Das gratis Wildkräuter Lexikon - Wildpflanzen Ratgeber von U bis Z zeigt Ihnen tausende Pflanzen - Naturheilpraxis Düren

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U

 

 

Udram *****
Ufer-Zaunwinde ***

 


Ulme

Die Ulme ist ein immer seltener werdender Baum, der vom Ulmensterben bedroht wird. Daher trifft man die Ulmen immer seltener an, was einen ernsten botanischen Verlust darstellt.

Die Rinde der Ulme ist ein traditionelles Heilmittel, dass entzündungshemmend auf Schleimhäute wirkt. Daher kann man die Rinde gegen Entzündungen im Mund und in den Verdauungsorganen einsetzen und auch Wunden damit behandeln.

Aufgrund der Gefährdung der Ulme, sollte man aber nicht die Rinde von wilden Ulmen verwenden, sondern Ulmenrinde käuflich erwerben oder darauf verzichten.

Die Ulme wird auch als Bachblüte Elm eingesetzt.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
Anwendungsbereiche:
Durchfall
Ekzeme
Gastritis
Gicht
Hämorrhoiden
Langsam heilende Wunden
Mundschleimhautentzündung
Rachenentzündungen
wissenschaftlicher Name: Ulmus campestris, Ulmus carpinifolia, Ulmus glabra, Ulmus minor
englischer Name: Elm
volkstümliche Namen: Berg-Ulme, Feldulme, Parkulme, Rüster, Ruster
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
Inhaltsstoffe: Gerbsäure, Schleim, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Phlobaphene
Sammelzeit: Ende März bis April

Anwendung
Achtung!

Weil die Ulme stark gefährdet ist, sollte man nicht die Rinde von wilden Ulmen entfernen.

Wenn man Ulmenrinde verwenden will, sollte man sich diese kaufen.

Ulme kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden.

Die traditionell häufigste Art, Ulme anzuwenden ist Ulmenrinden-Tee.
Tee
Für einen Ulme-Tee, der eine sanfte Form der Abkochung ist, übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Ulmenrinde in einem Topf mit einer Tasse kalten Wasser und bringt beides zusammen zum Kochen.

Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken oder zum Gurgeln oder Spülen verwenden.

Von diesem Tee verwendet man ein bis zwei Tassen täglich.
Tinktur
Um eine Ulme-Tinktur selbst herzustellen, übergiesst man Ulme in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich
Ulme kann man innerlich als Tee gegen Durchfall oder Magenschleimhautentzündung einsetzen.

Ausserdem hilft Ulmenrinde als Tee oder verdünnte Tinktur gegen Entzündungen im Mundraum, wenn man damit spült oder gurgelt.
Äusserlich
Äusserlich kann man Ulme-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.

Mit dieser Art der Anwendung kann man Wunden, auch schlecht heilende, behandeln.

Ulme hilft äusserlich eingesetzt auch gegen Hämorrhoiden und Ekzeme.
Bachblüte
Als Bachblüte Elm wird die Ulme verwendet, wenn an sich starke Persönlichkeiten sich ihren Aufgaben plötzlich nicht mehr gewachsen fühlen.
Pflanzenbeschreibung
Die Ulme ist auf der ganzen Nordhalbkugel in gemässigten Breiten heimisch.

Sie wächst bevorzugt in Auwäldern, an sonnigen Waldrändern, an Hängen, Flussufern und in Parks.

Der Baum, der sehr alt werden kann, wird bis zu 40 Meter hoch.

Die dunkelgraue Rinde ist in jungen Jahren glatt und wird später rissig.

Die Blätter sind spitz eiförmig und am Rand gesägt. Typisch ist, dass eine Hälfte der Blätter grösser ist als die andere.

Die in Büscheln stehenden Blüten erscheinen zwischen März und April. und

Aus den Ulme-Blüten entwickeln sich geflügelte, weisshäutige Früchte.

 

 

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Umckaloabo ****
Unsterbliche ****

 


Uzara

Die Uzarawurzel ist eine traditionelle Heilpflanze aus Südafrika, die vor allem gegen Durchfall verwendet wird.

Sie wird seit Jahrhunderten von den Ureinwohnern Südafrikas verwendet und wurde Ende des 19. Jahrhunderts von auf der Reise erkrankten Europäern entdeckt. Infolgedessen wurde die Uzara auch in Europa eine beliebte Heilpflanze.

Die Uzarawurzel hilft nicht nur überraschend schnell gegen Durcfallerkrankungen, sondern kann auch gegen Menstruationsbeschwerden und andere krampfbedingte Erkrankungen helfen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Durchfall,
Heilwirkung:
beruhigend,
brechreizlindernd,
entspannend,
krampflösend,
spasmolytisch,
wundheilend,
Anwendungsbereiche:
Abszesse
Bauchkrämpfe
Brechdurchfall
Diarrhoe
Erbrechen
Erkältung
Kopfschmerzen
Menstruationsbeschwerden
Migräne
Nachwehen
Reisekrankheit
Verdauungsbeschwerden
Wunden
Ödeme
wissenschaftlicher Name: Xysmalobium undulatum
Pflanzenfamilie: Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
englischer Name:
andere Namen: Uzarawurzel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Cardenolidglykoside: Uzarin, Xysmalorin, Phytosterine, Gerbstoffe, Flavonoide
Sammelzeit: Wurzeln von 2 bis 3 Jahre alten Pflanzen

Anwendung
Uzarawurzel

Uzara kann man wahlweise als Tee, Tinktur oder als Fertigpräparat in Tablettenform anwenden.

Die häufigste Art, Uzara anzuwenden sind Tinkturen aus der Apotheke.

Unbearbeitete Pflanzenteile sind von der Uzarapflanze in Mitteleuropa kaum erhältlich.

Von der Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein oder wie auf der Packungbeilage angegeben.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

Dragees nimmt man entsprechend der Packungsbeilage ein.

Traditionell wird das Pulver der Wurzel auf Verletzungen und Abszesse gestreut.
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Wirkung

Die Uzarawurzel wirkt nicht nur schnell durchfallhemmend, sondern verhindert auch, dass zu viele Elektrolyte mit dem Durchfall ausgeschieden werden.

Diese Zusatzwirkung ist bei Durchfall besonders wichtig, denn viele Probleme bei Durchfallerkrankungen sind eine Folge des Elektrolytverlustes.

Die Wirkung der Uzarawurzel tritt sehr schnell ein, weil ihre Glykoside schnellwirkend sind. Die glatte Muskulatur des Darms (und anderer innerer Organe) wird entspannt und so werden Darmkrämpfe und krampfhafte Darmentleerungen verhindert. Der gleiche Wirkmechanismus hilft auch gegen Periodenkrämpfe und andere krampfartige Beschwerden im Bauchraum.

Die Zulus aus Südafrika halten die Uzarawurzel außerdem für eine wichtige Traumpflanze, weil sie eine ausgeprägte Wirkung auf die Träume haben soll.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen bei der bestimmungsgemäßen Behandlung mit Uzarawurzeln sind nicht bekannt.

Da in der Uzarawurzel jedoch ähnliche Glykoside wirken, wie bei den herzwirksamen Digitalisglykosiden, sollten Herzpatienten mit Digitalisbehandlung die Uzarawurzel nur unter ärztlicher Beobachtung anwenden.

Uzara-Präparate sollen möglichst nicht gespritzt werden, da sie bei dieser Anwendungsform gefährlich sein können.

Geschichtliches

In Südafrika ist die Uzarawurzel den Ureinwohnern schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze gegen Durchfall und andere Erkrankungen bekannt. Die Xhosa benutzen sie seit jeher und nennen sie "Uzara", was der Pflanze auch den in Europa bekannten Namen gegeben hat.

1891 wurde die Heilwirkung der Uzarapflanze von einem deutschen Reisenden in Südafrika kennengelernt. Er litt unter starkem Durchfall und erhielt von Eingeborenen den Tipp, die Uzarawurzel als Heilmittel zu versuchen. Er kaute die Uzarawurzel und nach kurzer Zeit ging es ihm wieder gut.

Zurück in Deutschland sorgte er dafür, dass die Heilwirkung der Uzarapflanze genauer untersucht wurde.

Seit 1911 wird die Uzarawurzel in Deutschland medizinisch verwendet und als Trockenextrakt angeboten.

Pflanzenbeschreibung
Uzarawurzel

Uzara ist in Südafrika heimisch.

Sie wächst bevorzugt an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Sie braucht nur relativ wenig Wasser.

Die Wurzeln der Uzarapflanze sind dick, knollig und haben viele Seitenwurzeln, wenn die Pflanze etwas älter geworden ist.

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch.

Der runde Stengel kann bis zu 3 Zentimeter dick werden. Er führt reichlich Milchsaft.

Von ihm gehen im Abstand von etwa 8 Zentimetern die kreuzständigen Blätter ab. Die Blätter sind lanzettförmig und ledrig. Sie stehen an einem kurzen Stiel. Der Rand der Blätter ist häufig gewellt.

Aus den Blattachseln wachsen die Blütenstände. Die Blüten stehen in runden Dolden von jeweils bis zu 12 Einzelblüten. Die meisten der Blüten haben 5 Blütenblätter.

Aus den Blüten entwickeln sich Balgfrüchte, die bis zu 7 Zentimeter lang werden können.

Anbautipps

Die Uzarapflanze ist nicht winterhart, daher kann man sie in Mitteleuropa nur im Kübel (Wintergarten) oder als Zimmerpflanze anbauen.

Im Winter sollte man die Uzarapflanze möglichst trocken halten. Dann verliert sie meistens ihr Laub, das im Frühjahr wieder erscheint.

Die gelblichen Blüten erscheinen im Sommer.

Sammeltipps

Wenn man die Uzara-Pflanze erfolgreich angebaut hat, kann man die Wurzeln der 2 bis 3 jährigen Pflanzen ernten, in kurze Stücke schneiden und an der Luft im Halbschatten trocknen.

Die Wurzeln sind fleischig und wenn man nur einen Teil abschneidet, kann die Pflanze weiter wachsen (wenn man Glück hat).

 

 

 

Wildkräuter Lexikon V

 

Vanille

Die Vanille ist wohl das bekannteste Gewürz der süßen Küche. Die allermeisten süßen Nahrungsmittel enthalten mehr oder weniger große Spuren von Vanille.

Doch obwohl die schwarzen Vanilleschoten inzwischen recht bekannt sind, weiß kaum jemand, dass die Vanillepflanze eine Orchidee ist. Die Vanille-Orchideen ranken sich in tropischen Ländern an Bäumen empor. Aus den prächtigen gelben Blüten entwickeln sich lange Schoten, die zu den bekannten Vanilleschoten verarbeitet werden.

Eine weitere unbekannte Tatsache ist, dass die Vanille auch eine Heilpflanze ist. Sie wird jedoch eher selten als solche eingesetzt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Potenzsteigerung,
Heilwirkung:
aphrodisierend,
belebend,
entspannend,
galletreibend,
menstruationsfördernd,
muskelstärkend,
stoffwechselfördernd,
verdauungsfördernd,
Anwendungsbereiche:
Gallenschwäche
Geschmacks-Korrigens
Muskelschwäche
Potenzschwäche
Reizbarkeit
Rheuma
Stimmungsschwankungen
Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name: Vanilla planifolia, Vanilla fragrans, Vanilla aromatica
Pflanzenfamilie: Knabenkrautgewächse - Orchidaceae
englischer Name:
andere Namen: Echte Vanille, Gewürzvanille
Verwendete Pflanzenteile: Fermentierte Fruchtkapseln
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Vanillin, Vanillinsäure, Vanillylalkohol, Piperonal, Harze, Schleim, Gerbstoff, Fett, Enzyme
Sammelzeit:

Anwendung
Vanille

Die Vanille wird normalerweise nicht als Heilpflanze sondern als Gewürz verwendet.

