Die Vorteile der Pflanzenheilkunde und Phytotherapie in der Naturheilpraxis Düren gratis kennenlernen.

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Vorteile der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)

Pflanzenheilkundliche Präparate sind natürlich und haben keine unerwünschten Nebenwirkungen wie synthetische Medikamente.

Die Heilpflanzenkunde (Phytotherapie) ist eine der ältesten medizinischen Therapien, welche aus der Kräuterheilkunde hervorgeht. Es werden Krankheiten mit Zubereitungen aus Heilpflanzen behandelt.

Pflanzenheilkundliche Präparate machen in der Regel nicht abhängig und sind gut bekömmlich.

Über Wirksamkeit und Unbedenklichkeit pflanzlicher Arzneimittel existiert eine unvergleichbare längere Erfahrung als über synthetisch hergestellte Präparate, die teilweise von erst seit wenigen Jahrzehnten bestehenden Pharmakonzernen produziert werden.

Chemisch-synthetische Arzneimittel in Form von Tabletten, Tropfen usw. bestehen oft nur aus einzelnen, wenigen Wirkstoffen, pflanzliche Arzneimittel hingegen enthalten einen Pflanzenextrakt aus vielen verschiedenen Einzelsubstanzen, die gemeinsam eine Wirkung entfalten.

Mit dem 1. Januar 2004 hat die Bundesregierung ein neues Gesetz beschlossen, nach dem die gesetzlichen Krankenkassen pflanzliche Arzneimittel nicht mehr erstatten dürfen, da Phytopharmaka nicht mehr rezeptiert werden dürfen.

Das heißt aber nicht, dass Pflanzenheilmittel generell kaum wirken! Dieses neue Gesetz bedeutet vielmehr die Diskriminierung einer durchaus heilkräftigen,

nebenwirkungsarmen Arzneimittelgruppe, sowie eine Missachtung der gut dokumentierten Arzneipflanzen-Tradition und der wissenschaftlich erforschten Wirkung standardisierter pflanzlicher Arzneimittel.

Zu den Präparaten der Phytotherapie können Heilpflanzentees gehören, aber auch Bäder, Wild-Kräuterheilkunde Umschläge, Inhalationen und Wickel sowie genauso Kapseln, Tabletten, Tropfen und Zäpfchen aus Pflanzenextrakten.

Im Gegensatz zur Homöopathie, werden pflanzliche Präparate nicht verdünnt, sondern in der sogenannten Urtinktur unverdünnt verwendet. Pflanzliche Mittel können als Tropfen, Tabletten, Tee oder Salben gegeben werden.

In der klassischen Pflanzenheilkunde wird nur die gesamte Pflanze beziehungsweise Teile dieser Pflanze verwendet. Diese werden dann als Teeaufguss, Pflanzenextrakt oder Pulver medizinisch angewendet.

Dadurch haben Heilpflanzen ein sehr breites Wirkspektrum und kommen bei vielen verschiedenen Krankheiten zum Einsatz.

Im Allgemeinen ist die Phytotherapie – wenn korrekt dosiert wird – frei von unerwünschten Nebenwirkungen.

Die Pflanzenheilkunde darf nicht mit der Homöopathie verwechselt werden. Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Therapiemethoden.

In der Phytotherapie ist es von entscheidender Bedeutung das das eingesetzte Arzneimittel pharmazeutisch geprüft und standardisiert ist,

da wie bei allen Naturprodukten der Gehalt an wirksamen Inhaltsstoffen stark schwanken kann und sonst die Gefahr besteht das das Phytopharmakon sonst nicht richtig wirkt.

 

 

Pflanzliche Medizin (Wild-Kräuterheilkunde) vereint altes Wissen und moderne Forschung

 

Durch zahlreiche pharmakologische und chemische Untersuchungen konnten viele wirksame Inhaltsstoffe der in Europa verwendeten Heilpflanzen genau identifiziert und analysiert werden und in mehrere Gruppen von Inhaltsstoffen zusammengefasst werden.

Besondere Bedeutung haben die ätherischen Öle, Alkaloide, Bitterstoffe, Anthracenderivate, Glykoside und Phytohormone.

Auf Grund dieser Stoffe werden Phytoarzneimittel mit gutem Erfolg bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt,

wie Wechseljahrsbeschwerden, Zyklusstörungen, Verdauugsbeschwerden, grippalen Infekten, Depressionen und Schlafstörungen.

Viele hilfreiche Medikamente stammen aus Pflanzen (Bio-Wild-Kräuter) oder werden aus Bestandteilen von Pflanzen gewonnen.

Unsere Natur hält dabei eine unglaublich große Anzahl von Heilkräutern für uns bereit, welche in den unterschiedlichsten Krankheitsbildern Anwendung finden können.

 

Signaturen als Hinweis auf die Pflanzenwirkung

Mittlerweile sind 673 indianische Heilkräuter bekannt; sie werden auch in der modernen Medizin mit Erfolg eingesetzt. Der Vitamin C-reiche Saft der Feigenkakteen wurde zum Beispiel in der indianischen Heilkunst verwendet, um Skorbut erfolgreich zu behandeln.

