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F

Fabianakraut
Faldron ****
Falsche Kamille (Strahlenlose Kamille) ***
Falsche Kamille (Mutterkraut) ****
Färberbeere ***
Färberginster
Färberwaid ****
Färberwau **
Farn **
Farnblättrige Schafgarbe ***
Fasanbeere ***
Fastenblume ****
Faulbaum ****
Faulrübe ****
Feige ***
Feigenkaktus ****
Feigwurz ****
Feinstrahl ****
Feldbulla ****
Feldmohn ***
Feldthymian ****
Feld-Ulme **
Felsenblümeli ***


Fenchel

Fenchel (Foeniculum Vulgare) Gattung Foeniculum - Doldenblütler (Apiaceae) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Schon seit Jahrtausenden ist die Anwendung des Fenchels in der Heilkunde in vielen Teilen der Welt verbreitet. Selbst in der altchinesischen Heilkunde wurde der Fenchel bereits sehr geschätzt.

Der Fenchel bietet uns gleich drei seiner Teile zum Benutzen an.

Seine samenähnlichen Früchte und die Wurzel werden in der Heilkunde vor allem bei Husten und Blähungen eingesetzt.

Die fleischige Knolle kann man als Gemüse essen. Beide haben diesen typischen Fenchelgeruch bzw. Geschmack, durch den der Fenchel bei einigen beliebt und bei anderen sehr unbeliebt ist.


Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell,
entspannend,
harntreibend,
krampflösend,
menstruationsfördernd,
schleimlösend,
tonisierend,
Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit
Asthma
Bindehautentzündungen
Blähungen
Bronchitis
Dreimonats-Koliken (bei Säuglingen)
Epilepsie
Erkältung
Gallenkolik
Geschwüre
Halsinfektionen
Herzschwäche
Insektenstiche
Keuchhusten
Kopfschmerzen
Lidrandentzündungen
Magenschmerzen
Migräne
Milchbildung
Schlaflosigkeit
trockener Husten
Verdauungsschwäche
Wechseljahrsbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Foeniculum vulgare
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name: Fennels
volkstümliche Namen: Brotsamen, Enis, Femis, Fenikl, Fenis, Fenkel, Finchel, Frauenfenchel
Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Wurzel
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl mit Anethol und Fenchon, Bergapten, Bor, Kampfer, Carvon, Chamazulen, Citral, Citronella, Cumarine, Eugenol, Flavonoide, Fumarsäure, Kaffeesäure, Limonen, Linalool, Linolsäure, Myristicin, Psoralen, Salicylate, Thymol, Tocopherol, Trigonellin, Umbelliferon, Xanthotoxin, Vitamin C
Sammelzeit: Frühherbst

 

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Anwendung
Die Samen und auch die Wurzel vom Fenchel wird besonders gern in Tees gegen Blähungen und Husten eingesetzt.

Durch seinen aromatischen Wohlgeschmack wirkt er nicht nur gegen die Beschwerden, sondern bereichert den Tee auch geschmacklich.
Blähungs-Teemischung
Zutaten:

40 gr Anis-Früchte (=Samen)
40 gr Fenchel-Früchte (=Samen)
20 gr Kamillen-Blüten

Anleitung:

Brüh einen Tee auf mit einem Esslöffel Teemischung pro Tasse.
Lass den Tee 10-15 Minuten ziehen.
Filter den Tee anschliessend ab.
Trink den Tee in kleinen Schlucken.

Fenchel ist Bestandteil der Carminativum-Tinktur und weiterer Teemischungen, die Blähungen lindern:

Rezepte: Carminativum-Tinktur
Teemischung: Blähungs-Tee (Carminativum)

Seite zum Verdauungstropfen-Video mit Transscript
Milchbildend
Wie der Anis fördert der Fenchel die Milchbildung bei stillenden Müttern.
Einreibung gegen Blähungen
Gegen Blähungen, vor allem bei Säuglingen, kann man das ätherische Fenchelöl mit fettem Öl verdünnen und im Uhrzeigersinn auf dem Bauch einmassieren. Ergänzend kann man den Kleinen handwarmen Fencheltee zu trinken geben.

Siehe:

Rezepte: Anis-Fenchel-Öl

Hustenwirksam
Gegen Husten bei Kindern eignet sich mit ätherischem Fenchelöl verdünnter Honig.
Frauen
Der Fenchel wirkt leicht menstruations fördernd und lindernd bei Perioden-Krämpfen.

Auch in den Wechseljahren kann er Linderung bringen.


Fetthenne ***
Fettkraut
Feuerbaum ****
Feuerblume ***
Feuerwurzel ***
Fichte ***
Fieberklee ****
Fieberkraut (Mutterkraut) ****
Fieberkraut (Tausendgüldenkraut) ****
Fingerhut ****
Fingerkraut, Frühlings ****
Fingerkraut (Gänsefingerkraut) ****
Fingerkraut, Hohes ****
Fischerkappe ****
Flachs ****
Flatterbinse
Flieder ***
Flieder (Holunder) *****
Fliegenfalle ****
Fliegenpilz
Flohkraut ***
Flohsamen ****
Flusskraut ***
Fohlenfuss ***
Frauenhaar *
Frauenkäppeln ****
Frauenkraut (Johanniskraut) *****
Frauenkraut (Schafgarbe) ****
Frauenkriegswurzel ****
Frauenlist ***
Frauenmantel ****
Frauenminze *
Frauenwurzel
Frauenwurzel (Traubensilberkerze) *****
Frühlings-Adonisröschen *****
Frühlingsbaum ***
Frühlings-Fingerkraut ****
Frühlingszwiebel ****
Fuchsauge ****
Fuchskreuzkraut ***
Fuchsschwanz ****
Furzwurzel ***

Heilkräuter & Heilpflanzenlexikon G

G

Galbanum
Galgant *
Galläpfel
Galleieli ****
Gallkraut ****
Gamander ***
Gamander-Ehrenpreis
Gamsblumen ****
Gamskraut ***
Gänseblümchen ***
Gänsefuss, weisser ***
Gänsedistel ***
Gänsefingerkraut ****
Gänsefuss, wohlriechender
Galgenmännchen ***
Ganille ****
Gariofilat ***
Gartenbingelkraut ****
Gartenbohne
Gartenkresse **
Gartenmajoran ****
Gartenmalve ***
Gartenmelisse ****
Gartenminze ***
Gartenrose *
Garten-Salbei ***
Garten-Scharlach ****
Gartenzwiebel ****
Gartheil *****
Gebärmutterwurz ****
Gebirgs-Heckenrose ****
Gefleckter Schierling ***
Geilwurz (Petersilie) ***
Gemeine Kölme ****
Gemeiner Bocksdorn (Goji) ****
Geismajoran ****
Geissbart / Mädesüss ***
Geissbart (Wald-) ****
Geissenlaub ***
Geissfuss ****
Geisskraut ***
Geissraute ***
Gekielter Lauch ****
Gelber Enzian ***
Gelber Klee ****
Gelbholz **
Gelbkraut **
Gelbsenf ****
Gelbsuchtwurzen ***
Gelbwurz, javanische
Gelbwurz, kanadische
Gemeine Bergcyane ****
Gemeiner Hohlzahn ****
Gemeines Sonnenröschen ****
Germer **
Gerste
Gewöhnlicher Rippenfarn ****
Gewöhnliches Frühlings-Fingerkraut ****
Gewürznelken ***
Gewürzsumach
Gichtholz ****
Gichtrübe ****
Gichtstock ****
Gideonswurz ****
Giersch ****
Giftbäumlein ****
Giftefeu **
Gifthut ****
Giftkrokus ****
Giftsumach *
Gilbkraut ****
Gilbweiderich **
Ginkgo ****
Ginseng ***
Glasblümeli ****
Glaskraut, aufrechtes *
Gliedkraut ****
Glix ****
Glockenheide ****
Glotwurzel *****


Goji

Goji-Beere - Wolfsbeere - Lycium barbarum - Lycium chinense - Nachtschattengewächse, Solanaceae - Heilpflanzen-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Die Goji-Beere ist eine rote Frucht, die am Gemeinen Bocksdorn, einer chinesischen Nachtschattenpflanze wächst.

Goji-Beeren gelten dem Einen als Wundermittel und Anderen nur als leckere Ergänzung des täglichen Müslis.

In ihrer Heimat China werden Goji-Beeren schon lange als Nahrungsmittel und Naturheilmittel genutzt. In den letzten Jahren haben sie es auch in Mitteleuropa zu einiger Bekanntheit gebracht.


Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Abwehrschwäche,
Bluthochdruck,
Grüner Star,
Heilwirkung:
antioxidativ,
blutzuckersenkend,
immunstimulierend,
stärkend,
Anwendungsbereiche:
Allergie
Anti-Aging
Anämie
Asthma
Autoimmunkrankheiten
Burn Out
Diabetes
Erkältung
Erschöpfung
Glaukom
Infektneigung
Krebs
Makuladegeneration
Müdigkeit
Nachtschweiß
Rekonvaleszenz
Rheuma
Rückenprobleme
Schwindel
Sehschwäche
Stress
Tinnitus
Vorzeitiges Altern
Übergewicht
wissenschaftlicher Name: Lycium barbarum
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse - Solanaceae
englischer Name: Wolfberry
volkstümlicher Name: Gemeiner Bocksdorn, Bocksdornfrucht, Chinesische Wolfsbeere, Gemeiner Teufelszwirn, Níngxià gouqi (chinesisch)
Verwendete Pflanzenteile: Beeren (Früchte)
Inhaltsstoffe: Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Vitamine aus der B-Gruppe, Eisen, Spurenelemente, Lutein, Zeaxanthin, Polysaccharide, Sesquiterpene
Sammelzeit: August bis Oktober

Anwendung
Goji-Beeren, getrocknet

Wie so oft bei modernen, exotischen Heilpflanzen werden der Goji-Beere wahre Wunderfähigkeiten nachgesagt. Vermutlich ist die Goji-Beere in Wirklichkeit nur halb so heilkräftig, wie ihre eifrigsten Anhänger behaupten. Aber selbst dann haben Goji-Beeren ein beachtliches Heilpotential.

Immerhin wird die Goji-Beere schon seit langem in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verwendet.

