menstruationsfördernd,
Anwendungsbereiche:
Atemwege
Bronchitis
Fieber
Husten
Verdauungssystem
Appetitlosigkeit
Bauchspeicheldrüsenschwäche
Durchfall
Verdauungsschwäche
Würmer
Harnorgane
Blasenschwäche
Nierenschwäche
Frauenheilkunde
Menstruationsbeschwerden
Wechseljahrsbeschwerden
Nervensystem
Schlafstörungen
Bewegungsapparat
Ischias
Rückenschmerzen
wissenschaftlicher Name: Artemisia abrotanum
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Herb Royal
volkstümliche Namen: Abraute, Amberbaum, Colakraut, Eberreis, Staubwurz, Zitronenkraut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Abrotin, Bitterstoffe, Gerbstoffe
Sammelzeit: August

Anwendung
Man kann die Blätter der Eberraute als Tee anwenden.

Dazu bereitet man einen Aufguss mit ein bis zwei Teelöffel Eberrauten-Blätter und lässt ihn fünf bis zehn Minuten ziehen.

Davon trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Auch als Tinktur kann man die Eberrauten-Blätter ansetzen. Davon nimmt man dreimal täglich 10-50 Tropfen ein.

Achtung!
Die Eberraute darf nicht in der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Pflanzenbeschreibung
Die Eberraute ist in Südeuropa heimisch. In Mitteleuropa wurde die Eberraute als Würz- und Heilpflanze schon im Mittelalter angebaut.

Die mehrjährige Verwandte des Beifusses hat sehr viele, ganz feine Blätter, die an Federn erinnern. Die Blätter sind hellgrün.
Andere Sorten

Cola-Strauch

Von der Eberraute gibt es mehrere Unterarten bzw. Sorten.

Einige Duftpflanzen gehören dazu, bei denen die Eberraute andere Duftnoten hat als die normale Eberraute.

Auf dem Foto sehen Sie beispielsweise den Colastrauch, der nach Coca-Cola duftet.


Eberwurz ****
Echte Glockenheide ****
Echte Hirse ****
Echter Buchweizen ****
Echter Lein ****
Echter Schwarzkümmel ****
Echter Wundklee ****
Echte Steinnelke ****
Edelkastanie *
Edelgamander ***
Edel-Leberkraut ****
Edelminze ***
Edel-Salbei ***
Efeu ****
Ehrenpreis ***
Eibe ****
Eibisch ***
Eiche ***
Eierkraut ****
Einbeere ****
Einblatt ****
Eindorn ****
Einjähriger Beifuss ***
Einjähriges Berufkraut ****
Eisenhut ****
Eisenhutblättriger Hahnenfuß ****


Eisenkraut

Eisenkraut (Verbena officinalis), Taubenkraut, Katzenblutkraut, Sagenkraut, Verbene, Wunschkraut - Heilpflanzen-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Das Eisenkraut war früher eine der wichtigsten Heilpflanzen, es wurde sogar zur rituellen Reinigung der Tempel verwendet.

Heute wird hauptsächlich sein südamerikanischer Bruder Verbena angeboten und die europäische Pflanze ist fast in Vergessenheit geraten.

Die Heilwirkung können wir jedoch eher vom europäischen Eisenkraut erwarten, wohingegen die südamerikanische Verbena stärker zitronig schmeckt und daher als Haustee besser geeignet ist.


Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten,
Verdauungsschwäche,
Heilwirkung:
adstringierend,
anregend,
antibakteriell,
blutreinigend,
blutverdünnend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
krampflösend,
menstruationsfördernd,
Menstruationszyklus regelnd,
milchbildend,
schmerzstillend,
schweisstreibend,
tonisierend,
Anwendungsbereiche:
Atemwege
Bronchitis
Fieber
Halsschmerzen
Katarrhe der oberen Luftwege
Keuchhusten
Mandelentzündung
Verdauungssystem
Gallenschwäche
Leberschwäche
Sodbrennen
Stoffwechsel
Blutarmut
Gicht
Milzerkrankungen
Ödeme
Rheuma
Schwächezustände
Harnorgane
Blasensteine
Nierensteine
Frauenheilkunde
Wechseljahrsbeschwerden
Nervensystem
Augenentzündungen
Migräne
Nervenschwäche
Nervosität
Haut
Blaue Flecken
Brandwunden
Ekzeme
Furunkel
Geschwüre
Schlecht heilende Wunden
Schnittwunden
Wunden
wissenschaftlicher Name: Verbena officinalis
Pflanzenfamilie: Eisenkrautgewächse = Verbenaceae
englischer Name: Verbena, Vervian
volkstümliche Namen: Verbena, Druidenkraut, Eisenhart, Heiligkraut, Hahnenkopf, Katzenblut, Junotränen, Merkurblut, Richardskraut, Sagenkraut, Stahlkraut, Taubenkraut, Venusader, Wundkraut
Verwendete Pflanzenteile: Das blühende Kraut
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Glykoside, Verbenalin, Verbenin, ein Alkaloid, Aucubin, Bitterstoffe, Alpha-Sitosterol, Gerbstoff, Gerbsäure, Kieselsäure, Schleim,
Sammelzeit: Juli / August