Auch kannte man bereits die antibiotische Wirkung von Schimmelpilzen, die sich in modrigen Rinden von Eichenstämmen befanden.

Die Ureinwohner Amerikas waren allgemein sehr scharfe Beobachter der Natur und der Wirkung von Heilpflanzen auf den menschlichen Körper. Dieses alte Heilwissen war ein wichtiger Bestandteil indianischer Heilkunst und Kräuter die Domäne der Frauen.

Sie verwendeten Heilpflanzen oft im Hinblick auf ihre symbolische Bedeutung. Hatte eine Pflanze eine ähnliche Form oder Farbe wie ein Hautausschlag, wurde sie dafür eingesetzt.

Dieses Prinzip wird in der Kräutermedizin als „Signatur“ bezeichnet. Man suchte nach Heilpflanzen, deren Äußeres, also Farbe, Form, Geruch oder Größe Aufschluss über die Wirkung im Menschen geben sollte.

Auch die Ähnlichkeit zu einem menschlichen Körperteil galt als Hinweis, denn die Signaturenlehre ging davon aus, dass jeder Pflanze eine höhere Kraft innewohnte, die vom Menschen erkannt werden müsse.

Ein Beispiel liefern die uns wohlbekannten durchblutungsfördernden und erwärmenden Heilpflanzen Cayenne-Pfeffer und Chili oder kühlende und stark wasserhaltige Pflanzen wie Melone, Gurke und Kürbis. Die Ureinwohner Amerikas unterscheiden allerdings nicht nur nach der Wirktemperatur, sondern auch nach männlichen und weiblichen Pflanzen.

 


Die Kräuterheilkunde der Traditionellen Chinesischen Medizin arbeitet ähnlich

Die Entsprechung von Krankheitsbild und Pflanzencharakteristik ist ein Prinzip, das noch heute in der Homöopathie oder in der Kräutertherapie der Traditionellen Chinesischen Medizin angewendet wird.

So erinnert die indianische Einteilung von Heilpflanzen nach Thermik und Signatur stark an die Kräuterheilkunde der Traditionellen Chinesischen Medizin. Danach unterscheidet man die Wirkung der Kräuter nach dem therapeutischen Geschmack:

scharf bewegt und zerstreut die Körperflüssigkeiten, süß baut sie auf, sauer zieht sie zusammen, salzig löst sie auf, bitter senkt sie ab. Darüber hinaus ist das Temperaturverhalten und die Wirkrichtung der Kräuter die Basis für die zugesprochene Wirkung.

Populär sind Kräuter wie Cinnamomi ramulus (Zimtzweig), das durch seine aromatische Schärfe die Muskeln und Hautschichten des Körpers wärmen soll (Wirkungen: heiß, scharf-süß, expandierend und die Zirkulation fördernd), oder Poria sclerotium cocos albae, ein fade schmeckender weißer Pilz, der als Diuretikum zur Ausscheidung von angesammelter Feuchtigkeit im Körper (Ödeme, Durchfall, Husten mit Schleimauswurf, etc.) verwendet wird (Wirkung: neutral in der Temperatur, süß-fade im Geschmack, trocknend, absenkend).

Die Chinesen kennen ebenfalls Signaturen. So haben rote Kräuter einen Bezug zum Funktionskreis Herz und schwarze Wurzeln oder aus dem Wasser gewonnene Kräuter Bezug zum Funktionskreis Niere, die auch anatomisch eine dunkle Farbe aufweist.

 


Indianische Heilkunst – Religion und Medizin nicht trennbar

Die Signaturenlehre war auch in der europäischen Naturheilkunde beliebt. Erst gegen Ende des Mittelalters kam es zur Entmystifizierung der Natur. Im aufkommenden naturwissenschaftlichen Weltbild begann man, die Inhaltsstoffe der Pflanzen für deren Heilwirkung verantwortlich zu machen.

Doch dieser Wandel hin zur Rationalisierung, den auch die Chinesische Medizin später vollzog, hat in der indianischen Medizin nicht stattgefunden.

Geistervorstellungen sind in der indianischen Heilkunst stark vertreten – man kann also Dinge tun, die den Zorn der Geister erregen, der dann zu einer Krankheit führt.

Um das zu verhindern, begibt man sich in den Schutz eines guten Heilers. Er kann entwichene gute Geister wieder zu ihren menschlichen Besitzern zurückführen oder die Gemeinschaft vor bösen Geistern schützen, indem er sie zurückdrängt oder beschwichtigt.

 

 

Phytotherapie = Pflanzenheilkunde = Starke Wirkung und weniger negative Nebenwirkungen

 

In der Phytotherapie eingesetzte Heilpflanzen wirken regulativ auf komplexe Stoffwechselvorgänge, aktivieren die natürlichen Entgiftungsfunktionen, beeinflussen den Hormonhaushalt positiv und können den Organismus mit vielen bioaktiven Stoffen versorgen.