Außerdem schmecken getrocknete Goji-Beeren sehr lecker und sind deshalb eine lohnende Beigabe zu Müslis, im Joghurt und zum Knabbern.

Die getrockneten Goji-Beeren sind daher auch die häufigste Anwendungsmöglichkeit der Gojis.

Man kann getrocknete Goji-Beeren im Handel kaufen, beispielsweise im Versandhandel, in Kräuterläden oder Bioläden.

Im Prinzip kann man sie verwenden wie Rosinen oder andere Trockenfrüchte. Die Anwendung ist also denkbar einfach.

Manche Goji-Sorten sind auch im frischen Zustand wohlschmeckend, sodass man sie auch als frische Früchte essen kann.

Außerdem gibt es manche Anbieter, die die Goji-Frucht als Fruchtsaft anbieten. Beim Kauf solcher Frischsäfte muss man jedoch darauf achten, wie viel der Goji-Beere im Saft enthalten ist. Häufig gibt es Mischungen mit anderen Früchten, bei denen nur sehr wenig Goji enthalten ist.

Frische und unversehrte Blätter kann man als Blattgemüse essen.
Goji gegen Augenkrankheiten

Eine Besonderheit der Goji-Heilwirkungen ist ihr förderlicher Einfluss auf die Augen.

Vor allem ihre Wirkstoffe Zeaxanthin und Lutein haben eine starke Wirkung auf die Augen.

Traditionell wird die Goji-Beere zu Behandlung von Grünem Star (Glaukom) verwendet, denn der erhöhte Augeninnendruck soll mithilfe der Goji-Frucht verringert werden.

Auch bei Makuladegeneration wird der Genuss der Goji-Beere empfohlen.

Man kann Goji-Beeren aber auch bei anderen Arten von Augenproblemen regelmäßig, um die Gesundheit der Augen zu verbessern.
Stärkung der Abwehrkräfte

Ein weiteres beliebtes Einsatzgebiet der Goji-Beere ist die Stärkung des Immunsystems.

Goji-Beeren enthalten zahlreiche Vitamine und Spurenelemente, sodass sie Abwehrschwäche mildern können, die aufgrund von Vitamin- oder Mineralstoff-Mangel bestehen.

Die in der Goji-Beere enthaltenen Polysaccharide sollen auch eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem haben.
Regulierung des Immunsystems

So wie Goji-Beeren auf der einen Seite das Immunsystem stärken können, können sie auf der anderen Seite auch ein überschießendes Immunsystem beruhigen.

Daher eignet sich der Genuss von Goji-Beeren auch zur Linderung von Asthma, Allergien aller Art und Autoimmunkrankheiten wie Rheuma.
Herz und Kreislauf

Goji-Beeren sollen sich in mehrfacher Hinsicht positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken.

Ein zu hoher Blutdruck soll gesenkt werden und die allgemeine Durchblutung gefördert. Infolgedessen sollen Goji-Beeren auch vorbeugend gegen Schlaganfall und Herzinfarkt wirken.
Weitere Einsatzgebiete

Da die Goji-Beere eine leichte blutzuckersenkende Wirkung hat, kann man sie unterstützend bei Diabetes einsetzen.

Goji-Beeren sollen zudem stärkend wirken, was ihren Einsatz gegen Alterserscheinungen, Schwäche und Burnout erklärt.

Wegen ihrer muskelaufbauenden Wirkung werden Goji-Beeren auch gerne von Sportlern gegessen.

Auch die Fettverbrennung soll durch Goji-Beeren angekurbelt werden, weshalb sie auch gerne zum Abnehmen gegessen werden. Dabei muss man jedoch berücksichtigen, dass Goji-Beeren auch Kalorien enthalten, vergleichbar etwa mit Rosinen und anderen Trockenfrüchten.

Sogar gegen Krebs sollen Goji-Beeren vorbeugen. Außerdem soll eine Chemotherapie bei einer bestehenden Krebserkrankung mithilfe von Goji-Beeren leichter erträglich werden.

Nebenwirkungen - Wechselwirkungen
Goji

Die Gojibeere ist im allgemeinen sehr gut verträglich, wenn man sie in normalen Mengen einnimmt.

Anders als früher manchmal behauptet, enthält die Goji-Beere kein giftiges Hyoscyamin. Sie ist also nicht giftig.
Wechselwirkung mit Gerinnungshemmern

Allerdings können Goji-Beeren die Wirkung von manchen Gerinnungshemmern vestärken. Es besteht also eine Wechselwirkung.

Genauer gesagt handelt es sich bei den von dieser Wechselwirkung betroffenen Medikamenten um sogenannte Vitamin-K-Antagonisten, beispielsweise Marcumar mit dem Wirkstoff Phenprocoumon und Coumadin mit dem Wirkstoff Warfarin. Auch andere Gerinnungshemmer könnten von dieser Wechselwirkung betroffen sein. Daher sollte man bei Einnahme von Gerinnungshemmern aufmerksam den Beipackzettel lesen, um festzustellen, ob Wechselwirkungen mit der Goji-Beere bestehen können.

 

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Falls man diese Wechselwirkug nicht beachtet und Goji-Beeren zusammen mit Gerinnungshemmern einnimmt, kann es zu möglicherweise lebensbedrohlichen Blutungen kommen.

Da die Goji-Beeren zur Behandlung von hohem Blutdruck empfohlen werden, bei Blutdruckpatienten aber auch häufig Gerinnungshemmer eingesetzt werden, ist es durchaus wichtig, über diese Wechselwirkung Bescheid zu wissen.

Achtung! Keine Gojibeeren bei Behandlung mit Gerinnungshemmern!
Allergiepotential

Manche Menschen reagieren allergisch auf Goji-Beeren.

Diese Menschen sollten die Goji-Beere logischerweise nicht zu sich nehmen.

Pflanzenbeschreibung
Goji

Der Goji-Strauch, auch als Gemeiner Bocksdorn bezeichnet, ist ursprünglich vor allem in China heimisch. Aber auch in Südosteuropa bis über ganz Asien hinweg kommt er wildwachsend vor.

Da er in gemäßigtem Klima gut gedeiht, wird er heutzutage in vielen Ländern als Zierpflanze kultiviert. Man findet ihn in Europa, Nordamerika und sogar in Australien und in einigen Ländern Nordafrikas. Besonders verbreitet ist er im Mittelmeerraum.

Der mehrjährige Bocksdorn-Strauch kann bis zu vier Meter hoch werden.

Seine Äste sind meistens stachelig, woher auch der Namensteil "dorn" im Namen "Bocksdorn" stammt.

Direkt an den Ästen sitzen graugrüne, längliche Blätter. Diese Blätter werden bis zu 10 cm lang und sind bis zu 3 cm breit.

Zwischen Juni und August ist die Blütezeit des Gemeinen Bocksdorns. Die violetten Blüten sitzen in den Blattachseln an kurzen Stengeln, die direkt von den Ästen ausgehen. Die Blüten haben meist 5 Blütenblätter, wie die meisten Nachtschattengewächse.

Aus den Blüten entwickeln sich zwischen August und Oktober die roten oder orange-gelben Früchte.

Die Goji-Früchte sind langgestreckt eiförmig und werden bis zu 1,2 cm lang. Ihre Breite beträgt maximal 5 mm. Sie sind also recht klein. In ihrem Innern findet man maximal 20 rundliche Samen.

Wenn man sich die frischen Früchte genau anschaut, erkennt man deutlich die Verwandtschaft zu Tomaten, Auberginen oder Pepperonis.

Anbautipps

Weil der Gemeine Bocksdorn in gemäßigtem Klima gut gedeiht, kann man ihn in Mitteleuropa problemlos als Gartenpflanze anbauen.

Allerdings sollte man berücksichtigen, dass sich der Strauch mithilfe von Rhizomen unterirdisch verbreitet, zumindest wenn er sich an einem Standort wohl fühlt. Wenn man nicht den ganzen Garten voller Bocksdorn-Sträucher haben will, muss man vor dem Einpflanzen eine Rhizomsperre in seine Gartenerde bauen. Das heißt, man muss die Erde im Umkreis von etwa einem Meter mindestens einen Meter tief ausheben und eine Sperre einbauen. Das ist ziemlich aufwenig.

Der Gemeine Bocksdorn braucht einen sonnigen Standort, damit er gut gedeihen kann.

Weil er bis zu 4 Meter hoch werden kann, sollte man ihm ein großzügiges Stück Garten geben, damit er sich entfalten kann.

Sammeltipps

Die reifen Früchte werden zwischen August und Oktober geerntet.

Dann kann man sie im Backofen oder in der Sonne liegend schonend trocknen.

Alternativ kann man die Früchte auch einfrieren.

Übrigens sind auch die Blätter des Gemeinen Bocksdorns essbar. Diese sollte man ernten, wenn sie noch frisch und unversehrt aussehen, also etwa im Frühsommer.


Goldblume (Ringelblume) ****
Goldblume (Saatwucherblume) ****
Golddistel ****
Goldgarbe ***
Goldknopf ****
Goldmelisse ****
Goldmohn ****
Goldnessel ***

 

Goldrute

Goldruten (Solidago) Goldrauten - Korbblütler (Asteraceae) - Heilpflanzen-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Solidago virgaurea

Die Goldrute ist das Heilkraut bei Nierenbeschwerden. Der recht schöne Korbblütler, der häufig auf Wegesrändern und Lichtungen angetroffen, enthält zahlreiche Inhaltsstoffe, die die Nierentätigkeit enorm steigern kann. Die unter ihrem botanischen Namen Solidago virgaurea bekannte Pflanzen galt schon seit der Antike als mächtige Heilpflanze, auch wenn sie zu jener Zeit eher für die Wundheilung verwendet wurde.