Anwendung
Heutzutage wird das Eisenkraut kaum noch als Heilkraut eingesetzt, obwohl es immer noch eine wertvolle Heilpflanze ist.

Die Schulmedizin lehnt die Anwendung des Eisenkrautes ab, weil die Wirkungen nicht bewiesen sind.

Die Volksheilkunde verwendet das Eisenkraut jedoch gerne an. In erster Linie wird es als Wundkraut benutzt, aber auch für vielfältige innerliche Zwecke wird es angewendet.

Das Eisenkraut kann man innerlich als Tee oder als Tinktur anwenden.
Tee
Für einen Eisenkraut-Tee übergiesst man zwei Teelöffel des Eisenkrautes, getrocknet oder frisch, mit einer Tasse kochendem Wasser.

Fünf Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

In kleinen Schlucken trinken.
Siehe auch:
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Tinktur
Man kann auch eine Tinktur aus dem Eisenkraut herstellen.

Von der Eisenkraut-Tinktur nimmt man dreimal täglich 10 bis 50 Tropfen ein.

Eisenkraut
Innerliche Anwendungen
Das Eisenkraut kann man gegen Erkältungskrankheiten verwenden.

Auch zur Stärkung der Verdauungsorgane und des Stoffwechsels setzt die Volksheilkunde das Eisenkraut ein.

Das Blut soll gereinigt werden, verdünnt und neu gebildet.

Das Eisenkraut soll die Nerven stärken und Migräne lindern.

Ausserdem wird es in der volkstümlichen Frauenheilkunde zur Regulierung des Periodenzyklusses eingesetzt. Es soll zudem Menstruationsbeschwerden und Wechseljahrsbeschwerden lindern. Auch eine Förderung der Milchbildung wird ihm nachgesagt.
Äusserlich
Besonders beliebt ist das Eisenkraut traditionell in der äusserlichen Behandlung von Wunden.

Früher stand es als Heilmittel gegen Kriegs- und Kampfverletzungen im hohen Ansehen. Ausser für Verletzungen kann man es auch zur Behandlung von Ekzemen und Geschwüren einsetzen.

Äusserlich kann man Kompressen mit dem Tee tränken und auf Wunden legen.

Man kann auch Waschungen mit dem Tee vornehmen oder Umschläge auflegen.

Auch Teilbäder kann man mit Eisenkraut-Tee durchführen.

 

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Geschichtliches
Eisenkraut Das Eisenkraut galt sowohl in der Antike im Mittelmeerraum als heilig, als auch in nördlicheren Gefilden, beispielsweise bei den Galliern.

Schon im alten Ägypten wurde das Eisenkraut bei Zeremonien verwendet und "Träne der Isis" genannt.

Im klassischen Griechenland und im römischen Weltreich diente das Eisenkraut als Kopfschmuck für hohe Würdenträger.

Ausserdem wurde der Altar des Jupiters mit dem Eisenkraut gefegt. Vermutlich hat das auch gut funktioniert, weil das Eisenkraut sehr hart ist.

Dem Eisenkraut wurden wundersame Eigenschaften zugeschrieben. Es galt als Heilmittel für alle Kriegswunden und sollte sogar Unsterblichkeit verleihen.

In Gallien wurde es von den Druiden fast so hoch eingeschätzt wie die überaus verehrte Mistel.

Im Mittelalter wurde das Eisenkraut in nahezu jedem Zaubertrank verwendet und es galt als Allheilmittel gegen alle Arten von Krankheiten.

In Wales wurde das Eisenkraut zum Vertreiben böser Geister verwendet und dementsprechend "Teufelsbann" (Devil's Bane) genannt.

