Kostenlose Trauerhilfe, Sterbebegleitung und Trauerbewältigung mit Beratung und gratis Therapie in der Naturheilpraxis Düren kennenlernen.

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Wenn das Sterben ins Leben tritt, rücken wir zusammen, sind füreinander da und geben einander Trost und Geborgenheit. Menschen, die sich dem Kranken und Sterbenden zuwenden, arbeiten gegen die Angst, Schmerzen und das Alleinsein.

Zur Unterstützung und auch zur eigenen Stärkung können sie auf Hilfsmittel zurückgreifen. Arndt Werner Leonards ist Spezialist für Pflanzenheilkunde und Sterbe- und Trauerbegleiter. Das Thema Tod und Sterben ist heutzutage Gesprächsstoff und Tabu zugleich.

Wir reden darüber relativ offen und locker, wenn es um andere (nicht unmittelbar emotional Nahestehende) geht oder etwas, was für uns noch in der Ferne liegt, oder in spirituellen Kreisen – wenn Sterben als Prozess, als abstraktes „Loslassen“ betrachtet wird.

Rückt der Tod jedoch näher an uns heran, wird es schwierig. Wir werden einsilbiger, möchten den Tod nicht „herbeireden“ – nicht für uns und nicht für andere. Angst kommt auf und versteckt sich teilweise unerkannt.

Selbst sonst aufgeschlossene Menschen zeigen Bedenken, wenn ein Aspekt berührt wird, der für Sie persönlich mit dem Thema auf negative Weise verbunden ist.

Dies ist verständlich, wird doch der Tod heutzutage allgemein mit Trauer und Leid verbunden, was in unserer Kultur nicht mitten ins Leben passt, sondern (ob mit oder ohne Würde) einen extra Platz daneben einnimmt.

Ich finde dies schade. Ich sehe, dass daraus ein Kreislauf von Problemen entsteht, die nicht sein müssten. Je weiter weg, der Tod, das Sterben, die Trauer sind, desto größer wird das Unbekannte.

Vor Unbekanntem haben wir Angst, diese bewirkt Anspannung, die wiederum Leiden hervorruft, seelisches und körperliches, was uns bestärkt, dies fern von uns zu halten, usw..

Möchten Sie unter solchen Umständen sterben? Und möchten Sie unter solchen Umständen leben?

 

 

Vier große Bereiche in der Trauerhilfe und Sterbebegleitung

 

1. Die körperliche Pflege:

Dabei geht es um die Linderung von Symptomen und Schmerzen, die Krankheit, die Medikamente oder das Sterben selbst.

Hier finden sich zum Beispiel Hinweise auf Heilkräutertees bei Übelkeit oder auf naturheilkundliche Salben und schmerzlindernde Kompressen bei angegriffener oder offener Haut.

Aber auch Hilfestellungen, wie sich etwa das Atmen für den sterbenden Menschen erleichtern lässt und Empfehlungen von pflanzlichen Bio Mitteln,

die Schmerzen, Müdigkeit und Schwäche erträglicher machen können. Viele Menschen, die unter einer erschwerten Atmung leiden, haben Angst, am Ende ersticken zu müssen.

Die Körperfunktionen sind jedoch gegen das Lebensende so eingeschränkt, dass nur noch sehr wenig Sauerstoff benötigt wird. Es kann sein, dass Menschen in der Zeit des Sterbens das Atmen sogar leichter fällt als in der Zeit davor.

Während der letzten Stunden des Lebens kann einrasselndes oder gurgelndes Geräusch auftreten. Dieses entsteht durch Schleimabsonderungen, die der sterbende Mensch nicht mehr abhusten oder schlucken kann.

Durch geeignete Medikamente kann die Atemnot aufgefangen werden, auch ein Lagewechsel kann Erleichterung verschaffen. Atemnot kann durch Ängste verstärkt werden.

Die Gewissheit, dass jemand in der Nähe ist, kann fürden sterbenden Menschen nicht nur beruhigend sein, sondern auch helfen, die Atemnot zu mildern.

Die Körpertemperatur verändert sich, Arme und Beine können durch die geringe Durchblutung kälter, blass und bläulich werden. Manchmal schwitzt der Sterbende auch übermässig und der Puls kann schwach und unregelmässig sein.