Schematische Zeichnung der Echten Goldrute
Zeichnung der Goldrute
Pflanzenfoto einer Goldrute
Goldrutenpflanze am Wegrand
Blütenknospen der Goldrute
goldgelbe Goldrutenblüten
Nahaufnahme einer Goldrutenblüte
Goldrute im Garten
Goldrute mit Biene
Goldrutenblätter
Nahaufnahme eins Goldrutenblatts

Steckbrief von GoldruteBotanischer Name Solidago virgaurea
Pflanzenfamilie Korbblütler
Weitere Namen Petrusstab, Himmelsbrand, Wundkraut, Heilwundkraut
Aussaatzeit / Pflanzzeit April-Juni
Blütezeit Juni-September
Erntezeit Juni-September
Standort sonnige Standorte; trockene, kalkhaltige und eher lehmige Böden
Verwendung als Heilkraut Blasenschwäche, Nierenentzündung, Nierensteine, Wassersucht, Wundheilung, Gicht, Rheuma
Verwendung als Gewürzkraut für Wildkräutersalate

Das heutige Verbreitungsgebiet der Goldrute ist sehr groß. Die Pflanze ist nahezu in allen europäischen und asiatischen Ländern vertreten. In den subtropischen Gebieten ist sie jedoch ausschließlich in höheren Lagen mit gemäßigterem Klima anzutreffen.

Die genaue Herkunft der Goldrute ist nicht bekannt. Als ursprüngliches Herkunftsgebiet wird jedoch das nördliche und mittlere Europa vermutet.

Die Echte Goldrute, auch Gewöhnliche Goldrute genannt, kann wild verhältnismäßig oft gefunden werden. Sie kommt vor allem an Wegrändern, Waldlichtungen, Weiden, Gräben oder Wiesen mit schweren Böden vor und erscheint meist in größerer Anzahl.
Systematik von Solidago virgaurea

Die Gewöhnliche oder Echte Goldrute (Solidago virgaurea) zählt zur Pflanzenfamilie der Korbblütler. Sie ist mit vielen anderen wichtigen Nutz- bzw. Heilkräutern wie dem Löwenzahn, der Ringelblume oder dem Wermut verwandt. In der engeren Zuordnung zählt die Pflanze zur Gattung der Goldruten, die mit mehr als 100 Arten eine große Vielfalt aufweist.

Weitere bekannte Arten aus dieser Familie sind beispielsweise die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) oder die Riesengoldrute (Solidago gigantea).

Für die Art Solidago virgaurea gibt es noch weitere Unterarten. Die bekanntesten sind in nachfolgender Tabelle abgebildet.
Botanischer Name Deutscher Name
Solidago virgaurea ssp. alpestris Alpine Goldrute
Solidago virgaurea ssp. asiatica Asiatische Goldrute
Solidago virgaurea ssp. minuta Zwergige Goldrute
Solidago virgaurea ssp. virgaurea Echte Goldrute
Merkmale der Echten Goldrute

Die Echte Goldrute ist eine mehrjährige und typisch krautige Pflanze, die Wuchshöhen bis zu 110 cm erreichen kann. Meist wird die Pflanze mit 30 bis 60 cm jedoch deutlich kleiner. Der Wurzelstock der Pflanze erscheint knotig, meist buschig und mitunter walzenähnlich. Die einzelnen Wurzelläufer erscheinen dunkelbraun mit einigen gröberen Wurzelhaaren.
Blätter und Stängel

Die Blätter der Goldrute unterteilen sich in langstielige Grundblätter und in eher kurzstieligen Laubblättern. Die Blätter erreichen eine Länge von bis zu 10 Zentimetern, haben eine große Blattoberfläche auf und sind nicht behaart. Am Rand sind sie leicht gesägt. Die Blattnerven der Goldrutenblätter erinnern an größere Zellstrukturen.

Die Stängel der Pflanze können sowohl grünlich als auch leicht rötlich gefärbt sein. Unterarten, die im Bergland wild vorkommen, sind meist ausschließlich rötlich. Die Form ist ründlich und die Blätter wachsen gegenständig vom Stängel ab.

Blüten

Zur Blütezeit liegt zwischen Juni und September. Dann bildet die Echte Goldrute typische gelbe Blüten aus. Diese sitzen in körbchenförmigen bis rispenartigen Blütenständen, die meist einen Durchmesser zwischen 8 und 16 mm aufweisen.

Jeder einzelne Blütenkorb kann bis zu 20 Einzelblüten enthalten. Gegenüber anderen Solidagoarten sind die Blüten der Echten Goldrute eher locker angeordnet.

Blüte der Echten Goldrute
Die kleinen gelben Korbblüten der Echten Goldrute bilden eine Rispe

Früchte und Samen

Zur Fruchtreife bilden sich aus den befruchteten Blüten von Solidago virgaurea Nussfrüchte aus, die kleine Härchen aufweisen und daher auch als Achänen (typisch für Korbblütler) bezeichnet werden.

Die Echte Goldrute ist übrigens ein beliebtes Bienen- und Insektenkraut. Die Pflanze bildet sehr viel Nektar und gilt als ökologisch besonders wertvoll.
Goldrute - Anbau, Aussaat und Pflege

Die Goldrute ist eine recht pflegeleichte Pflanze, die sich leicht aussäen und anbauen lässt. Als wertvolle Insektenpflanze und ihrer abwechslungsreichen Blütenpracht ist sie in vielen Ziergärten und Wildkräutergärten beliebt.
Standort

Sie hat einen recht großen Toleranzbereich in puncto Licht- und Bodenverhältnisse. Dennoch bevorzugt sie trockene, kalkhaltige und eher schwere bzw. lehmig-sandige Böden in sonnigen Lagen. Sie wächst unter Umständen jedoch auch an halbschattigen Standorten und in teils sandig-lehmigen Böden, jedoch wächst die Goldrute dann meist deutlich kleiner. Für solche Standorte sollte dann auch eher die alpine Unterart Solidago virgaurea var. alpestris gewählt werden.
Welche Erde ist für die Goldrute geeignet?

Soll die Goldrute im Garten gepflanzt werden, so sollte bei sehr lehmigen Böden mit Zuschlagstoffen wie Quarzsand oder Lavasand gearbeitet werden. Eher sandige Böden sollten mit Tonmehl (Bentonit) durchmischt werden, um eine rasche Auswaschung der Nährstoffe zu verhindern, auf die die Goldrute im Verlauf der Saison sensibel reagieren würde. Soll die Goldrute auf Balkon oder Terrasse angepflanzt werden, so ist auf eine gute Kräutererde zu achten, die bestenfalls torffrei ist. Diese sollte jedoch noch mit Sand oder anderen lockeren Zuschlagstoffen (z.B. Perlite, Zeolith) durchmischt werden, da sonst zuviel Nährsalze enthalten sind, die sich negativ auf die Entwicklung der Pflanze auswirken können.
Aussaat und Anbau

Die Aussaat der Goldrutensamen erfolgt im Frühjahr zwischen Anfang April und Anfang Juni direkt im Gartenbeet. Soll die Echte Goldrute auf dem Balkon in Töpfen angepflanzt werden, kann diese ebenfalls im selben Zeitraum direkt ausgesät oder in Vorkultur zwischen Februar und Mitte April auf der Fensterbank erfolgen. Die Samen der Goldrute sind Lichtkeimer. Diese sollten daher nur leicht in Boden bzw. Erde gedrückt werden.

Der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Goldruten sollte mindestens 25 bis 30 cm betragen. Pro Quadratmeter sollten nicht mehr als 14 Pflanzen stehen. Soll die Goldrute im Topf wachsen, so empfehlen sich breite Töpfe mit moderater Tiefe (etwa 30 bis 40 cm), da sonst der Pflegeaufwand zu groß und das Risiko vor Pflanzenkrankheiten zu hoch sein würde.
Gießen

Die Goldrute ist sehr tolerant in Bezug auf Gießen. Sie übersteht mehrere Trockenperioden meist ohne Probleme. Im Garten muss nur nach größerer Trockenheit und sehr warmen Wetter (mehr als 10 Tage Trockenheit) intensiv gegossen werden. Ansonsten genügt ein normaler Gießzyklus.

Wächst die Echte Goldrute in Töpfen oder Kübeln, sollte immer erst dann gegossen werden, wenn die oberen 3 bis 4 cm der Kräutererde vollkommen ausgetrocknet sind. Ist die Pflanze noch recht jung und klein, können die Gießabstände auch geringer ausfallen.
Dünger

Dünger benötigt die Goldrute kaum. Wächst die Goldrute im Gartenboden, so genügt ein mit Kompost vorgedüngter Boden vollkommen aus, um die Pflanze mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Bei Topf- und Kübelkultur sollte während der Blütezeit (so gegen August) eine leichte Düngung erfolgen, da die Nährstoffe durch das häufigere Gießen schneller ausgewaschen werden. Empfehlenswert sind organische Flüssigdünger, die jedoch nur sehr sparsam verwendet werden sollten. 2 bis 3 ml Flüssigdünger verdünnt mit Gießwasser reichen vollkommen aus. Wächst die Goldrute in handelsüblicher Blumenerde so kann auf eine Düngung im ersten Jahr sogar vollständig verzichtet werden. Gekaufte Blumenerde ist in der Regel vorgedüngt und hat ein Nährstoffreservoir für bis zu 6 Monaten. Zuviel Dünger schadet der Goldrute!
Vermehrung

Die Vermehrung der Goldrute erfolgt am besten über das Sameln und Aussäen der Samen im Herbst. Goldrute sät sich übrigens gut selber aus. Gärtner, die eine Selbstaussaat vermeiden wollen, sollten die verblühten Blütenköpfe entfernen, damit die Pflanze keine Früchte und Samen ausbilden kann. Neben der Aussaat ist auch eine vegetative Vermehrung über Stecklinge möglich.
Überwinterung

Die Echte Goldrute ist eine winterharte Pflanze und verträgt hohe Minustemperaturen. Zum Beginn der Frostzeit sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich. Die oberirdischen Blattteile sterben bis Ende November ab und treiben im Frühjahr wieder neu aus.
Ernte

Die Ernte der Goldrute erfolgt am besten zu Beginn der Blütezeit. Soll die Pflanze für heilkundliche Zwecke benutzt werden, so sollten die oberen Pflanzenteile gesammelt werden. Empfehlenswert sind die ersten 15 cm der Goldrute. Genutzt werden können die Blütenköpfe sowie die Blätter. Bei der Trocknung sollte die Pflanzenteile kopfüber aufgehängt werden. Das Goldrutenkraut sollte nach Möglichkeit im Schatten getrocknet werden.
Goldrute und ihre Verwendung

Die Goldrute wird heute vor allem als Heilpflanze verwendet. Sie wird gleichermaßen in der Natur- und Schulmedizin verwendet und findet sich häufig auch in homöopathischen Medikamenten. Darüber hinaus verwendet man Goldrute heute noch gelegentlich als Färbemittel. Die gelben Blütenstände enthalten viele verschiedene Flavonoide, mit der sich Textilien bzw. Wolle leicht färben lassen.
Verwendung in der Küche

In der Küche wird die Echte Goldrute kaum verwertet. Dennoch sind die Samen, die Blütenköpfe sowie die jungen Blätter essbar. Das Wildkraut kann in der Küche sogar vielseitig verwendet werden.