Pflanzenbeschreibung
Eisenkraut Ursprünglich ist das Eisenkraut im Mittelmeerraum heimisch, aber es ist schon vor langer Zeit nach Mitteleuropa gelangt und wächst dort als Wildpflanze.

Es wächst vereinzelt und in Gruppen an Wegrändern, auf Weiden, Mauern, Schutt und in Gärten als Beikraut.

Das Eisenkraut ist ein- bis mehrjährig.

Sein harter vierkantiger Stengel wird bis zu 80 cm hoch, meistens aber nur 30-50 cm.

Die rauhen Blätter haben tiefe Einschnitte.

Oberhalb der Blätter wachsen dem Eisenkraut mehrere harte Seitenäste, die die winzigen Blüten tragen. Die Blüten sind hellrosa und wachsen in Ähren von unten nach oben.
Sammeltipps
Das ganze oberirdische Kraut wird vor oder während der Blüte direkt über dem Boden abgeschnitten.

Dann bündelt man es zu kleinen Sträussen und hängt es an einem schattigen, zugigen Platz zum Trocknen auf.


Eisenkraut (Zitronenverbena) ****
Ekelblume ****
Elemi
Elendsblum ****
Eleutherococcus
Ellhorn *****
Elsebaum ****
Enes **
Engelblume ****
Engelkraut ****
Engelsüss


Engelwurz

Engelwurz (Angelica archangelica) Doldenblütler (Apiaceae) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Die Arznei-Engelwurz zählt mit bis 2,5 m Wuchshöhe zu den größten Stauden in der mitteleuropäischen Flora. Sie ist zwei- bis mehrjährig und verströmt einen aromatischen Duft. Ihre Stengel sind am Grund besonders dick, hohl und feingerillt, oben verzweigt und meist rötlich überlaufen. Während die unteren Blätter zwei- bis dreifach gefiederte Spreiten, runde Stiele und große, aufgeblasene Blattscheiden aufweisen, sind die oberen Stengelblätter kleiner und nur einfach gefiedert. Der bis 5 cm dicke und bis 30 cm lange Wurzelstock ist im ersten Jahr spindelförmig, später durch Bildung von Adventivwurzeln mehrköpfig, zeigt Längsfurchen, Querhöcker und ist fein gerillt. Er hat eine braungraue bis rötlichbraune Farbe, einen würzigen Geruch und scharfen Geschmack.
Im Sommer erscheinen grünlich oder gelblich gefärbte Blüten in großen 20- bis 40-strahligen, halbkugeligen Doppeldolden ohne Hüllblätter. Der aus zwei Fruchtblättern bestehende Fruchtknoten entwickelt sich – wie bei Doldengewächsen typisch – zu einer zweiteiligen Spaltfrucht, deren Teilfrüchte je einen Samen umschließen. Bei der Arznei-Engelwurz hat jede Teilfrucht auf ihrer Außenseite drei Rippen mit kurzem Flügel. An diesen lassen sich die beiden Unterarten der Arznei-Engelwurz unterscheiden: Die Gewöhnliche Arznei-Engelwurz (A. archangelica archangelica) hat eine grünliche bis grün-gelbliche Krone und 6 bis 9 mm lange Früchte mit vorspringenden scharfen Rückenrippen; bei der Küsten-Arznei-Engelwurz (A. archangelica litoralis) ist die Krone grünlich-weiß und die nur 4,5 bis 6 mm langen Früchte haben nur wenig vorspringende, stumpfe Rückenrippen.
Verwandte Kräuter

Neben der Arznei-Engelwurz werden noch drei weitere Angelica-Arten zu Heilzwecken verwendet:
Die Wilde Engelwurz (Angelica sylvestris) ähnelt der Arznei-Engelwurz. Sie wird bis 2 m hoch, ist ausdauernd und hat zwei- bis dreifach fiederteilige Blätter mit großen, bauchigen Blattscheiden. Der Blattstiel ist oberseits rinnenförmig und die Blüten sind weiß bis rosa (bei der Arznei-Engelwurz ist der Blattstiel rund und die Blüten sind weiß bis grünlich oder gelblich).
Die Chinesische Engelwurz (Angelica sinensis) kommt in China und Japan vor, wo sie auch kultiviert wird. Die Staude erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 2 m und verströmt einen süßlich stechenden Duft. Ihre Stengel sind hohl und mit hellgrünen Fiederblättern besetzt; die Blütenstände weiß.
Die Sibirische Engelwurz (Angelica dahurica) ist in China, Japan, Korea und Rußland verbreitet. Sie kann bis zu 2,5 m hoch werden, hat große dreiteilige, aromatische Blätter und weiße Blütendolden. In den zentralen und östlichen Gebieten Chinas wird sie auch kultiviert.
Vorkommen
Herkunft und Verbreitung