Durch die Anwendung als Gewürz kann man sich die Vanille-Heilwirkungen in sanfter Weise zunutze machen. Das heißt, man würzt einfach geeignete Speisen mit Vanille und kommt in den Genuss der entspannten Belebung durch die Vanille.

In Teemischungen kann man kleine Stücke von Vanilleschoten zur Verbesserung des Geschmacks einsetzen.

Vanille kann man aber auch gezielt als Heilmittel einsetzen, beispielsweise in Form einer Tinktur.
Tinktur
Vanille

Um eine Vanille-Tinktur herzustellen, übergießt man kleingeschnittene Vanilleschoten in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 1 bis 2 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Vanillezucker

Mithilfe einer Vanilleschote kann man sich selbst Vanillezucker herstellen. Man kann dazu sogar Vanilleschoten verwenden, deren Mark man bereits ausgekratzt hat, um andere Speisen zu würzen; es ist also eine praktische Resteverwertung.

So stellt man Vanillezucker selbst her:

Verwenden Sie eine neue oder eine bereits ausgekratzte Vanilleschote.
Schneiden Sie die Vanilleschote in kleine Stücke.
Legen Sie die Vanille-Stücke in eine Dose, die mit Zucker gefüllt ist.
Bedecken Sie die Vanille mit dem Zucker.
Verschließen Sie das Gefäß.
Lassen Sie den Vanillezucker ein bis zwei Wochen ziehen.
Dann können Sie den Vanillezucker genau so verwenden wie handelsüblichen Vanillezucker.

Wirkung
Vanille

Die Vanille hat sanfter, aber durchaus spürbare Wirkungen auf Körper und Psyche.

Sie wirkt auf entspannte Weise anregend und belebend. Das heißt, man kann sie sowohl verwenden, wenn man sich kraftlos und schlapp fühlt, als auch, wenn man sich gestresst fühlt.

Ferner wirkt die Vanille verdauungsfördernd und stärkt die Gallenproduktion. Daher hilft sie bei der Verdauung von schweren und fetten Süßspeisen.

Man sagt der Vanille auch eine leichte aphrodisierende Wirkung nach. Das gibt ihr einen Platz in Speisen und Getränken für das Candle-Light-Dinner.
Nebenwirkungen

Bei intensivem Kontakt mit Vanilleschoten kann es zu Hautausschlägen, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen kommen. Dies geschieht jedoch normalerweise nur bei Menschen, die beruflich mit der Produktion von Vanilleschoten zu tun haben.

Menschen, die zu Allergien neigen, können auch durch den Genuss von Nahrungsmitteln mit Vanillearoma allergische Reaktionen wie Hautausschläge und Hautschwellungen, z.B. im Gesicht bekommen.

Anwendungsgebiete
Vanille

Vanille wird in erster Linie innerlich im Zusammenhang mit damit gewürzten Speisen eingesetzt.

Sie fördert die Verdauung und hilft bei der Gallenproduktion.

Man kann Vanille auch verwenden, um die Menstruation zu fördern, wobei diese Wirkung eher sanft ist.

Magische Anwendung
Vanille

In der Magie wird die Vanille gerne in Liebesbeutel eingenäht. Der Duft soll erotisierend wirken. Den Liebesbeutel kann man mit sich führen oder man legt ihn neben oder unter das Kopfkissen.

Liebestränke kann man mit selbstgemachtem Vanillezucker (siehe oben) würzen, um die aphrodisierende Wirkung zu verstärken.

Wenn man Vanilleschoten bei sich trägt, soll das die Energie und die Geisteskräfte anregen.

Geschichtliches
Vanille

Im Altertum war die Vanille unbekannt, weil sie in Europa und Kleinasien nicht vorkommt, sondern nur in der neuen Welt heimisch ist.

Nach der Entdeckung der Vanille in Mexiko wurde sie relativ bald auf der französischen Insel Bourbon (Réunion) angebaut. Deshalb wird auch heute noch häufig von Bourbon-Vanille gesprochen.

Das relativ preiswerte künstliche Vanillin, das heutzutage fast allen süßen Nahrungsmitteln zugegeben wird, wird meistens aus Guajakol und Eugenol hergestellt, die wiederum aus verschiedenen anderen Pflanzen extrahiert werden, nicht aber aus der Vanille.

Pflanzenbeschreibung
Vanille

Vanille ist in Mexiko heimisch. Inzwischen wird sie in Ecuador, Brasilien, Bolivien, Sri Lanka, Madagaskar und Java angebaut.

Die Vanille wächst bevorzugt in Wäldern und rankt sich mit ihren Haftwurzeln an Bäumen empor.

Die Kletterpflanze wird bis zu 15 Meter hoch. Ihr Stengel ist walzenförmig und kahl.

Die glänzenden, fleischigen Blätter sind lanzettlich und werden gut handlang. Sie wachsen wechselständig aus dem dicken Stängel. Dort wo die Blätter aus den Stengeln wachsen, entspringen an manchen Stellen auch Luftwurzeln.

Die gelblichen bis orangenen Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Sie haben fünf lange Blütenblätter und in der Mitte einen Trichter. Die Blüten wachsen in üppigen Trauben (10 - 15 Triebe), an denen die Blüten nach und nach aufblühen. Jede Blüte blüht nur einen Morgen lang.

Die Bestäubung der Blüten erfolgt in der Heimat der Vanille durch Bienen und Kolibris. In anderen Anbaugegenden werden die Vanilleblüten von Hand befruchtet.

Aus den Vanille-Blüten entwickeln sich innerhalb weniger Wochen die langgezogenen Frucht-Kapseln. Diese Kapseln werden bis zu 30 cm lang. Sie werden noch unreif geerntet und anschließend fermentiert, damit sich das Vanillearoma richtig entfalten kann. Erst dadurch verfärben sich die Vanilleschoten dunkelbraun bis schwarz.

Anbautipps
Vanille

Um die Vanille selbst anzubauen, braucht man ein Gewächshaus mit tropischem Klima oder man versucht es in der eigenen Wohnunng. Der Standort in der Wohnung sollte so hell wir möglich sein, aber ohne pralle Sonne.

Wichtig ist auch, dass die Luftfeuchtigkeit am Standort der Vanillepflanze immer hoch ist, denn die Vanille ist eine Pflanze des Tropen-Dschungels. Im Zweifelsfall kann man die Pflanze und ihre Umgebung regelmäßig mit Wasser einsprühen.

Damit sich die Vanillepflanze hoch ranken kann, braucht man eine Stange oder ein Gestell zum Ranken.

Als Pflanzerde verwendet man am besten Orchideenerde.

Solange es sommerlich warm ist, braucht die Vanillepflanze relativ viel Wasser, bei kühleren Temperaturen eher weniger. Sie verträgt keine Staunässe und kann dadurch Waurzelfäule bekommen.

Sammeltipps
Vanille

Wenn man sehr großes Glück und viel Geduld hat, beginnt die selbst gezogene Vanille nach einigen Jahren im Sommer zu blühen.

Damit die Blüte befruchtet wird, muss man sie von Hand bestäuben. Dazu eignet sich beispielsweise ein kleines Holzstöckchen.

Wenn man dann wieder sehr viel Glück hat, entwickelt sich aus der befruchteten Blüte die lange Schote, die eigentlich eine Fruchtkapsel ist.

Die Schote wird grün geerntet und anschließend blanchiert (mit kochendem Wasser übergossen). Dann wird sie langsam getrocknet. Während dieser Trocknungsphase entwickelt sich das typische Vanillearoma.

Diese Sammeltipps sind eher theoretischer Natur, denn normalerweise gelingt es nur selten, die Vanillepflanze im Haus zur Blüte oder gar zur Fruchtung zu bringen.


Veilchen ***
Venusader ****
Venusbecken ****
Venushaar
Venuswagen ****
Verbena ****
Vergissmeinnicht ***
Veronika ***

 

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Viole

Wie kleine violette Äuglein blinzeln die Veilchen im Frühling aus dem Gras.

In der Antike war das Veilchen sogar eine heilige Blume. Es war dem Gott Pan geweiht und zu Ehren des Saturn wurden Veilchenkränze auf dem Kopf getragen.

Schon Hippokrates setzte das Veilchen für allerlei Beschwerden ein, unter anderem gegen Sehstörungen, Kopfschmerzen und Melancholie.

In der heutigen Naturheilkunde wird das Veilchen vorwiegend bei Beschwerden der Atemwege, z.B. Husten und Bronchitis eingesetzt.

Steckbrief
Heilwirkung:
abschwellend,
leicht abführend,
antibakteriell,
beruhigend,
blutreinigend,
durchblutungsfördernd,
entzündungshemmend,
erweichend,
harntreibend,
krampflösend,
schleimlösend,
schmerzlindernd,
schweisstreibend,
Anwendungsbereiche:
Angstzustände
Atembeschwerden
Blasenentzündung
Bronchitis
Ekzeme
Epilepsie
Fieber
Gicht
Grippe
Halsentzündung
Hautschuppen
Husten
Katarrhe der oberen Luftwege
Keuchhusten
Kopfschmerzen
Magenkatarrh
Müdigkeit
Nervosität
Nierenentzündung
Pickel
Quetschungen
Reizhusten
Rheumatismus
Schlaflosigkeit
Verrenkung
verschiedene Hautkrankheiten
wissenschaftlicher Name: Viola odorata
Pflanzenfamilie: Veilchengewächse = Violaceae
englischer Name: Violets
volkstümliche Namen: Heckenveigerl, Marienstengel, Oeschen, Osterveigel, Schwalbenblume, Vegeli, Vieli, Viole
Verwendete Pflanzenteile: Das blühende Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe: Saponine, Bitterstoffe, Alkaloid Violin, Cyamin (blauer Farbstoff), Eugenol, Flavonoide, Glykoside, Salizylsäure, Salizylsäuremethylesther, Schleim, Odoratin
Sammelzeit: Kraut: März bis Mai

Anwendung
Veilchen
Veilchen-Tee innerlich
Innerlich wird Veilchen vorwiegend als Tee (Aufguss) bei Husten und Bronchitis verwendet. Weil das Veilchen auch schweißtreibend wirkt, ist es auch förderlich bei fieberhaften Erkältungen.

Der Einsatz bei Magenkatarrh ist eher unüblich, macht aber Sinn, weil sich die Wirkstoffe des Veilchens günstig auf die Schleimhäute auswirken.

Tees aus den Blättern sind auch bei Verstopfung geeignet, weil die Blätter leicht abführend wirken.

Da das Veilchen beruhigend und entspannend wirkt, kann man es als mildes Schlafmittel verwenden. Es hilft aber auch gegen ständige Müdigkeit und Nervosität. Durch die entspannende Wirkung lindert Veilchen-Tee auch die Neigung zu Epilepsie, wenngleich Veilchen natürlich nicht anstelle starker Antiepileptika verwendet werden, sondern sie nur ergänzen kann.

Siehe auch:

Teemischung: Frühlings-Tee

Veilchen Zeichnung
Veilchen-Tee äusserlich
Äußerlich kann man man Veilchen-Tee bei allen Arten von Hautentzündung als Bad oder Kompresse einsetzen. In dieser Form eignet es sich auch zur lokalen Behandlung von Rheuma und Gicht (zusätzlich zum innerlichen Tee).
Wurzel
Die Wurzel wirkt in höherer Dosierung als Brechmittel und sollte daher nur in kleinen Dosen eingesetzt werden. In kleiner Dosierung ist sie jedoch als Blutreinigungsmittel und gegen Husten sehr geeignet.