Die nahrhaften Samen stellten früher eine beliebte Überlebensnahrung dar. Sie enthalten viele Mineralstoffe und Vitamine und können beispielsweise in Müslis oder als Topping für Frischkäse verwendet werden.

Die Blüten sind ebenfalls essbar und können als Dekoration in Salaten oder aber auch kandiert gegessen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung zerkleinerter und getrockneter Blüten in Kräutersalzen.

Die jungen Triebspitzen lassen sich gut in Wildkräutersalaten verarbeiten und schmecken angenehm aromatisch. Die Blätter können als Gemüse gekocht werden und ähnlich wie Spinat zubereitet werden. Es sollte jedoch nicht übermäßig verzehrt werden, da die Pflanze die Nierentätigkeit stark anregen kann.
Verwendung als Heilkraut

Die Echte Goldrute (Solidago virgaurea) ist eine alte Heilpflanze, die bereits von Ärzten in der Antike eingesetzt wurde. In vielen alten Kräuterbüchern des Mittelalters und der frühen Neuzeit finden sich zahlreiche Beschreibungen und Behandlungsempfehlungen. Ihr früherer Name Heidnisches Wundkraut lässt darauf schließen, dass die Pflanze früher vor allem für die äußere Behandlung eine große Rolle gespielt hat.

So finden sich beispielsweise im Kräuterbuch von P. A. Matthioli Hinweise, dass die Heilpflanze bei Fleischwunden, bei Fisteln und bei Geschwüren zum Einsatz kam. Eine häufige Verarbeitungsweise was das Pulverisieren der Goldrute. Das Pulver wurde dann in die jeweiligen Wunden gestreut, was wohl häufig zu guten Behandlungserfolgen (zumindest für die damalige Zeit) geführt hat. Neben Pulvern kamen auch Goldrutensud oder –brühe vor, die entweder auf die frischen Wunden eingerieben oder – bei Entzündungen im Mund- und Halsraum - gegurgelt wurden. Neben der vorrangig äußeren Anwendung, war auch die harntreibende Wirkung der Goldrute bekannt. Das Kraut wurde in Wasser oder rotem Wein gesiedet und entsprechend getrunken.

Goldrute im alten Kräuterbuch
Beschreibung der inneren und äußeren Anwendung der Goldrute in der frühen Neuzeit

Auch heute kommt der Goldrute eine große Bedeutung als Heilpflanze zu. Die Goldrute hat eine großes Spektrum unterschiedlicher Inhaltsstoffe. Die Blätter enthalten vor allem Flavonoide (u.a. Astralagin, Quercitrin und Rutin), verschiedene Saponine (Triterpensaponine) sowie Gerbstoffe und deren Derivate wie die Kaffeesäure. Gemäß der aktuellen Monographien können Goldrutenblätter (Solidaginis virgaureae herba) folgende Wirkungen zeigen:

entzündungshemmend
krampflösend
ausschwemmend
antibakteriell
antifungizid (gegen Pilze)
schmerzlindernd
immunstimulierend
ödemhemmend

In der Medizin wird Goldrute u.a. bei folgenden Beschwerden und Erkrankungen verwendet:

Blasenbeschwerden
Nierenbeschwerden
kleinere Nierensteine
chronische Nierenentzündung
Wassersucht
Rheumatische Beschwerden
Gicht
Zahngeschwüre
Asthma
Wundbehandlung bei Insektenstichen
Blähungen

Goldrute gilt heute als gut untersuchtes und auch wirksames Heilkraut gegen Harn- und Nierenbeschwerden. Verantwortlich sind die in der Pflanze enthaltenden Flavonoide swie das Saponin Virgaureasaponin, die eine leistungssteigernde Wirkung der Nieren zur Folge haben.

Verwendet wird nur das Goldrutenkraut ohne die Wurzeln. Zur Anwendung kommt das getrocknete Kraut (Solidago herbae) als Tee oder als Tinktur. Neben diesen beiden eher klassischen Anwendungsbereichen gibt es in Apotheken und Drogerien auch fertige Arzneipräparate in Tabletten- oder Kapselform.

Die häufigste Darreichungsform ist ein Tee als Heißwasseraufguss. Für die Zubereitung eines Goldrutentees werden 1 bis 1,5 Teelöffel des getrockneten Goldrutenkrauts benötigt, die mit heißem (nicht kochendem Wasser) übergossen werden. Da die Inhaltsstoffe, allem voran die Flavonoide, einige Zeit benötigen, um gut extrahiert zu werden, sollte die Ziehzeit zwischen 15 und 20 Minuten betragen. Optimal ist die Einnahme eines Tees jeweils eine Stunde nach den drei Hauptmahlzeiten. Die tägliche Dosis beträgt maximal 4 Gramm des getrockneten Krauts sowie zwei bis drei Tassen pro Tag.

Neben Goldrutentee werden häufig auch homöopathische Auszüge verwendet. Diese werden meist bei chronischen Nierenentzündungen oder Nierenbeckenentzündungen eingenommen. Besonders wichtig sind hier die homöopathische Mittel in den Potenzen D1 bis D6 die mindestens zwei Mal am Tag verabreicht werden müssen.

Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen: Goldrute gilt insgesamt als gut verträgliche Heilpflanze. Grundsätzlich ist eine Eigentherapie jedoch kritisch. Beschwerden der Nieren oder des Urogenitaltrakts sollten daher immer einem Arzt vorgestellt werden. Wichtig: Wenn Goldrutentees oder -tinkturen verwendet werden, ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Durch die ausschwemmenden Eigenschaften verlieren Sie viel Wasser, das durch viel Trinken kompensiert werden muss.
Goldrute kaufen - Was gibt es zu beachten?

Da viele Menschen, die an diversen Nierenbeschwerden leiden, mit Goldrute in Berührung kommen, sind entsprechend viele Produkte auf dem Markt erhältlich.

Viele Kräuterhändler, Apotheken, Onlinehändler und zum Teil auch größere Supermärkte bieten getrocknetes Goldrutenkraut für die Zubereitung von Tees an. Insofern die Kräuter in Onlineshop oder auf Marktplätzen erworben werden, sollte nach dem Alter des Produkts gefragt werden. Goldrutenkraut sollte nur dann gekauft werden, wenn dieses jünger als ein Jahr alt ist. Ältere Produkte können durch den Abbau der Flavonoide ihre Wirkung zum Teil verlieren.

Beim Kauf von Goldrutenprodukte werden mitunter auch die kanadische Goldrute oder die Riesengoldrute verarbeitet. Für die medizinische Anwendungen können auch diese Arten aus der Familie der Goldruten verwendet werden, da sie eine nahezu ähnliche Zusammensetzung der Wirkstoffe haben.

Für Gärtner, die interessiert am Anbau der Pflanze sind, gibt es zahlreiche Onlinehändler, die die Samen der Goldrute zu verhältnismäßig günstigen Preisen anbieten. Beim Kauf sollte jedoch zwingend auf den botanischen Namen geachtet werden, insofern das Interesse an der echten Goldrute (Solidago virgaurea) besteht. Relativ selten werden frische Pflanzen angeboten. Meist handelt es sich um spezielle Züchtungen, die später im Garten als Schnittblumen verwendet werden.


Gottesgabe ****
Gottesgnadenkraut ***
Gottesgnadenkraut (Tausendgüldenkraut) ****
Gotteshand ****
Gräne ***
Granatapfel *****
Grauer Alpendost ****
Greisenblume ****
Greisskraut ***
Gricken ****
Grillengras ****
Grindelie ****
Grindheil ***
Grosse Kamille ****
Grosser Rohrkolben ****
Grosses Hexenkraut ****
Grosses Kreuzkraut ****
Grüne Nieswurz ***
Grundling ****
Gschmackblatteln ***
Gschwulstkraut ****
Guajak
Guarana
Gülden Knöpfle ***
Günsel, kriechender ***
Guldenleberkraut ****
Gundeldorn ****
Gundermann *****
Gurke ***
Gurkenkraut ****

 

 

Heilkräuter & Heilpflanzenlexikon H

 

Haarlinsen ****
Habichtskraut ***
Härmelchen ****
Hafer
Haferwurz ****
Haffdorn ***
Hagebutte ***
Hahnenfuss *
Hahnenfuss, eisenhutblättriger ****
Hain-Ampfer ****
Hain-Kreuzkraut ***
Handschuhkraut ***

 

Hanf (Nutzhanf) - Erkennen und Nutzen

Hanf (Cannabis indica) Hanfgewächse (Cannabaceae) Medizinpflanze - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards
Steckbrief, Bilder & Beschreibung der Ackerpflanze/Feldfrucht (bzw. Zwischenfrucht) sowie ihr Nutzen für Ernährung und Gesundheit.