Angelica archangelica, syn.A. officinalis (Arznei-Engelwurz) Angelica sylvestris (Wilde Engelwurz) Arznei-Engelwurz, Erzengelwurz, Heiliggeistwurz, Heiligenbitter, AngelikaDie Arznei-Engelwurz ist ursprünglich in Nordeuropa heimisch und wurde schon im Mittelalter auch in Mitteleuropa eingeführt. Mittlerweile ist sie fest eingebürgert (Neophyt) und breitet sich wildwachsend auch von selbst aus. Ihre Vorkommen erstrecken sich bis nach Westasien.
Standort

Die winterharte Arznei-Engelwurz gedeiht am besten auf feuchten und nährstoffreichen Böden in Wäldern, Wiesen und an Ufern. Auch die Wilde Engelwurz bevorzugt feuchte Standorte, vor allem aber in Wiesen und weniger in Wäldern. Der häufig verwendete Name „Wald-Engelwurz“ ist falsch („sylvestris“ bedeutet nicht „Wald“, sondern „wildwachsend“).
Kultivierung

Angelica archangelica, syn.A. officinalis (Arznei-Engelwurz) Angelica sylvestris (Wilde Engelwurz) Arznei-Engelwurz, Erzengelwurz, Heiliggeistwurz, Heiligenbitter, AngelikaIn Deutschland wurde die Engelwurz bereits im 16. Jh. im sächsischen Erzgebirge angebaut. Als Gewürz- und Heilpflanze wird sie in Mitteleuropa immer häufiger kultiviert. Herkunftsländer sind Belgien, Frankreich und Italien sowie die Schweiz, Tschechei und Ukraine.
Brauchtum
Brauchtum

Angelica archangelica, syn.A. officinalis (Arznei-Engelwurz) Angelica sylvestris (Wilde Engelwurz) Arznei-Engelwurz, Erzengelwurz, Heiliggeistwurz, Heiligenbitter, AngelikaDie Engelwurz gilt seit jeher als Allheilmittel und sogar als heilig, was auch in den volkstümlichen Bezeichnungen „Heiliggeistwurz“, „Erzengelwurz“ und „Heiligenbitter“ zum Ausdruck kommt. Nach dem alten Kalender erblühte sie zum Fest des Erzengels Michael, der seine schützende Hand über diese Pflanze gelegt haben soll („Angelus“ = lat. Engel, „archangelus“ = Erzengel). Nach der Legende soll ein Mönch die wunderbare Heilwirkung der Pflanze von einem Engel im Traum erfahren haben. Im 16. Jahrhundert hielt man die Engelwurz als wirksam gegen die Pest. Kräuterexperten empfahlen, an einer in Essig getauchten Wurzel zu riechen, um sich vor Ansteckung zu schützen. Die Menschen sollte sie vor böser Zauberei und Geistern bewahren. Das Kraut fand auch Verwendung bei Geschwülsten, Lungenleiden und Herzschwäche.
In den nordeuropäischen Ursprungsländern und Island, Lappland und Sibirien war die Arznei-Engelwurz von jeher eine wichtige Heil- und Nutzpflanze. Sie wurde bei Erkrankungen des Magen-Darmtrakts, Lungen-und Bronchialleiden, Fieber, Gicht und Rheuma eingesetzt. In Zeiten von Hungersnöten suchte man den Mangel an Mehl zum Brotbacken durch Zugabe gemahlener Wurzeln auszugleichen. Noch heute verarbeiten die Lappen Stengel, Blattstiele und Wurzeln zu Gemüse.
In der chinesischen Medizin werden die verwandten Arten, Angelica sinensis (Chinesische Engelwurz) – auch als Dan Gui bekannt – und Angelica pubescens (Du Huo) zu Heilzwecken eingesetzt. Dan Gui zählt zu jenen Heilkräutern, die das Blut nähren und kräftigen sollen, was besonders für die Gesundheit der Frauen als wichtig erachtet wird („Frauenginseng, chinesischer Ginseng“). Die Chinesen verwenden das Kraut – nachgewiesen seit etwa 200 n. Chr – bei Menstruationsstörungen und Blutmangel sowie bei Brust- und Gelenkschmerzen. Bei Beschwerden im Unterkörper nimmt man die scharf und bitter schmeckende Angelica pubescens. Die Heilwirkung der Sibirischen Engelwurz (Angelica dahurica) – in China Bai Zhi genannt – ist ebenfalls schon lange bekannt. Nach Angabe des Soldatenarztes Zhang Congzheng (1150-1228) wirkt die Wurzel schweißtreibend und soll die Haut vor Leiden schützen, die durch äußere Einflüsse wie Kälte, Wärme, Feuchtigkeit und Trockenheit verursacht werden.
Wissenswertes