Alle Pflanzen sind hierbei in der Lage einen Umstimmungsprozess einzuleiten und die entgiftenden Organe wie Leber, Haut, Darm, Lunge und Niere anzuregen und in ihren vielfältigen Aufgaben zu unterstützen.

Die Wild-Kräuterheilkunde ist eine Erfahrungswissenschaft. Durch Hildegard von Bingen sind bewährte pflanzliche Heilmittel überliefert worden. In den Büchern Hildegard von Bingen’s schlummern ungeahnte Schätze über Heilwissen:

Das Buch von den Pflanzen, die Heilkunde der Hildegard von Bingen oder das Handbuch der Klostermedizin.

Phytopharmaka besitzen ein breites therapeutisches und pharmakologisches Spektrum und Wirkprofil und zeigen oft weniger Nebenwirkungen, als synthetisch hergestellte Arzneimittel. Es existieren heute viele unterschiedliche Formen der Pflanzenheilkunde.

In der traditionellen Phytotherapie die im europäischen Raum praktiziert basiert die Auswahl und das Einsatzgebiet der Heilpflanzen auf jahrhundertelanger Erfahrung und Überlieferungen aus der Volksmedizin.

Im Gegensatz dazu steht die Rationale Phytotherapie deren Grundsätze auf klinischen Studien beruhen und die Wirksamkeit jeder Heilpflanze pharmazeutisch nachgewiesen wurde.

Ebenfalls zur Phytotherapie zählt man einen großen Teilbereich der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Die Chinesische Kräutermedizin verwendet viele Kräuter die in der Europäischen Pflanzenheilkunde unbekannt sind und auf 3000 Jahre Erfahrung der Chinesischen Medizin beruhen.

In der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda nimmt die Pflanzenheilkunde neben der Ayurveda-Massage, der Ernährungslehre und der Yogapraxis eine entscheidenden Aspekt ein.

 

 

In der Phytotherpie wird die Wild-Kräuterpflanze im Ganzen verwendet

 

In der Phytotherapie finden folgende Pflanzenteile Verwendung: Blatt, Blüte, die ganze oberirdische Pflanze, Holz, Hülse, Frucht, Knospen, Rinde, Samen, Stängel, Wurzel, Wurzelstock, Zweigspitzen und Zwiebeln.

Altes Wissen über Heilkräuter (Wild-Kräuterheilkunde) ist auch durch Maria Treben’s Buch: „Heilkräuter aus dem Garten Gottes“ überliefert worden.

Ein weiterer Klassiker für Freunde der Naturheilkunde ist das Buch: „Pfarrer Kneipp’s Hausapotheke“, in welchem Verwendungsmöglichkeiten für Tees, Kräuter und Tinkturen beschrieben werden.

Der Name von Pfarrer Sebastian Kneipp steht nicht nur für das "kneippen" in kaltem Wasser.

Er steht eigentlich für ein Naturheilverfahren, bei dem es um den gesamten Menschen geht, um Körper, Geist und Seele.

Die fünf Säulen seiner Behandlungsform sind daher Licht, Luft, Wasser, Bewegung und Ernährung.

Durch Wasseranwendungen, Wickel, Spaziergänge und die richtige Ernährung wird der Körper wieder in sein gesundes Gleichgewicht gebracht.

Phytotherapie kommt sowohl in der Vorsorge, begleitend neben anderen Therapien sowie theoretisch auch als alleinige Behandlungsmethode zum Einsatz.

Die Pflanzen werden als Komplexmittel oder Einzelverordnung in der Form von Arzneitees, Auflagen, Wickeln und Extrakten verabreicht. Nach vorangegangener, eingehender Anamnese bevorzuge ich die Erstellung einer auf Sie abgestimmten individuellen Rezeptur, zumeist als Begleittherapie.

Die individuelle Komposition von Arzneipflanzen z.B. als Tee ermöglicht eine wirkungsvolle und zugleich sanfte Therapie.

Auf diese Weise bieten sich neue Ansätze zur Behandlung von chronischen Prozessen, aber auch als Prophylaxe auf naturheilkundlicher Basis zur Erhaltung Ihrer Gesundheit.

 

Unterschied: Homöopathie und Phytotherapie


Im Gegensatz zur Homöopathie lässt sich die Wirkungsweise der Phytopharmaka innerhalb des naturwissenschaftlichen Weltbildes erklären.

Ein wichtiger Unterschied hierbei ist die Dosis-Wirkungsbeziehung: Je höher in der Phytotherapie die Dosis, desto stärker ist auch die Wirkung, während es sich in der Homöopathie genau umgekehrt verhält.