Die getrocknete und zurechtgeschnittene Wurzel wird gerne für kleine Kinder zum Draufbeissen benutzt, wenn diese unter Zahnungsschmerzen leiden. Solche Veilchenwurzeln kann man in Apotheken bestellen.
Veilchen-Sirup
Nimm eine Hand voll frischer Veilchenblüten und lasse sie in 300 ml Wasser mit 300 gr Zucker einen Tag lang ziehen. Dann werden die Blüten abgeseiht und das "aromatisierte Zuckerwasser" wird ca. 1 Stunde lang im Wasserbad verkocht und eingedickt. Der entstandene Sirup wird anschliessend in eine Flasche gegossen und gut verschlossen im Kühlschrank aufgehoben. Der Sirup eignet sich für Husten bei Kindern.
Blütenessenz
Aus den Blüten des Veilchens kann man auch eine Blütenessenz herstellen, die für Selbstbewusstsein und die Fähigkeit zu sich selbst zu stehen steht.

Siehe auch: Blütenessenz: Veilchen


Pflanzenbeschreibung
Veilchen Veilchen wachsen bevorzugt auf schattigen Wiesen, an Zäunen, Hecken und an Waldrändern. Sie haben einen ausdauernden Wurzelstock, der sich von Jahr zu Jahr mehr ausbreitet. Im zeitigen Frühjahr spriessen die herzförmigen Blätter und von März bis April blüht die Pflanze.

Klassische Veilchen haben violette Blüten mit zwei Blütenblättern oben und drei Blütenblättern unten. Sie duften sehr angenehm. Daher wird das echte Veilchen auch wohlriechendes Veilchen (Viola odorata) genannt.


Virginische Zaubernuss ****
Vogelbeere (Eberesche) ****
Vogelbeere (Faulbaum) ****
Vogelkirsche ***
Vogelleimholz ***
Vogelknöterich
Vogelmiere ***
Vorwitzchen ****

 

 

Wildkräuter Lexikon W

 

Wacholder-Strauch

Wacholder (Juniperus) Familie der Zypressengewächse (Cupresaceae) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Die säulenartigen Wacholderbüsche stehen in vielen Gärten. Früher standen sie dort, weil sie eine ganze Hausapotheke in sich vereinigen, heute ist es eher das gute Aussehen und die langsame Wachstumsgeschwindigkeit, die Gartenbesitzer zum Anpflanzen des Wacholders bringen.

Wild wächst der Wacholder in grossen Mengen in der Lüneburger Heide, aber auch in anderen Gegenden wächst er vereinzelt wild. Er gedeiht bis ins Hochgebirge.

Die Heilwirkung des Wacholders reicht von der Förderung der Verdauung über die Harnorgane bis zum Atmungsapparat und Infektionskrankheiten.


Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Infektionskrankheiten,
Heilwirkung:
antibakteriell,
antibiotisch,
antiviral,
blutbildend,
blutreinigend,
fungizid,
Kreislauf stärkend,
harntreibend,
pilzhemmend,
schleimlösend,
schmerzlindernd,
schweisstreibend,
Stoffwechsel anregend,
tonisierend,
Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit
Arthritis
Atembeschwerden
Blasenentzündung
Blasengries
Blasenleiden
Blasensteine
Blähungen
Bronchitis
Darmentzündung
Diabetes
Erkältung
Gastritis
Gereiztheit
Gicht
Husten
Ischias
Kopfschmerzen
Krampfadern
Leberschwäche
Magenschwäche
Menstruationsbeschwerden
Migräne
Mundgeruch
Muskelrheuma
Nervöse Herzbeschwerden
Psoriasis
Rheuma
Schlecht heilende Wunden
Sodbrennen
Verdauungsschwäche
Wassersucht
Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Juniperus communis
Pflanzenfamilie: Zypressengewächse = Cupressaceae
englischer Name: Junipers
andere Namen: Feuerbaum, Heide-Wacholder, Jachelbeerstrauch, Kaddig, Knirk, Knirkbusch, Krametbaum, Kranawetsbaum, Kranawitten, Qekholder, Reckholder, Wachandel, Weckhalter, Wachulder, Wachtelbeerstrauch, Weihrauchbaum
falsche Schreibweisen: Wachholder
Verwendete Pflanzenteile: Beeren, Nadeln, Triebspitzen, Holz, Wurzeln
Inhaltsstoffe: Bitterstoff Juniperin, Betulin, Kampfer, Zitronensäure, Flavone, Pentosan, Phosphor, Gallussäure, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Linolensäure, Mangan, Menthol, Oxalsäure, Terpineol, Umbelliferon, Zink, ätherisches Öl
Sammelzeit: April bis Juli

Wacholder-Tinktur
In einem Video zeige ich, wie man Wacholder-Tinktur selber machen kann.

Dauer: 2:22

Bei Youtube anschauen
Wacholder-Öl
In diesem Video zeige ich, wie man einen Wacholder-Ölauszug selber machen kann.

Dauer: 2:14

Bei Youtube anschauen
Wacholder-Fußcreme
In diesem Video zeige ich, wie man eine Wacholder-Fußcreme selber machen kann - gegen kalte Füße und Muskelverspannungen.

Anwendung
Wacholder-Beeren Alle Teile des Wacholderbaums sind heilwirksam. Darum gehörte er früher auch in jeden Garten.

Hauptsächlich die Wacholderbeeren werden in der Heilkunde und der Küche verwendet. Aber auch die Triebspitzen, das Holz und sogar die Wurzeln können benutzt werden.

Die Heilwirkung des Wacholders, allen voran der Wacholderbeere, ist sehr vielfältig und betrifft fast alle gängigen Krankheiten.
Atemwege
Ein Dampfbad, dem ätherisches Wacholderöl beigefügt wurde, hilft gegen Bronchitis und infektiöse Lungenerkrankungen. Es erleichtert nicht nur die Atmung, fördert das Abhusten und vermindert die Schleimbildung, sondern wirkt auch stark antibakteriell.
Wacholdersirup gegen bakteriellen Husten
Für Kinder (und auch Erwachsene) kann man einen Wacholdersirup herstellen.

Dazu nimmt man 100 gr Wacholderbeeren und 400 ml Wasser.

Die Beeren zerquetscht man und giesst das Wasser kochend über die Beeren.
Über Nacht lässt man die Mischung zugedeckt ziehen.
Am nächsten Tag langsam erhitzen und kurz aufkochen.
Anschliessend durch ein Sieb streichen.
Danach nochmal aufkochen.
Zum Schluss Honig oder Zucker hinzufügen, wenn man mag.

Von diesem Sirup gibt man Kindern 2 TL pro Tag und Erwachsenen 4 TL.

Er ist vor allem bei bakteriellen Lungenkrankheiten zu empfehlen, weil er nicht nur den Husten lindert, sondern auch die Bakterien tötet.

Als Nebeneffekt wird der Appetit gesteigert und der Stoffwechsel angeregt.
Wacholder-Tee für Verdauung, Harnorgane und Stoffwechsel
Als Tee oder Tinktur kann man die Wacholderbeeren zur Förderung der Verdauung benutzen.

Bei Entzündungen im Verdauungstrakt werden Bakterien getötet und ausserdem werden die Verdauungsorgane zur Arbeit angeregt.

Wacholder-Tee hilft auch gegen Erkrankungen des Harnapparates. Die Nierentätigkeit wird angeregt und die Ausscheidung gefördert. Dadurch werden auch Ödeme gelindert.

Bei Nierenentzündung sollte der Wacholder jedoch nicht verwendet werden, weil er die Nieren zu stark reizt.

Über die Förderung des Stoffwechsels und die entgiftende Wirkung kann Wacholder-Tee auch gegen Migräne, Konzentrationsschwäche und nervöse Herzbeschwerden helfen. Auch leichte Formen von Diabetes können günstig beeinflusst werden. (Natürlich nur begleitend zur ärztlichen Behandlung)

Wacholder-Tee wird mit zerquetschten Beeren hergestellt. Je ein Teelöffel Beeren auf eine Tasse Aufguss. 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, reicht aus.

Teemischung: Figur-Tee

Frauenbeschwerden
Wacholder-Tee kann auch gegen Frauenbeschwerden helfen.

Er fördert die Durchblutung des Unterleibs, was den monatlichen Zyklus günstig beeinflussen kann.

Wacholder-Tinktur
Wacholder-Tinktur kann man gegen Beschwerden der Verdauungs- und Harnorgane einsetzen.

Nach schweren Mahlzeiten helfen ein paar Tropfen Wacholder-Tinktur dem Magen bei der Arbeit.

Auch bei Bronchitis kann man den Wacholder als Tinktur verabreichen.

Äusserlich angewandt lindert Wacholder-Tinktur Beschwerden des Bewegungsapparates. Man kann die Tinktur gegen Rheuma, Gicht oder Ischias auf die betroffenen Stellen auftragen.
Ätherisches Öl gegen Gelenkbeschwerden
Das ätherische Öl der Wacholderbeeren zieht durch die Haut sehr gut in den Körper ein und kann daher äusserlich angewendet in kranke Gelenke einziehen und dort heilend wirken. Diese Wirkung gilt auch für Nervenschmerzen, die mit dem Bewegungsapparat in Verdindung stehen, wie beispielsweise Hexenschuss oder Ischias.

Man kann Umschläge mit heissem oder kaltem Wasser und einigen Tropfen ätherischem Wacholderöl machen, je nachdem, ob den Gelenken Wärme oder Kälte besser bekommt. Das ätherische Wacholderöl sollte man nicht unverdünnt auf die Haut auftragen, weil es hautreizend wirkt.

Auch mit einer Salbe aufgetragen, kann ätherisches Wacholder-Öl bei Gelenkbeschwerden helfen. Siehe auch:

Ätherisches Öl: Wacholder
Salbenküche: Bären-Balsam
Salbenküche: Wacholder-Fuss-Creme
Salbenküche: Wacholder-Creme mit Wollwachsalkoholen
Salbenküche: Fichtennadel-Fuss-Gel

Viren-Infektionen mit Wacholder behandeln

Wacholder hilft auch gegen Viren. Daher kann man verschiedene Virusinfektionen mithilfe von Wacholder behandeln

Wacholder hilft beispielsweise gegen Coronaviren und gegen Herpes-Viren.

Man kann den Wacholder hierfür als Tee oder als Tinktur anwenden.
Pilzinfektionen mit Wacholder behandeln

Wacholder hilft auch gegen Pilzinfektionen, z.B. bei Candida-Infektionen.

Je nachdem, wo die Infektion besteht, kann man Waschungen mit Wacholder-Tee oder Umschläge machen.
Fussbad aus Triebspitzen
Ein Fussbad mit einer Abkochung aus den Triebspitzen oder Nadeln des Wacholderbaumes fördert die Durchblutung in den Füssen und behebt Stauungen.
Kadeöl für Hautprobleme
Das Kadeöl wird durch Destillation aus dem Holz des Wacholderbaumes gewonnen.

Man kann das teerartige Öl gegen Schuppenflechte und andere chronische Hautausschläge anwenden.
Zerkauen der Beeren
Eine einfache Anwendung ist das Kauen der Beeren.

Es soll gegen Ansteckung vor Infektionen helfen.

Ausserdem kann das Kauen von Wacholderbeeren gegen Sodbrennen helfen und die Verdauungs anregen. Auch gegen Mundgeruch hilft das Kauen der Beeren.
Wacholder in der Küche
Wacholderbeeren sind ein beliebtes Gewürz in der Küche. Sie verbessern nicht nur den Geschmack der Mahlzeiten, sondern helfen auch bei der Verdauung.