Angelica archangelica, syn.A. officinalis (Arznei-Engelwurz) Angelica sylvestris (Wilde Engelwurz) Arznei-Engelwurz, Erzengelwurz, Heiliggeistwurz, Heiligenbitter, AngelikaAngetan vom aromatischen Duft der Pflanze krönte man in Lappland die Dichter mit einem Kranz aus Engelwurzblättern, der sie inspirieren sollte. In Europa war die Duftnote besonders zur Zeit der Renaissance beliebt. Engelwurz-Blätter wurden verbrannt, um die Raumluft nicht nur angenehmer zu machen, sondern auch zu desinfizieren. Zum Waschen der Kleidung parfümierte man das Wasser mit einem Aufguß aus Engelwurz und anderen duftenden Kräutern (Rosmarin, Melisse, Lorbeer). Das Kraut gehört zu den Hauptingredienzen eines Parfüms, das unter dem Namen „Wasser der Karmeliterinnen“ bekannt ist. Es wurde im 16. Jahrhundert zum ersten Mal in einem französischen Karmeliterkloster hergestellt. Auch heute noch schätzt man den Duft der Engelwurz. Anstelle von Raumsprays werden wieder zunehmend die getrockneten Blätter aromatischer Kräuter – darunter auch jene der Engelwurz – in Duftpotpourris zusammengestellt. Häufig ist sie auch im Schnupftabak enthalten. Der aromatischste Teil der Pflanze ist die Wurzel.
Eigenschaften
Wesentliche Inhaltsstoffe

Die Angelikawurzel enthält im frischen Wurzelstock und in den Wurzeln 0,1 bis 0,37 % (getrocknet 0,35 bis 1 %) ätherisches Öl mit Oxypentadenlacton als Hauptbestandteil; weiterhin die Cumarine Angelicin (Isopsoralen) und Osthenol mit Derivaten, Osthol und Umbelliprenin, Bitterstoffe (Sesquiterpene), Gerbstoffe und Pektin.
Eigenschaften, Wirkungen

Die Inhaltsstoffe der Angelikawurzel wirken krampflösend. Sie fördern die Magensaftsekretion und helfen nicht nur bei funktionellen Störungen der Gallenwege, sondern auch gesunden Menschen nach einer fettreichen Mahlzeit.
Warnhinweise

Beim Sammeln der Pflanze besteht Verwechslungsgefahr mit anderen giftigen Doldengewächsen, vor allem dem Schierling.
Während der Schwangerschaft wird wegen der Stimulation des Uterus von einer regelmäßigen oder höheren Dosierung abgeraten.
Keine Anwendung auch bei Magen- und Darmgeschwüren.
Die in der Pflanze enthaltenen fluoreszierenden Furocumarine sind phototoxische Substanzen, d. h. sie bewirken eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut. Zusammen mit UV-Bestrahlung (Sonnenlicht) können Hautentzündungen auftreten, die auch als „Badedermatitis“ bekannt sind (Berührung mit dem Pflanzensaft auf frisch gemähten Wiesen). Auf längere Sonnenbäder oder intensive UV-Bestrahlung sollte bei der Verwendung von Angelica verzichtet werden.
Anwendung
Anwendungsgebiet