 

Mangelnde Bewegung:

Der Sterbende hat oft keine Kraft mehr, sich selbst zu bewegen und seine Lage zu verändern. Es ist für ihn meist eine Wohltat, wenn Sie oder die Pflegenden ihn regelmässig bewegen und die Lage verändern.

 

2. Seelisch und geistige Pflege:

Wie gelingt es, miteinander über die Situation zu reden, den Gefühlen einen Raum zu geben?

Welche Rolle kommt dem Schlaf zu und wie lässt sich Träumen als Reinigungsprozess begreifen?

Welche Maßnahmen helfen dabei, Angst und Unruhe zu lindern?

Helfen kann ein bewusster Schritt aus diesem Kreislauf heraus:

Sich informieren über Tod und Sterbeprozess. Die eigenen Ängste anerkennen und hinterfragen, was wirklich dran ist.

Vielleicht ganz bewusst beim Sterben eines Angehörigen oder Freundes dabei sein und beobachten, was wirklich passiert:

dass die Seele den Körper verlässt und nur die physische Materie endet bzw. sich letztlich auch nur in andere Stoffe umwandelt, aber dass das, was wir wirklich sind, bleibt und lediglich in eine andere, körperlose Dimension übergeht.

Wir können prüfen, was uns daran hindert, dem Tod zu vertrauen, uns auf ihn einzulassen. Gibt es noch Dinge, die für uns ungetan, ungesagt, ungefühlt ... sind und wir deshalb noch nicht in Ruhe Abschied nehmen können – vom eigenen Leben oder dem anderer?

Manchmal ist es etwas, was noch konkret abgeschlossen werden kann, vieles ist nur eine Frage des inneren Loslassens in Akzeptanz des Nicht-Perfektseins des Lebens.

Auf diese Weise kann man schon im Leben das Sterben üben. Das körperliche Sterben wird dann leichter und entspannter geschehen können und durch das geistige „Sterben“ schon vor dem Tod zeigt sich auch das eigentliche Leben entspannter und freier.

Der sterbende Mensch ist manchmal sehr müde undkann nur mühsam aus dem Schlaf aufgeweckt werden.

Er verliert jedes Zeitgefühl. Möglicherweise erkennt er anwesende Personen nicht mehr, was für diese sehrschmerzlich sein kann.

Es ist wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass dies kein Zeichen von Ablehnung ist, sondern dass sich der Sterbende in seine eigene Weltzurückzieht und den Bezug zu unserer Realität verliert. Der Sterbende ist meist dankbar, wenn wir diesen Rückzug zulassen und nicht stören.

Es kann auch sein, dasser von ungewohnten Vorstellungen, von Ereignissen und Menschen spricht, die für Sie unbekannt sind. Er sieht und spricht vielleicht auch zu solchen Menschen, die schon verstorben sind.

Es ist wichtig, dass wir nicht versuchen, ihm seine Realität auszureden oder sie als Störung oder Halluzinationen abzutun, sondern Anteil daran nehmen, indem wir ihm zuhören und vielleicht auch nach der Bedeutung fragen. Dies kann unsere eigene Realität erweitern.

 

3. Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten

Wenn die Sprache keine Option mehr ist. Die Bedeutsamkeit von Distanz und Berührung werden hier ebenso erläutert, wie die Berührung der Sinne durch Düfte, Musik oder Bilder.

Viele Hinterbliebene, die ich zu Trauergesprächen besuchte, litten unter widerstreitenden Emotionen und Gefühlen. Während Gefühle des Schmerzes und der Trauer gesellschaftlich akzeptiert sind, haben Emotionen wie Ärger und Wut keinen Raum, sind aber durchaus häufig vorhanden,

gerade in Fällen eines plötzlichen, unvorhergesehenen Verlassenwerdens. Diese Emotionen gehören zu uns und als Erwachsene sollten wir uns diese auch erlauben, wenn wir sie in der Regel schon als Kind nicht haben ausdrücken dürfen.