Besonders gerne werden Wacholderbeeren zum Würzen von Sauerkraut, Fleisch- und Fischgerichten verwendet, allesamt schwer verdauliche Speisen.
Pflanzenbeschreibung
Wacholder Der Wacholder stammt aus den Alpen und Mittel- bis Nordeuropa. Wacholdersträuche, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammen sollen, gehören zu anderen Pflanzenarten, die den Zypressen noch näherstehen als die mitteleuropäische Art.

Der Wacholder ist anspruchslos, was den Boden angeht und wächst bis in die Höhen der Gebirge. In der Lüneburger Heide kommt er in grossen Massen vor. Früher stand der Wacholder in jedem Garten, quasi als lebende Hausapotheke.

Je nach Standort wird der Wacholder nur einen halben Meter oder auch bis zu 7 Meter hoch.

Der Wacholder steht säulenartig in der Landschaft.

Seine Blätter haben Nadelform, bei den südlichen Arten sind sie schuppenartig.

Die Blüten sind zweihäusig und wachsen auf verschiedenen Pflanzen. Die männlichen Blüten bestehen aus Staubgefässen, die in Quirlen zusammenstehen. Die weiblichen Blüten haben drei Samenknospen, die nebeneinander stehen.

Aus den weiblichen Blüten bildet sich innerhalb eines Jahres eine grüne Beere. Erst nach zwei Jahren wird die Beere schwarzbraun und reif. Manchmal dauert es sogar drei Jahre, bis die Beeren reif sind.

Eigentlich handelt es sich gar nicht um Beeren, sondern um besonders geartete Zapfen. Man könnte sie wohl korrekter als Beerenzapfen bezeichnen, aber normalerweise wird einfach "Beere" dazu gesagt, auch wenn dies botanisch gesehen falsch ist.


Wagentranenblatt ***
Waid ****
Wahnsinnskraut ***
Wahrer Bärenklau (Acanthus) ***
Walderdbeere *
Wald-Geissbart ****
Waldglocke ***
Waldklette ****
Waldlorbeer ****
Waldmeister ****
Waldmutterkraut ****
Waldrebe **
Wald-Ruhrkraut ****
Walnussbaum ***
Wald-Ehrenpreis ***
Waldmeister **
Wallwurz *****
Wanzenkraut (Cimicifuga) ****
Wanzenkraut (Koriander) ****
Warzenkraut (Ringelblume) ****
Warzenkraut (Schöllkraut) ****
Wasserfenchel
Wasserklee ****
Wasserkräutel ****
Wasserminze ***
Wasserdost, Wasserhanf ****
Wasserkresse ***
Wasserminze, englische ****
Wasserpfeffer
Wasserrose ***
Wau **
Weberkarde ****
Weckhalter ****
Wegdorn ***
Wegwarte ***
Wegrauke ***
Weiberkittel ****
Weiberzorn ****
Weichsel ***
Weide ***
Weidendorn ***
Weidenröschen ****
Weiderich ****


Weihrauchbaum (Olibanum)

Weihrauch Boswellia Serrata - indisches Oli-Banum - Salai Guggul - Sallaki - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Der Weihrauch und seine Geschichten

Es gibt eine Legende, nach der Gott dem Adam Gold, Weihrauch und Myrrhe als Ausgleich dafür gab, dass er Adam und Eva aus dem Paradies geworfen hat - das dürfte natürlich kein Ersatz für die paradiesischen Zustände gewesen sein, aber immerhin ein kleiner Trost.

Das Weihrauchharz tritt als milchige Flüssigkeit aus der Rinde des Baumes aus, nachdem man diesen angeritzt hat. Je homogener und gleichfarbiger die Flüssigkeit, desto reiner und wirkstoffreicher wird später das Harz, das nach der Trocknung geerntet werden kann. In diesem Zustand ist das Harz dann auch hart genug, um es zu zerreiben und zu zerbrechen.

Es gibt unterschiedliche Farben des Weihrauchharzes, ja nachdem, in welcher Jahreszeit es geerntet wurde: Im Herbst ist es heller, ab dem Frühling wird es dunkler. Es gibt sogar gelbfarbige oder hellgrüne Sorten.

Man sammelt das Harz bis zu 3-mal im Jahr, und je jünger der Baum ist, desto besser ist es!

Nachdem man in einem Jahr mehrmals einen Baum abgeerntet hat, bekommt er einige Jahre Ruhe, da er ansonsten kaputt gehen würde.

Jeder große Weihrauchbaum kann bis zu 10 Kilo Harz pro Ernte geben.

Übrigens nennt man das in Arabien und Ostafrika gewonnene Harz auch "Olibanum", das Harz aus den indischen Regionen wird "Salai Cuggal" genannt. Es gibt inzwischen auch ein in Indien hergestelltes Medikament, das unter diesem oder ähnlichem Namen vertrieben wird. In Deutschland ist es allerdings verboten bzw. nicht erhältlich. Gerade die Inder sind wirklich ganz fleißig, was die Erforschung des Weihrauchs angeht und den daraus resultierenden Therapien.

Der Begriff "Olibanum" leitet sich wahrscheinlich vom arabischen Wort "al-Luban" ab, was so viel wie "eine Substanz durch Melken erhalten" bedeutet. Hingewiesen wird auf die milchige Konsistenz der Flüssigkeit, die man aus den Bäumen gewinnt ("melkt").

Eine andere Erklärung weist auf die Ähnlichkeit zur englischen Bezeichnung "Oil of Lebanon" hin (Oil of Lebanon = Olibanum: hört sich recht ähnlich an!). Tatsächlich kauften die Europäer den Weihrauch früher überwiegend im Libanon.

Der englische Name "frankincense" leitet sich möglicherweise von den fränkischen oder französischen Kreuzrittern ab, die den Weihrauch aus dem Orient mitbrachten. "To incense" heißt auf Deutsch auch so viel wie "verbrennen" oder "verräuchern", also könnte man den Namen mit "Räucherstoff, den die Franken mitbrachten" übersetzen. Könnte stimmen, denke ich.

Tatsächlich kommt der Weihrauch wohl ursprünglich aus dem Oman, aus Somalia und dem Jemen. Heutzutage wird er aber überall da angebaut, wo er wächst, da er immer noch sehr wertvoll ist und man gutes Geld damit verdienen kann. Der Baum ist ziemlich anspruchslos, er braucht keinen besonderen Boden, nicht zu viel Wasser, dafür ausreichend Wärme.

Ein in der Antike sehr wichtiges und bekanntes Anbaugebiet war im Wadi Dawkah im heutigen Oman. Von hier aus belieferte man früher die ganze damalige Welt mit Weihrauch, und das Land wurde dadurch ein reiches Land. Die Festungsanlagen sind so herausragend, dass sie von der UNESCO im November 2000 in die Weltkulturerbeliste aufgenommen wurden. Ja, was der Weihrauch so alles bewirkt hat...

Im alten Ägypten verwendete man den Weihrauch bei der Einbalsamierung der Toten, ebenso bei religiösen Ritualen, insbesondere wenn es um die Gottheit Ra, den Sonnengott, ging.

 

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Weihrauch wurde zum Beispiel im Grabe des Tut anch Amuns gefunden, der im Jahre 1323 vor Christus starb.

Der Weihrauch war im alten Ägypten so beliebt, dass die Ägypter versuchten, eigene Bäume anzupflanzen, damit sie vom teuren Import unabhängig wurden. Aufzeichnungen aus dem Jahre 1480 vor Christus beschreiben aber, dass das nicht funktionierte. Der jährliche Regen, der den Nil über die Ufer treten lies und der die Luft mit hoher Feuchtigkeit schwängerte, machte die Aufzucht zunichte. Naja, die Ägypter mussten ja auch nicht alles haben ...

Bei den alten Griechen und Römern beräucherte man die Häusern damit, um die Luft zu parfümieren und zu reinigen.

Das alte assyrische Volk und die Babylonier kannten den Weihrauch ebenso für religiöse Zeremonien, und so nach und nach kam der Weihrauch auch bei den vorchristlichen Juden an. Das aus dem Jüdischen hervorgegangene Christentum, genauer die römisch-katholische Kirche, gilt wohl inzwischen als Hauptabnehmer des Weihrauchs.

So nebenbei möchte ich erwähnen, dass im alten Rom der Weihrauch zwar sehr teuer war, 5-mal teurerer war aber die Myrrhe, die ebenso zu religiösen und staatlichen Zeremonien verräuchert wurde. Der Gelehrte Plinius sah im Weihrauch sogar ein Gegenmittel gegen den giftigen Schierling.

Im mittelalterlichen, frühmuslimischen Iran des zehnten Jahrhunderts kannten die damaligen orientalischen Gelehrten den Weihrauch als Mittel gegen verschiedenste Erkrankungen, so zum Erbrechen, gegen Durchfälle, gegen Fieber und Tumore.

Im alten China galt er, und er gilt auch heute noch, als Mittel gegen die Lepra, gegen einen Tripper und andere gesundheitliche Probleme.

Der Weihrauch sollte ja vom Duft bekannt sein, seine Wirkung ist naheliegend, wenn man bedenkt, dass er zu allerlei Zeremonien verräuchert wird: er beruhigt die Nerven, entspannt, löst Ängste und Furcht, tröstet bei Trauer und Schmerz. Die enthaltene Sesquiterpene stimulieren das limbische System im Gehirn, genauer den Hypothalamus, der einige Hormone freigibt, die unsere Gefühlslage steuern. Anders gesagt: Weihrauch vertreibt negative und gibt gute Gefühle.

In der Bibel findet man einen Teil des Hohelied Salomos (aus dem ich gestern schon beim Granatapfel zitierte):

"Was steigt da herauf aus der Wüste wie ein gerader Rauch, wie ein Duft von Myrrhe, Weihrauch und allerlei Gewürz des Krämers?

Siehe, es ist die Sänfte Salomos; sechzig Starke sind um sie her von den Starken in Israel."

oder auch

"Bis der Tag kühl wird und die Schatten schwinden, will ich zum Myrrhenberge gehen und zum Weihrauchhügel."

Herodot, ein Schreiber aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, schrieb:

"Arabien ist das einzige Land, das Weihrauch und Myrrhe produziert, Cassia und Zimt."

Angeblich sollte der Weihrauch dort von geflügelten Schlangen bewacht werden - Naja, Herodot war ein Schreiber, und er liebte die gute Geschichte. Heute würde sich so eine Überschrift auch in der Zeitung mit den VIER Buchstaben gut machen. Außerdem sollte man bedenken: Weihrauch war kostbar, da konnte man schon mal ein Schauermärchen in die Welt setzen.

Weihrauch kam schon vor 1500 vor Christi vom Nahen Osten nach China, das belegen alte Aufzeichnungen. Dort wiederum wird er erstmals im Jahr 500 nach Christus erwähnt, im so genannten Mingyi Bielu, das sind alte Aufzeichnungen von berühmten Ärzten. Sie verwendeten den Weihrauch gegen Trauer nach dem Tode geliebter Menschen.

Im Papyrus Ebers aus dem 6. Jahrhundert vor Christi finden sich ebenfalls Rezepte mit Weihrauch.

Im alten Ägypten war es üblich, die Haare mit den Überresten von verkohltem Weihrauch dunkel zu färben, ebenso den Bereich um die Augen, quasi als eine Art Lidschatten.

Das Harz verwendete man auch als eine Art Enthaarungsmittel, man stellte zusammen mit anderen Ingredienzien eine Paste daraus her, die so angewendet wurde wie heute die Masse, die bei den Türken noch bekannt ist - "Halawa" ist der Name, auf Deutsch "Zuckerpaste" genannt.

Und natürlich nahm man den Weihrauch für Parfüms, besonders für Männerparfüms.

Heutzutage kennt man den Weihrauch zum Beispiel in Form von Pastillen, die man für guten Atem kaut, oder als Inhalation, die gegen Bronchitis und Kehlkopfentzündungen hilft.