 

 

In der Pharmakologie werden die Pflanzen nach ihrer Wirksamkeit in drei Arten eingeteilt:


1. milde oder als Mite bezeichnete Pflanzen

2. starke, mit Forte gekennzeichnete Pflanzen

3. alle sonstigen, dazwischenliegende Pflanzen, die keine besondere Kennzeichnung haben


Die Phytotherapie ist wie die Homöopathie eine spezielle Therapierichtung, die neben naturwissenschaftlichen Bewertungsmaßstäben auch vorhandenes Erfahrungsmaterial heranzieht.


Man unterscheidet die rationale oder allopathische Phytotherapie, die auf der naturwissenschaftlich begründeten Medizin basiert und die traditionelle Phytotherapie, die sich aus der Volksheilkunde entwickelt hat.


Erstere erhebt den Anspruch, kausal und symptomatisch der Krankheit entgegenzuwirken, während die Tradition sich auf überlieferte Erfahrungen (ich erinnere an den Urmenschen) stützt.

 

 

Die Brennessel, Unkraut und wilde Heilpflanze

Die Brennessel (Urtica dioica) nehmen heute viele nur noch als hartnäckiges Unkraut wahr.

Dabei ist sie ein schmakhaftes Gemüse und eine sehr traditionsreiche Heilpflanze,

die als Tee eingenommen unter anderem bei entzündlichen Krankheiten der ableitenden Harnwege, gegen Nieren- und Blasensteine (Durchspülungstherapie),

bei rheumatischen Beschwerden und Gelenkserkrankungen wirkt.

Im Mittelalter wurde die Brennnessel gegen Letzteres auch äußerlich angewendet: Pfarrer Kneipp empfahl "Nesselpeitschen".

 

 

Pflanzenheilkunde für die Gesundheit

 

Die Phytotherapie hat in allen Kulturen uralte Wurzeln, in Europa sind diese zum Beispiel in den Lehren Hippokrates oder Hildegard von Bingen verankert, in Indien in der Ayurveda-Medizin, in China in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Da hier genaue Nachweise nicht immer vorliegen, sollte man die Mittel der traditionellen Phytotherapie nicht ohne fachmännische Anleitung anwenden, dennoch: Hier ist noch so mancher Wissensschatz oder Wirkstoff verborgen, der vielleicht eines Tages die moderne Medizin bereichern wird.

Zu unterscheiden von der „rationalen“ Phytotherapie sind außerdem die Homöopathie, Bachblütentherapie, Spagyrik oder Anthroposophische Mittel. Hier wird die Wirkung anderen Prinzipien jenseits der Wirkstoffe zugesprochen.


Phytotherapie, auch Pflanzenheilkunde genannt, findet sich in allen Kulturen der Erde als eine der Grundmethoden der jeweiligen Medizinsysteme.

In den naturheilkundlich orientierten Medizinsystemen steht sie meist gleichwertig und in enger Verbindung neben den auf Psyche und Seele ausgerichteten Verfahren (zum Beispiel Schamanismus ) und den auf Verhaltensänderung zielenden Verfahren (Ordnungstherapien).

Die Pflanzenheilkunde stellt auch eine Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin dar.

 

 

Hexenjagd auf kräuterkundige Menschen

 

Durch die Verfolgung zahlreicher kräuterkundiger Frauen und Männer als Hexen und Hexer,

durch die weitgreifenden Auswirkungen der Philosophie der Aufklärung

und die oft als "Siegeszug der Chemie" bezeichnete moderne Entwicklung der Pharmazie ging

viel Wissen um die Gesundheit verloren, das heute allmählich wieder entdeckt wird.

 

 

Welche Krankheiten werden mit Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) behandelt?

 

Abwehrschwäche.
Aphthen.
Bauchschmerzen.
Blasenentzündung.
Colitis ulcerosa.
Depressive Verstimmung.
Durchfall.
Ekzem
Erkältungen (Inhalation mit ätherischen Ölen oder Trinken von heilenden Tees)
Nervosität (Baldrian oder Hopfenzapfen)
kleinere Wunden (Arnika)
Verstopfung (Feige)
verschiedene Hautprobleme (Eichenrinde)
Rheumatischen Beschwerden (Löwenzahn)
chronischer Bronchitis (Thymian)
Bluthochdruck (Knoblauch)

 

Besonders beliebt sind Heilpflanzen (Wild-Kräuterheilkunde) in den klassischen Selbstbehandlungssparten wie bei Erkältung (Husten), Magen-Darmproblemen, Verletzungen und Hauterkrankungen.

Daneben gibt es eine breite Palette an Extrakten gegen Herz-Kreislauferkrankungen und zur Stärkung von Konstitution oder Abwehr. Auch bei Leber-, Gallen- und Verdauungsbeschwerden kann die Phytotherapie punkten.

Im urogenitalen Bereich sind Probleme wie Blasenentzündung, Prostatabeschwerden oder Wechseljahrssymptomatik linderbar.

Wirksame Klassiker sind für die Therapie psychosomatischer Beschwerden, Schlafstörungen bis hin zu mittelschweren Depressionen verfügbar.