Der Bruder eines Mannes, der einfach über Nacht ohne jegliche Vorzeichen gestorben war, konnte nach der Beerdigung nicht am Tisch mit den anderen sitzen, dafür aber sagen: „Ich habe eine Stinkwut auf meinen Bruder, dass der sich einfach so aus dem Staub gemacht und mich in diesem Haus allein gelassen hat.“

Dass Menschen sich den Ausdruck dieser Wut erlauben, ist noch sehr selten. Aber jede Wut, die wir ausdrücken statt sie herunterzuschlucken, kann keinen Schaden mehr in uns anrichten.

 

4. Möglichkeiten der Unterstützung für die begleitenden Angehörigen:

Zum einen extern durch Freunde, Seelsorgende oder Hospizdienste. Zum anderen werden aber auch Wege gezeigt, für sich selbst zu sorgen und so der Gefahr der Überforderung zu entgehen.

Darunter sind etwa Hinweise zur Organisation und zu bürokratischen Notwendigkeiten, aber beispielsweise auch eine Anleitung zur Meditation, um das Abschiednehmen und die Trauer verarbeiten zu können.

Eines der spannendsten Phänomene im Zusammenhang des „Sterbevorgangs“ ist der Zeitpunkt des letzten Atemzugs. Es gibt Menschen, die können Monate auf die Rückkehr eines Kindes aus Übersee warten, um dann friedlich die Augen zu schließen.

Andere möchten diesen letzten Schritt lieber allein gehen, so, wie sie vielleicht auch die wichtigsten Lebensentscheidungen immer allein getroffen haben. Gerade dieses Phänomen ist für viele Hinterbliebene schwer anzunehmen, schwer zu akzeptieren.

„Ich war doch nur kurz einen Kaffee holen und in der Zeit ist er einfach gestorben; hätte ich doch ...“. Nein, alle, die Sterbende begleiten, können bestätigen, dass diese ihren Zeitpunkt offensichtlich selbst wählen, selbst wenn sie nicht bei Bewusstsein sind.

Ich habe eine Frau beerdigt, die von ihrem Lebensgefährten zwei Jahre rund um die Uhr gepflegt worden war. Als er kurz in die Küche ging, um Tee zu kochen, machte sie ihren letzten, friedlichen Atemzug in Gegenwart ihrer Tochter.

Dies war ein intimes Geschenk an die Tochter, die zuvor solch große Angst vor dem Sterben hatte und dann sagen konnte: „So einfach ist das?“

 

 

Lebe jetzt! Denn die Vergangenheit gibt es nicht mehr und das Morgen gehört nur den Dieben.

 

Zu einer meiner prägendsten Erfahrungen gehörte die Begegnung mit zwei schwerkranken Männern in den Neunzigern in einer Klinik. Beide hatten sich Jahrzehnte beruflich krumm gelegt für die Hypotheken und einen bestimmten Lebensstandard und dabei kaum ihre Kinder gesehen.

Sie schauten nun auf ihr Leben zurück und empfanden es als einen Scherbenhaufen, weil sie das Leben aufgeschoben hatten auf ein Später, das nun durch die Erkrankung radikal infrage gestellt war.

Unser Versicherungswesen ist in vielerlei Hinsicht symptomatisch für die Irrwege unserer Gesellschaft. Dietrich Bonhoeffer sagte einmal sinngemäß: Jemandem eine ‚Lebensversicherung zu verkaufen, die im Todesfalle fällig wird, ist in sich eine Lüge.

Wir wissen nicht, wann der Tag kommt, da wir unseren Körper wieder verlassen. Darum sollten wir das, was wirklich wichtig ist im Leben, nicht aufschieben.

Heute mir selbst und anderen all die Irrtümer und scheinbar gemachten Fehler bedingungslos zu vergeben.

Heute dankbar für all das zu sein, was ich habe, statt mich auf meinen Mangel zu konzentrieren, ist die Basis für ein erfülltes Leben. Vielleicht gibt es einen Menschen, dem ich schon lange sagen wollte, wie viel er mir bedeutet.

Und: unser Inneres Kind wartet schon lange auf die Worte: „Ich liebe dich, so wie du bist!“ Sagen wir es ihm also jetzt gleich.