Es gab und gibt aber noch eine Vielzahl von Anwendungsmethoden, so nahm man in der alten ayurvedischen Heilkunde den Weihrauch gegen Colitis ulcerosa oder Asthma-Erkrankungen. In den arabischen Ländern gilt es fast wie eine Art Kaugummi, oder in Wasser aufgelöst als Mittel gegen Magenbeschwerden, Geschwüre und entzündliche Beschwerden wie Arthritis.

In der Volksmedizin gilt der Weihrauch auch als uterusstärkendes Mittel, das man in der Schwangerschaft und während einer Geburt verwenden kann.

Es sei aber auch gesagt, dass es zu Nebenwirkungen kommen kann, wie zum Beispiel Durchfall, Übelkeit und Hautausschlägen.

Sobald man den Rauch des Weihrauches einatmet, ist man in der Lage, tiefer Luft zu holen.

Die heutige moderne Medizin erkennt einige der Heilwirkungen heute an, andere jedoch auch nicht.

Gesichert scheint zu sein, dass Weihrauch gegen Arthritis und Arthroseschmerzen hilft.

Weihrauch
Als Weihrauch bezeichnet man das getrocknete Harz des Weihrauchbaumes, Boswellia carterii oder serrata. Diese beiden Arten sind die wichtigsten Arten zur Gewinnung von Weihrauch, es gibt auch andere, allerdings nicht so duftende Sorten. Dieses Harz wird im getrockneten Zustand zerstoßen und dann weiterverwendet, zum Beispiel verbrannt, wie es in der katholischen Kirche oder in der hinduistischen Religion üblich ist.

Der Weihrauch hat schon eine lange Geschichte hinter sich, schon im Altertum galt er als etwas ganz Besonderes. Der Weihrauch war in der Antike sogar genauso wertvoll wie Gold!

Die Geschichte des Weihrauchs und der Myrrhe

"Und als sie in das Haus kamen, sahen sie das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und opferten ihm Gaben, Gold, Weihrauch und Myrrhe."

Heilige drei Könige Gold, Weihrauch und Myrrhe

Viele kennen die Geschichte von der Geburt Jesu und den Heiligen drei Königen.

Auf das Gold möchte ich jetzt nicht weiter eingehen, obwohl es damals auch als Heilmittel galt, aber auf die beiden Heilkräuter schon.

Sowohl Weihrauch als auch Myrrhe haben in der Kräuterkunde seit Jahrtausenden ihre Anwendung gefunden.

Weihrauch und Myrrhe sind beide Harze, also der ausgehärtete Saft von Bäumen. In beiden Fällen werden die Bäume angeritzt, so dass der Baum "blutet". Der austretende Saft verhärtet mit der Zeit und bildet Perlen, manche Menschen sagen auch Tränen. Beide Stoffe haben einen völlig eigenen Duft.

Weshalb aber gab man Weihrauch und Myrrhe als Geschenk an den Menschen, der als der Heiland galt - hatte man denn nichts Wertvolleres? Naja, wenigstens Gold war dabei, könnte man jetzt denken...

Nun ja, versetzen wir uns einmal in die damalige Zeit, um das Jahr 0 herum, als Jesus geboren wurde.

Die Medizin, wie wir sie heute kennen, existierte nicht. Die Menschen verwendeten im besten Fall Naturheilmittel, im schlechten Fall konnten sie nichts gegen ernste Erkrankungen tun. Ein entzündeter Blinddarm konnte den Tod bedeuten, ein Kratzer oder ein Schnitt konnten eine Blutvergiftung auslösen, an der man ebenso sterben konnte.

Die durchschnittliche Lebenserwartung lag bei ca. 30 Jahren, viele Menschen, besonders Kinder, starben aber schon vorher.

Und so verwundert es kaum, dass Myrrhe und Weihrauch ein passendes Geschenk für eine solch wichtige Person war.

Weihrauch und Myrrhe waren damals und auch vorher schon bekannt, dass sie eine desinfizierende Wirkung haben. Sie galten als desinfizierendes Mittel bei Wunden, Verletzungen und Schnitten.

Heute weiß man, dass die Myrrhe zum Beispiel bei leichten Entzündungen im Mundraum, bei leichten Hautentzündungen, Wunden und Abschürfungen hilft. Das ist wissenschaftlich bestätigt worden.

Es wurde experimentell belegt, dass die Myrrhe gegen die unterschiedlichsten Bakterienstämme und Pilze hilft, u. a. auch gegen Candida albicans, der Fuß- und Scheidenpilzerkrankungen hervorruft.

Wie mag zu jener Zeit, als der Mensch von Krankheitserregern nicht wusste, ein solch wirksames Mittel wohl beachtet worden sein? Wahrscheinlich als eine Art Wundermittel, das, warum auch immer, dem Menschen die Gesundheit schenkte. Geradezu nur gut genug, um dem Heiland überreicht zu werden.

Um sich etwas von der Religion abzuwenden, es geht auch weniger spirituell, obwohl das bei diesen beiden schon sehr dazu passt.

Wie schon erwähnt, hat sich die Wissenschaft der Myrrhe und dem Weihrauch natürlich ganz besonders angenommen, da man ja wissen will, ob es nur Aberglaube ist, oder was genau denn wirklich dahinter steckt.

Neben den oben genannten Punkten fand man auch noch Folgendes heraus:

Anwendungsmöglichkeiten für Weihrauch und Myrrhe

Weihauch hilft der Verdauung. Dazu kann man Weihrauch wie einen Kaugummi kauen oder eine Tinktur aus Weihrauch herstellen, die man dann einnimmt.

Weihrauch hilft gegen Arthritis. Das Harz wird zerrieben und in Öl gegeben, aus dem man dann eine Salbe herstellt.

Weihrauch und Myrrhe sind seit Jahrhunderten als Räuchermittel beliebt, nicht zuletzt in der katholischen Kirche. Die Harze werden dazu verbrannt oder auf Holzkohle gelegt, also verräuchert.

Weihrauch und Myrrhe wurden früher bei den Ägyptern zur Mumifizierung verwendet. Die antibakteriellen Eigenschaften verhindern die Verwesung der Leichname.

Myrrhe hilft bei typisch weiblichen Beschwerden, zum Beispiel mit der Menstruation, in den Wechseljahren oder auch bei Gebärmuttertumoren.

Wie Weihrauch wird die Myrrhe bei Arthritis eingesetzt.

Myrrhe hilft, oral angewendet, gegen Entzündungen im Mund, sie kann Bakterien abtöten. Das macht Myrrhe so besonders wertvoll bei Geschwüren im Mund, bei Zahnproblemen und anderen Beschwerden im Mund- und Rachenraum.

Die Myrrhe wird auch bei Hämorrhoiden verwendet, da sie entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.

Wie so oft stecken also hinter den Mythen um die beiden Heilmittel auch tatsächliche Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten.

Was kann ich selbst mit Weihrauch und Myrrhe anfangen?

Beide sind einfach zu verarbeiten, man kann ein Öl damit herstellen, das man dann für Salben oder Lotionen, Seifen oder Badekristalle verwenden kann.

Sie können aber auch einen alkoholischen Auszug, also eine Tinktur, für die orale Anwendung herstellen, und das geht so:

Weihrauch- & Myrrhetinktur

Sie brauchen dazu:

1 Tasse Weihrauchharz, Myrrheharz oder beides,
Alkohol (Wodka oder Schnaps), möglichst hochprozentig
und ein großes Glas.

Und so geht’s:

Geben Sie die Harze in das Glas und geben Sie den Alkohol dazu. Dann lassen Sie das Gemisch 4 Wochen auf einer sonnigen Fensterbank stehen, man sollte das Glas aber täglich schütteln.

Ein Großteil der Feststoffe löst sich in dieser Zeit heraus. Nach 4 Wochen die Tinktur absieben und in eine braune Flasche umfüllen. Gut beschriften und kühl lagern.

Wozu kann man die Tinktur verwenden?

Geben Sie bis zu 10 Tropfen der Tinktur in 250 ml Wasser und nehmen Sie diese Menge jeden Tag ein.

Man kann diese Wasser-Tinktur-Mischung auch auf Wunden auftragen, damit diese desinfiziert werden.


Weitere Einsatzgebiete des Weihrauchs

Für das Immunsystem

Weihrauch ist ein wirksames Antiseptikum, selbst seine Dämpfe oder sein Rauch haben antiseptische und desinfizierende Eigenschaften, die Krankheitskeime in den Räumen abtöten. Weihrauch kann auf Wunden gegeben werden, um sie vor einer Sepsis zu schützen. Es hilft ebenso bei inneren Wunden und schützt vor Infektionen.

Die Mundgesundheit

Die gleichen oben beschriebenen antiseptischen Eigenschaften nützen im Mund, wenn man unter Beschwerden wie Mundgeruch, Zahnschmerzen, wunden Stellen oder anderen Infektionen leidet. Gurgeln Sie dazu mit Weihrauch oder verwenden Sie eine Zahncreme mit Weihrauchextrakten.

Wirkt adstringierend

Weihrauch stärkt das Zahnfleisch, sogar die Haarwurzeln, bessert das Hautbild, schützt vor einem vorzeitigen Verlust der Zähne und der Haare. Es reduziert Falten, stärkt die Glieder, und es wirkt als zusammenziehendes Mittel, das gegen Blutungen hilft, seien es Zahnfleischblutungen, Blutungen aus Verletzungen oder Schnitten. Die adstringierende Wirkung hilft aber auch gegen Durchfall.

Hilft bei Regelbeschwerden

Weihrauchöl hilft bei Beschwerden in der Menopause, ebenso bei anderen Beschwerden im Zusammenhang mit der Menstruation, etwa bei dem prämenstruellen Syndrom, bei Schmerzen in der Bauchgegend, bei Übelkeit, gegen Kopfschmerzen, gegen Müdigkeit und gegen Stimmungsschwankungen.

Gegen Schmerzen

Weirauchextrakte wirken zwar nicht besonders schnell, sie sind also keine "Schmerztablette", sie eignen sich aber trotzdem zur langwierigen Behandlung chronischer Schmerzen, außerdem hemmen sie Entzündungen, Bluthochdruck oder Gastritis.

Der Weihrauch hat eine tiefe, beruhigende und erdende Wirkung auf unsere Gefühle, was auch emotional dazu beitragen kann, Schmerzen besser zu ertragen.

Die ayurvedische indische Medizin kennt den Weihrauch zur Behandlung von Wunden, Arthritis, einem weiblichen hormonellen Ungleichgewicht. Viele Inder verbrennen auch heute noch jeden Tag Weihrauch in ihren Häusern, um ihre Gesundheit zu fördern. Außerdem kann der Rauch des Weihrauchs Ängste, negative Gefühle und sogar Depressionen lindern.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass das Harz bei Asthma, Leberkrebs, rheumatoider Arthritis, bei Melanomen, Colitis ulcerosa und Hirntumoren die Beschwerden lindern kann.

Gegen Mücken

Brennender Weihrauch hilft außerdem, Mücken abzuwehren. Das ist auch der Grund dafür, dass viele Menschen im Nildelta Weihrauch verbrennen, um die Stechmücken zu vertreiben, die die Malaria, das Dengue-Fieber oder andere Krankheiten übertragen.

In der Schwangerschaft

In den Ländern, in denen der Weihrauch heimisch ist, sei es in arabischen Gebieten oder in Indien, verwendet man den Weihrauch auch gegen manche Schwangerschaftsbeschwerden.

Die Frauen kauen zum Beispiel das Harz, wenn ihnen dauernd übel wird, also wenn sie unter einer Schwangerschaftsübelkeit leiden. Allerdings darf das Harz nicht geschluckt werden!