Nutzhanf oder Industriehanf umfasst alle Sorten des Hanf (Gattung Cannabis), die zur kommerziellen Nutzung angebaut werden – abseits von seiner Verwendung als Rauschmittel oder Arzneimittel. Insgesamt stehen etwa 50 von der EU zertifizierte Hanfsorten für den Nutzanbau zur Verfügung. Diese für die Faser- und Samennutzung angebauten Sorten besitzen im Gegensatz zu jenen, die als Rauschmittel und medizinisch genutzt werden, einen sehr hohen Faseranteil von 30 bis 40 %. Sie enthalten auch nur einen sehr geringen Anteil von Tetrahydrocannabinol (weniger als 0,2 % THC) und sind daher nicht zur Erzeugung von Haschisch und Marihuana geeignet.
Informationskategorien zu dieser Ackerpflanze/Feldfrucht

Ackerpflanze-Kurz-Steckbrief
Anbau der Ackerpflanze/Feldfrucht
Geschichte & Entwicklung
Bilder als Bestimmungshilfen
Beschreibung der Ackerpflanze
Nutzung der Ackerpflanze
Zusatzinformationen / Wissenswertes
Videobeitrag als Bestimmungshilfe
Quellen-Angaben

Ackerpflanze/Feldfrucht-Kurz-Steckbrief "Hanf (Nutzhanf)"

Botanischer Name: Cannabis

Deutscher Name: Hanf

Ordnung: Rosenartige (Rosales)

Familie: Hanfgewächse (Cannabaceae)

Gattung: Hanf

Weitere Synonyme/Volksnamen: Der in der "Szene" beliebte(re) Hanf hat eine große Vielzahl an Synonymen. Mit Gras, Pot, Ganja, Weed, Marihuana sollen einige genannt sein. Hier geht es um den Nutzhanf, für diesen sind mir keine Synonyme bekannt.
Anbau der Ackerpflanze/Feldfrucht (Zwischenfrucht)

Die Aussaat erfolgt zwischen Mitte April und Mitte Mai mit Getreidedrillmaschinen auf 4 bis 6 cm Saattiefe. Die gegenüber Getreide verhaltene Düngung mit insgesamt 60 bis 150 kg Stickstoff, 40 bis 140 kg Phosphor (P2O5) und 75 bis 200 kg Kalium pro Hektar bei Faserhanf erfolgt vor der Saat sowie eventuell erneut drei bis vier Wochen später. Bei der vor allem in Frankreich praktizierten Doppelnutzung von Fasern und Samen ist die Düngung mit Stickstoffgaben bis zu 100 kg/ha eher geringer. Organische Dünger wie Gülle kann Nutzhanf gut verwerten. Weder Unkrautbekämpfung noch Pflanzenschutzmaßnahmen sind notwendig.

Die Ernte von Faserhanf erfolgt mit Spezialmaschinen oder für die Hanfernte angepasster Erntetechnik zur Zeit der Vollblüte der männlichen Blüten und erstreckt sich je nach Sorte und Anbaubedingungen von Ende Juli bis Ende September. Je nach Art des vorgesehenen Aufschlusses der Hanffaser unterscheidet sich die Nacherntebehandlung auf dem Feld. Für die Langfaserverarbeitung wird das Hanfstroh auf dem Feld parallel ausgelegt und getrocknet. Der Trocknung folgt eine Röstung und eine erneute Trocknung auf dem Feld. Zur Vorbehandlung auf den Faseraufschluss der Kurzfaser- und Gesamtfaserlinie wird das Hanfstroh auf dem Feld gekürzt und geröstet und danach in Rund- und Quaderballen gepresst. Werden auch die Samen genutzt, findet die Ernte mit der Vollreife der Samen Mitte September bis Mitte Oktober statt, verwendet werden leicht modifizierte Mähdrescher.
Geschichte & Entwicklung

Die Verwendung von Hanffasern lässt sich über mehrere Jahrtausende bis weit in die Menschheitsgeschichte zurückverfolgen. Die ältesten Funde stammen aus China um 2800 v. Chr., wo Seile aus Hanffasern erzeugt wurden.

Der älteste Nachweis von Papier aus Hanffasern stammt ebenfalls aus China von 140 bis 87 v. Chr. und stellt damit den ältesten Papierfund Chinas dar. Hanfpapier wurde etwa ab dem Jahr 105 in China populär, gelangte aber erst im 13. Jahrhundert über den Vorderen Orient nach Europa. In Deutschland wurde es im 14. Jahrhundert erstmals nachgewiesen.

Den Höhepunkt der Nutzung erfuhren Hanffasern im 17. Jahrhundert, wo sie vor allem zur Produktion von Seilen und Segeltuch für die Schifffahrt verwendet wurden; für ein normales Segelschiff wurden etwa 50 bis 100 Tonnen Hanffasern benötigt und die Materialien wurden durchschnittlich alle zwei Jahre ersetzt. Bis in das 18. Jahrhundert waren zudem Hanffasern neben Flachs, Nessel und Wolle die wichtigsten Rohstoffe für die europäische Textilindustrie, wobei Hanf aufgrund der gröberen Faserbündel vor allem zur Herstellung von Ober- und Arbeitskleidung diente.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hanf in den USA als Marihuana wieder verboten.Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Nutzhanf auch in Europa nur noch auf Kleinstflächen angebaut. Zwischen 1982 und 1995 war auch der Hanfanbau der in den 1950er- und 1960er-Jahren gezüchteten Nutzhanfsorten mit beinahe vollständig fehlendem THC-Gehalt in Deutschland (durch das Betäubungsmittelgesetz) und vielen anderen Ländern verboten. Als Grund wurde die Unterbindung der illegalen Nutzung von Cannabis als Rauschmittel angeführt.

In den 1990er-Jahren wurden die Verbote aufgrund des wieder wachsenden Interesses der Landwirtschaft und der Industrie an dem Rohstoff zurückgezogen und seit 1996 durfte auch in Deutschland unter Auflagen wieder Nutzhanf angebaut werden. Heute ist der Anbau von THC-armen Nutzhanfsorten in allen Ländern Europas sowie in Ländern wie Kanada und Australien legalisiert, nur in den USA ist der Anbau weiterhin vollständig untersagt.

Beschreibung der Ackerpflanze/Feldfrucht - Bestimmung

Erscheinungsbild/Eigenschaften: Hanf ist eine meist einjährige krautige Pflanze. Je nach Umweltbedingungen erreicht die Staude sehr unterschiedliche Wuchshöhen, unter günstigen Bedingungen, auf feuchten, aber nicht staunassen Böden mit guter Nährstoffversorgung können bis zu 5 Meter Wuchshöhe erreicht werden. Aber auch Kümmerformen ungünstiger Standorte, mit Wuchshöhen um die 20 Zentimeter, können erfolgreich blühen und fruchten. Wildpflanzen erreichen gewöhnlich nicht mehr als etwa drei Meter Höhe. Zur Faserproduktion genutzter Hanf wächst im dichten Stand gerade aufrecht. Frei wachsende Pflanzen sind oberwärts mehr oder weniger reich verzweigt.

 

Blätter: Die Blätter sind handförmig zusammengesetzt (palmat), der Rand ist gesägt. Die Anzahl der Blättchen an einem Blatt schwankt: Die ersten Blattpaare haben gewöhnlich nur ein Blättchen, nachfolgende können bis zu 13 haben (gewöhnlich sieben bis neun, je nach Genetik und Umweltbedingungen). Zur endständigen Blüte hin nimmt die Blättchenzahl wieder bis auf ein Einzelblättchen ab. Die Blätter sind im unteren Bereich vorwiegend gegenständig, weiter oben wechselständig.

Blüten: Hanf-Arten und -Kulturformen sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch), das bedeutet: männliche und weibliche Blüten wachsen in der Regel auf unterschiedlichen Pflanzen. Allerdings sind, als Ausnahme, auch monözische (einhäusige) Pflanzenexemplare beschrieben. Männliche und weibliche Blütenstände sind sehr verschieden gestaltet. Männliche Blüten sitzen in aufrechten, endständigen (terminalen) und blattachselständigen, reich verzweigten rispenartigen Trugdolden, die etwa 25 Zentimeter Länge erreichen können. Die gelbgrünen Einzelblüten sind hängend an 2 bis 4 Millimeter langen Stielen, die fünf Kelchblätter werden bis zu 4 Millimeter lang, Kronblätter fehlen völlig. Die weiblichen Blüten sitzen knäuelig, oft zu zweien, gehäuft in den Blattachseln von großen, laubblattartigen Tragblättern. Sie sind von Hochblättern umgeben, die etwa 2 bis 8 Millimeter Länge erreichen; diese sind dicht besetzt von gestielten Drüsen. Die Einzelblüten sind grün gefärbt und ungestielt. Der kugelige Fruchtknoten ist in den anliegenden Kelch und die umgebenden Hochblätter eingeschlossen. Die zwei Griffel der Narbe sind rot gefärbt.

Unter monözischen Exemplaren kommen die unterschiedlichen Blütentypen manchmal in separaten Blütenständen, manchmal in einem Blütenstand vor. Alle bekannten Formen des Hanfs sind windbestäubt.

Früchte/Samen: Als Samen werden Achänen gebildet, Nussfrüchte, die als „Hanfsamen“ oder „Hanfnüsse“ bezeichnet werden. Sie sind 3 bis 4 Millimeter groß, von brauner bis grüngrauer Farbe und weisen ein Tausendkornmasse von 15 bis 20 Gramm auf. Sie enthalten 28 bis 35 % Fett, 30 bis 35 % Kohlenhydrate, 20 bis 24 % Proteine und neben Vitamin E, Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen besonders hohe Anteile an Vitamin B, speziell Vitamin B1 und Vitamin B2.
Nutzung der Ackerpflanze/Feldfrucht (Zwischenfrucht)

Das Anwendungsspektrum des Nutzhanfs ist sehr breit und reicht von der Nutzung der Hanffasern als Rohstoff für die Textilindustrie über die Verwendung von Hanföl und Hanfsamen bei der Ernährung bis zur Nutzung als Baustoff. Heute finden Hanffasern zudem zunehmend Verwendung als Faseranteil in Naturfaserverstärkten Kunststoffen und anderen modernen Anwendungsbereichen.

Die Nutzung als Medizinalpflanze und Rauschmittel ist definitionsgemäß bei Nutzhanf ausgeschlossen.

Fasern und Schäben

Hanffasern stellen sowohl von der Menge als auch von der Fülle der Anwendungsmöglichkeiten den wichtigsten Rohstoff des Nutzhanfs dar. Von der Antike bis in die Gegenwart wurden und werden Hanffasern zur Herstellung einer Vielzahl von Produkten verwendet. Historisch bedeutsam waren sie vor allem für die Herstellung von Segeltuch, Tauen und Seilen bis weit in das 19. Jahrhundert. 1455 druckte Gutenberg die erste Bibel auf Hanfpapier. 1492 segelte Kolumbus mit Segeln und Tauwerk aus Hanf nach Amerika. 1870 fertigte der Bayer Levi Strauss die erste Jeans aus Hanf in den USA.

Heute spielen sie vor allem für die Produktion von Hanfpapier (Spezialpapiere, vor allem Zigarettenpapier), Hanftextilien (Bekleidung, Technische Textilien), Naturdämmstoffen und als Verstärkungsfasern für naturfaserverstärkte Kunststoffe eine zentrale Rolle.