 

 

Der Todesprozess ist eine Transformation

 

Transformation ist ein Todesprozess. Das heißt ein Prozess, in dem etwas unwiderruflich zu Ende geht, vollständig versinkt im Nichts und ohne auch nur eine Spur zurückzulassen.

Wenn wir wirklich interessiert sind an der Großen Stille, an der ewigen Stille, dann brauchen wir die Bereitschaft durch so einen Prozess von Transformation, durch einen Todesprozess zu gehen.

Und dieser Todesprozess bringt Vieles mit sich, eigentlich fast alles, was wir nicht vorhersehen können.

Später, ich hatte inzwischen meine spirituelle Praxis vertieft und eine weitere erkleckliche Anzahl von Klienten auf ihren Lebenswegen begleiten können – schien ich die Idee dahinter verstanden zu haben.

Doch erst seit Kurzem sollte mir ein Licht aufgehen:

Es handelt sich um nichts weniger als um einen Sterbe- und Neugeburtsprozess des Menschen.

Mein frühes und später vertieftes Interesse an Geburts- und Sterbeprozessen passt doch wirklich gut zu meinem Lebensweg, zu meinem beruflichen Werdegang, der schließlich in Berufung mündete:

Die vor allem symbolischen, aber konkret durchlebten krisenhaften Prozesse von Menschen zu begleiten.

 

 


Was ist damit gemeint?

Oft tragen wir Wunden mit uns herum, die uns weder in ihrem Vorhandensein, noch in ihrem Ausmaß und ihren Auswirkungen bewusst sind. Da war ein Verlust unwiderruflich gewesen, und wir hatten ihn kaum oder gar nicht betrauert.

Dass es sich dabei nicht nur um verstorbene Freunde oder enge Verwandte handeln muss, sondern auch um verstorbene Tiere, um das Verlassen geliebter Wohnorte, Schulen, Kameraden.

Um längere Krankheiten, nach denen wir irgendwie nicht mehr dieselbe waren. Um berufliche Veränderungen, die uns aufgezwungen wurden. Um starke Einschnitte in unser Leben mit Liebespartnern, die auch positiver Natur gewesen sein können.

Immer musste oder konnte ein vertrautes Leben aufgegeben, hinter sich gelassen werden, immer hat sich die Vorstellung von uns selber oder einem/einer anderen wichtigen Person in unserem Leben stark geändert, ist vielleicht sogar zusammen gebrochen.

Vielleicht waren wir innerlich zusammen gebrochen, ohne es zu merken, haben einfach weiter gemacht, immer weiter. Was eigentlich nicht schlecht ist, aber es ist für uns sehr ungünstig, wenn wir dabei bewusstlos sind.

Kraft kann uns verloren gehen, Lebenskraft. Freude. Im besten Fall hat uns all dies dabei geholfen, Charakterstärke zu entwickeln. Dies hat uns reifer werden lassen. Erwachsen. Erwacht und erwachsen gehören nicht nur von der Wortwurzel her zusammen.

Doch Transformationsprozesse, Wege zum Ganzwerden, werden uns nicht geschenkt. Wir bezahlen mit Tränen, Angst, Wut, Verzweiflung, Sehnsucht, Trauer, Scham, Hoffnung, Anwandlungen von Freude, mit der ganzen Palette unserer menschlichen Gefühle.

Vor allem also mit Gefühlen, die wir schlecht aushalten, weil sie so schmerzhaft sind. Typischerweise auftretende Gefühle und körperliche Empfindungen wie bei Tod, Verlust, schwerer Trauer.

Wir können also tatsächlich Sterben üben, wie viele Mystikerinnen und Weise sagen. Können vertraut werden mit den krisenhaften Übergängen unseres Lebens und diese wirklich und wahrhaftig erleben.

Die Neugeburt nach schwerer Krankheit, sich wie neugeboren fühlen, wenn etwas wirklich Neues, Frisches, Nie-Gekanntes winkt. Solche Einblicke, Durchbrüche können auch in therapeutischen Sitzungen, Retreats, in der Liebe oder mitten in der Natur eintreten.

Doch nur, wenn die Veränderung tiefgreifend und dauerhaft ist, spricht man von Transformation.