Man verräuchert dort Weihrauch, um den Körper zu entspannen und so die Schmerzen abzumildern. Während der Stillzeit wird die Brust mit Weihrauch gepflegt, dazu gibt man 2 Messerspitzen zerriebenen und pulverisierten Weihrauch in Milch, womit man dann Auflagen tränkt und auf die Brüste auflegt. Dies wird mehrmals am Tag wiederholt.

Verdauung

Weihrauch hilft gegen Blähungen, wodurch teils auch Schmerzen in der Bauchgegend und in der Brust, sowie Verdauungsstörungen, gebessert werden.

Die Haut

Eine der interessantesten Eigenschaften von Weihrauch ist die auf die Hautgesundheit. Bei äußerlicher Anwendung hilft es bei Narben, gegen Furunkel, Akne und Pusteln auf der Haut.

Anti-Aging

Weihrauch fördert die Regeneration der Hautzellen. Altersflecken, Sonnenflecken und kleinste Falten um die Augen und auf den Wangen werden geglättet, Weihrauch tonisiert und strafft die Haut - und das am ganzen Körper. Gleichzeitig werden alte, abgestorbene oder degenerierte Zellen abgebaut und durch gesunde neue Zellen ersetzt.

Stärkend und tonisierend

Weihrauch steigert die Gesundheit und gilt als Stärkungsmittel.

Alle Körpersysteme profitieren davon, Atemwege, Verdauung, Nerven - alles wird unterstützt in seiner Arbeit. Zudem stärkt der Weihrauch unser Immunsystem und hält Krankheitserreger fern.

Stress und Angst

Weihrauch ist ein Beruhigungsmittel, es schafft Ruhe und Entspannung, Zufriedenheit und Spiritualität. Er senkt Angstgefühle, Wut und Stress. Verräuchern Sie dazu etwas Weihrauch oder geben Sie etwas Weihrauchöl in eine Duftlampe.

Das Weihrauchöl fördert eine tiefe Atmung und eine Entspannung der Atemwege, der Blutdruck wird abgesenkt, man wird ruhiger und gelassener.

Die Gebärmutter

Weihrauch ist gut für den Uterus. Er reguliert die Produktion des Hormons Östrogen, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines Tumors oder einer Zystenbildung im Uterus in den Wechseljahren gemindert wird. Zudem wird der weibliche Zyklus reguliert.

Der Weihrauch ist in der Naturheilkunde auch bekannt als Mittel bei entzündlichen Beschwerden der inneren Organe, also zum Beispiel bei Magen-Darm-Entzündungen, bei Entzündungen der Harnwege, bei Infektionen der Harnwege, bei Morbus Crohn und sogar bei Zeckenbissen. Bei Zeckenbissen wird empfohlen, diese mit etwas ätherischem Weihrauchöl einzureiben.

Wenn man unter Schuppenflechte leidet, kann man versuchen, ob sich der Zustand durch das Einreiben mit einer Salbe mit Weihrauch bessert.


Das ätherische Weihrauchöl

Mal unter uns: die meisten Menschen werden wahrscheinlich den Weihrauch nur äußerlich anwenden, sei es indirekt in der Kirche per Verräucherung oder in Form eines ätherischen Öles, das sie in eine Duftlampe geben und dort verdunsten lassen.

In der Aromatherapie kennt man das Öl als stressminderndes Öl, das Anspannungen und Verspannungen lindert. Der Kreislauf und die Durchblutung im ganzen Körper werden erhöht. Frauen, die unter Regelschmerzen leiden, können ihren Bauch mit einer Weihrauchölmischung massieren oder etwas Öl in ihr Badewasser geben. Das Öl hilft außerdem zur Hautpflege, es hilft gegen Narben, Akne, Schwangerschaftsstreifen, Falten und Wunden.

Massageölmischung

Hier ein Tipp für die Nutzer der ätherischen Öle: Man kann das Öl auch in ein Massageöl geben, das dann gegen Gelenkschmerzen, Versteifungen, Entzündungen in den Gelenken, Entzündungen von Nerven, entzündete Muskeln, bei Schmerzen im Rücken, Arthritis- und Arthroseschmerzen oder Rheumaschmerzen hilft.

Geben Sie dazu einfach 40 Tropfen Weihrauchöl, also ätherisches Weihrauchöl, in ca. 50 ml gutes Massageöl, es eignet sich auch selbst gemachtes Ringelblumenöl. Dann massiert man die betroffenen Körperstellen täglich mehrmals damit ein. Unterstützend kann man Weihrauchkapseln einnehmen. Studien aus Indien belegen inzwischen sogar die Wirkung und die Behandlungserfolge.

Inhalationen

Wenn Sie unter Asthma leiden, unter einer Erkältung, wenn Sie deshalb dauernd husten müssen, aber auch wenn Sie einen entzündeten Kehlkopf haben, wenn sie Kopfschmerzen haben oder wenn wegen einer Erkältung die Nebenhöhlen entzündet sind, dann können Inhalationen mit Weihrauch helfen. Geben Sie dazu einige Tropfen des Öles in heißes Wasser, max. 60 Grad heiß wegen der Verbrühungsgefahr, und halten Sie Ihren Kopf darüber. Das Öl entkrampft den Atemtrakt, es beruhigt die Lungen und die Nerven, außerdem wirkt es heilsam auf den ganzen Körper.

Studien
-Studien zeigten, dass sich Weihrauch als alternatives Mittel zur Unterstützung bei der Behandlung von Blasenkrebs eignet.

Avicenna, ein orientalischer Arzt, der in der Zeit um 1000 nach Christi lebte, beschrieb den Weihrauch als Mittel, das das Gehirn bei seiner Arbeit unterstützen konnte, damit man ein besseres Gedächtnis hatte. Und heute fand die Wissenschaft tatsächlich heraus, dass sich das Gedächtnis um bis zu 90 % steigern lässt, wenn man nur 2 Wochen den Weihrauch anwendet. Beachtlich!

-Viele Tierexperimente und andere Studien haben gezeigt, dass die enthaltene Boswelliasäure Entzündungsreaktionen im Körper bessern kann. So stellte man fest, dass die Auswirkungen von Colitis ulcerosa, Asthma, Hirntumore, Arthritis oder Morbus Crohn gebessert werden können.

- Die ayurvedische Medizin weiß es seit Tausenden Jahren, die moderne Medizin weiß es jetzt auch: Weihrauch hilft bei entzündlichen Darmerkrankungen. Studien zeigten, dass bei ca. 70 % der Studienteilnehmer, die an einem chronisch entzündetem Dickdarm leiden, nach nur 6 Wochen der Einnahme von Weihrauchextrakten eine deutliche Besserung eintritt.

-Bei Ratten verlangsamte sich in Studien durch die Boswelliasäure das Wachstum von Gehirntumoren. Derzeit untersucht die Wissenschaft, ob sich der Weihrauch zur Linderung der Auswirkungen von Hirntumoren beim Menschen eignet.

Wirkung und Anwendung von Weihrauch

Asthma
Bauchkrämpfe
chronisch entzündliche Darmerkrankungen
Durchfälle
Gehirnödeme
Hepatitis
Morbus Crohn
Nesselsucht
Rheumaleiden
Schuppenflechte
Tumore


Weihrauchbaum (Wacholder) ****
Weihrauchkraut ****


Weinraute

Weinraute - Gartenraute (Ruta graveolens) Rauten (Ruta) Rautengewächse (Rutaceae) - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

In den Klöstern des Mittelalters durfte die Weinraute nicht fehlen, weil sie als unentbehrliche Heilpflanze galt.

Doch inzwischen wird sie fast nur noch von Liebhabern alter Pflanzensorten kultiviert und kommt selten verwildert auf Weinbergen vor.

Dabei ist sie eine wertvolle Heilpflanze vor allem gegen Verkrampfungen. Auch in den Wechseljahren kann sie wertvolle Dienste zur Linderung der typischen Beschwerden leisten.

Steckbrief
Heilwirkung:
durchblutungsfördernd,
krampflösend,
menstruationsfördernd,
Anwendungsbereiche:
Bluthochdruck
Blähungen
Gicht
Hitzewallungen
Kopfschmerzen
Kreislaufstörungen
Magenkrämpfe
Menstruationsbeschwerden
Reizdarm
Reizmagen
Rheuma
Verdauungsschwäche
Wechseljahrsbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Ruta graveolens
Pflanzenfamilie: Rautengewächse = Rutaceae
englischer Name: Rue
volkstümlicher Name: Raute
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Rutin, Cumaringlycosid, Glykoside, Gummi, Harz, Stärke, Bitterstoffe, Apfelsäure
Sammelzeit: Mai und Juni


Anwendung
Weinraute Die Blätter der Weinraute kann man als Tee trinken, von dem man täglich maximal drei Tassen trinken sollte (nicht mehr).

Dieser Tee hilft gegen Verdauungsbeschwerden, die durch Verkrampfungen oder mangelnde Durchblutung hervorgerufen werden.

Auch gegen Menstruationsbeschwerden, vor allem bei zu schwacher oder zu später Periode kann die Weinraute helfen.

Siehe:

Teemischung: Menstruationsfördernder Tee

In den Wechseljahren wirkt sie gegen Hitzewallungen und Blutandrang im Kopf.

Achtung!
Die Raute sollte nicht in der Schwangerschaft verwendet werden, da die Gefahr einer Fehlgeburt besteht!
Pflanzenbeschreibung
Weinraute Die Weinraute wächst verwildert auf Weinbergen, kommt aber nur selten vor.

Früher war sie in den Klöästergärten sehr verbreitet, weil sie als wichtige Heilpflanze galt.

Die mehrjährige Pflanze hat rundliche, kleine Blätter, die oben breiter sind als am Ansatz.

Ab Ende Juni blüht sie mit unscheinbaren, gelben Blüten.


Weinrebe ***
Weinwurzel ***
Weissdorn ****
Weisse Jungfrau ***
Weisse Lichtnelke ****
Weisse Lilie
Weisser Gänsefuss ***
Weisser Germer **
Weisser Senf ****
Weisses Leberblümchen ****
Weisskohl ***
Weisswurz *
Weisswurz (Haferwurz) ****
Weizen *
Welsch Kamillen ****


Wermut

Wermut - Wermutkraut (Artemisia Absinthium L.) Bitterer Beifuß - Alsem - Artemisia - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Der Wermut ist mit seinen graufilzigen Blättern und dem herbwürzigen Duft, den er verströmt, ein Inbegriff der Mittelmeerländer.

In Mitteleuropa wird Wermut in Gärten kultiviert, wie es die Mönche im Mittelalter vorgemacht haben.

Mit seinem stark bitteren Aroma gehört der Wermut zu den wichtigsten Bitterkräutern, die zur Stärkung der Verdauung verwendet werden.

Aber der Genuss des Wermuts ist auch ein zweischneidiges Schwert, denn seine ätherischen Öle wirken bei Langzeitgebrauch in hoher Dosierung sinnverwirrend, wie viele Künstler in der Blütezeit des Absinth-Getränks leidvoll erfahren mussten.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche,
Heilwirkung:
blutbildend,
blutreinigend,
Kreislauf stärkend,
Menstruations fördernd,
Wehen fördernd,
Anwendungsbereiche:
Allgemeine Schwäche
Blähungen
Gallenbeschwerden
Gelbsucht
Magenschwäche
Mundgeruch
Nierenschwäche
Offene Wunden
Ohrenschmerzen
Quetschungen
Verstauchungen
Würmer
wissenschaftlicher Name: Artemisia absinthium
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Vermouth
andere Namen: Absinth, Aetsch, Bermet, Bitterals, Else, Eisenkraut, Gottvergesse, Hilligbitter, Magenkraut, Mottenstock, Ölde, Wärmede, Wermat, Wörmken, Würmut, Wiegenkraut, Wolfszausert
falsche Schreibweisen: Wermuth, Wehrmut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Absinthol, Glykosid Absinthin, Bitterstoffe, Artemisin, Absinthiin, Anabsinthiin, Bernsteinsäure
Sammelzeit: Juni bis August

Anwendung
Wermut Wermutkraut kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden.