 

Abwehrschwäche.
Aphthen.
Bauchschmerzen.
Blasenentzündung.
Colitis ulcerosa.
Depressive Verstimmung.
Durchfall.
Ekzem
Erkältungen (Inhalation mit ätherischen Ölen oder Trinken von heilenden Tees)
Nervosität (Baldrian oder Hopfenzapfen)
kleinere Wunden (Arnika)
Verstopfung (Feige)
verschiedene Hautprobleme (Eichenrinde)
Rheumatischen Beschwerden (Löwenzahn)
chronischer Bronchitis (Thymian)
Bluthochdruck (Knoblauch)

 

Besonders beliebt sind Heilpflanzen in den klassischen Selbstbehandlungssparten wie bei Erkältung (Husten), Magen-Darmproblemen, Verletzungen und Hauterkrankungen.

Daneben gibt es eine breite Palette an Extrakten gegen Herz-Kreislauferkrankungen und zur Stärkung von Konstitution oder Abwehr. Auch bei Leber-, Gallen- und Verdauungsbeschwerden kann die Phytotherapie punkten.

Im urogenitalen Bereich sind Probleme wie Blasenentzündung, Prostatabeschwerden oder Wechseljahrssymptomatik linderbar. Wirksame Klassiker sind für die Therapie psychosomatischer Beschwerden, Schlafstörungen bis hin zu mittelschweren Depressionen verfügbar.

Jetzt kommt sie wieder, die Zeit der Infektionskrankheiten. Bei bakteriellen Infektionen wie Nebenhöhlenentzündung oder Harnwegsinfekten sind Antibiotika meist die klassischen Arzneimittel. Viele Erkältungsinfekte sind jedoch durch Viren verursacht.

Hier können Kräuter, Heil- und Wildpflanzen mit ihren antibakteriellen und antiviralen Inhaltsstoffen die Infektabwehr unterstützen und das Immunsystem entlasten. Laienhaft und eigentlich irreführend bezeichnet man sie als "pflanzliche Antibiotika".

 

 

1. Der beste Schutz: ein fittes Immunsystem

Das ganze Jahr wacht unser Immunsystem über unsere Gesundheit: meist im Verborgenen, ganz unauffällig und von uns unbemerkt.

In der kalten Jahreszeit denken wir wieder öfter an dieses gewaltige Schutznetz in unserem Körper, das darauf ausgelegt ist, Erreger abzufangen, unschädlich zu machen und abzutransportieren.

Das Ganze funktioniert im Prinzip wie ein ausgezeichnet organisiertes Unternehmen: Transport, Produktion, Lager, Logistik und Sicherheitsabteilung sind bei einem gut ausgebildeten Immunsystem auf dem neuesten Stand, miteinander vernetzt und strategisch ausgerichtet.

Das Grundgerüst der Abwehr bildet das Lymphsystem, das die Organe miteinander verbindet. Es transportiert per Lymphflüssigkeit Immunzellen zu den Organen und Krankheitserreger von ihnen weg.

Auch das Blut spielt eine wichtige Rolle beim Transport von Immunzellen, Antikörpern und löslichen Stoffen. Eine ganze Reihe von Organen sind an dem Schutznetz beteiligt:

Neben den Lymphgängen und Lymphknoten sind das z.B. die Schleimhäute und die Haut, die Atemwege, die Mandeln, die Milz, das Knochenmark, der Darm und, vor der Pubertät, die Thymusdrüse, die später verkümmert.

Diese Organe des Immunsystems produzieren Immunzellen oder lagern sie, bis sie zum Einsatz kommen. Meist stehen sie an Stellen, die auch viele Erreger passieren müssen – so können die Wachtposten schnell gegen diese vorgehen.

Mindestens fünf verschiedene Arten von Zellen kommunizieren mittels Botenstoffen, spüren Eindringlinge auf, produzieren Antikörper zur Bekämpfung von Krankheitserregern und greifen infizierte (sowie Tumor-) Zellen an und zerstören sie.

Diese gut organisierte Firma in Schwung zu halten, ist eine Herausforderung – speziell in Zeiten, wo äußere Umstände es den Mitarbeitern schwer machen. Feuchtkaltes Wetter, trockene Luft, geschlossene und überheizte Räume – schon haben die Erkältungsviren leichtes Spiel.

 


2. Pflanzen fürs Immunsystem

Der am besten bekannte pflanzliche Unterstützer eines starken Immunsystems ist natürlich der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea). Dazu später mehr. Fürs Erste wollen wir einige weitere potenzielle Helfer aus dem Pflanzenreich unter die Lupe nehmen.

 


3. Thuja und wilder Indigo

Sucht man im Internet nach dem Begriff «Pflanzen fürs Immunsystem» stösst man oft auf den Lebensbaum (Thuja) und den Wilden Indigo (Baptista tinctoria), auch Färberhülse genannt. Beide traditionellen Heilmittel haben jedoch durchaus ihre Schwächen.