Ein Mensch hat endgültig ein vergangenes Leben, ein altes Selbst, eine vertraute Identität oder was er dafür hielt, hinter sich gelassen. Eine Tür ist ins Schloss gefallen und der Mensch auf seine eigenen, neue Füße.

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Wenn ein geliebter Mensch stirbt

 

Der Weg des Sterbens wird von jedem Menschen anders beschritten. Er wird sehr unterschiedlich erlebt und wahrgenommen.

So kommt es vor, dass die Angst vor der Ungewissheit, dem Nachher oder dem Zurücklassen der Liebsten grosse Unruhe auslöst.

Es kann sein, dass der Sterbende an der Bettwäsche zupft, ziellose Arm- und Beinbewegungen macht oder immer wieder versucht, aufzustehen und wegzugehen.

In diesen Momenten kann es gut sein, wenn ein Mensch in der Nähe ist und dem Sterbenden das Gefühl gibt, nicht allein gelassen zu sein.

Manchmal sind zu viele Sinneseindrücke auch störend für den Sterbenden. Die Pflegenden bieten Ihnen in dieser manchmal schwierigen Situation gerne Unterstützung an.

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, sorge dich nicht. Weine, klage, schreie, ja, ehre die Erinnerung, aber sorge dich nicht.

Sie sind – genau genommen – nicht irgendwohin gegangen. Sie haben sich einfach nur von Ort und Zeit gelöst.

Du kannst sie nicht länger festnageln, sagen „dort sind sie“, sie in ihrer Materialität finden, sie in deiner persönlichen Welt suchen. Aber du siehst, sie waren niemals vorrangig an ihre Körper gebunden.

Ihre Arme, ihre Beine, ihr Gehirn, ihre Finger, ihr Blut, ihre Nieren – das waren nicht die Dinge, die sie ausmachten. Du hast das Physische geliebt, ja, du hast dich daran festgehalten, du hast erwartet, dass dies so weiter geht, aber das war nicht deine ganze Liebe.

Du bist nun aufgerufen, eine tiefere Liebe zu erinnern, eine universelle Liebe, eine Liebe, die nicht an Form gebunden ist, eine Liebe, die keine Grenzen kennt.

Eine Liebe, die nicht in die Vergangenheit oder Zukunft flüchtet, sondern die sehr präsent ist, wenn du deinen Alltag angehst. Eine Liebe, die weder von Worten noch von einem Ort abhängt, die dir folgt, wohin auch immer du gehst, die untrennbar von deiner ganz eigenen Präsenz ist, die spät nachts in dein Ohr flüstert ...

ICH BIN HIER.

Suche nach deinem geliebten Menschen nicht in Zeit oder Raum, lieber Freund, greife nicht nach ihnen und finde sie abwesend. Sie sind näher als all das.

Es wird eine Weile brauchen, bis du dich an ihre Formlosigkeit gewöhnt hast, natürlich. Du wirst gerufen werden, Träume loszulassen, ja, und es wird viel Schmerz zu fühlen geben, viel Trauer zu erforschen mit Mut und Bereitschaft.

Mach dich bereit, um dich für die Liebe zu öffnen! Aber, oh, die Freude, deine Liebsten genau dort zu entdecken, wo du sie verlassen hast!

Und die Begeisterung einer Beziehung, die sich zerspringend in die Unendlichkeit öffnet!

Wisse, dass sie dich nicht verlassen können! Wisse, dass sie das niemals werden!

Weil sie in deiner Gegenwart sind und du in ihrer!

 

 

Veränderungen beim Sterbenden im zwischenmenschlichen Bereich

 

Rückzug vom Leben:

In seiner letzten Lebenszeit zieht sich der Mensch mehr und mehr von der Aussenwelt zurück. Er schläft oder ruht sehr viel. Er möchte vielleicht nur noch wenige, ihm vertraute Menschen um sich haben oder auch ganz allein sein.

Manchmal findet der sterbende Mensch seine innere Ruhe, die die Umgebung als grosse Stille wahrnimmt. Erhat immer weniger das Bedürfnis zu sprechen.