Die häufigste Art, Wermut anzuwenden ist der Tee.
Tee
Für einen Wermut-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Wermutkraut oder Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Man sollte den Wermut-Tee nicht süssen, denn eine Abmilderung der Bitterkeit durch Süsse würde die erwünschte Wirkung des Wermuts abschwächen.

Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschliessend kann man wieder sechs Wochen lang Wermut-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Wermut-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Wermut-Tinktur selbst herzustellen, übergiesst man Wermut in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich
Wermut kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Verdauungsschwäche einsetzen.

Ausserdem hilft Wermut gegen eine Schwäche der Gallenblase. Selbst wenn die Gallenblase operativ entfernt wurde, kann man die Verdauung mithilfe von Wermut-Tee deutlich fördern.

Bei Frauen wird die Menstruation durch Wermut deutlich angeregt.

Wermut wirkt auch wehenfördernd, jedoch sollte die Benutzung von Wermut-Tee zur Unterstützung der Geburt mit dem Arzt abgesprochen werden.

Achtung!

Wermut sollte nicht bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden.

Auch in der Schwangerschaft sollte man auf Wermut verzichten.
Missbrauch des Wermuts
Das ätherische Öl des Wermuts ist leicht giftig.

Daher sollte man Wermut nicht in grossen Mengen und auch nicht über einen sehr langen Zeitraum anwenden.

Vor allem vor dem regelmässigen Gebrauch des Wermuts als Genussmitell ist zu warnen.

Als Absinth war Wermut-Schnaps einige Zeit sehr beliebt. Der häufige Genuss von Absinth führte jedoch zu Wahnvorstellungen, Schwindelanfällen und Delirien.

Daher wurde Absinth auch verboten, aber dieses Verbot ist inzwischen teilweise wieder aufgehoben. Man sollte sich dennoch beim Absinth-Genuss stark zurückhalten.

Äusserlich
Äusserlich kann man Wermut-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.

Mit Wermut-Umschlägen auf dem Bauch versucht die Volksmedizin Magenkrämpfe zu lindern.

Sogar Kopfschmerzen sollen durch solche Umschläge gelindert werden.

Wermut hilft äusserlich eingesetzt auch gegen stumpfe Verletzungen des Bewegungsapparates und dient der Wundheilung.
Pflanzenbeschreibung
Wermut Der Wermut ist in Südeuropa heimisch. Von Mönchen wurde er im Mittelalter auch nach Mitteleuropa gebracht, wo er in den Klostergärten kultiviert wurde.

Er wächst bevorzugt auf kargen Böden, sogar Steine schrecken ihn nicht ab.

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch.

Die Blätter sind dreifach fiederspaltig. Im unteren Bereich sind sie relativ gross und werden nach oben hin kleiner und einfacher. Sie sind grau, filzig und weich behaart.

Die gelben, unscheinbaren Blüten erscheinen zwischen Juli und September.


Wetterdamm ****
Wetterdistel ****
Wetterdistel, Kleine ****
Wettertau ****
Widerruf ****
Wiesen-Alant ****
Wiesen-Bärenklau ***
Wiesenklee
Wiesenknopf *
Wiesenknopf, kleiner *
Wiesenkönigin ***
Wiesenprimel ***
Wiesen-Safran ****
Wiesensalbei ***
Wiesenschaumkraut
Wilder Fenchel ****
Wilder Lauch *
Wilder Thymian ****
Wilder Yams ***
Wildes Stiefmütterchen ***
Wildrose ***
Windrosenkraut ****
Winterbeere (Ashwagandha) *****
Wintereiche ***
Wintergrün
Winterlinde ***
Wintersamen ***
Winterrose ***
Winterzwiebel ****
Wirbeldost ****
Wohlriechender Gänsefuss
Wohlverleih ****
Wolfsauge
Wolfsbeere, chinesische (Goji) ****
Wolfsbeere (Einbeere) ****
Wolfskraut ****
Wolfsmilch ***
Wolfspfote ***
Wolfstrapp
Wollgras ****
Wucherblume ****
Wünschelrute ****
Wüstenlilie *****
Wunderbaum (Rizinus) ****
Wunderbaum (Robinie) ****
Wunderkorn ****
Wundklee ****
Wundkraut (Ehrenpreis) ***
Wundkraut (Eisenkraut) ****
Wundkraut (Johanniskraut) *****
Wundschwamm
Wurmfarn **
Wurmsamen ***
Wurstkraut ****

 

 

Heilpflanzen X

 

Xanthium

Xanthium ist eine Klettenart, auch Spitzklette genannt.

Bei Hautkontakt mit dieser Pflanze können Ausschläge entstehen, insofern ist sie leicht giftig. Tiere können sogar eine Herzlähmung erleiden, aber für Menschen besteht keine gefährliche Vergiftungsgefahr.

Die Wirkstoffe der Spitzklette wirken antibakteriell und fungizid (gegen Pilze). Wegen der hautreizenden Eigenschaften wird von der Verwendung jedoch abgeraten.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell,
fungizid
Anwendungsbereiche:
Mykosen
wissenschaftlicher Name: Xanthium strumarium
englischer Name: Broad cocklebur
volkstümlicher Name: Spitzklette
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Xanthumin, Xanthinin, Xanthin, Xanthanol, Kaffeesäure, Carboxyatractylosid
Sammelzeit: Juli bis Oktober

Anwendung
Xanthium wird nicht angewendet.


Pflanzenbeschreibung
Die Spitzklette wächst an Wegrändern, Ufern und auf Schuttplätzen in Europa und Westasien.

Die einjährige Pflanze wird knapp einen Meter hoch und hat behaarte Stengel.

Die Blätter sind dreieckig und herzförmig gezackt.

Die Blüten sind klettenartig.

 

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Xanthoxylum

Xanthoxylum, der Gelbholzbaum wächst in Nordamerika und Asien.

In Europa ist er weitgehend unbekannt, dabei könnte er auch hier seine Heilkräfte entfalten, denn seine Rinde und der Samen hilft gegen Candida, was nur wenigen anderen Heilpflanzen gelingt.

Steckbrief
Heilwirkung:
anregend,
antiseptisch,
krampflösend,
kreislaufanregend,
menstruationsfördernd,
Anwendungsbereiche:
Arthritis
Blähungen
Candida
Durchfall
Geschwüre
Hautkrankheiten
Hefepilz-Infektionen
Hexenschuss
Lumbago
Rheuma
Verdauungsschwäche
Würmer
Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name: Xanthoxylum fraxineum
englischer Name: Prickly Ash
volkstümlicher Name: Zanthoxylum
Verwendete Pflanzenteile: Samen, Rinde
Inhaltsstoffe: Xanthotoxin, Gerbstoff, Harz, Psoralen, Chelerythrin, ätherisches Öl

Anwendung
Innerlich kann man Xanthoxylum als Aufguss oder Abkochung gegen Verdauungsprobleme einsetzen. Besonders hervorzuheben ist die Wirkung gegen Candida-Infektionen, besonders in Verbindung mit bitteren Pflanzen, wie beispielsweise der kanadischen Gelbwurz.

Auch gegen rheumatische Beschwerden hilft der Gelbholzbaum. Hierzu empfiehlt sich die Kombination mit Eukalyptus und Wacholderbeeren.

Die Wirkstoffe des Gelbholzbaums regen den Kreislauf an und wirken stark erwärmend.

Auch die Menstruation wird angeregt.

Achtung! Nicht in der Schwangerschaft verwenden.

Äusserlich hilft die Abkochung gegen Geschwüre und andere Hautprobleme.

Als Öl kann man Xanthoxylum gegen Rheuma zur Massage einsetzen.


Pflanzenbeschreibung
Xanthoxylum ist ein Baum, der in Nordamerika und Asien wächst.

Er wird bis zu 8 m hoch.

Die ovalen Blätter sind gegenständig und unten behaart.

Im April und Mai blühen die kleinen gelbgrünen Blüten, die aus den Achseln der Zweige hervorwachsen. Erst nach der Blüte wachsen die Blätter.

 

 

Wildpflanzen Y

 

Yams

In vielen südlichen Ländern stellt die Yamswurzel dank ihrer Nährkraft ein wichtiges Nahrungsmittel dar, ähnlich wie bei uns Kartoffeln oder Brot.

Die Wurzel der Yamspflanze enthält jedoch auch pflanzliche Hormone (Phytohormone), die eine Linderung von Wechseljahrs- und Menstruationsbeschwerden bewirken. Auch für allerlei andere gesundheitliche Probleme ist Yams hilfreich.

Steckbrief
Heilwirkung:
entspannend,
entzündungshemmend,
krampflösend,
Libido stärkend,
schmerzlindernd,
schweisstreibend,
Blutgefässe erweiternd,
Galle treibend,
Geburt erleichternd,
Anwendungsbereiche:
Alterserscheinungen
Anti Aging
Asthma
Depressionen
Gallenkoliken
Hormonelle Störungen
Krampfartiger Schluckauf
Menstruationsbescherden
Nervosität
Osteoporose
Prämenstruelles Syndrom
Reizmagen
Rheuma
Spannungen in den Brüsten
Übergewicht (durch Hormonstörungen)
Wechseljahrsbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Dioscorea mexicana, Dioscorea villosa
Pflanzenfamilie: Yamswurzelgewächse = Dioscoreaceae
englischer Name: Wild Yam
volkstümlicher Name: Yam, Yamwurzel, Yamswurzel, Wasseryams
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Diosgenin, Saponin, Vitamine, Mineralien, Eisen, Kupfer, Mangan, Oxalat, Proteine, Schwefel, Zink
Sammelzeit: Herbst

Anwendung
Das Besondere an der Yamswurzel ist ihr Gehalt an Diosgenin, einem Stoff, der dem menschlichen Hormon Progesteron ähnelt. Daher eignet sich Yams bei Beschwerden der Wechseljahre oder Menstruation. Sie soll sogar die Gebrut erleichtern.

Yams hilft aber auch gegen vielerlei andere Beschwerden, wie beispielsweise Asthma, nervöse Verdauungsbeschwerden und Koliken.

Ihre Wirkung bei Schwangeren wird unterschiedlich beschrieben. Manche warnen vor der Anwendung in der Schwangerschaft, andere empfehlen Yams gegen Schwangerschaftserbrechen. Im Zweifelsfall sollte man sie besser nicht in der Schwangerschaft einnehmen.


Auch die Wirkung der Yamswurzel auf die Fruchtbarkeit wird unterschiedlich dargestellt. Einige Quellen behaupten, sie hätte eine verhütende Wirkung, andere preisen die Förderung der Fruchtbarkeit. In diesem Bereich hängt es wohl von der Art und dem Zeitpunkt der Anwendung ab, denn auch Progesteron (Gestagen) kann als Minipille verhütend wirken, in Fällen von Progesteronmangel kann es jedoch auch die Fruchtbarkeit steigern, wenn sie in der zweiten Zyklushälfte eingenommen wird. Die Fruchtbarkeitsbehandlung gehört also, wenn überhaupt, in die Hand eines Fachmannes. Eine zuverlässige Wirkung darf man sich davon wohl eher nicht erwarten.

In Europa wird die Yamswurzel vorwiegend in Fertigprodukten angeboten.