Das ätherische Öl des Lebensbaums enthält das Nervengift Thujon, weshalb von einer längeren Anwendung abgeraten wird. Die Wirksamkeit als Mittel zur Stärkung des Immunsystems ist nicht belegt.

Auch die Färberhülse gilt nur als «möglicherweise» abwehrkraftstärkend. Untersuchungen zu den Wirkstoffen der seltenen Heilpflanze gibt es kaum. In Deutschland und der Schweiz werden Thuja und Wilder Indigo zusammen mit Sonnenhut-Extrakten eingesetzt.

Da jedoch die das Immunsystem stärkende und modulierende Wirkung von Echinacea gründlich untersucht und belegt ist, scheint eine Kombination nicht vielversprechender als ein Sonnenhut-Präparat alleine.

 


4. Wasserdost und Taigawurzel

Taigawurzel

Die Taigawurzel : Bei Bluthochdruck nicht einnehmen!

Der Gewöhnliche (Eupatorium cannabinum) und der Durchwachsene Wasserdost (E. perfoliatum), auch als Kunigunden- oder Indianerkraut bekannt, wurde von nordamerikanischen Heilkundigen zur Behandlung von Erkältungen, vor allem aber bei Fieberzuständen, bei Malaria, Denguefieber und Grippe eingesetzt. Wissenschaftler vermuten eine Wirkung auf das Immunsystem, jedoch ist auch diese Pflanze noch unzureichend untersucht.

Der Borstigen Taigawurzel (auch Sibirischer Ginseng, Eleutherococcus senticosus), die in China, Japan, Korea und Sibirien wächst, wird vor allem in Studien aus Russland und China eine immunstimulierende Wirkung zugeschrieben.

Die Inhaltsstoffe der Taigawurzel sind besser bekannt als die des Wasserdosts: So gelten Chlorogen- und Rosmarinsäure als antiviral und antibakteriell. Taigawurzelpulver ist in Deutschland und der Schweiz in Kapseln erhältlich.

Vorsicht ist jedoch bei Bluthochdruck geboten; mit anderen Medikamenten, z.B. Antidiabetika, Insulin, Schlafmitteln und Gerinnungshemmern, sind unerwünschte Wechselwirkungen bekannt. Auch mit Stimulanzien wie Kaffee sollte Eleutherococcus nicht zusammen eingenommen werden; es kann zu Schlafstörungen und Hyperaktivität kommen.

 


5. Der rote Sonnenhut bleibt König

Die erste Wahl, wenn es um die Stärkung des Immunsystems geht: Der Rote Sonnenhut - Echinacea purpurea L.

Auch wenn Pflanzen wie der Wasserdost und die Taigawurzel sicherlich interessantes Potenzial haben, so gilt in der Phytotherapie ebenso wie in der Schulmedizin der Grundsatz: Warum Bewährtes ändern?

Echinacea, insbesondere der Rote Sonnenhut Echinacea purpurea, ist und bleibt das bestuntersuchte und wirksamste pflanzliche Mittel zur Stärkung des Immunsystems.

Einzelne Untersuchungen zum Thema Echinacea ergeben aufgrund ihrer sehr unterschiedlichen Studienanordnung oft «gemischte» Aussagen.

Doch Metaanalysen zeigen immer wieder seine Fähigkeiten auf: Man erkältet sich deutlich seltener, und wenn doch, ist die Dauer der Erkrankung ein wenig kürzer. Frischpflanzenpräparate haben hier, wie auch in anderen Bereichen der Pflanzenheilkunde, die Nase vorn.

 

 

Bekannte Pflanzen, die in der Phytotherapie erfolgreich Verwendung finden sind zum Beispiel:

Baldrian, Hopfen, Melisse und Johanniskrautzur Beruhigung und Einschlafförderung
Weißdorn zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des Herzens
Thymian, Anis, Fenchel bei festsitzendem Husten
Mariendistelfrüchte und Artischockenblätter bei Lebererkrankungen
Brennesselwurzel, Sägepalmenfrüchte und Kürbissamen bei Prostataerkrankungen
Teufelskralle bei Rheumatischen Erkrankungen
Kamille und Ringelblumebei Hautentzündungen
Und vieles mehr...

 

Wirkstoffe in der Pflanzenheilkunde

 

Heilpflanzen enthalten höchst unterschiedliche Wirkstoffe, die in verschiedene Gruppen eingeteilt werden:

 

 

Alkaloide

Bei den Alkaloiden handelt es sich um eine heterogene Gruppe von Naturstoffen.
Die meisten Alkaloide sind basische, bitterschmeckende Stickstoffverbindungen, die im Stoffwechsel von Pflanzen entstehen und eine bestimmte Wirkung auf Mensch und Tier ausüben.