Worte verlieren ihre Wichtigkeit. In dieser Zeit zieht sich der Sterbende vom Leben zurück und wendet sich nach innen.

Einfach nur noch zusammen zu sein ist dann für den Sterbenden und für die Angehörigen ein grosser Trost.

In solchen Stunden kann sich der Blick auf das gelebte Leben noch einmal verändern und Zusammenhänge können anders und klarer als bisher erkennbar werden.

 

Kommunikation

Für Angehörige ist es oft schwierig, wenn der Sterbende verschlüsselt und in einer Art Symbolsprache spricht, zum Beispiel: Ich muss noch die Koffer packen und zum Bahnhof gehen,

Die Strasse führt ins Licht.

Die Sprache scheint nicht logisch, sondern ist Folge einer inneren Erlebniswelt.

In diesen Bildern drückt sich etwas von dem aus, was der Sterbende verarbeitet.

 

 

Mit Veränderungen umgehen

 

Es ist sehr verständlich, wenn Sie das Sterbebett Ihres Angehörigen nicht verlassen möchten. Aber wir wissen auch, dass Sterbende oft das Bedürfnis haben, ganz allein zu sein, und dass auch für Sie als Angehörige eine kurze Auszeit von grossem Wert sein kann.

Es ist deshalb wichtig, dass Sie sich eine solche Zeit des Alleinseins ermöglichen. Es kann aber sein, dass das Leben Ihres Angehörigen gerade in einem solchen Moment zu Ende geht.

Manche Hinterbliebenen quälen sich dann mit Schuldgefühlen, wenn sie im Augenblick des Todes nicht beim Sterbenden waren. Die Erfahrung zeigt, dass Schwerkranke häufig sterben, wenn sie allein sind – vielleicht ist es so für sie leichter, sich endgültig zu lösen?

So wie der Weg des Sterbens ist auch das Sterben selbst etwas zu tiefst Persönliches. Die Zeit der Begleitung ist für die Angehörigen eine grosse Herausforderung.

Auch wenn sie spüren, mehr Kraft zuhaben, als sie sich je vorgestellt hatten, kommen sie doch immer wieder an Grenzen der Belastbarkeit. Haben Sie den Mut, um Unterstützung zu bitten. Sorgen Sie auch dafür, dass Sie Essen, Trinken und Ausruhen nicht vergessen.

Und scheuen Sie sich nicht, nach spiritueller und seelsorgerischer Begleitung zu fragen – für den Sterbenden und für Sie. Oft besteht die Frage, ob auch Kinder und Jugendliche noch ans Sterbebett kommen können oder sollen.

Aus psychologischer Sicht wird dies eher befürwortet, es soll aber kein Müssen sein.

Sprechen Sie mit dem Sterbenden und mit den Kindern und Jugendlichen selbst und fragen Sie nach ihren Befürchtungen und ihren Wünschen.

Kinder gehen mit dieser Situation oft natürlicher um als Erwachsene. Die Zeit des Abschiednehmens und der Trauer kennt verschiedene Phasen und Formen:

Gefühle der Verzweiflung, Wut und Ohnmacht gehören auch dazu. Jeder von uns darf dafür Hilfe in Anspruch nehmen.

 

 

Was tun, wenn die Trauer nicht endet

 

Es kann aber auch sein, dass Betroffene in der Trauer steckenbleiben und sich die Symptome sogar verschlimmern. Experten sprechen dann von pathologischer Trauer, die auch zu einer Depression oder in eine Sucht führen kann.

In der Regel beeinträchtigt pathologische Trauer auch den Alltag und die Fähigkeit, sich neu zu binden. Bemerkt man solche Verhaltensweisen, sollte man innehalten, über das Geschehen nachdenken und am besten mit einem guten Freund oder nahen Angehörigen darüber sprechen.

Im Zweifel holt man sich professionelle Hilfe beim ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten. „Trauerarbeit ist Arbeit für die Psyche.“

Grundsätzlich kann Trauer kognitive Störungen wie Konzentrationsprobleme mit sich bringen. Sehnsucht, Einsamkeit, gefühlte Sinnlosigkeit, vielleicht auch Schuldgefühle machen Trauernden emotionale Probleme.