Angelica archangelica, syn.A. officinalis (Arznei-Engelwurz) Angelica sylvestris (Wilde Engelwurz) Arznei-Engelwurz, Erzengelwurz, Heiliggeistwurz, Heiligenbitter, AngelikaArzneidroge: Angelicae radix (Angelikawurzel)
Die Droge aus der Angelikawurzel wirkt bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen wie Völlegefühl und Blähungen, aber auch bei leichten Magen-Darm-Erkrankungen (Magen-Darm-Krämpfen).
Arzneidroge:Angelicae fructus (Angelikafrüchte) und Angelicae herba (Angelikakraut)
Kraut und Früchte der Angelika werden auch als harntreibendes und schweißtreibendes Mittel – z. B. bei Erkältung und Grippe – verwendet. Die Wirksamkeit ist nicht belegt.
In der Volksmedizin werden der Pflanze noch zahlreiche weitere Eigenschaften zugeschrieben. Sie soll bei Husten den Schleimauswurf fördern, bei Kreislaufbeschwerden den Blutfluß verbessern, die Leberfunktion fördern, Rheumatismus und Arthritis lindern, bei Menstruationsbeschwerden helfen und den Uterus stimulieren.
Die einheimische Wilde Engelwurz (A. sylvestris) wird – nur in der traditionellen Volksheilkunde – wie die Arznei-Engelwurz verwendet, vor allem aber als auswurfförderndes Mittel bei Husten.
Anwendungsart

Therapeutisch verwendet man nur die Wurzel (in der Volksmedizin dagegen die ganze Pflanze). Der Wurzelstock wird im Frühjahr oder im Herbst vorsichtig ausgegraben und danach in der Sonne oder im Backofen bei mäßiger Temperatur getrocknet. Die Wurzeln sind in einem gut verschlossenen Behältnis aufzubewahren, denn sie werden häufig von Insekten befallen.
Empfohlen wird eine Tagesdosis von 4,5 g der zerkleinerten Droge, 1,5 bis 3 g Fluidextrakt (1:1) oder 1,5 g Tinktur (1:5) – auch in entsprechenden Zubereitungen – oder 10 bis 20 Tropfen ätherisches Öl (in größeren Dosen giftig!).
Die Blätter pflückt man vor der Blüte, verwendet sie frisch oder läßt sie in der Sonne trocknen. Zur Aufbewahrung haben sich Stoffsäckchen bewährt. Die reifen Früchte werden ebenfalls getrocknet und in verschließbaren Gläsern aufbewahrt.
Homöopathie

In der Homöopathie ist die Engelwurz nicht gebräuchlich. In homöopathischen Dosen werden bei Verdauungszuständen und nervlicher Erschöpfung lediglich die Samen verabreicht. Diese besitzen in ihren Längsrippen Ölgänge, die ätherisches Öl enthalten.
Produkte
Getränke

Angelikaöl wird auch in der Likörfabrikation verwendet. Es ist z. B. Bestandteil im „Chartreuse“ und im Bitterlikör „Angostura“. Der polnische Likör Jarzebiak wird u. a. mit Engelwurz aromatisiert. Die Pflanze bewirkt auch den charakteristischen Geschmack des Benediktinerlikörs („Benedictine“). Angelica ist ebenso ein Bestandteil des mit Heidelbeersaft aromatisierten Kräuterlikörs „Stonsdorfer“, hergestellt seit 1801 im Riesengebirge und ab 1957 in Schleswig-Holstein.
In der Volksmedizin nimmt man gegen Verdauungsbeschwerden Angelikawein. Zur Zubereitung übergießt man etwa 50 g fein geschnittene Angelikawurzeln mit 1 Liter Weißwein und läßt das Gemisch in einem verschließbaren Glasgefäß etwa 5 Tage stehen. Die Flüssigkeit wird abgeseiht und in Flaschen mit festem Verschluß gefüllt. Bei Bedarf kann man täglich ein Gläschen davon trinken.
Tee

Für einen Tee wird 1 Teelöffel zerkleinerte Angelika-Wurzel auf 1 Tasse kaltes Wasser über Nacht angesetzt. Am nächsten Tag kurz aufkochen und abseihen. Man nimmt etwa 1 Tasse pro Tag. Alternativ läßt sich auch das Angelika-Kraut verwenden: 1 Teelöffel auf 150 ml kochendes Wasser und 10 Min. ziehen lassen; 2-3 Tassen täglich.
Speisen

Die junge Triebe und Wurzelstücke der Engelwurz werden kandiert zum Dekorieren von Torten oder Süßspeisen verwendet.
Kosmetik

Der Stärkung des Organismus soll ein Bad mit Angelika-Tee dienen (nur abends anzuwenden). Hierzu gibt man gibt 3 Liter Angelika-Tee zum Badewasser. Es wird gesagt, ein Bad von 20 Min. Dauer ließe erschöpfte Menschen wieder zu Kräften kommen.