Aber es gibt auch Alkaloide, die von Pilzen (Mutterkorn-Alkaloide) oder Tieren produziert werden. Alkaloide sind eine Gruppe von Naturstoffen für die wie kaum für eine andere gilt: „allein die Dosis mach das Gift“:

In hoher Dosis sind sie toxisch, aber in geringer Menge können sie verschiedene stimulierende bzw. hemmende, therapeutische Wirkungen haben – z. B. auf das zentrale Nervensystem. Beispiele sind: Coffein, Capsaicin, Theobromin, Nicotin, Morphin.

 


Glykoside

Als Glykoside bezeichnet man eine sehr heterogene Gruppe von Pflanzenstoffen, die eine Gemeinsamkeit haben:
Sie weisen alle ein Zuckermolekül auf, welches mit einer anderen Komponente verbunden ist.

Das Wirkspektrum der Glykoside ist sehr breit gefächert.
Bekannt sind die Herz-Glycoside Digoxin und Digitoxin, die im Fingerhut vorkommen.

Sie steigern die Kontraktionskraft des Herzens.
Auch Senfölglycoside sind im Pflanzenreich verbreitet, v.a. in der Familie der Kreuzblütler und Kaperngewächse.


Sie verleihen Rettich, Senf, Kresse und Kohl den charakteristischen, meist leicht bitteren und scharfen Geschmack.
Aber auch die Pflanzen-Farb- bzw. Wirkstoffe aus den Gruppen der Saponine, Cumarin-Glycoside und Flavonoide liegen meist als Glycoside vor.

 


Saponine

Diese Stoffe haben seifenähnliche Eigenschaften und können die Oberflächenspannung von Wasser verringern. Außerdem hemmen die meisten Saponine die Vermehrung von Mikroorganismen, insbesondere von Pilzen.

Die Saponine der Süßholzwurzel wirken schleimlösend, antibakteriell und entzündungshemmend und kommen deshalb bei Erkrankungen der Atemwege und Magengeschwüren zum Einsatz.

 

 

Bitterstoffe

Bitterstoffe sind meist Glycoside oder Alkaloide. Sie regen den Appetit und die Verdauung an. Wichtige Heilpflanzen, die Bitterstoffe enthalten, sind beispielsweise Enzianwurzel, Zimtrinde, Löwenzahn, Wermut oder Schafgarbe.

 

Gerbstoffe

Diese Substanzen wurden früher für das Gerben von Leder verwendet.
Sie verbinden sich bei Kontakt mit Eiweißen und verändern so deren Struktur: Wasser wird verdrängt, biologische Abbaufähigkeit vermindert,

Temperaturbeständigkeit erhöht. Sie haben eine zusammenziehende, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung auf Haut und Schleimhaut. Deshalb kommen sie v.a. als Gurgellösungen und Wundauflagen zum Einsatz.

Pflanzliche Gerbstoffe werden als Tannine bezeichnet. Besonders gerbstoffreich sind Eichenblätter, Walnussrinde, aber auch Tee und Kaffee.

 


Flavonoide

Flavonoide werden von Pflanzen v.a. als (Blüten)-Farbstoff und Fraßschutz gebildet. Sie haben antioxidative Eigenschaften, die sich auch der Mensch zu Nutze macht. Viele Flavonoide wirken entzündungshemmend.

Manche werden in Reinform als Venenmittel eingesetzt, wie Rutin und Hesperidin. Menschen, die sich flavonoidreich ernähren, gelten als besser vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschützt.

Die Flavon-Glycoside aus den Gingkoblättern wirken durchblutungsfördernd. Mit den Flavonoiden des Weißdorns kann das Herzkreislaufsystem gestärkt werden. Auch die dunklen Farbstoffe von Beeren (Anthocyane) gehören zu den Flavonoiden. Besonders stark konzentriert sind sie in der Aronia-Beere.

 


Cumarine

Diese Stoffe riechen nach duftendem Heu und hemmen die Blutgerinnung.
Darüber hinaus können sie gegen Insektenbefall wirken, beispielsweise als Inhaltsstoff von Mottenkissen. Bekannte cumarinhaltige Pflanzen sind Waldmeister und Zimt.


Ätherische Öle

Ätherische Öle sind quasi in jeder intensiv riechenden Pflanze enthalten und können aus bis zu 150 verschiedenen Einzelkomponenten bestehen.

Durch ihre ölige Konsistenz können sie leicht von der Haut oder über die Schleimhäute der Atemwege bzw. des Magen-Darm-Traktes aufgenommen werden.

Sie finden bei vielen unterschiedlichen Beschwerden Anwendung, da sie ein breites Wirkspektrum haben. So sind ätherische Öle zum Beispiel häufig entzündungshemmend oder entblähend.

Beim Thymian bewirkt das ätherische Öl seine sekretlösende und entkrampfende Eigenschaft bei Husten.


Schleimstoffe

Diese Stoffe quellen im Wasser auf und können so auch Gele bilden. Wasserlösliche Schleimstoffe bilden einen Schutzfilm auf Haut und Schleimhaut und wirken so reizmildernd und entzündungshemmend.