Außerdem kann Trauer zu körperlichen Beschwerden wie Kreislaufproblemen führen. Nicht zuletzt neigen Trauernde dazu, sich abzukapseln. All das ist - in einem gewissen Rahmen - eine normale Reaktion.

 

 

Hobbys wieder aufnehmen:

Wenn man nach dem Verlust bestimmte Aktivitäten oder Hobbys vernachlässigt hat, die einem Spaß machten, sollte man sie unbedingt wieder aufnehmen. So kann man die eigene Stimmung und das Wohlbefinden verbessern, sich aktivieren und motivieren.

 


Einer Selbsthilfegruppe beitreten:

Es kann helfen mit anderen zu sprechen, die durch eine Trauerphase gehen. Erfahrungen auszutauschen und sich mit anderen zu verbinden, kann für jeden sehr hilfreich sein.

Man sollte es vermeiden, den Raum oder das Eigentum der verstorbenen Person so zu lassen, wie sie es verlassen hat. Diesen Ort wie ein Mausoleum aufrecht zu erhalten kann den Prozess der Akzeptanz des Verlustes verlangsamen.

Um sich an die Person zu erinnern, können Fotos oder persönliche Gegenstände aufbewahrt werden. Das restliche Eigentum sollte man loswerden oder spenden. Das hilft voranzukommen, sich nach vorne zu richten und nicht in der Vergangenheit zu leben.

Man sollte keine radikalen Veränderungen in seinem Lebensstil vornehmen. Manchmal glauben Leute, dass es ihnen hilft den Verlust zu überwinden, wenn sie “sich von allem losreißen” und alles vermeiden, was mit dem Toten zusammenhängt.

Diese radikalen Veränderungen im Leben sind jedoch eine emotionale Vermeidung. Es ist nicht falsch Dinge zu verändern, jedoch sollte das allmählich geschehen. Man muss zunächst in der Lage sein, die eigenen Emotionen zu “verdauen”.

 

 

Das Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein fördern:

Manchmal fühlt man sich nutzlos und hilflos, wenn man einen geliebten Menschen verliert, gerade dann wenn man in einer gegenseitigen Abhängigkeit stand. Man sollte daher darauf achten, sein Selbstwertgefühl zu verbessern.

Den Versuch die Emotionen durch Drogen, Alkohol, Essen oder Arbeit zu steuern vermeiden. Das sind Formen, um sich von seinen eigenen Gefühlen zu entfernen und zu vermeiden sich der Trauer über den Verlust zu stellen. Diese Strategien helfen nicht dabei, sich langfristig besser zu fühlen.

 

 

Sich Zeit lassen:

Man sollte es nicht übertreiben und denken: “Ich hätte darüber hinwegkommen sollen”. Jeder benötigt seine Zeit und seinen eigenen Prozess. Man sollte seine Gefühle akzeptieren.

 


Mit anderen Leuten darüber reden:

Man sollte Zeit mit seinen Liebsten, der Familie und Freunden verbringen. Manchmal braucht man eine Umarmung. Man sollte keine Angst haben danach zu fragen. Isolation ist in dieser kritischen Zeit sehr schädlich und kann depressive Symptome verstärken.

 

 

Sich um sich selbst kümmern:

Sport treiben, schlafen und gut essen. Manchmal hilft es eine Routine aufzunehmen, um wieder zum Leben zurückzukehren. Es ist wichtig, sich nicht zu vernachlässigen, denn das kann den Trauerprozess verschlimmern.

 

 

Trauer bei Kindern und Jugendlichen

 

Auch Kinder und Jugendliche fühlen Trauer und grosses Leid angesichts des Todes einer ihnen nahestehenden Person.

Sie haben ein anderes Zeitgefühl und verarbeiten Verluste anders als die Erwachsenen.

Wie die Kinder die Phasen der Trauer durchlaufen, ist sehr von ihrem Entwicklungsstand abhängig. Dabei kann allgemein von folgenden Annahmen ausgegangen werden.