Die bei der Fasergewinnung als Nebenprodukt anfallenden Schäben werden vorwiegend als Tiereinstreu verwendet, vor allem in der Pferdehaltung und der Kleintierhaltung. Sie werden jedoch auch als Rohstoff für die Produktion von Leichtbauplatten, als Schüttdämmung oder andere Anwendungen als Baustoff sowie energetisch als Brennstoff genutzt.

Samen

Hanfsamen werden ohne weitere Verarbeitung als Lebensmittel eingesetzt, dienen aber auch als Grundlage zur Extraktion des Hanföls und als hochwertiges Tierfutter vor allem für Vögel, aber auch für Fische und Säugetiere. Hanfsamen enthalten, unabhängig von der Sorte, kein THC oder andere rauschwirksame Inhaltsstoffe. In den letzten Jahren fanden aus Hanfsamen gepresstes Hanföl sowie die Samen selbst als Nahrungsmittel wieder zunehmende Verbreitung. Aus den Samen kann unter anderem ein Hanfmehl, eine der Erdnussbutter ähnliche Hanfbutter oder auch Hanfsuppe hergestellt werden. Die Samen selbst werden sowohl geröstet als auch ungeröstet verkauft.

Hanföl

Die Hanfnuss und das daraus gewonnene Hanföl gelten als nahrhaftes Nahrungsmittel. Hanfnüsse und Hanföl enthalten mehr als 90 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Hier sind besonders die essenziellen Fettsäuren Linolsäure und Alpha-Linolsäure hervorzuheben. Gerade die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure kommt in sehr wenigen Speiseölen in solch großen Mengenanteilen vor. Hanföl ist durch seine insgesamt ausgewogene Fettsäurezusammensetzung ein sehr wertvolles Speiseöl. Es eignet sich sehr gut für die Küche, nicht nur wegen seines besonderen Geschmacks, sondern auch wegen seines Reichtums an lebenswichtigen Fettsäuren.

Ätherisches Hanföl

Ätherisches Hanföl ist ein ätherisches Öl, das durch Destillation aus Blättern und Blüten des Hanfs (Cannabis sativa) gewonnen wird. Das Öl setzt sich aus einer Vielzahl verschiedener Inhaltsstoffe zusammen. Als Zusatzstoff wird ätherisches Hanföl vor allem bei der Produktion von entsprechend aromatisierten Eistees, Hustenbonbons, Hanfbier, Schokolade und anderen Produkten verwendet. Außerdem findet es Verwendung in Kosmetikartikeln und Parfums. Als Zusatz zu Massage- und Hautöl soll ätherisches Hanföl beruhigend und entzündungshemmend wirken, Verspannungen lösen sowie Krämpfe, Schwellungen und Phantomschmerzen lindern. Auch in der Aromatherapie wird das Öl verwendet und soll hier entspannend und ausgleichend wirken und die Atemwege reinigen.
Zusatzinformationen / Wissenswertes

In der Fruchtfolge wirkt Hanf positiv auf die anschließend angebauten Kulturen (Nachfrüchte) und er wird in der Regel vor Wintergetreide angebaut. Vorteilhaft sind die hohe Unkrautunterdrückung, die Bodenlockerung durch das große Wurzelsystem und die positive Wirkung auf die Bodengare. Da Hanf sehr selbstverträglich ist, kann er auch mehrere Jahre hintereinander auf der gleichen Fläche angebaut werden (Monokultur).

Hanfsamen enthalten 28 bis 35 % Fett, 30 bis 35 % Kohlenhydrate, 20 bis 24 % Proteine und neben Vitamin E, Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen besonders hohe Anteile an Vitamin B, speziell Vitamin B1 und Vitamin B2. Die Proteine bestehen hauptsächlich aus dem Globulin Edestin, welches sehr leicht verdaulich ist. Die Samen enthalten alle für den menschlichen Körper essentiellen Aminosäuren und sind als Proteinquelle mit einem Protein Digestibility Corrected Amino Acid Score von 0,66 für den Menschen geeignet. Der niedrige Lysinanteil des Hanfsamenproteins schränkt aber die Proteinwertigkeit ein.

 

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Hamamelis ****
Harnkraut
Haronga
Hartheu *****
Haselmünichkraut ****
Haselwurz
Hasenauge ***
Hasenbrot *****
Hasen-Klee ****
Hasenmänteli ****
Hasenohr (Fieberklee) ****
Hasenohr (Melisse) ****
Haugenblume ****
Hauhechel ****
Hauswurz *
Heckenrübe ****
Heckenveigerl ***
Hederich
Heideckern ***
Heidelbeere ***
Heidekraut ***
Heidenkorn ****
Heide-Wacholder ****
Heil aller Schäden ***
Heiliges Basilikum ****
Heiligkraut ****
Heilwegerich ***
Heilwurz ***
Heilziest ***
Heinrich, stolzer ***
Helleborus ****
Helmkraut, bärtiges ****
Herbstrose ***
Herbstzeitlose ****
Hergottsblut *****
Hermel ****
Herrgottsblatt ****
Herzblatt ****
Herzblume ****
Herzbrot ****
Herzel ***
Herzfreund ****
Herzgespann *****
Herzkraut ****
Herzkresse ****
Herzwurz (Alpen-Mutterwurz) ***
Herzwurz (Bärwurz) ****
Heublumen
Heusamen ****
Heuschreckenbaum ****
Heustecher ****
Hexenbesen (Birke) ***
Hexenbesen (Mistel) ***
Hexendorn (Faulbaum) ****
Hexendorn (Kreuzdorn) ***
Hexenkraut ****
Hexenkraut (Kanadisches Berufkraut) ****
Hibiskus ***
Himbeere *
Himmelbrand ***
Himmelsblume ***
Himmelsbrot *****
Himmelsgabe ****
Himmelschlüssel ****
Himmelstau ****
Himalaya Balsam ***
Hinfuss ****
Hirsch-Holunder ****
Hirschkraut ****
Hirschminze ***
Hirse ****
Hirtenstab ****
Hirtentäschel ***
Höckertang ***
Höllenkorn ****
Hohe Schafgarbe ***
Hohes Fingerkraut ****
Hohlzahn
Hohlzahn, stechender ****
Hollaien ****
Holunder *****
Holzmännchen ****
Honigblum (Beinwell) *****
Honigblum (Melisse) ****
Honigklee ***
Hoodia ***

 


Hopfen

Hopfenblüten - Echte Hopfen (Humulus lupulus) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Der Hopfen ist den meisten wohlvertraut vom Biertrinken. Er ist derjenige, der das Bier so herb macht.

Außerdem ist er teilweise für die beruhigende Wirkung des Biers verantwortlich.

Er ist eine Kletterpflanze mit zackigen Blättern und hübschen grüngelben Zapfen, die das Typische am Hopfen sind. Diese Zapfen werden auch in der Heilkunde verwendet.

Wo der Hopfen angebaut wird, rankt er sich an bis zu sieben Meter hohen Rankgestellen hoch, die der Landschaft, beispielsweise der Holledau ein typisches Aussehen verleihen.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell,
beruhigend,
blutreinigend,
entzündungshemmend,
Muttermilch fördernd,
schmerzstillend,
tonisierend,
Anwendungsbereiche:
Angstzustände
Blasenentzündung
Blasensteine
Darmkrämpfe
Fieber
Furunkel
Haarausfall
Herzklopfen
Magenkrämpfe
Menstruationsstörungen
Migräne
Nervöse Herzbeschwerden
Nervöse Magenbeschwerden
Nervöse Unruhe
Schlafstörungen
Verstopfung
Wechseljahrsbeschwerden
Wunden
wissenschaftlicher Name: Humulus lupulus
Pflanzenfamilie: Hanfgewächse = Cannabaceae
englischer Name: Hops
volkstümliche Namen: Hoppen, Hopf, Hecken-Hopfen, Weiden-Hopfen
Verwendete Pflanzenteile: Fruchtzapfen bzw. Ähren
Inhaltsstoffe: Hopfenbitter (stickstoffrei), Humulon, Humulen, Lupulon, Lupulin, ätherisches Öl, Gerbsäure, Harze, Campesterol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Eugenol, Farnesol, Isovalerinsäure,
Sammelzeit: Spätsommer

Anwendung
Vom Hopfen werden ausschliesslich die Ähren (Zapfen) der weiblichen Pflanzen verwendet.

Sie wirken beruhigend und aufgrund ihrer speziellen Bitterstoffe bakterientötend.

Man kann den Hopfen als Tee oder Tinktur einnehmen. Auch als Dragess wird er im Handel oft angeboten.
Tee
Für einen Hopfentee übergiesst man einen Teelöffel Hopfenzapfen mit kochendem Wasser und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen.

Danach abseihen und in ruhiger Umgebung in kleinen Schlucken trinken.
Beruhigende Wirkung
Hopfen ist ein wichtiger Bestandteil der meisten Beruhigungstees.

Er schmeckt etwas bitter, entspannt und hilft beim Einschlafen.

Siehe:

Teemischung: Schlaf- und Nerven-Tee

Verdauungsystem
Aufgrund seiner entspannenden Eigenschaften und der Bitterstoffe ist der Hopfen geeignet, nervöse Verdauungsbeschwerden zu lindern.

Ausserdem wird die Verdauung angeregt.
Phyto-Östrogene gegen Wechseljahrsbeschwerden
Da Hopfen Phytohormone enthält, die dem Östrogen ähneln, kann man Hopfen gegen Wechseljahrsbeschwerden verwenden, denn sie gleichen das schwindende Östrogen etwas aus.

In der Anfangsphase der Wechseljahre besteht jedoch eher ein Progesteron-Mangel und dadurch ein relativer Östrogen-Überschuss. Daher ist in dieser Phase der Hopfen eher ungeeignet, um die anfänglichen Wechseljahrsbeschwerden zu lindern. Stattdessen kann man Mönchspfeffer, Schafgarbe oder Frauenmantel einsetzen.

Auch wenn man ausserhalb der Wechseljahre unter Östrogenmangel leidet, kann man Hopfen-Tee trinken.

Die östrogenähnlichen Stoffe des Hopfens sorgen im Übermass genossen jedoch für eine Zunahme des Bauchumfangs (Bierbauch). Daher sollte man den Hopfen bei Neigung zum dicken Bauch eher sparsam einsetzen.