Wenn man die getrockenete Wurzel erhält, kann man sie als Tee zubereiten und in kleinen Schlucken trinken.

Oder man setzt eine Tinktur daraus an und nimmt sie tropfenweise ein.

Siehe:

Salbenküche: Yams-Creme


Pflanzenbeschreibung
Die Yamspflanze wächst in hunderten von Arten in vielen warmen Gegenden der Welt. Da die Wurzel sehr nahrhaft ist, ist sie für viele Ureinwohner ein Grundnahrungsmittel.

Die mehrjährige Kletterpflanze wird bis zu drei Meter hoch. Die Pflanzen sind zweihäusig, d.h. jede Pflanze ist entweder männlich oder weiblich.

Die Blätter sind herzförmig und haben ausgeprägte Nerven, die parallel verlaufen.

Die Pflanze blüht von September bis Oktober.


Ybe ****

 

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Yohimbe

Yohimbe (pausinystalia yohimbe, corynanthe yohimbe), auch Yohimbebaum, Johimbe, Liebesbaum oder Potenzbaum genannt, ist ein immergrüner Baum aus der Familie der Rötegewächse (rubiaceae), der eine Wuchshöhe von bis zu 30 m erreichen kann und seine Heimat in den Tropen Westafrikas (Kamerun, Kongo, Nigeria) hat.

Es wird angenommen, dass bereits die alten Ägypter die Rinde aus Afrika importierten und als Aphrodisiakum bzw. Potenzmittel verwendeten. Yohimbe gilt als giftig und ist deshalb mit Vorsicht zu verwenden.


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Kulturelle Bedeutung

Die Massai verwenden Rinde und Wurzel der Pflanze in ihren Initiationsriten, die sie vor der Einnahme in frischem Rinderblut kochen.
Yohimbe räuchern – Nutzung als Räucherwerk

▸ Räucherduft

Yohimbe-Rinde als Räucherwerk

Yohimbe-Rinde als Räucherwerk
Beim Verbrennen verströmt die getrocknete und gemahlene Rinde einen holzigen Duft.

▸ Wirkung

Beim Räuchern entfaltet die Rinde eine aphrodisierende Wirkung.
▸ Räuchermischungen

In Räuchermischungen findet Yohimbe häufig mit Räucherpflanzen wie u.a. Alraune, Besenginster, Cannabis, Copal, Damiana, Fo Ti Tieng, Kava Kava, Kubebenpfeffer, Mönchspfeffer, Muira Puama, Nelke, Rose, Sabalpalme, Sassafras, Styrax oder Zimt Verwendung.
▸ Traditionelle Verwendung

Besonders in aphrodisierenden Rauchmischungen findet die Rinde ebenso Anwendung wie als Räucherwerk in bestimmten Ritualen zur Beschwörung der Liebesgeister.

Das Verbrennen von Räucherstoffen gehört seit langer Zeit zum festen Brauchtum der Menschheit. Dabei dienen Räucherungen nicht nur zur Verbreitung wohlriechender bzw. charakteristischer Düfte, sondern sie werden auch für naturmedizinische, rituelle, spirituelle oder magische Zwecke durchgeführt.
Vorsicht!

Die Pflanze gilt als giftig (psychoaktiv). Als Vergiftungserscheinungen sind u.a. Blutdruckstörungen, Delirium, Halluzinationen, Herzrasen, Schlafstörungen, Schwindel, starker Speichelfluss, Übelkeit, Unruhe sowie Zittern bekannt.

Die Verwendung von Räucherpflanzen wie dieser erfolgt grundsätzlich auf eigenes Risiko. Wir empfehlen dringend sich vor dem Verräuchern der entsprechenden Substanzen über mögliche gesundheitliche Folgen sehr genau zu informieren.

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Anwendung als Heilmittel
Strukturformel von Yohimbin (Inhaltsstoff von Yohimbe)

Die Volksmedizin der indigenen Völker Westafrikas (besonders bei den Bantuvölkern) kennt die Verwendung von Yohimberinde als Aphrodisiakum und Potenzmittel bei Impotenz und Frigität, wozu Auszüge aus der graubraunen bis rötlichbraunen Rinde von Ästen und Stamm genutzt werden.

Die Rinde verstärkt wohl den Geschlechtstrieb bei organisch verursachten Erektionsstörungen. Dazu wird die Rinde in Form von Auszügen, Extrakten und Tees eingenommen.

Ebenfalls soll Yohimbe die Milchbildung bei schwangeren Frauen anregen.

Yohimberinde wird heutzutage in der Pharmazie als Basisstoff zur Gewinnung des Arzneistoffes Yohimbin genutzt, der zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt wird.

Vorsicht! Die Einnahme von Yohiba kann Herzrasen, Blutdruckstörungen, Schlafstörungen, Schwindel, starken Speichelfluss Übelkeit, Unruhe und Zittern hervorrufen.


Ysop ***

 

 

Wildpflanzen Z

 

Zachariasblume ****
Zaffe ***
Zahnwehkraut ****
Zahnwurz
Zapfenholz ****
Zaubernuss ****
Zaucken ****
Zaungiersch ****
Zaunrübe ****
Zaunwinde ***
Zehrwurz ****
Zeitrösele ***
Zergang ***
Zetten ***
Zichorie ***
Zickelskräutchen *****
Ziegenkraut ****
Ziegenlappen ****
Ziegentod ****
Zierkestenbaum ****
Ziest ***
Ziland ****
Zimis ****
Zimbelkraut ****
Zimmerknoblauch ****


Zimt

Zimt - Zimmet (Canehl) Rinde des Ceylon-Zimtbaums - Heilkräuter-Lexikon Naturheilpraxis Düren Arndt Leonards

Beim Gedanken an Zimt, denkt man sofort an Weihnachtsgebäck und Glühwein. Auch indischer Chai-Tee kann einem im Zusammenhang mit Zimt einfallen.

Ein Hauch von Exotik ist mit dem Zimt verbunden, eine Exotik, die sich heutzutage fast jeder leisten kann. Früher war Zimt fast unerschwinglich teuer.

Relativ unbekannt ist jedoch, dass der Zimt ein ausgesprochen vielfältiges Heilmittel ist. Es gibt kaum ein Leiden, das man nicht mit dem Zimt lindern kann.

Besondere Aufmerksamkeit hat in den letzten Jahren die Blutzucker senkende Wirkung des Zimtes erfahren, denn nicht viele Heilpflanzen können die Behandlung bei Diabetes so gut unterstützen wie der Zimt.


Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche,
Heilwirkung:
antibakteriell,
adstringierend,
auswurffördernd,
durchblutungsfördernd
harntreibend,
krampflösend,
Menstruation abschwächend,
schleimlösend,
schmerzstillend,
schweisstreibend,
Senkt Blutzuckerspiegel,
tonisierend,
wärmend

 

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Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit
Blähungen
Bronchitis
Diabetes
Erbrechen
Erkältung
Fieber
Gedächtnisschwäche
Heiserkeit
Herzschwäche
Husten
Konzentrationsschwäche
Magenbeschwerden
Magenkrämpfe
Menstruationskrämpfe
Muskelschmerzen
Nebenhöhlenentzündung
Wechseljahrsbeschwerden
Zahnschmerzen
Übelkeit
wissenschaftlicher Name: Cinnamomum zeylanicum
Pflanzenfamilie: Lorbeergewächse = Lauraceae
englischer Name: Cinnamon
volkstümliche Namen: Ceylon Zimt, Kanel
Verwendete Pflanzenteile: Rinde, ätherisches Öl
Inhaltsstoffe: Zimtaldehyd, Methylhydroxy-Chalcone-Polymer, Ascorbinsäure, Borneol, Kalziumoxalate, Kampfer, Eugenol, Gerbstoff, Cumarine, Limonen, Linalool, Salicylate, Schleim, Sesquiterpene, Zink
Sammelzeit:


Anwendung
Zimt Am häufigsten wird Zimt in Süßpeisen und Gebäck verwendet.

Aber auch in Tees wird er gerne zur Geschmacksverbesserung eingesetzt. Bekannt ist der Zimt vom Chai der Inder und wenn man sich die oben stehende Liste der Heilwirkungen ansieht, dann kommt man zu dem Schluss, dass die Inder schon wissen, warum sie täglich Tee mit Zimt trinken.

Vielerlei Wirkungen
Zimttee stärkt nicht nur und wirkt antibakteriell, er wirkt auch gegen die meisten Erkältungssymptome. Ausserdem stärkt er die Verdauung und fördert die Durchblutung.

Frauen können mithilfe von Zimt Probleme bei der Menstruation und bei den Wechseljahren lindern.

Äußerliche Wirkung
Äußerlich angewandt reizt Zimt die Haut, insbesondere das ätherische Zimtöl. Die Durchblutung wird an der Stelle der Anwendung gefördert und Schmerzen können bei vorsichtiger Dosierung gelindert werden.

Durch die entkrampfende Wirkung kann man Zimt äusserlich gegen Verspannungen einsetzen.

Zimt senkt Blutzucker
Besonders spektakulär ist jedoch die Blutzucker senkende Wirkung des Zimtes, die noch gar nicht so lange bekannt ist.

Zusammen mit einer geeigneten Diät, Bewegung und dem Abbau von Übergewicht kann der regelmässige Genuss von etwa einem halben Teelöffel Zimt pro Tag den Blutzuckerspiegel deutlich senken.

In leichten Diabetesfällen kann man auf diese Weise manchmal sogar auf chemische Blutzuckersenker verzichten. Bei insulinpflichtiger Diabetes kann Zimt dazu führen, dass man mit weniger Insulin auskommt.

Die Zimtbehandlung gegen Diabetes soll unbedingt von einem erfahrenen Arzt überwacht werden und durch regelmässige Überprüfung der Blutzuckerwerte kontrolliert werden. Denn mit Diabetes ist nicht zu spassen, weil sie erhebliche Folgekrankheiten haben kann.

Wenn man nicht unter zu hohem Blutzuckerspiegel leidet, sollte man die blutzuckersenkende Wirkung des Zimtes berücksichtigen, wenn man Zimt auf nüchternen Magen zu sich nimmt. Eventuell kann es dadurch zu leichten Unterzucker-Zuständen mit Schwindel kommen. Wenn man den morgendlichen Zimttee mit Zucker oder Honig süsst, entfällt dieses Problem.

Siehe auch:
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Rezepte
Der Wintertee enthält Zimt und andere asiatische Gewürze, die einem helfen, den Winter gut zu überstehen.

Teemischung: Winter-Tee
Teemischung: Figur-Tee

Zimt-Ghee kann man zum Einreiben von verspannten Körperstellen benutzen. Es wärmt und entkrampft.

Salbenküche: Zimt-Ghee


Pflanzenbeschreibung
Zimt-Baum mit Rinde Der Zimtbaum ist in Südasien heimisch und gehört zur Familie der Lorbeerpflanzen.

Beim Zimtanbau wird der Baum erst mehrere Jahre wachsen gelassen, bis man den Stamm kappt. Aus diesem Stamm wachsen dann mehrere junge Triebe.

Nach zwei Jahren werden die Triebe geschnitten und ihre Rinde wird abgeschält. Beim Trocknen rollt sich die Rinde ein und bildet die bekannte Form der Zimtstangen.

Die Blätter des Zimtbaums sind zuerst rot und werden später grün mit weissen Streifen. Die gelblichen Blüten sind eher unscheinbar.


Zinnkraut ***
Zipperleinskraut ****
Zistrose ***
Zitrone ****
Zitronenmelisse ****
Zitronenverbena ****
Zitwer *
Zitwerwurzel **
Zizerlstrauch ***
Zosen ****
Zupfblatteln ***
Zwetschge ***
Zwiebeln ****
Zypresse ***

 

 

 

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