 

Kleinkinder bis zum dritten Lebensjahr:

In diesem Alter haben die Kinder keinen Bezug zum Tod. Trotzdem können diese Kinder eine Trauerreaktion zeigen. Das Kind erlebt vor allem das Getrenntsein und reagiert darauf mit Angst sowie allenfalls mit Regression (Zurückfallen in frühere Entwicklungsstufen).

Häufig reagieren die Kinder in diesem Alter ähnlich wie die nahestehenden Erwachsenen. Wichtig ist, den Alltagsablauf möglichst aufrechtzuerhalten und weitere Trennungen zu vermeiden.

 

Drittes bis sechstes Lebensjahr:

Diese Kinder sehen den Tod als vorübergehendes und rückgängig zu machendes Ereignis an. Sie glauben, dass der Tod durch Gedanken verursacht werden kann, haben häufig magische Erklärungen für den Tod und können sich selbst schuldig fühlen.

Für Kinder im Vorschulalter ist es somit wichtig, möglichst viel Zeit mit einer Bezugsperson zu verbringen, welche ihnen Zuwendung gibt und einen normalen Alltagsablauf ermöglicht.

Die Erklärungen sollten möglichst krankheitsbezogen sein, um Selbstverschuldungen zu vermeiden.

 

Sechstes bis achtes Lebensjahr:

Nun beginnen die Kinder zu verstehen, dass der Tod endgültig ist. Sie glauben aber nicht, dass alle Menschen sterben müssen oder dass dies sogar sie betreffen könnte. Der Tod wird personalisiert. Häufig äussern Kinder Wut gegenüber den Verstorbenen oder den Angehörigen, welche den Tod nicht verhindern konnten.

Die Kinder reagieren häufig mit Angst und depressiven Symptomen sowie körperlichen Beschwerden. Sie haben Angst, dass auch andere, ihnen nahestehende Personen versterben könnten.

In diesem Alter ist es wichtig, realistische und klare Informationen zu geben und das Kind möglichst in die Beerdigungszeremonie einzubeziehen. Allenfalls ist es sinnvoll, die Lehrpersonen zu informieren, damit gewisse Reaktionen des Kindes verstanden werden.

 

Achtes bis zwölftes Lebensjahr:

Kinder in diesem Alter haben ein ähnliches Verständnis vom Tod wie die Erwachsenen. Sie verstehen die biologischen Aspekte des Todes, aber auch die Auswirkungen auf Beziehungen. Sie gehen eher kopflastig mit dem Tod um und können sich wenig über ihre Gefühle bezüglich Tod und Sterben äussern.

Gelegentlich entwickeln sie sogar eine spezielle Neugierde bezüglich körperlicher Details am Sterbeprozess, sind aber auch an religiösen und kulturellen Traditionen rund um den Tod interessiert.

Somit ist es sehr wichtig, dass sie möglichst viel am Totenbett sein dürfen und das Sterben, aber auch die Beerdigung miterleben können.

 

Zwölftes bis achtzehntes Lebensjahr:

Jugendliche sind sehr neugierig bezüglich der existenziellen Fragen rund um den Tod, was gelegentlich zu Risikoaktivitäten führen kann – dies, um sich mit der eigenen Sterblichkeit und Endlichkeit auseinanderzusetzen.

Häufig wehren sie sich gegen die Rituale und die Unterstützung der Erwachsenen. Sie haben das Gefühl, nicht richtig verstanden zu werden. Oft kommen starke Gefühlsreaktionen, welche schwer zu identifizieren und auszudrücken sind.

Es ist wichtig, dass sich die Jugendlichen in ihrer Altersgruppe austauschen können. Trotzdem sollten sie auch die Möglichkeit haben, sich von Erwachsenen Unterstützung zu holen; sie sollten nicht überschätzt werden.

Selbstverständlich können diese Phasen nicht generalisiert werden.

 

 

 

Wenn Sie weitere Fragen haben oder mich näher kennlernen möchten, rufen Sie gern an oder besuchen Sie mich in der Praxis, meine Beratungsgespräche sind kostenfrei.

 

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Ich freue mich auf Sie.


Herzliche Grüße,

 

Ihr Arndt Werner Leonards - Psychologische Praxis, Alternativmediziner, Ganzheitsmediziner und Naturheilkundler.

 

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