Unlösliche Schleimstoffe wirken als Ballaststoffe im Darm: Sie werden nicht verdaut und quellen im Darm auf. Durch die damit einhergehende Volumenzunahme wirken sie stuhlregulierend.

Besonders die Samenschalen von Plantago ovata enthalten viele Schleimstoffe. Deshalb werden Flohsamenschalen auch bei Verstopfung eingesetzt.

 

 

Anwendung der Pflanzenheilkunde (Wild-Kräuterheilkunde)

 

Bei Phytotherapeutika handelt es sich immer um sogenannte Vielstoffgemische. Das bedeutet, dass sie nicht nur einen, sondern mehrere Wirkstoffe enthalten und sich ihre Wirkungsweise daher aus der Summe aller Inhaltsstoffe ergibt.

 

Die Arzneimittel sind in vielfältigen Darreichungsformen verfügbar:

Badezusatz
Creme, Salbe, Gel
Tablette, Filmtablette, Dragee, Kapsel
Tinktur, Flüssigextrakt
Arzneitee (Aufguss, Kaltauszug, Dekokt)

 

Der Arzneitee kann in Form eines Aufgusses, eines Kaltauszugs oder einer Abkochung selbst zubereitet werden.
Bei einem Aufguss, dem herkömmlichen Teekochen, wird über den pflanzlichen Tee kochendes Wasser geschüttet und das Ganze zugedeckt.

Der Tee muss etwa acht bis zehn Minuten ziehen und kann dann abgeseiht werden.

Ein Kaltauszug kommt zum Einsatz, wenn durch heißes Wasser unerwünschte Wirkstoffe freigesetzt würden. Ein Beispiel dafür sind die Gerbstoffe in Bärentraubenblättern.

Um dies zu vermeiden, wird der Tee mit kaltem Wasser zubereitet. Man lässt das Gemisch etwa sechs bis acht Stunden stehen und seiht es anschließend ab.

Für die Abkochung oder das Dekokt wird die passende Menge Tee mit kaltem Wasser angesetzt.

Dieses wird zum Kochen gebracht und eine bestimmte Zeit lang gekocht.

Für ein Kurzdekokt muss der Tee nur 1 bis 3 Minuten kochen, für ein Langdekokt etwa 15 bis 20 Minuten. Dieses Verfahren wird meist für harte Stoffe genutzt, beispielsweise Rinde.

 

 

Die Qualität der Heilkräuter

 

Heilkräuter aus der Apotheke müssen den Mindestanforderungen laut Arzneimittelbuch entsprechen und werden streng überprüft. Das gilt nicht für Tees aus dem Supermarkt, die nur als Lebensmittel und nicht als Arzneimittel verkauft werden.

Darüber hinaus können Kräuter stark mit Umweltgiften belastet sein. Am besten wählt man Kräuter in Bio-Qualität.

Wer Heilkräuter selbst sammeln möchte, sollte über ausgezeichnete botanische Kenntnisse verfügen, um sie von ähnlichen und manchmal giftigen Verwandten unterscheiden zu können.

Nicht gesammelt werden dürfen vom Aussterben bedrohte Pflanzen. Wurzeln sollten generell nicht ausgegraben werden, um den Wildwuchs nicht zu gefährden. Sie werden besser aus eigens angebauten Kulturen bezogen.

 

 

Risiken und Gefahren

 

Schwangere Frauen und organisch Kranke sollten sich auf keinen Fall selbst mit Phytotherapie behandeln, sondern sich durch Fachleute beraten lassen.

Immungeschwächte Menschen sollten nur unter medizinischer Anleitung Kaltauszüge zu sich nehmen, da sie Keime enthalten können.

Eigenmächtig zusammengestellte Kräuterkombinationen und auch das Konsumieren von Kräutertees über etliche Wochen und in grossen Mengen können starke und auch gefährliche Nebenwirkungen haben.

Trotz der Wirksamkeit der Pflanzen empfiehlt es sich, bei der Selbstbehandlung die Grenzen der Phytotherapie nicht zu vergessen.

Verschwinden Beschwerden nicht längstens nach drei Tagen wieder, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Schmerzen und Fieber als Reaktion auf Kräuter sind ein Alarmzeichen, die ebenfalls einen Arztbesuch erfordern.

Bei Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder allergischen Hautreaktionen ist die Behandlung sofort abzubrechen.

 

 

Phytopharmaka: Pflanzliche Fertigpräparate oder individuelle Mischungen?

 

Standardisierte pflanzliche Fertigpräparate können hilfreich sein, jedoch wurde nur ein isolierter Wirkstoff aus der Pflanze extrahiert.

Dabei wird nicht beachtet, dass die Wirkungsweise einer Pflanze eine Gesamtkomposition ist.

In meiner Praxis erhalten Sie ein individuell auf Sie abgestimmtes Rezept, welches dann eine Apotheke für Sie zubereitet.

Es handelt sich dabei entweder um eine Trockenkräutermischung oder eine Kräutertinktur, welche Sie eine Zeitlang regelmäßig einnehmen.