Pflanzenbeschreibung
Der Hopfen ist in Europa heimisch.

Als Wildpflanze wächst er bevorzugt an stickstoffreichen Standorten mit ausreichend Feuchtigkeit. Man findet ihn vor allem an Waldrändern, Lichtungen und Gebüschen.

Der wilde Hopfen kommt nicht sehr häufig vor, aber dort wo er wächst, steht er meist in kleinen Gruppen.

In einigen Gegenden Deutschlands wird Hopfen im grossen Stil angebaut, beispielsweise in der Hallertau in Bayern. Dort wird er an sieben Meter hochen Gestellen gezogen.

Hopfen ist zweihäusig, das heisst, es gibt unterschiedliche weibliche und männliche Pflanzen. Zum Bierbrauen und als Heilpflanze werden nur die unbefruchteten Ähren, auch Dolden oder Zapfen genannt, der weiblichen Pflanzen verwendet.

Das Blattwerk und die Stengel wachsen jedes Jahr neu, nur die Wurzeln überwintern.

Im Frühling treibt der Stengel aus und rankt sich im Laufe des Sommers bis zu sieben Meter lang an Pflanzen oder Gestellen hoch.

Die Form der Blätter erinnert ein wenig an Weinblätter, aber die Ränder sind zackiger als die der meisten Weinreben. Die Blätter sind gelappt und etwa handgross.

Im Juli und August blüht der Hopfen. Die männlichen Blüten sind klein, zahlreich und hängen in Trauben. Die weiblichen Blüten sind grösser und entwickeln sich zu Ähren, die von den Hopfenbauern "Dolden" und vom Volksmund "Zapfen"


Huatplotschen ****
Hübsches Februar-Mädchen ***
Hühnerdarm ***
Hühnerraute ***
Huder *****
Huflattich ***
Hundertgüldenkraut ****
Hundskohl ****
Hundskraut ***
Hundsrebe ****
Hundsrippen ***
Hundsrose ***
Hundszunge
Hungerblume ****
Husarenknopf ****

 

 

Heilkräuterlexikon I

 

Ibenbaum ****
Igeleinkraut ***
Ilex ***
Immenchrut ****
Immenkraut ****
Immerdurst ****
Immergrün ***
Immerschön ***
Immertau ****
Indianernessel ****
Indianertabak ***
Indischer Blasen- und Nierentee
Indische Feige ****

 

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Indischer Lotos ****
Indischer Flohsamen ****
Indische Schlangenwurzel (Rauwolfia) ***
Indisches Springkraut ***
Indisches Basilikum ****
Ingelblum ****
Ingwer ***
Insektenblüte
Insigel ****
Ipsche ***
Irländisches Moos *
Islandmohn ***
Isländisches Moos *
Istrianswurzel ***
Italienische Immortelle ****

 

 

Heilkräuterlexikon J

 

Jachelbeerstrauch ****
Jaborandistrauch
Jägerbrot ****
Jageteufel *****
Jakobs-Greiskraut ****
Jakobslauch ****
Jalape ***
Jambu ****
Jambul
Japanischer Staudenknöterich ****
Jenes **
Javanische Gelbwurz
Java-Teufelspfeffer ***
Jiaogulan ****
Johannisbrot
Johannisbrotbaum


Johanniskraut

Johanniskraut (Hypericum perforatum) Tüpfeljohanniskraut - Tüpfelhartheu - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Das Johanniskraut ist die bekannteste typische Mittsommerpflanze. Selbst sein Name stammt vom Johanni-Tag am 24. Juni ab.

In den Tagen um die Sommersonnenwende öffnet das Johanniskraut seine leuchtend gelben Blüten an Wegrändern, lichten Gebüschen, Böschungen und sogar auf Schuttplätzen.

Wie kaum eine andere Pflanze ist das Johanniskraut mit der Sonne assoziiert, dessen Kraft sie an den längsten Tagen des Jahres aufnimmt, um sie in den dunkleren Tagen des Winters an uns Menschen abzugeben.

Das Johanniskraut bringt wärmende Sonnenstrahlen in depressive Gemüter. Das wusste schon Paracelsus im Mittelalter und heutzutage wird dieses Wissen sogar von der Schulmedizin bestätigt.


Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Depressionen
Heilwirkung:
abschwellend,
adstringierend,
antibakteriell,
beruhigend,
blutblidend,
blutstillend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
krampflösend,
schleimlösend,
schmerzstillend,
tonisierend,
Anwendungsbereiche:
Atemwege
Bronchitis
Fieber
Halsentzündung
Verdauungssystem
Appetitlosigkeit
Darmentzündung
Durchfall
Hämorrhoiden
Magenbeschwerden
Verdauungsschwäche
Stoffwechsel
Gicht
Rheumatismus
Harnorgane
Bettnässen
Blasenentzündung
Frauenheilkunde
Endometritis
Gebärmutterkrämpfe
Menstruationsbeschwerden
Wechseljahrsbeschwerden
Zyklusunregelmässigkeiten
Nervensystem
Angstzustände
Depressionen
Epilepsie
Hexenschuss
Hypochondrie
Ischias
Kopfschmerzen
Migräne
Nervosität
Neuralgien
Schlaflosigkeit
Trigeminusneuralgie
Bewegungsapparat
Blutergüsse
Krampfadern
Muskelzerrungen
Quetschungen
Rückenschmerzen
Verrenkungen
Verstauchung
Haut
Beulen
Ekzem
Geschwüre
Juckreiz
Narbenschmerzen
Schrunden
Stichwunden
Trockene Haut
Verbrennungen
Wunden
wissenschaftlicher Name: Hypericum perforatum
Pflanzenfamilie: Hartheugewächse = Hypericaceae
englischer Name: St Johns Wort
volkstümlicher Name: Hartheu, Alfblut, Blutkraut, Frauenkraut, Gartheil, Hartenaue, Hergottsblut, Jageteufel, Jesuswundenkraut, Johannisblut, Johanniswurz, Konradskraut, Mannskraft, Teufelsflucht, Tüpfel-Hartheu, Tüpfel-Johanniskraut, Unserer Frauen Bettstroh, Wundkraut
Falsche Schreibweisen: Johanneskraut, Johaniskraut, Johaneskraut, Johanisskraut, Johannes Kraut, Johanneskrautöl
Verwendete Pflanzenteile: das blühende Kraut, Blüten
Inhaltsstoffe: Hypericin, Hyperforin, Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, äther. Öl, Harz, Myristinsäure, Hyperinrot, Phytosterin, Stearin, Taraxasterol, Violaxanthin, Beta-Sitosterol, Phytosterole
Sammelzeit: Ende Juni bis September
Fotos: Fotos vom Johanniskraut

 

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Anwendung
Johanniskraut Vor allem die Wirkung des Johanniskrauts gegen leichte und mittelschwere Depressionen ist heutzutage bekannt. Es ist ein Antidepressiva auf pflanzlicher Basis. Aber auch als Wundheilmittel wird das rote Johanniskraut-Öl gerne verwendet. Die zahlreichen anderen Heilwirkungen des Johanniskrautes sind etwas in Vergessenheit geraten.
Depressions-Mittel
Schon im Mittelalter wurde das Johanniskraut gegen Melancholie verwendet, was aber in Vergessenheit geriet, bis die Schulmedizin in den 1970er Jahren die antidepressive Wirkung in medizinischen Studien bewies.

Seitdem ist Johanniskraut nicht nur ein Stimmungsaufheller, sondern auch das wichtigste pflanzliche Antidepressivum.

In hoher Dosierung kann es nach 4 bis 6 wöchiger Anwendung eine leichte und mittelschwere Depression lindern.

Die schulmedizinisch anerkannte Dosierung ist jedoch so hoch, dass diese mit Tees oder im freien Handel erhältlichen Mitteln nicht erreicht werden kann. Für die offiziell notwendige Dosierung zur Linderung von Depressionen sind täglich 900 mg bis 1800 mg Johanniskrautextrakt notwendig. Als Medikament zur Behandlung mittelschwerer Depressionen sind einige Präperate sogar verschreibungspflichtig (siehe Arzneimittelverschreibungsverordnung - AMVV Ausfertigungsdatum: 21.12.2005 - Seite 27 von 52 -). Verschreibungspflichtig obwohl es einige frei verkäufliche Mittel mit mehr Wirkstoffen gibt.

Die Schulmedizin macht die Wirkstoffe Hypericin und Hyperforin für die antidepressive Wirkung verantwortlich.

Die klassische Kräuterheilkunde und die moderne anthroposofische Medizin betrachten das Johanniskraut als Pflanze, die das Sonnenlicht des Hochsommers speichern kann, um die Freude des sonnigen Sommers dann im trüben Winter abzugeben und die Gemüter zu erhellen und zu erwärmen.

So betrachtet kann man statt käuflicher Präparate auch durchaus einen Johanniskraut-Tee trinken. Ein bis zwei Teelöffel des Krautes auf eine Tasse wird mit kochendem Wasser übergossen und fünf bis zehn Minuten ziehen gelassen. Von diesem Tee mindestens zwei Tassen täglich trinken.

Oder du setzt das Johanniskraut in Doppelkorn an und stellst daraus eine Tinktur her. Von dieser Tinktur kannst du dreimal täglich 20-50 Tropfen einnehmen.

Siehe:

Mehr Information über Depressionen
Johanniskraut-Tinktur bei Tinkturen-selbstgemacht.de

Nervenmittel
Das Johanniskraut ist auch für andere Erkrankungen des Nervensystems eine wertvolle Heilpflanze.

Es hilft gegen Nervosität, Schlaflosigkeit und Angstzustände.

Auch Kopfschmerzen und Migräne können gelindert werden.

Einen wertvollen Beitrag leistet das Johanniskraut auch gegen Neuralgien wie Trigeminusneuralgie oder Hexenschuss. Dazu kann man es innerlich einnehmen und ausserdem die betroffene Körperstelle mit Johanniskraut-Öl einreiben.

In leichten Fällen von Epilepsie kann das Johanniskraut die Neigung zu Krampfanfällen vermindern. Diese Anwendung sollte jedoch unbedingt mit ärztlicher Begleitung erfolgen, denn einerseits kann Johanniskraut als Wechselwirkung die Wirkung von anderen Antiepileptika stören und andererseits hat ein Versagen der antiepileptischen Therapie potentiell gefährliche Folgen, wie Unfälle oder gar Status epilepticus mit möglicher Todesfolge.
Verdauungsorgane
Die verdauungsfördernde Wirkung des Johanniskrautes ist angesichts seiner Wirkungen auf das Nervensystem fast in Vergessenheit geraten.