Englische Brennessel ****
Englische Wasserminze ****

 


Enzian, Gelber

Gelbe Enzian (Gentiana Lutea) Enzianwurzel - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Der Enzian ist eine typische Gebirgspflanze, die inzwischen recht selten geworden ist und daher auch unter Naturschutz steht.

Die Wurzel des Enzians kann man jedoch in Apotheken und Kräuterhandlungen beziehen. Sie wirkt vorwiegend aufgrund ihrer starken Bitterstoffe.

So ist die Hauptwirkung der Enzianwurzel denn auch die Anregung der Verdauung, was eine typische Wirkung von bitteren Substanzen ist.

Als Nebenwirkung ist der Enzian jedoch auch kräftigend und stärkt das Kreislaufsystem. Bei zu hohem Blutdruck und auch in der Schwangerschaft sollte man jedoch von der Verwendung des Enzians absehen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsbeschwerden
Heilwirkung:
antibakteriell,
menstruationsfördernd,
tonisierend,
Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit
Blutarmut
Fieber
Herzbeschwerden
Kalte Füsse
Kalte Hände
Krampfadern
Magenbeschwerden
Müdigkeit
Ohnmacht
Rekonvaleszenz
Rheuma
Schnupfen
Schwindel
Sodbrennen
Untergewicht
Verdauungsschwäche
Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Gentiana lutea
Pflanzenfamilie: Enziangewächse = Gentianaceae
englischer Name: Gentian
volkstümlicher Name: Anzianwurzel, Bergfieberwurzel, Bitterwurzel, Butterwurz, Darmwurzen, Gelbsuchtwurzen, Halunkenwurz, Istrianswurzel, Jänzene, Jäuse, Sauwurz, Zergang, Zinzalwurz
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Gentianose, Gentiopikrin, Inulin, Schleim, Zink
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt!
März, April, August, September

Anwendung
Die Hauptwirkung des gelben Enzians beruht auf den Bitterstoffen, die die Wurzeln enthalten. Sie machen die Enzianwurzel zu einem starken Magenmittel, das die Verdauung fördert.

Man kann den Enzian als Tee trinken oder als Tinktur einnehmen.
Tee
Die getrockneten Stücke der Wurzel kann man als Aufguss zubereiten. Dazu übergiesst man einen halben Teelöffel Enzianwurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen.

Oder man bereitet den Enziantee als Kaltauszug zu. Dazu übergiesst man einen halben Teelöffel Enzianwurzel mit kaltem Wasser und lässt es sieben bis acht Stunden ziehen. Danach abseihen und behutsam auf Trinkwärme erhitzen.
Tinktur
Für die Tinktur übergiesst man die kleingeschnittenen Enzianwurzeln mit Doppelkorn oder Weingeist und lässt den Ansatz in einem verschlossenen Glas zwei bis sechs Wochen ziehen.

Danach abseihen und dreimal täglich vor den Mahlzeiten zehn bis zwanzig Tropfen einnehmen.
Verdauung
Die Verdauung ist das Haupteinsatzgebiet des Enzians.

Durch die Bitterstoffe wird die Bildung der Magensäfte angeregt.

Der Appetit wird angeregt und Sodbrennen wird gemildert.

Enzian wirkt ausserdem leicht abführend und kann dadurch Verstopfung beheben.
Andere Einsatzgebiete
Ausser zur Stärkung der Verdauung setzt die Volksheilkunde den Enzian auch zur Vorbeugung gegen Erkältungen ein.

Er fördert zudem die Menstruation.

Früher wurde Enzian auch gegen Ohnmachtsanfälle und kalte Hände und Füsse verwendet.

Eine blau-violette Enzianart wird als Bachblüte verwendet:

Bachblüte: Gentian

Achtung!

Den Enzian sollte man nicht bei bestehendem Bluthochdruck einsetzen.

Auch in der ersten Phase der Schwangerschaft sollte man auf den Enzian verzichten.


Geschichtliches
Enzian Der Enzian wurde aufgrund seiner intensiven Bitterstoffe schon frühzeitig als Heilpflanze geschätzt.

Sein Name geht auf den illyrischen König Gentis des Altertums zurück, der heilkundig war und den Enzian gegen die Pest einsetzte.

Über alle Jahrhunderte hinweg wurde der Enzian häufig verwendet, vor allem gegen Verdauungsbeschwerden, aber auch gegen allgmeine Schwäche und Blutarmut.

Auch Kräuterpfarrer Kneipp schätzte den Enzian sehr und empfahl, ihn im Garten anzubauen, um seine Heilkraft immer zur Verfügung zu haben.
Pflanzenbeschreibung
Der gelbe Enzian ist eine typische Gebirgspflanze und wächst daher auf den bergen der Alpen. Er kommt auch auf den höchsten Bergen des Schwarzwalds und der Vogesen vor.

Da der gelbe Enzian auf Kuhweiden eher ungeliebt ist und früher im grossen Stil zur Gewinnung als Medizinalpflanze und für Kräuterbitter eingesetzt wurde, wurde er immer seltener bis er so selten war, dass er unter Naturschutz gestellt werden musste. Inzwischen haben sich die Bestände durch den Schutz wieder erholt.

Der Enzian ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu sechzig Jahre alt werden kann. Er wächst allerdings auch recht langsam und blüht meistens erst nach zehn Jahren.

Die dicke, ästige Wurzel wird bis zu einen Meter lang. Besonders massive Exemplare können bis zu vier Kilo wiegen. Aussen sind die Wurzeln braun und innen gelb. Die Wurzeln des giftigen, weissen Germers, dessen Blätter denen des Enzian ähneln, sind deutlich kürzer und innen weiss. Das ermöglicht eine Unterscheidung der beiden Wurzeln.

Sobald der Frühling weit genug fortgeschritten ist, dass der Schnee dauerhaft schmilzt, wachsen aus der Wurzel bodennahe Blätter. Die Blätter sind gross und spitz eiförmig. Sie haben mehrere ausgeprägte Nerven, die bogenförmig verlaufen.

Wenn sich der Stengel nach oben streckt, wachsen die Blätter in Etagen gekreuzt gegenständig. Diese Blätter sind nach unten gebogen, sodass sie fast wie Schalen wirken.

Ab Juni bis Anfang August blüht der Enzian mit gelben Blüten, die oberhalb der Blätteretagen in dichten Quirlen wachsen.

Die Blüten sind fünfzählig und radförmig.

Aus den Blüten entwickeln sich dicke aufrecht stehende Schoten, die kleine Samen enthalten.

Der blaue Enzian, über den Lieder gesungen werden, ist übrigens ein naher Verwandter der gleichen Gattung. Er hat ähnliche Inhaltsstoffe, ist jedoch weniger heilkräftig.

Mehr Fotos vom Enzian

Anbautipps
Enzian Man kann den Enzian relativ gut im Garten anbauen, obwohl er normalerweise nur im Gebirge heimisch ist.

Am liebsten gedeiht er auf Kalkböden, Granit oder Gneiss, man kann aber auch normale Gartenerde für ihn verwenden.

Da ein aus Samen gezogener Enzian meistens zehn Jahre lang braucht, bis er das erste Mal blüht, ist es einfacher, wenn man ihn als fertige Pflanze oder Wurzelstock kauft und im Garten einpflanzt.

In tiefgründiger Erde kann die Wurzel des Enzians besonders groß werden.

Da der Enzian unter Naturschutz steht, darf man ihn auf keinen Fall in der Natur ausgraben, um ihn anschließend einzupflanzen.
Sammeltipps
Enzian Wild wachsender Enzian darf nicht gesammelt werden, weil der Enzian geschützt ist.

Nur Enzian aus dem eigenen Garten darf geerntet werden.

Dazu wartet man, bis die Enzianpflanze groß und kräftig ist. Das kann etliche Jahre in Anspruch nehmen, etwa zehn Jahre alleine bis zur ersten Blüte.

Die Wurzel wird im Herbst nach der Blüte oder im Frühjahr vor dem Austrieb der neuen Blätter geerntet.

Die Wurzel in tiefgründiger Erde kann bis zu vier Kilo schwer werden. In manchen Fällen wird sie bis zu einen Meter lang.

Nach der Ernte schneidet man die Wurzel längs durch und hängt sie auf einen Faden gefädelt an einem trockenen, warmen Ort zum Trocknen auf.

Als Alternative zum Trocknen kann man die frische Enzianwurzel auch verwenden, um eine Tinktur darauf anzusetzen (siehe Rezepte: Tinktur).


Ephedra
Erbsen *
Erdbeere *
Erdefeu *****
Erdgalle ****
Erdholler ****
Erdmännchen ***
Erdrauch ***
Erika ***
Esche *
Eschscholtzia ****
Esels-Distel
Essigrose **
Essigscharl ***
Esskastanie *
Estragon ****
Eukalyptus ****
Euphorbium ***
Europäischer Spindelstrauch ****

 

 

 

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