Doch das Johanniskraut stärkt Magen und Darm, lindert Entzündungen und hilft gegen Durchfall.

Außer dem Tee kann man gegen Verdauungsbeschwerden auch das Johanniskrautöl innerlich einnehmen. Dazu nimmt man dreimal täglich einen Teelöffel des Öls.
Frauenheilkunde
Auch gegen Frauenbeschwerden hat das Johanniskraut eine Menge zu bieten.

Durch seine krampflösenden Eigenschaften lindert es Periodenkrämpfe.

Es enthält mit Beta-Sitosterol auch einen östrogenähnlichen Stoff, mit dem es unregelmäßige Zyklen regeln und Wechseljahrsbeschwerden lindern kann.

Da die Wechseljahre häufig auch von Depressionen begleitet werden, ist das Johanniskraut somit eine optimale Heilpflanze für diese wichtige Lebensphase.
Andere innerliche Wirkungen
Außer den zahlreichen bereits beschriebenen innerlichen Einsatzgebieten kann man Johanniskraut-Tee oder Tinktur auch gegen Blasenentzündungen anwenden.

Es hilft auch gegen Rheuma und Gicht.

Sogar Bronchitis und andere Entzündungen der Atemorgane können gelindert werden.

Siehe:

Teemischung: Juckreiz-Tee

Äußerliche Anwendung
Man kann das Johanniskraut als Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Waschungen, Bädern und Umschlägen äußerlich anwenden.

Die bekannteste äußerliche Anwendung des Johanniskrautes ist jedoch das leuchtend rote Johanniskraut-Öl, das aus den frischen Blüten hergestellt wird.

Siehe:

Herstellung des Johanniskrautöls
Salbenküche: Johanniskraut-Creme
Salbenküche: Johanniskraut-Salbe
Salbenküche: Bären-Balsam
Salbenküche: Bärchen-Balsam
Salbenküche: Blüten-Milch-Creme

Das Öl hilft gegen Muskelschmerzen, Zerrungen, Stichverletzungen, Quetschungen und andere Verletzungsfolgen.

Auch leichte Verbrennungen, infizierte Wunden, Geschwüre und Neuralgien können durch Johanniskraut-Öl gelindert werden.

Aufgrund seiner Vielfältigkeit gehört das Johanniskraut-Öl in jede Hausapotheke.

Produktarten
Es gibt unzählige Arten wie Johanniskrautprodukte verpackt sein können, meistens in Form von:
Dragees, Kapseln, Tabletten, Filmtabletten. Enthalten sind das Öl/Rotöl (Johanniskrautölmazerat) oder Trockenextrakt.
Bekannte Hersteller und Produkte sind z.B. Neuroplant/Neuroplant 1X1 von Schwabe, Jarsin von Klosterfrau/Cassella-med, Laif (nicht life) von Steigerwald; Tetesept, Zirkulin, Ratiopharm, 1A Pharma. Viele Produkte sind frei verkäuflich und auch preiswert bei Online-Shops, Discountern und Drogeriemärkten (Rossmann, dm) erhältlich. Ein Preisvergleich lohnt sich, da die Preisunterschiede groß sind.

Achtung! Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
Johanniskraut macht empfindlich gegen Sonneneinstrahlung. Nicht vor Sonnenbädern einnehmen oder einreiben.

Die Wirkung mancher Medikamente, vor allem immunsuppressive Medikamente (z.B. Ciclosporin, Indinavir) wird durch Johanniskraut abgeschwächt. Auch die Wirkung von manchen AIDS-Medikamenten, Antibiotika, chemischen Antidepressiva, Herzglykoside, Gerinnungshemmer, Asthmamittel (z.B. Theophyllin) manche Antiepileptika wird gehemmt.

Außerdem steht Johanniskraut im Verdacht, die Wirkung von hormonellen Verhütungsmitteln (z.B. Pille, manch Erfahrungsbericht nach sogar NuvaRing) herabzusetzen. Dieser Verdacht konnte zwar bisher in zahlreichen medizinischen Studien nicht bestätigt werden, aber man sollte ihn sicherheitshalber berücksichtigen.

Es besteht der Verdacht, dass bei einigen Menschen Johanniskraut die Leber schädigt und die Leberwerte ungünstig verändert. Bei längerer Einnahme sollten daher die Leberwerte überwacht werden.

Wenn man starke Medikamente einnimmt, sollte man unbedingt den Arzt zu Rate ziehen, bevor man Johanniskraut anwendet. Auf jeden Fall sollte bei gekauften Johanniskraut-Produkten der Beipackzettel aufmerksam gelesen werden.

Geschichtliches
Johanniskraut Das Johanniskraut wird schon in der Antike von Dioskurides, Plinius Secundus und Galen lobend erwähnt.

Im Mittelalter war es eine der geschätztesten Pflanzen von Paracelsus, der es vor allem aufgrund seiner wundheilenden und blutreinigenden Fähigkeiten empfahl.

Auch die Verbindung zwischen Johanniskraut und Licht spielte schon damals eine wichtige Rolle. Die lichtsensibilisierende Wirkung des Johanniskrautes wurde zuerst bei Weidetieren beobachtet, die grössere Mengen Johanniskraut gefreesen hatten, denn sie bekamen weisse Flecken auf dem Fell, die sogenannte Lichtkrankheit.

Außerdem galt das Johanniskraut als dämonenabwehrende Pflanze. Es wurde von Bauern in den Stall gehängt, um das Vieh vor Dämonen zu beschützen.

In den Häusern der Menschen hängte man es ans Fensterkreuz, um böse Geister abzuwehren.

Johanniskraut-Zeichnung Sein Name "Teufelsflucht" leitet sich von dieser Anwendung ab, denn sogar der Teufel soll angeblich vor dem Johanniskraut flüchten.

Mit einem Kranz aus Johanniskraut, der auf das Dach geworfen wurde, wurde früher das Haus vor Blitzschlag geschützt. Zur Vertreibung eines Gewitters wurde etwas Johanniskraut auf den Herd gestreut oder im Ofen verbrannt.

In diesem Zusammenhang gibt es auch eine Sage, die davon berichtet, wie bei einem schweren Gewitter eine Stimme aus dem Himmel tönte:

"Ist denn keine alte Fraue,
die kann pflücken Hartenaue,
dass sich das Gewitter stau?"

Mit "Hartenaue" ist das Johanniskraut gemeint. Dieser Name, wie auch "Hartheu" kommt daher, dass das Johanniskraut im Heu harte Stengel ergibt, weil es nicht so weich ist wie getrocknetes Gras oder andere Heupflanzen.

Bei den mittsommerlichen Tänzen um das Johannisfeuer trugen die Mädchen früher Kränze aus Johanniskraut.


Pflanzenbeschreibung
Johanniskraut Das Johanniskraut ist in Europa, Nordafrika und Nordasien heimisch.

Es wächst an sonnigen trockenen Stellen und ist häufig an Wegrändern, Waldrändern, Steinbrüchen und Böschungen zu finden. Es liebt vor allem kalkhaltigen Boden.

Das mehrjährige Johanniskraut ist eine ca. 50 - 100 cm hohe Pflanze, die rund um ihren Stengel kleine ovale Blätter hat.

Im oberen Bereich ist die Pflanze buschig verzweigt. Die Blätter haben lauter rötlich-braune Punkte, die das rote Öl enthalten.

Im Hochsommer blüht es goldgelb mit vielen Einzelblüten, die je 5 Blütenblätter haben. Die vielen braunen Staubblätter sind mit dunkelroten Drüsenpunkten übersät.

Wenn man die Blüten zerdrückt, werden die Finger rötlich.

Anbautipps
Das Johanniskraut kann gut im eigenen Garten angebaut werden, denn es ist relativ pflegeleicht.

Es braucht einen sonnigen Standort, der am besten kalkreich sein sollte. Dieser Platz kann ruhig ein wenig steinig sein und braucht nicht viele Nährstoffe.

Am einfachsten baut man das Johanniskraut durch Ansäen an. Dazu sät man im Frühjahr in Anzuchttöpfchen oder direkt ins Freiland.

Die Samen werden dünn mit Erde bedeckt und feucht, aber nicht nass gehalten.

Bei der Vorkultur in Töpfchen werden die Pflanzen im Abstand von 15 cm ausgepflanzt, sobald sie etwa 10 cm hoch sind.

Man kann das Johanniskraut auch erst im Hochsommer säen. Dann kann man aber erst im nächsten Jahr mit der ersten Blüte rechnen.

Das Johanniskraut ist mehrjährig, verliert aber nach drei bis vier Jahren an einem Standort häufig die Kraft und wächst dann nicht mehr so üppig. Dann wird es Zeit, den Platz für einige Jahre zu wechseln.

Mehr Infos über den Johanniskraut-Anbau siehe auch:

Anbau-Beschreibung: Johanniskraut


Sammeltipps
Johanniskraut Vom Johanniskraut sammelt man das ganze oberirdische blühende Kraut (= die ganze Pflanze) und/oder die frisch aufgeblühten Blüten. Die beste Zeit zum Ernten ist in den meisten Gegenden um den 24. Juni herum, denn in dieser Zeit steht das Johanniskraut meistens in voller Blüte.

Für Johanniskrautöl braucht man die Blüten, für Tee und Tinktur eignet sich das Kraut.

Der Hauptwirkstoff Hypericin ist nur in den Blüten enthalten aber die restliche Pflanze enthält auch viele wertvolle Wirkstoffe.

Man sammelt das Johanniskraut am Vormittag, sobald der Tau getrocknet ist.

Das gesammelte Kraut bindet man zu kleinen Bündeln und hängt es kopfüber an einem luftigen, schattigen ort zuum Trocknen auf.

Die gesammelten Blüten setzt man entweder sofort in Öl an oder man trocknet zügig sie an luftiger Stelle.


Johannisbeere, Schwarze
Judendorn
Judenkirsche
Jungfernblüte ****
Jungfernkraut ***
Junotränen ****

 

 

 

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